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michi-sz    7

Halli Liebe Leute :)

Habe vor, dass nächste Jahr mind. 1 x mehrere Tage an einem (oder 2) Bergseen zu verbringen. Nun meine Frage, habt Ihr allgemeine Tipps und Tricks? Mir ist klar, dass man sich vorher über die Reglemente, das Gewässer und das Wetter schlau machen muss, ebenfalls über Übernachtungs- / Campingmöglichkeiten. Mir geht es mehr darum, wie viel braucht man effektiv... reichen ein paar Köder und eine Angelrute, empfiehlt ihr mehrere Angelruten? Habt Ihr vielleicht auch ein Gewässer? Spielt das Zelt eine so grosse Rolle? Wie habt Ihr's mit dem Esse, gibt es da Nahrungsmittel, welche Ihr empfehlen würdet wegen Haltbarkeit, Nährstoffen etc. Kann man Problemlos aus einem Bergesee trinken? Wie bewahrt Ihr die Fische solange frisch?

PS: Fliegenfischen kann ich leider noch nicht ;)

Danke schon jetzt vielmals für die hilfreichen Tipps und Tricks! Ihr dürft natürlich auch gerne eine PN schreiben.

Petri

Michi

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Perch    21

Hallo Michi

Ich nehme immer nur das nötigste mit. Als Spinnfischer reicht mir eine Combo. Dabei habe ich Jigs, diverse Gummifsche, Wobbler, Vorfachmaterial und Kleinteile. Dazu Standardausstattung  wie Kescher, Sackmesser und Zange. Es braucht kein Zelt für 2000.- jedoch würde ich auf Qualitätsmaterial setzen. Es wird dir beim Wandern und schlafen besser ergehen wenn du ein gutes Zelt hast. Spare auch nicht beim Schlafsack. Ende Juli war ich ein paar Tage auf 2500 MüM, Tagsdurch war es gegen 26 Grad warm und in der Nacht haben wir 2 Grad gemessen. Wichtig finde ich auch Funktionsunterwäsche, dicke Socken, gute Schuhe und eine Regenjacke. Viele Bergseen sind über der Waldgrenze. Grillieren ohne Holz ist schwierig und ein Weber Gasgrill braucht für meine Verhältnisse zu viel Platz im Rucksack. Deshalb bietet sich ein Gaskocher gut an. Es gibt gute platzsparende Topfsets die für Gaskocher gemacht sind. Bei Lebensmittel kannst du viel Gewicht sparen. Auf Konservenfood würde ich verzichten. Besser biete sich z.b Reis oder Teigwaren an die du als Beilage zu deinem hoffentlich frisch gefangenen Fisch essen kannst. Literweise Trinkflaschen musst du auch nicht mitnehmen. Die Wasserqualität in den Bergen ist ja wirklich Hervorragend. Um Nummer sicher zu gehen, habe ich trotzdem eine Trinkflasche mit Integriertem Filter dabei.

Das sind Erfahrungen die ich gemacht habe. Es gibt sicher den ein oder anderen der noch ein paar hilfreiche Tipps auf Lager hat.

Freundlicher Gruss

Perch

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michi-sz    7
vor 16 Stunden schrieb Perch:

