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Drop Shot Glider Rig

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kds    376

Drop Shot Glider Rig

Wie ich ja in meiner Vorstellung geschrieben habe, bin ich nach fast 40 Jahren Pause wieder in die Eglifischerei am Zürichsee eingestiegen. Die neuen Techniken von heute faszinieren mich und wenn mich etwas interessiert, dann mache ich mir halt so meine Gedanken.

Meine Überlegung ist folgende:

Beim Dropshoten stelle ich fest, dass ich sehr häufig schon Bisse während der Sinkphase der Montage und des Köders habe. Ist der Köder erst mal am Grund und es hängt noch kein Egli, bin ich fast schon ein wenig enttäuscht.

Nun denke ich mir, es wäre gut, wenn man die Sinkphase verlängern könnte. Das gäbe den Egli länger die Gelegenheit den Gummischlabber einzusaugen und mir gäbe es mehr Freude über gefangene Fische.

Deshalb kam mir die Idee für ein neues Rig. – Falls es das bereits gibt, möchte ich mich entschuldigen, ich bin zwar sehr wohl mit den neuen Medien vertraut, habe aber keine stundenlangen Suchen bei Tante Google gemacht, ob so was in der Art schon bekannt ist.

Die Montage ist ganz simpel. Der Haken wird an einem kurzen Ausleger mit gerader Schlaufe (die Fliegenfischer wissen was ich meine) auf die Hauptschnur aufgezogen, darunter ist eine Glasperle und ein Wirbel und zu unterst natürlich das Blei.

Man wirft aus, das Blei sinkt ab, der Köder aber gleitet in der Schlaufe der Hauptschnur (immer unter Spannung)  entlang und sinkt deshalb natürlich deutlich langsamer. Kontakt zum Köder hat man aber trotzdem während der ganzen Sinkphase. – Ist das Blei am Boden nimmt man langsam Spannung auf und der Köder wird in der Schlaufe nach unten gleiten, bis er eben auf der Perle ansteht. Wie effektiv das System ist, kann ich natürlich noch nicht beurteilen. Der Köder soll natürlich nicht an der Oberfläche hängen bleiben und nie auf Tiefe kommen. – Ein Praxisversuch wird zeigen was Sache ist.

Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken und hänge noch ein Bildchen an. Die Schnurlängen stimmen natürlich nicht, aber ich will einfach das Prinzip meiner Überlegung zeigen.

Morgen Früh kann ich es leider nicht ausprobieren, da ich mit einem Freund eine Cabrio Tour durch die Engadiner Pässe mache, aber am Samstagmorgen müssen sich die Egli ganz schön warm anziehen…..

EM500985.jpg

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Stefan    234

Ich habe noch nie auf diese Art gefischt und mir ist auch kein System bekannt, das so ist. Nennen könntest du es vielleicht Glider Rig, da es sowohl nicht "droppt", wie es auch kein "shot" ist. Ausserdem sehe ich an deiner Idee viele Nachteile und keine Vorteile:

Bisse bemerkst du nur, wenn die Fische seitwärts abziehen, ohne den Köder auszuspucken. Das kommt bei Kunstködern nicht häufig vor. Man kann nicht vernüftig einen Anschlag machen oder auch nur viel zu spät, da die Perle zuerst bis zur Schlaufe gezogen werden muss, da sie 2, 3 oder 5m von der Schlaufe entfernt ist? Und währenddem  du zuerst das Zeug vom Grund bis zum Fisch raufziehen musst, kann der Fisch den Köder gemütlich ausspucken, da er den Zug spürt. Der Köder sinkt nach meinem Gusto zu langsam. Und da vermutlich beim Wurf das Blei weit fliegt und der Köder vielleicht nur die Hälfte der Wurfweite, wird der Köder gar nicht absinken, da die Hauptschnur mehr horizontal als vertikal ist? 

