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Gelöscht

Gewässer / Renaturierungen

Empfohlene Beiträge

Gelöscht    273

Wenn Strassen neue Wege erschaffen

Gerade mal 1.4 Km lang, die Werkstrasse zwischen Wasserkraftwerk Flumenthal /SO  und der Kiesgrube Hobühl in Attiswil /BE

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2013 der erste Spatenstich erfolgte nach 10 Jahren Planung

http://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/baustart-fuer-strasse-in-flumenthal-nach-ueber-zehn-jahren-planung

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/weitere-regionen/flumenthal-wird-durchgangsverkehr-von-der-kiesgrube-attiswil-los-124586245

 

Eröffnung 2016  am 17. September

 

http://www.vigier-beton.ch/it/news/detail/naturnahes-aareufer-flumenthal-wirtschaft-und-umwelt-gehen-hand-in-hand/

 

Heute sieht es noch etwas nach Mondlandschaft aus, bis in den nächsten 2 -3 Jahren die Pionierpflanzen die Umgebung erobert haben.

Auf 7 Hektar wurde ein Rückzugsbecken für Brutfische angelegt, hier im Vordergrund.

Weit hinten ist das Biootop zu sehen dessen Wasserpegel ist 30 cm höher als die Aare.

 

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Es wurden 250 000 Kubikmeter Erde und Kies bewegt.

( ich habe die Kubikmeter-Angaben nicht aus der Zeitung sondern vom Werk und  Maschinist )

Die Auslauf Röhre in die Aare seit Ende August dieses Jahres erschlossen wurde von den Fischen sofort angenommen.

Abertausende Jungfische tummeln sich vor, hinter und in der Röhre, wie auch im Becken.

 

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Rechts im Bild wurden 20 000 Kubikmeter Kies in der Aare zu einer kleinen Insel aufgehäuft.

Diese wird sich in den nächsten ca. 7 Jahren von der Strömung abtragen und sorgt somit für ein natürliches Geschiebe und erschafft neue Sand-Kiesbänke.

Diese werden gerade den Kiesbewohnern und somit auch den Äschen in Zukunft bessere Laichmöglichkeiten bieten.

Solches Geschiebe wurde  durch Korrekturen ( Jura-Gewässer und auch durch den Fluss-Kraftwerkbau)  seit langem verhindert.

 

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Weiter Flussaufwärts der "Einlauf" des Aarbächlis das mit einer Röhre unter dem Wanderweg geführt ist.

Auch hier wurden kleinere Arbeiten erledigt. Gehörte halt mit ins Projekt. Ist aber im Vergleich zu den 10 Millionen Planungs- und Baukosten nur ein Klacks. Das hier aber mal, wie in den Zeitungen beschrieben wurde, Forellen, Bachneunaugen und  Nasen  leben können ist natürlich ein Witz.

Das Aarbächli versickert schon hunderte Meter vor der Aare und braucht 2-3 Tage Regen bis es mal anläuft.

Auch sind es ca. 4m Höhendifferenz die auf 7m bewältigt werden müssten.

Und wo kein Wasser dort auch kein Fisch, isch.

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Weiter oben die Röhre die unter der neuen Werkstrasse hindurchführt. Man könnte noch weit hinauflaufen, aber keinen Tropfen finden.

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 Noch ein paar Bilder der gesamten Renaturierung von dem anderen Ende. Vordergrund Biotop.

 

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Nicht weit Flussabwärts tritt die Siggern in die Aare. Dort macht es Sinn die Schwellenbecken zu entfernen und den Einlauf Fischfreundlich zu gestalten.

Da liegen schon Planungen vor um die sich die ALPIQ (Wasserkraftwerk Flumenthal)  bald kümmern wird, da sie Betreiber dieser Aarestrecke ist.

Die Siggern ist relaiv Wasserbeständig.

 

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Über diesen Abschnitt der Aare war vor paar Jahren ein Brücken-Bauprofil erbaut worden.

Gehörte zu einer Projektvariante

Wurde aber nicht bewilligt.

 

Hier befindet sich auch die VIGIER BETON die Bauherrin des gesamten, die sich wirklich für eine Lösung engagiert hatte.

 

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Von hier aus ein Blick zur Kiesgrube Attiswil, ganz hinten. am Horizont der Tagabbau.