Hallo Michi

Ich nehme immer nur das nötigste mit. Als Spinnfischer reicht mir eine Combo. Dabei habe ich Jigs, diverse Gummifsche, Wobbler, Vorfachmaterial und Kleinteile. Dazu Standardausstattung  wie Kescher, Sackmesser und Zange. Es braucht kein Zelt für 2000.- jedoch würde ich auf Qualitätsmaterial setzen. Es wird dir beim Wandern und schlafen besser ergehen wenn du ein gutes Zelt hast. Spare auch nicht beim Schlafsack. Ende Juli war ich ein paar Tage auf 2500 MüM, Tagsdurch war es gegen 26 Grad warm und in der Nacht haben wir 2 Grad gemessen. Wichtig finde ich auch Funktionsunterwäsche, dicke Socken, gute Schuhe und eine Regenjacke. Viele Bergseen sind über der Waldgrenze. Grillieren ohne Holz ist schwierig und ein Weber Gasgrill braucht für meine Verhältnisse zu viel Platz im Rucksack. Deshalb bietet sich ein Gaskocher gut an. Es gibt gute platzsparende Topfsets die für Gaskocher gemacht sind. Bei Lebensmittel kannst du viel Gewicht sparen. Auf Konservenfood würde ich verzichten. Besser biete sich z.b Reis oder Teigwaren an die du als Beilage zu deinem hoffentlich frisch gefangenen Fisch essen kannst. Literweise Trinkflaschen musst du auch nicht mitnehmen. Die Wasserqualität in den Bergen ist ja wirklich Hervorragend. Um Nummer sicher zu gehen, habe ich trotzdem eine Trinkflasche mit Integriertem Filter dabei.

Das sind Erfahrungen die ich gemacht habe. Es gibt sicher den ein oder anderen der noch ein paar hilfreiche Tipps auf Lager hat.

Freundlicher Gruss

Perch

Hey Perch

Danke für die Hilfreichen Tipps! Werde mir einige zu Herzen nehmen :) Das mit der Kälte auf so viel M.ü.M.unterschätzt man wohl ziemlich...  Du hast noch geschrieben eine Trinkflasche mit Filter, kannst Du mir da ein Tipp geben? Das kenn ich bis anhin ganz und gar nicht.

Freundlicher Gruss

Michi

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nicithefisher    754

Hoi Michi

Mehrtägige Bergsee Touren sind etwas, was ich extrem gerne mache! Klar geht man besser wo anders hin, als an einen Bergsee, wenn es einem rein ums Fischereiliche geht. Aber das ganze Erlebnis zusammengenommen ist einzigartig! Fischen, Wandern, Campen, Outdoorfeeling und umgeben von der rauen Natur der Berge :)

Ich mache nur ungern Werbung in eigener Sache, aber ich habe mir mal sehr viel Mühe gegeben, viel Wissenswertes über mehrtägige Touren auf der Infothek meiner Website niederzuschreiben (Ausrüstung, Lebensmittel, Gewicht sparen, gesetzliche Lage zum Wild campen, etc.). Ich möchte das nicht alles wiederholen/kopieren, deshalb erlaube ich mir, hier den Link zu posten: https://www.thetrouthunters.ch/infothek/outdoor-tipps-1/

Wasser sollte man niemals einfach so trinken, nicht einmal glasklares Wasser in den Bergen. Höchstwahrscheinlich würde zwar nie etwas passieren, aber man kann ja nie wissen. Es reicht, dass flussaufwärts im Zufluss des Bergsees eine tote Gämse liegt, dann hast du dir schnell ganz ordentlich was eingefangen. Deshalb würde ich auch zu einem Wasserfilter raten. Entweder separat, um die Flasche zu füllen, oder gleich direkt in die Flasche integriert. Gute Modelle gibts von Katadyn oder Lifestraw.

Lg und petri,

Nicola

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michi-sz    7

So, nochmals lieben Dank für die hilfreichen Info's und Tipps.

Ich gehe heute bis Sonntag an einen Bergsee und bin, dank euch, vermutlich gut ausgerüstet :)

es gibt dann nächste Woche sicher ein paar Impressionen und hoffentlich auch Foto's mit Fischen.

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michi-sz    7

Da ich im Kt. Schwyz (Innerschwyz) wohne ziemlich sicher ins schöne Urnerland. War am letzten Wochenende in Bürglen, Seenalpsee, traumhaft! Da gehe ich nächstes Jahr sicher wieder hin. Hab mir auch das Bergseeverzeichnis der Schweiz gegönnt. Muss immer ein wenig abschätzen, wie fit ich bin und was ich ertrage wegen meiner Höhenangst :D Aber es gibt in der Schweiz ja genug Auswahl.