Wenn ich Fische mit sinkenden Ködern fangen möchte, würde ich eher bei jedem Köder rausfinden, wie wenig Gewicht er mindestens benötigt, damit er noch eine Eigenaktion zeigt (z.B. bei Schaufelschwanz-Gummi oder Twistern, dass der Schwanz noch wenig bewegt) und mit einem normalen Jighaken, wie auch mit ganz dünner Geflochtener Schnur fischen, da Monofile Schnur bei leichten Ködern bremst beim Absinken.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg, aber grosse Hoffnungen würde ich mir da nicht machen.

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kds    376

Merci Stefan für deine Ausführungen. Um den Anschlag (der natürlich zwangsläufig ins "Weiche" läuft und nur durch die verschiedenen aquadynamischen Widerstände definiert wird) mache ich mir eigentlich keine so grossen Sorgen. Bei einem Spitzen Haken klebt der Fisch sowieso. – Ich war viele Jahre ein gar nicht so schlechter Äschen-Fischer mit der Fliege. Du darfst alles machen beim Äschen Fischen, einfach nicht anschlagen….

Aber wie sich das Sinkverhalten des Köders in der Realität darstellt, kann nur ein Feld- oder vielmehr Seeversuch zeigen. - Ich werde jedenfalls gerne berichten, falls man so auch Fische fangen kann. Und wenn das Ganze für die Tonne ist, schreibe ich das natürlich auch. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Rassler    78

Meine Bedenken wären auch beim Haken des Fisches, bzw. Anschlag gewesen. Mal sehen ob das Selbst-haken mit Gummi auf Egli gleich funktioniert wie das Äschen-Fischen. Bin gespannt auf dein Feed-Back.

Von wegen Back.... es gibt da noch das sogenannte Kickback-Rig. Weil ich gerne ausprobiere und einige Fehlbisse beim Drop-Shot hatte, bin ich kürzlich auf die Seitenarm-Montage gewechselt. Der Seitenarm ist knapp oberhalb des Grundbleis fixiert. Lässt sich einfach aus dem Vorfach knüpfen (jedem Hegenen-Binder bekannt). Das Grundblei dann einfach so anpassen, dass der Gummi-Köder verführerisch absinkt.
 

bearbeitet von Rassler

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Lutra    105

Da bin ich aber auf den Feldversuch mächtig gespannt. :) 

Auf Deutsch würde ich die Montage: Freilauf-Paternoster  nennen:smiley:

Kann mir vorstellen, dass die Erkennung von ganz feinen Bissen mit dieser Montage nicht ganz einfach sein wird. Einer der Vorteile von Drop-Shot Montagen ist ja, dass man direkt an der Haupschnur fischt (und dazu zähle ich bei Geflochtener auch das Monovorfach) damit jede kleine Berührung bis zum Fischer kommt.

Bei dieser Montage sinkt das Blei relativ schnell zu Boden und dann, langsam hinterher, der Seitenarm mit Anbisstelle. Wenn jetzt der Fisch Richtung Grund weg zieht, wird man dies kaum merken, insbesondere wenn das Blei noch in der Sinkphase ist.

Willst Du es vom Boot aus ausprobieren oder auch zum Werfe?

Um eine lange Sinkphase zu erreichen, verwende ich entweder das Carolina-Rig oder das Splitshot-Rig

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kds    376

Habe den Feldversuch vorgezogen und mein Waterloo erlebt :confounded:

Die Bisse zu erkennen war nicht das Problem. So weit kam es gar nicht.... Heute Abend herrschte eine steife Brise von vorne und der Gummischlaber glitt dermassen gut in der Schlaufe, das beim Auswerfen das Blei losschoss und der Haken mit Ausleger und Schlaufe quasi in der Luft stehen blieb..... und bei einem Wurf von sagen wir 30 Meter sieht es irgendwie Schei.... aus, wenn der Gummi in halber Distanz aufs Wasser flattert.

