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Mötti

Float Maker

Empfohlene Beiträge

Mötti    325

Ich möchte Euch hier ein paar englische Float Maker vorstellen. Es gibt dort einige Traditionialisten, welche das Handwerk der Herstellung handgemachter Posen nicht nur beherschen, sondern auch erstaunliche Qualität und teils auch künstlerische Fertigkeiten zeigen. Während es heute einzelne Personen sind, so waren es in der Vergangenheit auch Firmen. Beginnen wir mit zwei älteren Beispielen.

Allcocks

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Auger

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Colin Whitehouse

Ich weiss nicht genau wann, aber vermutlich in den 80ern, also etwa in der Zeit als Chirs Yates einen Boom in traditional angling auslöste hat Colin Whitehouse (die rechte Hand von Edward Barder) begonnen zwischen dem Bau von gespliessten Ruten auch Posen herzustellen. Dies machte er wohl ca. 20 Jahre lang und hat dann aufgeöhrt. Nur selten kommen seine Zäpfen auf den Markt und dann zu hohen Preisen.

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Paul Cook

Ungefähr anschliessend machte sich Paul Cook einen Namen als Float Maker, Rod Maker und auch sonst talentierter Künstler (er war ursprünglich Glasätzer) und Handwerker einen Namen. Er ist heute noch tätig. Hier sieht man ihn bei der Arbeit:

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Richard Cleaver

Zu jenen die nicht wirklich kommerziell Posen herstellen gehört Richard Cleaver. Ich teile seine Vorliebe für das irische Dunkle. Aber auch seine "für kleine Mädchen" Posen finde ich ganz toll.

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Paul Chapman

Er ist in seinem Werk sehr dem traditionellen Pattern verwurzelt.

Chapman.thumb.JPG.f6b8d57423d2884c6f62daf79c260c2d.JPGChapman2.thumb.JPG.0a4dca504cf8788595b827f341cc0bcf.JPG

Andy Batchelor

Auch er hat seine älteren Posen in sehr traditioneller Manier gefärbt. Jetzt nicht mehr, jetzt sind sie sehr bunt und knallig. Bekannt sind auch seine handgemachen Maden-Katapulte.

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Paul Lavender

Auch Paul Lavender hat neben Posen anderes Tackle wie Priests hergestellt. Sofern meine Informationen stimmen wird er künftig keine Posen mehr machen. Sehr schade, muss ich sagen.

Lavender.thumb.JPG.add8ff3884577b570fdc22fc9500298e.JPG

Andrew Field

Er wurde bekannt mit seinen Federn-Einlagearbeiten. Dann mit seinen äusserst knalligen Designs und kunstvollen Verzierungen. Wenn ich seine neusten Arbeiten anschaue, dann kommen mir die Fliegenrollen von Ari 't Hart in den Sinn.

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Jason White

Wenn ich mich recht erinnere, so ist er der Restaurator von Chris Yates. Auch seine handgemachten landing nets sollen erste Sahne sein.

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Noch ein paar Worte zum Schluss. Diese Vorstellung ist nicht abschliessend. Bei den alten Herstellern gibt es natürlich noch diverse andere und bei den aktuellen ebenso. Mir haben es in in erster Linie die aktuellen Float Makers angetan, wobei mich auch ihre Wurzeln interessieren. Die wichtigsten von diesen sind hier exemplarisch aufgeführt. Was ich nicht machen will, ist eine Bewertung. Dies steht mir schlicht nicht zu. Ich habe selber nie einen einzigen Zapfen gemacht und unter dem Strich ist fast alles persönlicher Geschmack. Was die Qualtiät angeht, so habe ich zwar meine Vermutungen, aber ich mache keine Härtetests.

Gruss

Mötti

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barsch horst    318

Cool, dass du dein Wissen mit uns teilst, das ist grosse Leidenschaft für traditionelles Handwerk. Wirklich schön die Posen. Aber bei allem Respekt für "traditional angling" werde ich trotzdem nicht wieder zum Zäpflifischer... 

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Mötti    325

Nun ja, nur mit Zapfen fischen würde ich jetzt auch nicht wollen. Bis jetzt habe ich noch fast keine Art von Fischerei ganz abgeschrieben. Ich mag die Abwechslung. Aber Fliegenfischen ist schon etwas ganz schönes, da bin ich schon bei Dir. 

Gruss 

Mötti 

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zuma    97

Cooler Beitrag Mötti! Hat sehr viel Spass gemacht, Deinen Recherchen zu folgen. Bin zwar Fliegenfischer und Rutenbauer aber solche Kunstwerke im Posenbau sind absolut eine Erwähnung wert!