Hättest Du sonst Tipps?

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Perch    21

Das Urnerland bietet wirklich sehr viel, dort wirst du sicher einiges erleben. Klar, kann dir ein paar meiner Lieeblingsseen per PN durchgeben.

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michi-sz    7

So, wie versprochen noch ein paar Impressionen.

Nächstes Jahr ganz sicher wieder :D i love bergsee fishing :D und mein hund wohl auch...

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  • Danke 1
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michi-sz    7

Sehr gerne! und ja, das wünscht man sich. War mein erstes mal Bergseefischen und war voll begeistert. Hatte auch super Ratschläge dank diesem Forum :) habe auch meinen ersten Namaycush geholt.

Gehe sicher nächstes Jahr wieder, falls mal jemand mitkommen will :) bin zwar Anfänger, aber lernwillig :D

  • Danke 1

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Pesche    49

Danke viel mal fürs Teilen. Schöne Bilder und dickes Petri zum ersten Namay. 

War dieses Jahr wieder nie am Bergsee :blind:, dabei mag ich diese Fischerei eigentlich auch. Kommt nun ganz oben auf die Fischerei to-do-Liste ;)

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    • Von Mötti
      Zusammen mit @Plochi und Wels war ich vom späten Donnerstag (14.9.17) bis Sonntag (17.9.17) in den Tessiner Bergen. Für mich war es das erste Mal Bergsee Fischen. Im Vorfeld hatte ich mich mit Ködern und Informationen eingedeckt. An dieser Stelle herzlichen Dank an @Larzh, der nicht mit Tipps geizte. Die Gegend kannte ich schon vom Wandern und wusste welch schöne Natur uns erwartet. Die Wetterprognosen waren wenig erbaulich und wir befürchteten viel Regen, Schnee und Kälte. Betreffend Technik wollte ich mich bewusst auf das Spinnangeln reduzieren und dies vorwiegend mit grösseren Ködern. Mein Ziel war ein grosser Namaycush und die Gefahr einer totalen Nullrunde nahm ich bewusst in Kauf. Nachdem wir in einem Tourist Office das Patent organisiert hatten, machten wir uns auf zum erste See, um noch die Abendstunden zu nutzen. Um 19:00 Uhr war dann Schluss, im September ist da unten erstaunlicher Weise sehr früh Feierabend für die Fischer. Meine Freunde hatten wenigstens ein Paar Nachläufer, bei mir war nichts. So gingen wir weiter zu unserer Pension, die an einem kleineren See lag, bezogen das kleine Zimmer und liessen uns kulinarisch verwöhnen. Der Abend wurde sehr gemütlich, die Nacht dafür weniger. Wenn der Eine sägt wie ein Sägewerk und der Zweite die ganze Zeit stöhnt weil er nicht schlafen kann, dann ist es für den Dritten umso übler.
      Ich war nicht unfroh, als früh der Wecker abging, machte mich bereit und weckte Plochi. Wels hatte zu meinem Erstaunen am Vorabend verkündet ausschlafen zu wollen. Na ja, jeder wie er will. Während ich einen Marsch zu einem bestimmten Spot am See des Vorabends machte, hatte Plochi den kleinen See um die Ecke im Visier. Am Spot war ich etwas zu früh. Die Sterne funkelten und von Dämmerung noch keine Spur. Nach einer Weile montierte ich den hellsten Gummiköder und stellte erstaunt fest, dass der fluoreszierend war. Sehr gut, dann kann es ja los gehen. Die Dämmerung kam, die Sonne ging auf, von Fisch keine Spur. So verging die Zeit ereignislos. Als wir uns bei der Pension zum Zmorgen einfanden hatte auch Plochi leere Hände. Ausser Seegras hatte er nichts erwischt. Nach dem Essen machten wir uns dann zu Dritt nochmals zum grossen See auf und machten dort Strecke. Zuerst ging ausser Köderverlust gar