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WASABI

Eigenverantwortung der Fischer

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WASABI    875

Hallo Zusammen,

Ich frage mich immer wie mehr, was eigentlich den vielen Fischern durch den Kopf geht. Einerseits wird grossartig "geprahlt" von den Fischern wie wir uns an die Vorschriften halten, wie wir uns umsichtig, umweltbewusst und schonend mit dem Lebewesen Fisch doch umgehen. Leider sehe ich aber das gar nicht so. Ich habe 2 Hunde und gehe viel spazieren an der Berner Aare. Es vergeht kein Spaziergang wo ich nicht mindestens einen Fischer muss erklären das er das oder jenes nicht darf oder nicht tun sollte. Auch die Schongebiete werden grosszügig missachtet. Ich muss das nun mal schreiben. 

Heute schon wieder, ein älterer Fischer mit Zapfenrute sehe ich zu wie er eine Aesche drillt. Läuft einwenig desorientiert am Geländer bei Schwellenmätteli hin und her. Wohl weil einige zuschauen und ca. 5m neben ihm die Tafel entgegenkommt  Fischereischongebiet. Also nach links keine Möglichkeit bei der bequemen Rampe den Fisch zu landen, aus Angst wegen Schongebiet und das jemand dann behauptet er fischt im Schongebiet. Also wird die Aesche mit Schwung herausgehoben und fängt dies, natürlich mit trockenen Händen, mit einer guten Portion Glück. Die Aesche war zu klein was man am Gesichtsausdruck und bösem Blick vom Fischer sofort erkannte. Zum Glück oder Unglück der Aesche, diese wurde dann mit Schwung,  mit einer Flugbahn von ca. 3-4m weite und 2-3m höhe, wieder Richtung Aare befördert, wo sie mit lautem klatschen aufschlug. 

Ich frage mich echt, was das soll? Wo sind all die Fischeraufseher? Wo ist der Respekt gegenüber dem Lebewesen? 

Ich wäre wohl ein radikaler Fischeraufseher und wohl der wo am meisten Bussen verteilen würde :joy:

Auch sollte man endlich das dämliche Tirolerhölzel verbieten, das ist einfach viel zu einfach damit Fische zu fangen. Wenn man die Technik mal raus hat, ein todsicherer erfolg beim Fischen. Habe das am Anfang meiner Fischerkarriere ebenfalls praktiziert bis es mir einfach zu blöd war, da Fanggarantie und nicht fair dem Fisch gegenüber.

So Luft ist raus und geniesst den Tag am Wasser. Aber bitte mit Vernunft und Respekt.

bearbeitet von WASABI
Schreibfehler :-)
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Gelöscht    273

Kann ich nur teilen @WASABI

Ich bin auch oft ohne Angelzeug an Gewässern unterwegs. Alleine oder mit meiner Frau. (Mein Hund ist leider schon länger gestorben).

Man sieht schon so einiges.

Ich frage mich oft, ist es einfach Unwissen, Gleichgültigkeit," man kann es nicht besser" oder " hat es ja schon immer so gemacht" ? 

B.S.P. : Als ich die Fotos Gewässser/Renaturierung machte. An der Wehrmauer  gleich nach dem Angelverbot stand ein Angler in meinem Alter .(5m über Wasser, der kleine Klappfeumer zusammengefaltet auf dem Fahrrad ),

2 Ruten, eine mit Pose und totem Köfi und eine aktiv mit Gummi. Gerade als ich ihn begrüsste hatte er einen Hänger. Bodenhecht oder eben halt eine Schlammbarbe.:joy:

Er zog gute fünf Minuten, am gleichen Standort an der Rute rum, als hätte er einen Mega Drill. Die viel zu kleine Rolle  knirschte und hatte gerade noch 20 m Schnur auf der Spule. Ich nahm etwas Abstand.  Auf einmal pfiff etwas zwischen uns durch, wie ein Geschoss um das obere Wehrgeländer neben seiner Hand herum und hinten  im Wald knallte es und es vielen bunte Blätter.

HHHuuuuüüüAAAhh was war denn das?   Holy Moly,,  Nach langem entwirren erklärte er mir, er habe 1.2 m vor dem Köder eine 15 gr Karabiner-Olive. 

Ich : Diese 15 gr. hätten dir jetzt böse ins Auge gehen können. 