Vielen Dank für diesen Beitrag und beste Grüsse

Kurt

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Loon    72

Wirklich eindrücklich, ich habe grossen Respekt für solche Handwerkskunst. Danke für den Beitrag!

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Der Bayer    9

Spannender Beitrag Mötti, danke.

manche dieser Manufakturen kannte ich, andere noch nicht.

Zapfenfischen hat schon auch seinen Charme und erinnert mich immer an die Kindertage, wo wir mit 2 Würmern, einem Haken und ner Rute mit Zapfen dran losgezogen sind und ganz kapitale Weissfische gelandet haben:sweat_smile:... 

Auch heute lass ich ab und an gerne mal einen Zapfen beim Forellenfischen am Bergsee durchs Wasser treiben. Kleiner Köderfisch, oder dicker Wurm und guad is. Gerade wenn der See viel mit Spinnern befischt wird, ist eine Pose oft ein Schlüssel zum Erfolg- zumindest meiner Erfahrung nach.

Petri und Gruss

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Mötti    325

Danke Dir, Florian. Ich fische nicht so oft Forellen und habe mir vorgenommen in Zukunft dies nicht mehr mit Wurm und Zapfen zu machen. Machte dies bis jetzt auch sehr selten. In den Ferien im BEO will ich die Fliegenrute schwingen, oder eventuell mal auch Spinnfischen. 

Aktuell kommen Stachelschwein Posen bei mir für die Fischerei mit Lift Montage auf Schleien zum Einsatz. Da hänge ich gerne Mistwürmer dran. Für mich eine sehr schöne und spannende Sache. Irgendwann dieses Jahr geht es dann mit Pike Bunges und KöFi auf Hecht und mit kleinen Floats und Mais auf Schwalen. 

Gruss 

Mötti 

bearbeitet von Mötti
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Runabout    55

Toller Beitrag Mötti

Ich fische noch heutzutage eher selten aber nicht minder gern ab und an mit der feinen Zapfenmontage. Ich liebe es den Zapfen laufen zu sehen, seinen Lauf zu beeinflussen und dann der Moment, des Abtauchens, die Tuchfühlung mit dem Fisch aufnehmen...und der Drill an der langen Matchrute.....einfach immernoch ein tolles Gefühl und seriös und aufmerksam betrieben, nicht minder fischschonend als andere Angeltechniken.

LG Runabout

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Der Bayer    9

@Runabout- ja, bin ganz bei Dir. Aufmerksam muss man schon sein beim Zapfenfischen. Wenn der Fisch den Köder im Magen hat bis man reagiert, dann ist das sicher nicht im Sinne des waidgerechten Fischens... daher setz ich fast lieber zu früh den Anhieb als zu spät. Das Tier soll nicht unnötig leiden müssen. 
@ Mötti- ich hab heuer erst mit dem Fliegenfischen angefangen und bin da noch blutiger Anfänger auf dem Gebiet. Ist aber eben auch ein sehr „Natur naher“ Köder und somit eine absolute Alternative zum Wurm oder dem Köfi. Und diese „Natürlichkeit“ des Köders macht ja irgendwo bei beiden Methoden (Zapfen/Wurm, Fliege) den Unterschied aus, um den Zielfisch zu überlisten. Wenn die erstmal 10-20 Blinker pro Tag sehen, bringt das nämlich auch nicht mehr viel. Dann verstecken sich die Forellen eher, als dass sie nachgehen.

Petri

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Mötti    325

Hoi Ronabout

Danke Dir vielmals. Ich habe von Dir schon einige Beiträge gelesen und Deine Antwort schon fast erwartet. Ich habe absichtlich nur für mich geschrieben. Jeder kann machen was erlaubt ist, was ihm Spass macht und für ihn stimmt. Ich bin spät zur schönsten Leidenschaft der Welt gekommen und habe nicht annähernd so viel Zeit dafür wie ich gerne hätte. Deswegen ist mein Erfahrungsschatz und Wissen nicht mit Deinem zu vergleichen und das Risiko mit Wurm Forellen zu verangeln wäre bei mir um ein vielfaches grösser. 

Aber auch für mich ist das Posenangeln eine ganz tolle Sache, insbesondere mit altem Gerät. 

Hoi Florian, bin selber auch Anfänger mit der Fliegenrute. Umso ist es für mich ein Anreiz dies in den Ferien möglichst intensiv zu machen. 