PS; Links sieht man sogar noch den Maschinist persönlich, der die ganzen insgesamt 250 000 Kubikmeter Erdmassen mit einem 40 Tönner bewegt hat. Klar musste ich als Schlammbarbe eine halbe Stunde mit ihm Quatschen.

Und das war sehr Interessant und belehrend. Er hat ein fundiertes Wissen über die Natur, Umgebung und Tiere, dieses liess  er in seine Gestaltung einfliessen.

ER; Für mich war es eine grosse Freude und eine Abwechslungsreiche Arbeit für so ein Projekt zu Baggern.

Auch hatte er so ziemlich freie Hand was  die Ufergestaltung betraf.

 

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Es gab da auch Bau-verzögerungen durch verseuchten Boden der abgetragen, zwischengelagert und entsorgt werden musste. 

Diese unvorhersehbaren Mehr-Kosten musste die Bauherrin VIGIER selber übernehmen.

Was ich selbst nicht ganz verstehe, das da Bund, Kanton nichts dazu beigetragen hat.

25 000 Kubikmeter verseuchter Boden wurden abgetragen und entsorgt.

Vorher war, wie in der ganzen Umgebung heute immer noch, Ackerbau darauf betrieben worden.

http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/lebern-bucheggberg-wasseramt/was-die-vorfahren-so-alles-hinterliessen-128662343

http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Bauprojekt-foerdert-Altlasten-zutage/story/24921426

 

Nun sehen wir uns noch kurz das Wasserkraftwerk Flumenthal an.

Geangelt wird dort vorwiegend auf Hecht und  Alet. Natürlich hat der Wels hier auch seine Plätze gefunden.

PS.; Vor vier Jahren erzählte mir der Vorarbeiter des Wasserkraftwerk, sie mussten mal einen ca. 1.6m langen Wels aus der Fischtreppe/Rohr verjagen.

Dem war es dort sehr wohl und die Nahrung schwamm ihm sozusagen ohne sein zutun in den Schlund.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Karpfenbestand. Ganz starke und ausdauernde Kampf- Dinger hier, oft in der schnellen Strömung und eine Herausforderung zu beangeln

oder zu bändigen.

Wenn sich hier eine 80er  mit der flanke in den Wasserdruck stemmt, aber Hallo, grosse Rollen mit viel Schnur, sonst wirds eng.

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Mein Fazit:

14 Jahre Planung/ Durchführung tönt sehr, sehr lange. Manche Steine wurden in den Weg geworfen und die meisten wieder aus dem Weg geräumt.

1.4 Km für Total 10 Millionen ( Planung und Umsetzung etwa 50 zu 50%) klingt auch etwas Unheimlich.

Ich selber bin von dieser Renaturierung trotzdem überzeugt und glaube das sie diesem Abschnitt der Aare sehr viel Leben einhauchen wird,

was Mensch, Tier und Natur ein kleines bischen näher zusammenbringen wird.

Und natürlich auch uns Anglerfreunde.

mfg, Schlammbarbe.

 

Zum Schluss noch eine kleine Historie des Projektes

 

23. Januar 2002: Die Vigier Beton Mittelland AG (vormals Wyss Kieswerk AG, KWW) lanciert die Idee, die Kiesgrube Hobühl in Attiswil für den weiteren Kiesabbau (der durch die bernischen Behörden neu zu bewilligen ist) via Aareufer zu erschliessen. Als Alternative zur seit 1942 bestehenden Erschliessung via Dorf Flumenthal soll ein neues Trassee für den Kiesabbau gebaut und gleichzeitig das Aareufer renaturiert werden.

2. Juli 2002: Der Solothurner Regierungsrat lässt die Projektidee prüfen und mit dem «Ist-Zustand» sowie zwei von Flumenthal eingebrachten Varianten «Nord» über Gemeindegebiet Attiswil vergleichen. Ergebnis: Die bestehende Erschliessung wird als genügend beurteilt, die zwei Nordvarianten als ungenügend und die Variante «Naturnahes Aareufer» als sinnvollste.

19. Januar 2004: Die Überbauungsordnung für den weiteren Abbau in der Kiesgrube Hobühl Attiswil wird öffentlich aufgelegt. Damit verbunden wird die Erschliessung für die Kiesgrube geregelt. Der Verkehr soll weiter wie bisher über Flumenthal (Werkstrasse, Höflisgasse) führen.