nichts. Während ich strikt mit KuKö fischte, waren meine Freunde mehrheitlich mit natürlichen Ködern unterwegs, wobei Wels noch seine Schwedenköder ab und zu ausprobieren wollte. Bei einem Bacheinlauf hatte dann Plochi den ersten Fisch. Da er noch nicht wirklich gross gewachsen war liess er ihn wieder schwimmen. Wels hatte dann den Nächsten. Auch kein Riese, aber er hatte leider zu tief geschluckt und musste entnommen werden. Auch ich hatte auf einem SeeFo Köder einen kleinen Rägäbögler. Aufgrund der blutenden Kiemen musste ich ihn abschlagen und war froh, dass er zumindest zwei Zentimeter über Schonmass war und verwertet werden konnte. Aber das Mass ist im Tessin sehr niedrig angesetzt. Bei Plochi tat sich bald darauf auch etwas und er kam zu seinem ersten Fisch. Und bei diesem Einen massigen Fisch blieb es dann auch, bei allen. Wir umliefen noch den See, sahen noch den einen oder anderen kleinen Fisch, hatten aber keinen Erfolg mehr. Während Wels und Plochi sich auf den Rückweg machten und mir noch Chauffeurdienste anboten, versuchte ich es noch gute 1,5h lang weiter. Das Wetter war den ganzen Tag entgegen den Prognosen sehr gut, aber jetzt war fertig lustig. Leider hatte ich keinen Fischkontakt mehr bis Wels mich holte. In der Pension servierte man uns zur Vorspeise unsere kleinen Rainbow’s, dann gab es Polenta mit Hirsch und als nach dem Kaffee die Rechnung kam, wurden noch die frischgewaschenen Stoffsäckli für die Fische retourniert – toller Service.           
      Am Samstag ging ich wieder in aller Früh runter zum grossen See und wieder ohne Fisch rauf zum Zmorgen. Anschliessend machten wir uns zu Dritt an den See vor der Haustüre. Wir sahen zwar viele Kleine springen, aber Erfolg hatten wir keinen. So gingen wir an Nachmittag doch nochmals runter. Dieses Mal zu einem anderen Einlauf. Es hatte bereits einen einheimischer Fischer dort, der aber nichts gegen unsere Gesellschaft hatte. Während dieser ein paar Fische entnahm und fleissig an seiner Vollpackung arbeitete, lief es uns nicht besser als am Morgen und auch ein Spotwechsel brachte nichts. Als wir etwas zerknirscht am Abend wieder bei der Pension waren, da wollten wir es noch einmal wissen und eine andere Stelle am kleinen See befischen. Aber auch dieser letzte Versuch den Schneidertag abzuwenden scheiterte. Ausser Hängern und Abrisse war nichts gewesen.
      Ich war mir noch nicht so sicher, ob ich am Sonntag nochmals früh aufstehen sollte. Der schlechte Schlaf in den Nächten zuvor, die frische Luft, das Wandern und Fischen – all das machte mich schon recht müde. Daher stellte ich den Wecker auf Früh mit Option auf Verlängerung. Als er dann abging, welche ein Wunder, am Sonntag ist das Sägewerk still. Ausnahmsweise kein Geschnarche, da konnte ich einfach nicht wiederstehen und pennte weiter. Nach dem Zmorgen hiess es packen und Abschied nehmen. Die letzten Stunden fischen vor der Heimreise waren angesagt. Es gab noch eine traumhaft schöne Bucht, die wir noch nicht befischt hatten. Dort hatte ich noch ein paar kleine Nachläufer, aber auch hier gab es keinen grösseren Fisch zu sehen. So machten wir uns verkehrsbedingt nach einem letzten tessiner Mahl in einer mir bekannten Osteria auf den Weg über den Gotthard.
      Daheim ist die Jüngste wie so oft am schnellsten an der Türe. „Papi, Papi, ändli bisch wieder da. Häsch än Fisch gfangä? Was für eine? – Mami, Mami, dä Papi hät ä Rägäbogäforälle gfangä.“ Im Gegensatz zur Kleinen die stolz auf mich war, fand meine Frau meine Ausbeute natürlich äusserst amüsant…
      Fazit:
      Wir hatten ein tolles verlängertes Weekend, welche uns dreien sehr gut getan hat. So richtig schöne Kurzferien. Schöne Natur rundherum und ungestört, ganz ohne Natelempfang dem Hobby frönen, gutes Essen und Trinken, mit guten alten Kumpels in Erinnerungen schwelgen und rumalbern. Gerne wieder. Ob es dann nächstes Mal wieder am gleichen Ort sein wird oder vielleicht gar nicht Bergsee sondern an irgend einem Flüsschen, mal sehen. Den Kanadiern nachstellen will ich sicher mal wieder und wenn die Örtlichkeit in Sachen Landschaft und Kulturellem etwas hergibt ist auch ein Nullrunde nicht so wild. Hänger und Materialverlust sind aber nervig und an meiner Technik muss ich wohl auch noch etwas feilen.
      Gruss
      Mötti
    • Von Cowboy86
      Hallo Zusammen
      Vor ca. zwei Jahren verbrachte ich einen längeren Urlaub mit meiner Freundin in Australien und Neuseeland. Wir waren hauptsächlich mit Auto und Zelt unterwegs und entdeckten so abgelegene Orte und wunderschöne Plätze. Wenn immer möglich übernachteten wir in Gewässernähe, um unser Essen selber zu fangen. Zurück in der Schweiz nahmen wir uns fest vor, auch hier mehr Zeit in der Natur, den Bergen usw. zu verbringen und unsere schöne Heimat neu zu entdecken. Wie das mit guten Vorsätzen so ist, wieder im gewohnten Trott mit Arbeit, Hobbies und Verpflichtungen bleibt einem wenig Zeit und sie rutschen in den Hintergrund. Die Naturerlebnisse beschränkten sich deshalb im letzten Jahr hauptsächlich auf die bekannte Umgebung und den See vor dem Haus. Damit es in diesem Jahr anders wird, bin ich auf eure Hilfe angewiesen.
      Wir würden gerne Ausflüge an (abgelegene) Bergseen unternehmen und nach Möglichkeit dort Übernachten. Für das Campieren in der Schweiz gibt es diverse Auflagen (Verbot im Nationalpark, in Jagdbanngebieten, vielen Naturschutzgebieten, in Wildruhezonen usw.). Grundsätzlich ist eine einzelne Übernachtung im Gebirge oberhalb der Waldgrenze (ca. 1800-2200m ü. M.) aber meist unproblematisch – wenn sie rücksichtsvoll erfolgt. Das selbe gilt für Privatgrund, unter Einverständnis des Besitzers. Dazu habe ich hilfreiche Informationen auf folgenden Seiten gefunden: SAC-Merkblatt / Verbotsliste
      Allerdings bin ich ein Geographie-Banause und kenne mich mit den Seen wenig aus. Meine Frage deshalb an euch: Kennt ihr geeignete Bergseen die zum Fischen freigegeben sind und an denen ein Zelt aufgestellt oder allenfalls eine Hütte gemietet werden kann?
      Sehr hilfreich wäre ausserdem zu wissen, welche Reglemente dafür gelten und wo ein entsprechendes Patent gekauft/bestellt werden kann.
      Ich kann auch verstehen, wenn nicht jeder seine "geheimen Rückzugsorte" preisgeben möchte, allerdings würde ich mich über ein paar Tipps oder Vorschläge sehr freuen.
      Vielen Dank und beste Grüsse
      Raphi
    • Von nicithefisher
      Ein Bündner und ein Berner zusammen in den Bergen, sozusagen die Grischa-Bern-Connection am pflegen: Ich traf mich mit Dani (@grischafario) für eine gemeinsame Tour mit dem Zelt an sehr hoch gelegene Bergseen. Wir waren uns bewusst, dass das Wetter kein Zuckerschlecken sein wird, aber wir ahnten noch nicht, WIE extrem es noch werden würde.
      Frühmorgens am Sonntag ging es los und nach rund 1,5h Autofahrt waren endlich die Rucksäcke gesattelt, die Wanderschuhe geschnürt und wir freuten uns auf ein Abenteuer sondergleichen.
      Schon der Aufstieg war spannend, im dichten Nebel sahen wir zum Teil kaum noch, wo wir eigentlich hin laufen. Hinzu kam, dass es immer wieder regnete.