Er angelte auch ein Mono Vorfach wie er es auf Barsche verwende. Kurzerhand ein Hechtgummi daran montiert, kein Hechtvorfach nichts.....o:) Kann ja nichts schiefgehen:joy:

Meine Frau zwinkert mir dann oft zu,; im Sinne ;sag nichts. 

Es ist gut auf seinen Partner zu hören, doch beim Angeln bringt das nichts.:joy::joy:

Das Stehaufmännchen/ Tirolerhölzl könnte man, wie es an einigen Gewässern auch ist, aus dem Reglement streichen. Doch es wird sogar dafür Werbung gemacht auf You Tube, von der Aare mit Hölzl. .:thumbdown:

Darum verlinke ich hier lieber nicht.

mfg, Schlammbarbe.

bearbeitet von Schlammbarbe

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tom66    56

Hallo Aendu und Schlammbarbe, einfach wieder eine Fischereitechnik zu verbieten (Tirolerhölzl) ist meiner Meinung nach falsch. Es sollte in Grundkursen von Jungfischern thematisiert werden, dass diese Technik den labilen Aeschenbestand nachhaltig negativ beeinflussen kann. Evtl. würde auch mal eine Reportage im Petri Heil Magazin oder an einer GV/HV desjeweiligen Fischereivereins etwas nützen. Verbote ohne die entsprechende Hinweise bezüglich des "Warum" bringen meiner Meinung nach keine Nachhaltigkeit.

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Dickbait    190

Talking of labilen Aeschenbestand nachhaltig negativ beeinflussen. Wir können uns selbst an der Nase nehmen: Ich war vordere Woche auch wieder mal Fliegenfischen an der Berner Aare und wurde sogar kontrolliert. Das Problem seien die Fischer, die mit Bienenmade auf Aeschen fischen meinte der Aufseher süffisant in der Diskussion, wieso nicht mehr Jahrgänge vorhanden sind. Fliegenfischer wissten wie man mit Fischen umgeht. Das ist kompletter Bullshit! Erstens fischt in diesem Abschnitt wohl kaum einer mit Bienenmade. Zweitens sind – und diese Erfahrung habe ich heuer wieder mehrfach gemacht, viele Aeschen von den Drills mindestens nachhaltig negativ beeinflusst: Abgerissene oder verletzte Mundplatten, tote herumliegende Fische etc. Häufig hat man im Drill das Gefühl, die Aeschen würden das Prozedere kennen; sie erinnern an einen nassen Sack und sehen entsprechend aus. Dazu dann die Bilder, die man von den Fischenden sieht, wenn sie in Reih und Glied nebeneinander wedeln; jeder untermassige Fisch wird sofort angeworfen und mit grossem Tohuwabohu gedrillt, fotografiert und zelebriert. Ob das dann nachhaltig ist, sei dahingestellt.

Das einzig Konsequente, das den Bestand an einer solchen Strecke schont, ist gar nicht erst zu fischen oder seine Gänge ans Wasser stark zu reduzieren. Ja, der Typ im Schweller rückt uns Fischer nicht in ein gutes Licht. Schade. Dem Aeschenbestand schadet er aber sicherlich weniger, als die hunderttausend Herren weiter unten, auch wenn die es natürlich nicht so sehen. Da nützt auch ein Verbot des Hölzls nichts. Und noch von wegen einfach: wenn man einigermassen Ahnung vom Fliegenfischen hat, ist Trockenfliegenfischen auf Aeschen mindestens so ergiebig wie Hölzln – obwohl ich letzteres nur vom Hörensagen kenne. Über 10 Fische an einem Nachmittag sind auf manchen Strecken eher die Regel als die Ausnahme. Einverstanden bin ich indes, dass mehr und konsequenter kontrolliert werden sollte, aber dieses Problem ist altbekannt.

bearbeitet von Dickbait
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Dural    1'135

Hatten wir ja schon einige male, und bringen tuen solche Diskussionen ja eigentlich auch nichts.

Das einzige was hilft, wäre meiner Meinung nach folgendes:

-Freiangel Recht aufheben (ist meiner Meinung schon längst überfällig!)
-Patent Preise anpassen, deutlich nach oben (Jahres Patent um die 1000.- Tages Patent um die 100.-)
-Eine richtige Schulung + Prüfung einführen, und zwar für alle Fischer verbindlich.

Diese Vorgehen ist aber natürlich sehr gefährlich, da man deutlich weniger Fischer, und man automatisch weniger Lobby für die Fischerei hätte.