Februar 2004: Der Gemeinderat Flumenthal erhebt vorsorglich Einsprache gegen die Überbauungsordnung. In der Bevölkerung formiert sich breiter Widerstand gegen das Kieswerk ganz allgemein. Es hagelt Einsprachen.

September 2004: Die Einwohnergemeinde Flumenthal, die Vigier Beton Mittelland AG und das Solothurner Bau- und Justizdepartement schliessen eine Grundsatz- und Rahmenvereinbarung ab. Ziel: die Projektidee «Naturnahes Aareufer» möglichst bald zu realisieren. Die Gemeinde Flumenthal zieht ihre Einsprache zurück.

9. Juni 2005: Die Justiz-, Gemeinden- und Kirchendirektion des Kantons Bern genehmigt die Überbauungsordnung Hobühl. Dagegen wird beim bernischen Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben.

10. Juli 2006: Das Berner Verwaltungsgericht gibt den Einsprechern teilweise Recht.

August 2006: Die Vigier Beton Mittelland AG zieht vor Bundesgericht. Private Einsprecher ebenfalls.

Januar 2007: Der Gemeinderat Flumenthal gibt die Planungskompetenz für das Nutzungsplanverfahren für das naturnahe Aareufer an den Kanton ab. Dieser setzt eine Arbeitsgruppe ein.

14. März 2007: Das Bundesgericht entscheidet über Überbauungsordnung Hobühl und Beschwerden: Das naturnahe Aareufer wird als einzig sinnvolle Alternative zur bestehenden Erschliessung beurteilt, eine Erschliessung über Attiswil als nicht zweckmässig.

27. Februar 2009: Erschliessungsplan und Baugesuch für das «Naturnahe Aareufer» werden öffentlich aufgelegt. Elf Einsprachen – auch von Naturschutz- und Umweltverbänden – gehen ein.

14. September 2009: Die Vigier Beton Mittelland AG zieht das Projekt zur Überarbeitung zurück.

6. Dezember 2010: Die Solothurner Regierung genehmigt die Richtplananpassung für die Erschliessung der Kiesgrube Hobühl.

15. August 2011: Die Richtplanung wird auch vom Bund genehmigt.

24. Oktober 2011: Die kantonale Nutzungsplanung für das «Naturnahe Aareufer» wird öffentlich aufgelegt.

März 2012: Nach dem Eingang von Einsprachen gegen die Nutzungsplanung werden bei einem Augenschein des Bau- und Justizdepartements die letzten Anliegen der Einsprecher vor Ort besprochen. Es wird eine Einigung erzielt, die Einsprache zurückgezogen.

5. Juni 2012: Der Regierungsrat genehmigt die kantonale Nutzungsplanung «Naturnahes Aareufer Flumenthal». Damit verbunden ist gleichzeitig die Baugenehmigung.

20. August 2013: Mit dem Spatenstich erfolgt der Baubeginn für das Projekt «Naturnahes Aareufer» und der neuen Werkstrasse zur Erschliessung der Kiesgrube Hobühl in Attiswil.

17. September 2016: Offizielle Eröffnung des Areals mit Landammann Roland Fürst. (rm)

 

 

 

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bearbeitet von Schlammbarbe
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Gumpenkoenig    1'044

Danke @Schlammbarbe für den Beitrag. "Renaturierungen" sind ein spannendes Thema. Und ohne eine Wertung der oben geschilderten Maßnahme vornehmen zu wollen, muss ich hier ein paar generelle Dinge dazu schreiben, die z.T. wahrscheinlich nur Deutschland oder die EU betreffen, die ökologischen Punkte sind aber universalgültig.

Ich habe hier in Süddeutschland auch viel mit solchen Renaturierungen zu tun, und kämpfe hier gemeinsam mit anderen Vertretern unseres Fischereiverbands gegen die Behörden, die das Geld z.T. sehr ineffektiv einsetzen, oder gar kontraproduktiv. Dazu muss man ein paar Hintergrundinfos haben, warum solche Maßnahmen durchgeführt werden:

Anlass ist meist der, dass ein Betrieb oder eine Institution als Auflage für z.B. eine Flächenerweiterung bekommt, dass Sie eine gewisse Anzahl an Ökopunkten vorweisen müssen, also eine "Ausgleichsmaßnahme" durchführen. Das ist ein wenig wie beim vieldiskutierten CO2-Handel: Hier mach ich was kaputt, dort mache ich was gut, also ist es in Summe zulässig. Die Anzahl der Ökopunkte bemisst sich dabei über die KOSTEN die bei der "Renaturierung" entstehen, und nicht über den ökologischen Mehrwert oder die Fläche. Das heisst, ein Betrieb hat im Prinzip ein Interesse daran, auf möglichst kleiner Fläche möglichst viel Geld zu "vergraben". Das ist schonmal von Gesetzgeberseite absoluter Nonsens, denn es dient in keiner Weise der Natur! 

