Jump to content
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Neptune

Eisfischen in der Schweiz

Empfohlene Beiträge

Stefan    234

Also ich weiss halt nur von den Bergseen im Kanton Bern. Da sieht es so aus: Da man vom 1. November bis 31. Dezember nur mit Schwimmer fischen und der Köder maximal 3m tief eingestellt sein darf, ist das sozusagen die Schonzeit. Also geht es erst ab 1. Januar los, FALLS von den Behörden oder Bahnbetreibern das Eis freigegeben wird.

 

Öschinensee:

Geht gut, hat aber viele Leute. Anfahrt nach Kandersteg mit Auto/Zug, Viele Restaurants unten. Mehrere Restaurants oben, nach Fahrt mit Gondeln. Ist ein kleines Skigebiet. Schlitten sind super für die Fahrt von der Bergstation zum See runter und/oder vom See nach Kandersteg zurück, wie auch zum sitzen während dem Fischen. Eisbohrer kann man ev. noch mieten bei: http://www.fischerforum.ch/phpBB3/viewtopic.php?p=114726#p114726

Es hat Regenbogenforellen, Seesaiblinge, Kanadische Seesaiblinge, Elritzen, Egli (sehr selten) und Alet (extrem selten).

 

Hinterstockensee:

War noch nie dort gewesen zum Eisfischen. Sommer natürlich schon. Anfahrt mit Auto geht gut, es hat Parkplätze bei der Talstation der Bergbahn. Bei Anfahrt mit Zug muss man von Erlenbach i.S. bis zur Talstation 15min zu Fuss gehen. Eisbohrer kann man mieten: http://www.stockhorn.ch/de/erleben/winter/erlebniswelt-am-see/eisfischen

Es hat nur Regenbogenforellen.

 

Engstlensee:

Von Innertkirchen aus zugänglich, wenn man mit Auto bis zur "Wagenkehr"  fährt und von dort aus zu Fuss geht. Sind etwa 8 Kilometer zu Fuss pro Weg, dass sich das kaum noch lohnt, wenn man kein Zelt dabei hat. Besser wäre es, wenn man von Engelberg anreist und mit den Bergbahnen auf die andere Seite fährt. Die Talstation auf der Berner Seite vom Sessellift ist nicht weit vom See weg. Etwa 400m mit Schneeschuhen.

Es hat Regenbogenforellen, Seesaiblinge, Kanadische Seesaiblinge und Elritzen.

Die Trouthunters haben früher mit Fishspirit zusammen was organisiert: http://haken.ch/topic/2045/very-nice-eisfisch-event.html

 

Arnensee:

Nur zu Fuss erreichbar im Winter. Von Feutersoey aus, wo man mit ÖV/Auto hinkommt. Sind ca. 5 Kilometer zu Fuss. Wegen gefährlichen Wasserschwankungen ganz sorgfältig den Post von nicithefisher lesen.

Es hat Regenbogenforellen, Seesaiblinge, Kanadische Seesaiblinge, Elritzen, Alet und Egli (selten).

bearbeitet von Stefan
  • Daumen hoch 4
  • Daumen runter 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
nicithefisher    752

Der Stefan hat dir ja schon eine sehr gute Übersicht gemacht. Nun noch ein paar Anmerkungen von mir dazu:

 

Öschinensee: Der Öschi ist in der Tat der Klassiker, leicht per Bergbahn erreichbar, ohne grosse Anstrengung. Aber halt auch entsprechend hoch frequentiert, ich würde dir davon abraten, in den Eröffnungstagen dort hin zu gehen, sonst bis du einer unter 200 Fischern oder mehr. Die Fänge haben in den letzten Jahren, vor allem seit zwei Jahren, plötzlich massiv abgenommen, den Hintergrund dazu kenne ich nicht. Aber wenn man weiss wie, und die guten Plätze kennt, fängt man nach wie vor ;-)

 

Engstlensee: Stimmt, früher konnte man von der Berner Seite zum See gelangen, und zwar bis Wagenkehr fahren und ab dort wurde man nach Tel. Absprache mit einem Schneemobil abgeholt. Kostete natürlich was. Doch den Service gibt's mittlerweile schon seit Jahren nicht mehr, aus Naturschutzgründen wurde das verboten. Wenn du wirklich ab Wagenkehr laufen willst, viel Spass xD Selbst mit Schneeschuhen dürfte das ein sehr anstrengendes Unterfangen werden und bis du oben bist, kannst du auch schon wieder umkehren bevor es dunkel wird. Den Engstlensee würde ich deshalb via Innerschweizer Seite zu erreichen versuchen, d.h. Engelberg bis zum Jochpass und dann auf der anderen Seite wieder runter zum See, das letzte Stück durch den Tiefschnee musst du mit Schneeschuhen zu Fuss bewältigen. Das ganze Prozedere ist sehr mühsam, ich kenne das vom Event, den wir (wie Stefan erwähnt hat) auf dem Engstlensee gemacht haben... diverse male umsteigen von einer Bahn zur anderen, dauernd anstehen, und am Schluss auch noch der Fussmarsch... dabei geht halt viel Zeit verloren, sodass dir auf dem See nicht mehr viel Zeit bleibt. 