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Abborre    165
vor 30 Minuten schrieb Dural:

-Patent Preise anpassen, deutlich nach oben (Jahres Patent um die 1000.- Tages Patent um die 100.-)

...und somit würden wieder die geschiedenen Väter bestraft, welche mit allen Unterhaltszahlungen am Rand des Existenzminimum leben... 
...und somit diesem Hobby nicht mehr nachgehen könnten, weil sie es sich schlichtweg nicht mehr leisten könnten... 

(trifft nicht auf mich zu, aber im Bekanntenkreis gibt es Einige davon)

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WASABI    875
vor 2 Stunden schrieb tom66:

Hallo Aendu und Schlammbarbe, einfach wieder eine Fischereitechnik zu verbieten (Tirolerhölzl) ist meiner Meinung nach falsch. Es sollte in Grundkursen von Jungfischern thematisiert werden, dass diese Technik den labilen Aeschenbestand nachhaltig negativ beeinflussen kann. Evtl. würde auch mal eine Reportage im Petri Heil Magazin oder an einer GV/HV desjeweiligen Fischereivereins etwas nützen. Verbote ohne die entsprechende Hinweise bezüglich des "Warum" bringen meiner Meinung nach keine Nachhaltigkeit.

Hallo Tom,

Naja ein Verbot wird ja auch nicht einfach ohne Begründung erlassen :stuck_out_tongue_winking_eye: ist wie im Verkehr, da gibt es Verbote und Tempolimiten, alles logisch und verständlich, für die meisten...

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WASABI    875
vor 1 Stunde schrieb Dickbait:

Und noch von wegen einfach: wenn man einigermassen Ahnung vom Fliegenfischen hat, ist Trockenfliegenfischen auf Aeschen mindestens so ergiebig wie Hölzln – obwohl ich letzteres nur vom Hörensagen kenne. Über 10 Fische an einem Nachmittag sind auf manchen Strecken eher die Regel als die Ausnahme. Einverstanden bin ich indes, dass mehr und konsequenter kontrolliert werden sollte, aber dieses Problem ist altbekannt.

Nun da geb ich dir auch wieder recht. Einmal die richtige Fliege gefunden, ist das alles andere als schwierig eine Asche zu fangen...aber Fliegenfischen kann nicht jeder ;) Der Fischaufseher hatte da aber auch eine sehr einseitige Einstellung. Die Fliegenfischer sind nicht bessere Fischer sonder genau gleich gestellt wie alle anderen Fischer...Konnte auch einen Fliegenfischer beobachten der 5m neben mir stand. Er fing nichts und wechselte verzweifelt fleissig die Fliege während ich mehrere Aeschen schon am haken hatte. Als es dann endlich mal klappte, drillte er bis in die ewigen Jagdgründen...zum gluck konnte sich dann die Aesche von selber befreien.

Will sagen, hört endlich auf mit zu schwachem Vorfächer und Material zu fischen. Denkt an den Fisch und nicht an den geilen Drill! Ich Fische mit max. 0.16 Vordach und auch nur, weil die kleinen Fliegen so klein Öhre haben das keine 0.20er schnür durch geht. So hat man genug Reserve und der Fisch kann konsequent und schnell gedrillt werden. Die wo mit mir schon fischen waren, wissen wie schnell ich einen Fisch reinziehe und abhake..:stuck_out_tongue_winking_eye:

bearbeitet von WASABI
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barsch horst    331

@Dural: Was du da andenkst, wäre genau das Gegenteil vom Threadtitel. Weg zu mehr Regulierung über Gesetz, Geld & Bildung. Das könnte evtl. eine logische Folgerung sein von Seiten der Gesetzgeber, wenn wir Fischer eben diese Eigenverantwortung nicht wahrnehmen... Ich hoffe es wird nicht soweit kommen müssen.

Was aber an der Aare zu beobachten ist, stimmt mich wirklich nachdenklich. Egal ob Hölzl oder Trockenfliege, der Bestand der sensiblen Aeschen ist unter einem viel zu hohen Befischungsdruck. Wenn die einzelne Aesche dann noch falsch behandelt wird, dann wird der Mist sichtbar: Verpilzung, Verletzungen am Maulbereich, tote Fische am Ufer usw.  

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barsch horst    331
vor 3 Minuten schrieb tom66:

Bei 1'000.-- pro Jahr möchte ich dann aber auch einen richtigen tollen Besatz im Bach und Fluss sehen...

