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Rassler

Besatz, Restwasser, Revitalisierung

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Rassler    102

Sommer 2015, Bericht und Gedanken eines Fischers an der Muota (SZ)

Fische in Massen - Paradies so nah

Ich hatte gerade meine Sommerferien - ganze drei Tage.
Den Beginn wollte ich mit einem schönen Sommerabend am Bergsee "Waldi" starten. Ohne grosse Hoffnungen auf Fang. Wie es der Zufall wollte, führte der Weg an mehreren Ausgleichsbecken vorbei wo das Fischereiamt just an diesem Tag Fische einsetzte. Der Besatz war anfänglich so gierig, dass sie vor den Füssen auch mit der Tenkara-Rute leicht zu fangen waren. (Um einen Fang zu bändigen, hatte ich die Rute dummerweise auf den Boden gelegt. Diese hat den Füssen eines anderen Fischers nicht standgehalten:()

Die darauf folgenden Tage besuchte ich die Becken mehrmals. Die Bafos wurden immer wählerischer und es musste immer gewiefter befischt werden.

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40-er Bafo Besatz

Puff-Angeln mit dem Kantonalen Patent: Mehr kurzfristige Befriedigung denn eine langfristige Strategie?

Bei all den Fängen machte ich mir so diverse Gedanken über die Kantonale Besatzpolitik. Die Bafos waren wohl aus der Kantonalen Zucht. In der Grösse von rund 30 cm oder 38 cm. Wobei mir vor allem die Grösseren an den Haken gingen. Für Zuchtforellen schätze ich die Qualität der Fische als sehr gut ein.

Aber für wen werden solche Massforellen eingesetzt? Will man nörgelnden Fleischfischer gerecht werden? Ist das bei uns auch so eine Tradition wie "nur" das Angeln mit Naturköder? Nicht umgesetzte Restwasserpolitik kompensieren? Mit dem Wägi-, Lungeren-, Melchsee, usw. gäbe es in der Nähe genug Angebot für Forellenpuffs. Ich habe das kantonale Bach-Patent gelöst, um erholsamen Stunden an einem unserem gegen 100 schönen Fliessgewässer zu verbringen. Wie man so schön sagt, mach ein Fang einer "Wilden" dann den Tag dann perfekt. Natürlich nahm ich das "Besatz-Geschenk" gerne an. Meine nächsten Gäste freuen sich auch bereits schon auf geräucherte Forellen.

Sunk und Schwall

In den paar Tagen wurden beim kleineren Becken das Wasser soweit abgelassen, dass der Besatz unter den verbleibenden Wasserpflanzen ihren Schutz suchten. Abends wieder um paar Meter gefüllt. Beim Grösseren wurde teils soviel Dreck-Wasser reingespült, dass in Kürze das halbe Seeli dreckbraun war. Da war es den Forellen wohl in den Aufzuchtsbecken (-bächen) noch weniger stressig. Unter den Fassungsbecken liegen einzelne Flussabschnitte staubtrocken. (Auch wegen des karstigen Untergrunds.) Somit ist wohl auch sichergestellt, dass die Massforellen in einem geschlossenen System schwimmen.:S

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Sunk und Schwall

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Trockenes Flussbett

Im unteren Flussteil wurde ein Teil als Schonstrecke deklariert. Keine Ahnung ob es die aufgestiegenen Seeforellen bis dorthin schaffen?!?
Verheissungsvoll sieht der momentane Bau eines "neuen" Zuflussbaches aus. Dieser wurde wieder an die Oberfläche geholt und soll wertvollen Lebensraum für Tier und Pflanzen bieten. Die grossen, altbekannten Probleme werden wohl bleiben....

Wie sieht es bei Euren Gewässer aus? Macht ihr euch darüber auch Gedanken? Wie informiert ihr euch?

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