Also Übung abgebrochen und was dabei gelernt. Aber ein Versuch war`s doch Wert :grin:

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Kevin    44

Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?:sweat_smile:

Finde es toll, dass du dir Gedanken machst und dir was Neues einfallen lässt. Dieses Rig macht meiner Meinung nach aber nicht wirklich Sinn und bringt, wie Stefan schon sagte, mehr Nachteile als Vorteile. 

Wenn du merkst, dass die Bisse in der Absinkphase, also im Mittelwasser, kommen, bist du mit einem am Grund geführten Rig nicht in der Bisszone. Ich würde mich also in solchen Fällen vom Dropshot verabschieden. 

Die einfachste Variante zu mehr Erfolg wäre ein leichter Jigkopf, den du an gespannter Schnur absinken lässt. Du kannst den Jigkopf je nach gewünschter Absinkgeschwindigkeit auswählen. Wenn du das Ganze noch ein bisschen effizienter machen willst, zählst du die Sekunden vom Eintauchen bis zum Biss. Nach einigen Würfen wirst du einen guten Mittelwert haben und kannst deinen Köder auch ohne Biss in der Absinkphase in der Beisszone führen.

Gruss & viel Spass beim experimentieren

Kevin

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Dural    889

Schon mal was von einer gambe gehört? Man kann es wirklich komplizierter machen als es ist ;)

Und überhaupt, die grösseren egli dürften für ufer angler je nach gewässer schon ausserhalb der wurfzone sein. Habe gerade am donnerstag ca. 500m vom ufer und ca. 40m wassertiefe egli an der oberfläche jagen sehen.

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Stefan    234

Eine Gambe binden, deine Lieblingsköder anhängen und statt einem Blei einfach ein transparenter, langsam sinkender Sbirolino montieren :grin:

1. weite Würfe

2. lange Absinkphase

3. kein Problem mit Anschlag

bearbeitet von Stefan

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Lutra    105

Für das Freiwasser ist vor allem das Splitshotrig gut geeignet. Mit dieser Technik ist der Köder so leicht/beweglich wie beim C-Rig . Durch das leichte Klemmblei (Splitshot) kann man den Köder ganz natürlich auf die geeignete Tiefe bringen, so dass auch vorsichtige Fische beissen.

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kds    376

Der langsam sinkende Sbirolino ist eine gute Idee

daumen.png

bearbeitet von kds

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Gelöscht    273

Etwas ähnlichkeit hat es mit "unserer" Gleitmontage. Ist halt noch aus einer Zeit wo man keinen Englischduden für Anglerfremdwörter brauchte und noch Deutsch sprach.

Gleitmontagen verwendeten wir am Rhein in sehr starker Strömung auf Barben, wenn sehr weite Würfe notwendig waren. Grundmontage.

60 cm Vorfach,dann ein bis 180 gr.selbstgegossenes Deltablei. Da wir mit dem ganz weichen "Radieslichäs" (gibt es nicht mehr leider, der Dreieckkäse GALA kommt nahe dran, ist ein streichkäs).

Die flogen schon mal beim wuchtigen auswerfen ab dem Haken oder noch dümmer beim Aufprall aufs Wasser. Oftmals angelten wir in der Nacht und hatten so keine Kontrolle ob der Käse noch am Haken hing.

Also knüpften wir oberhalb vom Blei, an der Hauptschnur Perlen an. Zuerst eine grosse, eine mittlere und eine kleine. Abstand je nach Wassertiefe und Winkel der Schnur.

Nach dem Auswerfen der Montage und stellen der Rute hingen  wir die Vorfächer mit Wirbelkarabiner ein. Zuerst ein Karabiner der über die ersten zwei Perlen schlüpfen kann. So liessen wir die Köder sachte hinabgleiten mit immer kleiner werdenden Karabinerwirbeln.

Am Haken unter dem Blei waren meistens Mist-Würmer, auch die namen die Barben teilweise an oder bescherten uns schöne Aalbeifänge.

@kds; Ich finde es immer gut, was auszuprobieren und zu tüfteln. Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

mfg,Schlammbarbe.

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