Wenn's dir vor allem um den Fisch geht, für 1000.- kriegst du am Blausee oder der Grabenmühle um die 50kg Fisch. Das reicht für eine vierköpfige Familie ca. 2 Jahre.

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WASABI    875
vor 53 Minuten schrieb Dural:


-Patent Preise anpassen, deutlich nach oben (Jahres Patent um die 1000.- Tages Patent um die 100.-)
-Eine richtige Schulung + Prüfung einführen, und zwar für alle Fischer verbindlich.
 

Na grad 1'000.- Fr wäre wohl gerade übertrieben...:joy: da gehe ich auch nicht mehr Fischen. Der Kt. würde dann auch nicht mehr verdienen, was wieder ein Punkt ist, wo sehr fraglich ist. Die Einnahmen sind dem Kt.Bern wohl auch wichtiger als der Fisch.

Eine Ausgabebeschränkung der Patente wäre sicherlich auch eine Variante. 

Im grossen und ganzen frage ich mich.

  • Was kann unternommen werden?
  • An wen sollte man sich wenden?
  • Was kann bewirkt werden?
  • Wie kann man aktiv werden?

Es ist Zeit das was passiert!

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WASABI    875
vor 18 Minuten schrieb tom66:

Bei 1'000.-- pro Jahr möchte ich dann aber auch einen richtigen tollen Besatz im Bach und Fluss sehen...

Das ist eben die Flasche Einstellung Tom. Einen tollen Besatz bekommst du an Bächen und Flüssen, wo Fischverbot ist :grimacing: oder geh nach Bosnien da hat es solche Flüsse,

aber alle C&R....:joy:

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Runabout    75
vor 4 Stunden schrieb Dickbait:

jeder untermassige Fisch wird sofort angeworfen und mit grossem Tohuwabohu gedrillt, fotografiert und zelebriert. Ob das dann nachhaltig ist, sei dahingestellt.

kann ich bestätigen: ich finde es gelinde gesagt zum k___tzen, wie sich ein grosser Teil der Flyfi Sekte als Schützer der Natur betitelt und das C&R Gebet posaunt, meistens währendessen sie gerade den frischen Forellenlaich mit Ihren Watpantoffeln zermalmen. Da ist mir der alte pensionierte Mann mit Zapfenrute (oder Hölzl) und Wanderschuhen lieber, welcher seine paar Aeschen (von mir aus auch mal 20, wenn er pensioniert ist, so hat er halt auch entsprechend Zeit) sauber entnimmt. Immerhin haben wir im Kanton Bern im vergleich zu anderen Kantonen ein relativ restriktives Reglement was die Anzahl und auch das Mindestmass anbelangt (Es kann immer strenger sein, das ist mir schon klar). Immerhin wurde etwas gemacht. Was ich damit - gewollt etwas provokativ - sagen will, dass jeder Fischer, egal womit, Schäden an Natur und Umwelt verursacht. Gerade erst, konnte ich einem Fliegenfischer zuschauen, welcher 2 massige Aeschen gefangen hat, beide aber haben die Fliege verschluckt und deshalb "musste" er sie natürlich entnehmen. Das hätte ich selber wohl auch so gemacht. Es braucht einiges an Erfahrung und Zeit um einen "guten" Umgang mit den Fischen zu erlernen, egal mit welcher Technik man unterwegs ist. Und auch mir (ich zähle mich zu den einigermassen routinierten Fischer) passiert ab und zu mal einen Seich. Deshalb werfe den ersten Stein, wer ohne Schuld ist.

bearbeitet von Runabout
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Gelöscht    273

Ich fliegele mittlerweile auch schon bald 35 Jahre...Das die Fliegenfischer weniger schaden als andere ist Antiquar und kommt wohl noch aus einer Zeit als es kaum welche zu sehen gab an unseren Gewässern. Und die Zeit ist eine Maschine die läuft und läuft. Es waren sehr wahrscheinlich auch die ersten die Gruppenweise in andere Länder reisten um den dortigen Fischen nachzustellen. Was ja auch nicht nur positives hatte oder hat.