Den Begriff "Renaturierung" sehe ich wie der renommierte Gewässerbiologe Dr.Werner Baur sehr skeptisch. Er spricht gar von "Denaturierung" und weist darauf hin, dass man einen natürlichen Zustand nicht schaffen kann, das widerspricht sich quasi selbst. Man kann allenfalls eine Renaturierung initiieren, indem man Verdohlungen und betonierte Ufer entfernt, Störsteine einbringt usw. Die Art und Weise wie dies geschieht ist ebenso oft verkehrt: Die Entwürfe werden von Landschaftsarchitekten gemacht, und nicht von Gewässerökologen. Und die Ausführung vor Ort durch den Baggerfahrer wird dann wenig kontrolliert. Dabei ist es entscheidend, wie breit, wie tief und mit welchem Radius z.b. eine Bachschleife angelegt wird.

Ein massives Problem besteht darin, dass die meisten "Renaturierungen" eine Vergrößerung der Wasseroberfläche darstellen. Entweder durch Nebengewässer (wie auf den Bildern oben), oder durch eine Laufverlängerung indem zusätzliche Mäander angelegt werden. Durch die größere Oberfläche erhitzt sich das Wasser im Sommer schneller, durch die Laufverlängerung fließt es langsamer, und erwärmt sich länger. Am Ende ist das Wasser wärmer als es vorher war. Und wenn es auch nur ein 10tel Grad ist, führen mehrere solcher Maßnahmen dazu, dass sich das Gewässer merklich erwärmt. Bei Trüschen und Äschen, die für das Laichen sehr enge Temperaturfenster haben, kann das fatale Auswirkungen haben. Ohnehin sind diese Tiere wegen der Klimaerwärmung unter Druck. Jedes Zehntel Grad das wir da drauflegen, ist schädlich! Wir haben nach einer "Renaturierung" eines Baches, der im Sommer normalerweise die 20°C-Marke kratzt, und in dem früher gute Forellenbestände lebten, 2015 an vielen Stellen die Temperatur gemessen. An einer Stelle (eine große angelegte Ausbuchtung im Bachufer) lag die Temperatur bei 37°C! Strömungsgeschwindigkeit NULL. Gekochte Frösche trieben darin. SUPER RENATURIERUNG!

Die einzige Möglichkeit das zu verhindern, ist, für angemessene Beschattung des Gewässers zu sorgen, was natürlich nur bei Kleingewässern Sinn macht. Bei Uferbepflanzungen wird dann aber meist gespart. Man wartet lieber 20 Jahre auf eine natürliche Sukzession. Dies widerspricht geltendem EU-Recht (da hat die Schweiz "Glück" gehabt), denn eine VERSCHLECHTERUNG der Gewässergüte ist nicht zulässig. Da aber eine Temperaturerhöhung genau das ist, erwägt unser Verband eine Klage. Mehr noch, weil die Klimaerwärmung (der 16. Monat mit der höhsten jemals gemessenen Durchschnittstemperatur des jeweiligen Monats in Folge!) ohnehin für eine unzulässige Verschlechterung sorgt, muss dem vorgebeugt werden! Und zwar durch entsprechende Maßnahmen, wie z.B. die konsequente Anlage von Ufergehölz, Kronenschluss, Strukturvielfalt usw. 

....sorry dass das so viel Text ist, aber ich stelle immer wieder fest, dass sich auch Fischer nicht darüber im klaren sind, wie all diese Dinge zusammenhängen...

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Gelöscht    273

@Rasslerdas ist genau so. Und hätte die Bauherrin VIGIER nicht ein starkes Rückgrad, währe ihnen noch der Schotter und Kies schon bei den Planungskosten ausgegangen.