Arnensee: Stimmt, der ist nur zu Fuss erreichbar, nach einer anstrengenden Schneeschuhwanderung, die bei normalen Bedingungen je nach Kondition plus/minus 2.5-3h in Anspruch nimmt, hängt natürlich auch von der Menge Neuschnee ab. Mein Kollege hat auch schon erlebt, dass er nach halber Strecke aufgeben musste, weil es so viel Schnee hatte, dass sie nach 6h (!) immer noch unterwegs waren... Also für Sportliche Fischer, die ihre Ruhe suchen sicher eine tolle Sache, denn das machen nur die Wenigsten, aber es ist nicht ungefährlich und wenn man merkt dass es heute keinen Sinn macht, lieber umkehren. Eine Sache ist mir hier ganz wichtig!! Nicht den normalen Weg nehmen!!! Dort wo die Strasse verläuft, ist es im Winter lebensgefährlich, da geht täglich mehr als eine Lawine runter. Leider erlebe ich immer wieder, dass Ahnungslose jedes mal diesen Weg genommen haben, weil sie den Umweg nicht kennen. Es erstaunt mich, dass noch nie etwas Schlimmes passiert ist, denn ich habe selber noch keinen Tag erlebt, wo dort nichts herunterkam. Also bitte, tut nichts unüberlegtes, man muss den richtigen Weg für den Winter kennen, der ist zwar etwas länger und anstrengender, aber das ist es allemal wert. Er ist weiter oben im tiefen Neuschnee oft nur schwer zu erkennen. Deshalb alles in allem: Am besten mit jemandem mitgehen, der sich auskennt oder zumindest ganz sicher nicht alleine...
Betreffend Luftlücke unter dem Eis und runterfallen... das stimmt tatsächlich, das habe ich schon erlebt. Ist aber nicht so dramatisch, wie es gerne herumerzählt wird. Der Seespiegel macht permanent leichte Pegelveränderungen durch und meistens passt sich die Eisplatte laufend daran an, sodass man nichts davon spürt. Es kommt aber selten vor, dass sie bis zum Rand zufriert und wenn sich der Seespiegel dann wieder etwas senkt, kann man schon mal mit der Eisplatte einige cm herunter "fallen", wenn diese Verbindung zum Rand nachgibt und durchbricht, aber dabei gehts wirklich nur um wenige cm. Das fühlt sich etwa so an, wie wenn der Lift oben ankommt, das Gefühl kennt ihr sicher. Mulmiges Gefühl in der Magengegend, aber gefährlich ist das nicht. Aber dadurch ergibt sich eine andere Gefahr, die ich wichtig finde: Logischerweise kann der Randbereich zwischen Ufer und Eisplatte nie wirklich zufrieren, da sich die Position der Esiplatte ja immer wieder ändert. Deshalb ist dieser dünne Randbereich immer nur von einer sehr dünnen Eisschicht bedeckt, was man aber wegen dem Schnee darüber nicht erahnen würde... kommt man vom Rand her, siehts wie ein fliessender Übergang aus. Sehr trügerisch, Achtung, da könnt ihr durchbrechen! Deshalb für den Schritt auf das feste Eis eine Stelle wählen, wo ihr vom Sommer her wisst, dass es nicht tief ist. Ganz an den Rand vom Ufer stehen, dann einen satten Sprung aufs feste Eis, und ihr seid auf der sicheren Seite.  Dieser Randbereich ist normalerweise nicht dicker als ein halber Meter und kann locker übersprungen werden. Sollte es im blödsten Fall doch passieren, habt ihr im flachen ja nur nasse Füsse und könnt nicht tief einsinken. Klar, der Tag ist zwar gelaufen und die Füsse müssen in die Wärme, aber euch passiert nichts. ^_^

So, das wars :D

Gruss Nicola

  • Daumen hoch 4

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Stefan    234

Merci für die Zusatzinfos. Habe meinen Post bissl angepasst, auch auf deinen Post verwiesen und mit Google Maps bissl die Distanzen geschätzt. ;) 

  • Daumen hoch 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×