@Runaboutgenau, der schonende Umgang mit dem Fisch hat schlussendlich nichts mit der Technik zu tun. In meinem Heimatkanton ist das Hölzl schon seit Gedenken, Grossvaters Zeiten verboten, wie auch an vielen Orten im Ausland. Ich vermisste es nicht, wir fingen halt unsere Fische mit Pose und Fliegenrute. Ich sehe das Hölzl auch nicht als Fangmaschine und das ist auch nicht sein Ursprung. Es wurde in der Fluss-Bach-Anglerei verwendet um schlichtweg weniger Hänger zu haben. Wie auch das Bogenblei der Aare (Velospeiche mit Blei das ich durch  @slidedust in dieser Form kennenlernte, gebaut habe ich zwei, sind immer noch trocken geblieben). In bedrohten Äschenregionen hatte es aber trotzdem nachweisbar grosse Auswirkungen auf den Bestand. Wohl weniger wegen der Technik , vielmehr wegen dem "Fangrausch" des Anglers selbst. Es wurde sogar als "Schwarzfischerhölzl" beschumpfen , selbst von nicht Puristen.

Deshalb könnte man es für mich persönlich aus dem Reglement streichen,  ausser der Bestand ist dermassen stabil das es keine Rolle spielt.

Zum TITEL :  EIGENVERANTWORTUNG DER FISCHER:

hat für mich  nur mit FREIWILLIGEM VERZICHT zu tun. Ich lebe nun etwa 10 Jahre im KT. SO. Der Bestand hier in der Aare, sage mal, nicht berauschend bis sehr Verbesserungswürdig. Darum stelle ich seit acht Jahren den Äschen nicht mehr nach, auch wenn ich diese wunderbare Art der Herbstfischerei sehr vermissen tue. Mein Bedürfnis an anderen Gewässern zu befriedigen, mich dort an die überfischte Aare zu stellen, währe für diesen Fluss auch verkehrt.

Dies ist alles was ich dazutun kann, meine freie und persönliche Einstellung. Kein Mainstream und wohl nicht mal ein Tropfen auf den Heissen Stein. Es ist auch keine "gute" Ansicht, nur meine.

Leider braucht es Reglemente auch in der Angelei, sonst würde alles drunter und drüber gehen.

Wenn man aber jede Einschränkung, man darf ja trotzdem noch Angeln, gegen sich und sein Hobby auffässt, hat man grundlegendes noch nicht verstanden.

Fischereigesetze sind nicht gegen den Angler, sondern für den Fisch und für das Ökosystem.

@tom66 Es wird an Grundkursen auch Vorgestellt und Thematisiert. Und ich kenne keine Fachzeitschrift die nicht schon mehrmals darüber Berichtete.

bearbeitet von Schlammbarbe
Grundkurse
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tom66    56

Auch ich halte mich in diesen und den letzten Jahren zurück mit dem fischen auf Aeschen aber nicht unbedingt wegen dem volatilen Bestand sondern eher darum, weil ich dieses November und Dezember graunasse Wetter hasse.

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Runabout    75

Das finde ich sehr selbstlos von Dir @Schlammbarbe  Mein Respekt hast Du für dieses Verhalten, wenn auch es für mich keine Option wäre. Zu sehr liebe ich die langen Märsche der Aare entlang, das Entdecken von unbekannten Abschnitten und ausprobieren von verschiedenen Ködern. Ich schätze auch den Austausch und die zwischendurch guten Gespräche mit Leuten (auch andere Fischer), welche vermutlich nicht stattfinden würden, wenn ich nur einfach ohne Material der Aare entlang spatzieren würde. Und beim Plaudern wird ja der Bestand am besten geschont:-)

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Gelöscht    273

:):joy:da kennst Du mich nicht. Am besten kann ich plaudern ohne Geräte. Wenn ich aber am Angeln bin möchte ich Ruhe.

vor einer Stunde schrieb Runabout:

Und beim Plaudern wird ja der Bestand am besten geschont:-)

Jepp, kenne keine Bestände die Zugrunde geschwatzt wurden.:)

Kontra: Ohne Material mache ich viel mehr Strecke, da ich nicht alle 20 Meter das Gefühl habe: hier muss doch was sein.:)

bearbeitet von Schlammbarbe
Vergesslichkeit

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Dural    1'135

@WASABI

Die fischerei ist nicht rentabel, weder für kanton noch sonst wer, ok für berufsfischer schon ;)

Die patent einnahmen sind sehr gering, kanton bern wenn ich es richt in erinnerung habe unter 1milion.

bearbeitet von Dural

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Loon    72

Eigenverantwortung... ein leidiges Thema. Erst letzte Woche habe ich zusammen mit einem Fischereiaufseher beobachtet wie ein Fliegenfischer beim Äschenfischen in die Aare watete. Dass er dabei in den Forellenlaichgebieten herumtrampelte war ihm wohl egal oder wahrscheinlich nichtmals bewusst. Rechtlich gesehen völlig legal, trotzdem traurig...