@GumpenkoenigFRAGE; findest Du, so über den Rhein geblickt diese Renaturierung nicht gelungen? Deine Aspekte sind bei kleinen Gumpen und Bäche sicherlich sehr viel Massgebender oder sogar Kontraproduktiv. Da hat man aber auch in Deutschland sicherlich aus alten Fehlern gelernt. Falls man sie zugeben möchte. Die Aare führt sehr viel Wasser und seit der Juragewässer-Korrekturen und Wasserkraftwerkbau fehlt das natürliche geschiebe und die Rückzugsmöglichkeiten auf den meisten Strecken gänzlich. Wie gut dieses "Becken" sofort angenommen wurde habe ich selbst gesehen.

Auch bei uns machen sich über die Tiefe, Beschaffenheit, Winkel u.s.w.     Ämter, Biologen, Umweltgurus oder Fischereiverbände in zusammenarbeit ihre Gedanken. Manche sind sogar kluge Köpfe. Falls ich undeutlich geschrieben habe . Der Maschinist konnte die Umgebung ( Dekoration) fast in Eigenhand gestalten. Nicht das Projekt an sich. Claro?

Wir Menschen können weder die Natur neu erfinden noch das Rad zurückdrehen. Ich persönlich finde man muss nicht überall das negative sehen, auch wenn es schlussendlich jeder ein wenig anders machen würde.

bearbeitet von Schlammbarbe

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rolandus    31

Danke für den ausführlichen Beitrag. Sehr spannend und gut bebildert !

Es gibt landauf landab viele solcher Projekte und das ist gut so. Man wir Erfahrungen sammeln, vieles später anders, besser machen. Wichtig ist, dass man überall beginnt und eben diese Schritte macht. Ich habe auch schon Renaturierungen angeschaut und dachte, dass das vorher besser ausschaute. Aber man muss eben der Natur Zeit lassen, sich den Raum zu erobern. Das heisst auch, dass man eben Raum geben muss und das ist meistens das Schwierigste am Ganzen, den Konsens dazu hinzukriegen.

Hut ab vor denjenigen, die solche Projekte angehen !  Noch mehr Hut ab vor denjenigen, die keine Scheu haben, möglichst viele Interessengruppen beizuziehen.

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Gelöscht    273

Sehe ich auch so @rolandusHand in Hand geht miteinand. Und das halt bei uns in der Schweiz, ich sage mal jede Chüngeliverein (Kaninchenclub) aus der Umgebung einsprachen einlegen kann, verzögert und verteuert jede Planung, dafür steht die Demokratie als Beispiel.

Da verwundert es nicht wenn manche Länder uns als sehr langsam bezeichnen.

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Rassler    79

Jup! manchmal bekommt man am Rande was von Projekten mit, bei welchen man sich an den Kopf fassen muss... z.B. weiss das Fischereiamt, dass sich eine fischereigerechte Renaturierung an einem Fluss aufgrund des karstigen Grundes nicht lohnt, aber trotzdem müssen verschiedene teure Tests gemacht werden. Da frage ich mich als Aussenstehenden schon, wieso da soviel Planungskosten entstehen oder gar in falsche Projekte (Aarbächli?) investiert werden.

Ich bin am Zugersee mit den "grossen" Zuflüssen der Lorze und der Rigiaa zu Hause.
Gemäss Webseite von Holznobi konnten gestern in der renaturierten Lorze die aufgestiegenen Seeforellen abgefischt werden. :thumbup::thumbup:
Als Pendant die Rigiaa: da ist schon rund nach 200 Meter wegen einer unüberwindbaren Mauer Schluss. :relieved:

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Gelöscht    273

Ja , ohne teure Tests lohnt es sich einfach an manchen Orten nicht :joy:für das Bruttosozialprodukt.

Noch zum Aarbächli, Kostenpunkt eine promille auf das ganze. Ging  in einem Zug, muss später nicht mehr mit schwerem Gerät in die Landschaft hinein gefahren werden. Könnte sich ja oberhalb ein Gletscher bilden mit Schmelzwasser,,, nei kei Seich, wer Handwerker oder vom Bau/Landschaftsbau oder so ist, versteht das.

bearbeitet von Schlammbarbe

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Guten Tag

Ich habe bereits Eure Kommentare betreffend Renaturierung gelesen und habe dabei interessante Aspekte vom Gewässerbiologen  Herrn Dr. Werner Baur zur Kenntnis genommen.

Durch meinen Wald für ein Bach, welcher renaturiert werden sollte. Wie soll ich mich verhalten? Hat jemand von Euch Fachwissen diesbezüglich? Könnte mir jemand behilflich sein?

Danke für eine Rückmeldeung.

Freundliche Grüse

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