Gruss 

Mötti 

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Runabout    55

....was habe ich wohl für einen schlechten Ruf:blind::joy: @Mötti

um das Ganze abzurunden....ich hab also auch eine Fliegenrute...nur bin ich nicht ein wahnsinniges Talent damito:);)

LG Runabout

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Mötti    325

Nein, kein schlechter Ruf. Aber die eine Diskussion hat mich sehr interessiert und ich habe sie aufmerksam verfolgt. Ein Forum lebt von verschiedenen Meinungen, Erfahrungsaustausch, guten Berichten in Schrift und / oder Bild und soll ja mehr als gleichgeschaltene Wissensverrmittlung sein. 

Gruss 

Mötti 

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kds    470

Ich war ja über 30 Jahre ausschliesslich mit der Fliege unterwegs und schreibe jetzt mal einfach, dass ich zumindest werferisch nur noch geringe Defizite habe… trotzdem fische ich jetzt wieder  mehrheitlich mit der Spinnrute und den heute gängigen Methoden. Fliegenfischen bedeutet eben Strecke machen und im Alter kann das schon ein Problem sein.

Allerdings habe ich nie eine Angelmethode oder Angelart über eine andere gestellt. Für mich sind fischereilich auch heute noch die schönsten Momente, als ich mit einem (logisch lebenden) Spiesli an der feinen Zapfenmontage im Zürisee auf Egli fischte. – heute natürlich verboten und auch damals war ich illegal unterwegs, weil als Jüngling und ohne Patent…. Gab`s damals noch nicht.

Klar, das Fliegenfischen hat wohl für jeden seinen ganz besonderen Reiz. – Aber wenn es partout nicht klappen will, oder man es aus irgendwelchen Gründen nicht ausführen kann, gibt unser schönes Hobby noch viele weitere Möglichkeiten, es auszuleben.

bearbeitet von kds
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Hallo Zusammen

Mit der langen Matchrute, feiner Zapfenmontage 3 - 5 Gr , als Köder eine Nymphe, ist ein verschlucken / verangeln eigentlich ausgeschlossen. Im Fliessgewässer sind mit dieser Methode auch praktisch alle Fischarten ( Aal nein) zu fangen.

Grüsse Daniel

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Der Bayer    9
vor 4 Stunden schrieb kds:

Ich war ja über 30 Jahre ausschliesslich mit der Fliege unterwegs und schreibe jetzt mal einfach, dass ich zumindest werferisch nur noch geringe Defizite habe… trotzdem fische ich jetzt wieder  mehrheitlich mit der Spinnrute und den heute gängigen Methoden. Fliegenfischen bedeutet eben Strecke machen und im Alter kann das schon ein Problem sein.

Allerdings habe ich nie eine Angelmethode oder Angelart über eine andere gestellt. Für mich sind fischereilich auch heute noch die schönsten Momente, als ich mit einem (logisch lebenden) Spiesli an der feinen Zapfenmontage im Zürisee auf Egli fischte. – heute natürlich verboten und auch damals war ich illegal unterwegs, weil als Jüngling und ohne Patent…. Gab`s damals noch nicht.

Klar, das Fliegenfischen hat wohl für jeden seinen ganz besonderen Reiz. – Aber wenn es partout nicht klappen will, oder man es aus irgendwelchen Gründen nicht ausführen kann, gibt unser schönes Hobby noch viele weitere Möglichkeiten, es auszuleben.

So alt schaust du auf dem Foto gar ned aus;)... es is scho so wie du sagst- man kann und sollte auch nicht eine Methode über die andere stellen. Ich Versuch immer die Methode der Tagesform des Fisches anzupassen. Es gibt Tage da kannst 500x mit deim Ilex durchs Wasser schiessen und hast vielleicht einen Zupfer. Machst an Naturköder dran hast in 1 Std 10 Forellen und umgekehrte. Ich hab bis jetzt- trotz intensiver Bemühungen- noch nicht herausgefunden, an welchen Faktoren das hängt. Darum geh ich gern mit beiden Köderarten ans Wasser.

Das Fliegenfischen hab ich 30 Jahre lang erfolgreich ignoriert:joy:... Bin aber- aus Liebe zum Fischen- zum Entschluss gekommen, dass ich mein Repertoire darum erweitern sollte und hab jetzt mal diese Saison damit angefangen. Auch wenn ich’s no ned wirklich kann ist es launiger als ich dachte

Petri und Gruss

bearbeitet von Florian Betz

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