Ich bin der Meinung, dass Eigenverantwortung gefördert werden sollte. Vor allem beim Umgang mit Fischen oder der Grundeinstellung, die der Fischer hat kann man mit gesetzen nicht viel ändern, da die dinge nicht messbar sind. Wo würde man nun beim ruppigen Umgang mit den Fischen die Grenze ziehen? 

Höhere Patentpreise würde ich nicht begrüssen. Damit trifft es letztendlich die, die aus welchem Grund auch immer, nicht so viel Geld zur verfügung haben. Klar würde eine geringere Anzahl an Fischern den Gewässern gut tun, aber ich denke das ist nicht die Lösung. Und an der Einstellung der Patentinhaber ändert es trotzdem nichts. Was ich nicht schlecht finden würde wäre wenn man sich mit dem Patentkauf zu einem Arbeitseinsatz an Gewässern verpflichten würde. So wäre dem Erhalt der Gewässer gedient und es hätte für den einzelnen gleichzeitig einen Weiterbildungseffekt.

Ich denke, um die Eigenverantwortung in dem Bereich zu fördern, müsste man ein Verständnis für die Natur in der gesamten Öffentlichkeit fördern. Jemand der die Natur von klein auf kennen und schätzen gelernt hat, wird vermutlich auch ein gutes Verständnis für das Verhalten in der Natur haben.

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Gelöscht    273

Und was Hänschen nicht gelernt, lernt Hans nimmer mehr.

vor 7 Stunden schrieb Loon:

Eigenverantwortung... ein leidiges Thema. Erst letzte Woche habe ich zusammen mit einem Fischereiaufseher beobachtet wie ein Fliegenfischer beim Äschenfischen in die Aare watete. Dass er dabei in den Forellenlaichgebieten herumtrampelte war ihm wohl egal oder wahrscheinlich nichtmals bewusst. Rechtlich gesehen völlig legal, trotzdem traurig...

Gerade die Fliegenfischer sollten das wissen und respektieren ( angeln ja  auch auf Forellen), manche wurden vielleicht gut erzogen, nützt nichts wenn sie die Hälfte davon vergessen haben. Ev. eine andere Wurftechnik dazulernen und dann muss man nicht mitten im Lauch, ähh im Laich stehen.

Eigenverantwortung kann man sich ab einem gewissen Alter auch selber zulegen, da gibt es kein drumherum. Ich bin auch nicht für mehr Gesetze, doch setzen viele Reglemente erst dort an,

wo der "Natürliche Menschenverstand" in der Praxis  versagt hatte.

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Stefan    252

Habe auf Facebook mal einen Post geschrieben. Der passt hier auch rein:

Zitat

Seit dem Berner Äschen-Moratorium war ich nur 1x auf Äschen fischen gewesen und schone sie durch Enthaltsamkeit. Was mich manchmal auch stört, ist, dass die Äschenhochsaison mitten in der Forellenlaichzeit anfängt. Ich hatte schon eine schlanke 40er Forelle bei Zollikofen im Dezember gehabt und eine fette 39er im November unterhalb Aarberg. Eine auf Maden, eine auf Mehlwurm. Darüber, dass indirekt auf Forellen in der Schonzeit gefischt wird, redet niemand. Davon, dass Laichgruben zertrampelt werden, immerhin schon. Ein höherer Preis für Patente ist ein zweischneidiges Schwert. Das führt dazu, dass nicht nur weniger Patente verkauft werden, sondern auch, dass gewisse Arten von Fischern noch exzessiver Fische rausholen, weil sie ja das Patent "rausholen" wollen und die sinkenden Verkaufszahlen bei Patenten auf gewisse Weise beim Raubbau an der Natur teilweise ausgleichen. Was ich am schlimmsten finden würde, wäre, dass dadurch die preisliche Hemmschwelle, in die Fischerei einzusteigen, zu hoch werden könnte und kaum noch Junge den SANA machen und fischen wollen würden, wenn sie wüssten, dass das Patent sooooo teuer werden sollte. Die Vereine haben ja schon jetzt ein Problem mit Überalterung und Sorgen um den Nachwuchs, weil für die Jungen Vereinsarbeit keine Bedeutung hat, jedoch aber soziale Medien. Soziale Medien bringen aber keine Verbandsbeiträge, keine nennenswerte Lobby (ein Like auf Facebook bringt nämlich genau gar nichts), keine nennenswerten Arbeitskräfte bei der Pflege der Gewässer und fördert eher das vernetzte Profitdenken und das leerfischen einiger Spots, die gepostet werden. Ich wäre gegen ein erneutes Moratorium, aber ich würds cool finden, wenn Laichstrecken für Forellen und Äschen von regionaler/überregionaler Bedeutung geschaffen werden, wo vom 1. Oktober bis 15. März gar nicht mehr gefischt werden darf. Vor allem, wenn es Strecken mit wenig Wasser sind, wo gerne mal mit der Wathose, wenn nicht sogar mit den Watstiefeln Flussüberquerungen gemacht werden können und wo man durchaus in der Flussmitte vor dem tieferen Lauf am Rand flussauf- oder abwärts waten kann. Für mich sind die Wintermonate die Zeit der Besinnung, halt eher Monate für andere Hobbys, für das Basteln, für schöne Stunden zuhause. Ich habe mich schon lange davon verabschiedet, das ganze Jahr hindurch fischen zu wollen, auch wenn ich es als Bewohner der Region Biel problemlos könnte.

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Loon    72
vor 16 Stunden schrieb Schlammbarbe:

Und was Hänschen nicht gelernt, lernt Hans nimmer mehr.

Gerade die Fliegenfischer sollten das wissen und respektieren ( angeln ja  auch auf Forellen), manche wurden vielleicht gut erzogen, nützt nichts wenn sie die Hälfte davon vergessen haben. Ev. eine andere Wurftechnik dazulernen und dann muss man nicht mitten im Lauch, ähh im Laich stehen.

Eigenverantwortung kann man sich ab einem gewissen Alter auch selber zulegen, da gibt es kein drumherum. Ich bin auch nicht für mehr Gesetze, doch setzen viele Reglemente erst dort an,

wo der "Natürliche Menschenverstand" in der Praxis  versagt hatte.

Seh ich auch so. Ich finde es wichtig, dass bei solchen Themen auch ein "wollen"seitens der Fischer vorhanden ist, nicht nur "müssen" wegen dem Gesetz. Ich wette die Fliegenfischer von denen ich geschrieben hatte (einer im Wasser, der Kollege stand am Ufer und guckte zu) waren sich keiner Schuld bewusst. Ganz nach dem Motto "Ist ja nicht verboten, dann kanns ja so schlimm nicht sein".

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Rönner    73

ich denke, hier ist ein interessantes Thema mal wieder angesprochen worden und wenn hier jetzt mal gleich gegen die Fliegenfischer geschossen wird (ich bin keiner) so möchte ich doch gleich mal kundtun, dass eigentlich keiner einer speziellen Technik geschont werden soll.

Will heissen, dass genauso die Kärpfeler und Welsfischer (wie ich es beispielsweise bin), sich an der Nase nehmen sollten.
Lustigerweise habe ich vor ein paar Tagen über diese Thematik mal ein sensibilisierendes Berichtlein verfasst welches dann auf die Homepage von unserem Team gestellt wird.
In meinem Bericht stelle ich es teilweise dramatisch vor, das geht aber manchmal leider nicht anders, weil sont viele abgestumpfte mit einem Lächeln gerne Misstände weglachen....
Gerade in der heutigen Zeit wo die Menschheit immer mehr auf ein bewusste Gesundheit, Öffentlichkeitsarbeit und dergleichen schauen, gehört ein solches Thema angesprochen und sollte entsprechend berücksichtig werden.
Denn wer mit einer Angelrute am See entlang läuft, ist meistens generell schon ein Verursacher, von was auch immer. Denn egal an welchem See ich bis jetzt war ob hier in der schönen CH oder im Ausland, überall finde ich liegengelassene Verpackungen von Haken, Maden, Würmer und so weiter, und so weiter.... ihr kennt das ja....

Hier sich mal an der eigenen Nase zu nehmen und sich zu bücken und was auf zu lesen, ist ein Fortschritt.......

Ich will hier Niemanden als Person angreifen, dafür bin ich friedlich aber mal Gedanken zur Sache, finde ich super.... cooles Thema.....

bearbeitet von Rönner
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