      Wir waren sehr schnell unterwegs und erreichten erstaunlich früh unser Ziel, einen hoch gelegenen Bergsee auf fast 2300 m.ü.M. Vom See sahen wir allerdings zu dem Zeitpunkt noch gar nichts, nur Nebel. Wir fanden zum Glück inmitten der rauhen, felsigen Landschaft einen kleinen Flecken Gras für das Zelt. Natürlich musste es aber genau in dem Moment, als wir das Zelt aufstellen wollten, so richtig los legen mit dem üblen Wetter. Hagel, Schnee, Regen... ein Gemisch aus allem zusammen peitschte uns ins Gesicht und wir mussten erst mal abwarten. Später hat es sich ganz kurz etwas beruhigt und wir nutzten die Gunst der Stunde. Gerade rechtzeitig, denn kaum war das Zelt aufgestellt, ging es auch schon wieder los. Wir flüchteten uns ins Zelt, ans Fischen war so vorerst nicht zu denken.


      Nachdem wir seit einer Stunde tatenlos im Zelt warteten und ein kräftigendes Mittagessen intus hatten, war die Motivation wieder voll da. Wir wollten endlich fischen! Also raus aus der Höhle und ab ans Wasser, Wetter hin oder her.
      Einige Stunden lang ging das auch richtig gut. Der Nebel war verschwunden und der See zeigte sich in seiner ganzen Pracht. Auch das Wetter spielte besser mit, es regnete nur noch vereinzelt. 

      Die Fische im See (es waren fast nur Bachsaiblinge) waren äusserst beissfreudig und sorgten für viel Action. Insbesondere grundnah geführte Gummifische von 3'' bis 4'' an ca. 5g Jigheads sorgten für eine hohe Frequenz. Allerdings liess die Grösse sehr zu wünschen übrig, ein Fisch von 25cm war schon gross... sodass wir auch keine Fotos von Fischen haben, denn dafür waren sie einfach zu klein.
      Endlich gelang es Dani doch noch, wenigstens einen etwas grösseren Saibling zu landen. Wir freuten uns schon auf ein warmes Abendessen: Frischer Fisch auf dem Gaskocher, mhmmmm...
      Doch zum warmen Abendessen sollte es leider nicht mehr kommen... es war erst ca. 5 Uhr Nachmittags, als das Wetter wieder schlagartig kippte. Ein Schneesturm zog auf, es wurde bitterkalt, der Wind peitschte uns den Schnee ins Gesicht, nasskalt vermischt mit Regen. So schnell wie möglich flüchteten wir zurück ins Zelt, das wars endgültig mit Fischen für diesen Tag! :-(

      Den Rest des Abends verbrachten wir damit, stundenlang im Zelt abzuwarten, ob sich das Wetter vielleicht nochmal kurz beruhigt, damit wir draussen unseren Fisch zum "Znacht" kochen könnten (im Zelt mit offener Flamme zu kochen, wäre lebensgefährlich wegen Brandgefahr). Doch das Glück war uns nicht hold, das Wetter draussen wurde immer schlimmer. Schon bald dringte kaum mehr Licht durch das von Schnee bedeckte Zelt.
      Wir akzeptierten unser Schicksal und liessen den Fisch über Nacht draussen im Schnee liegen. Bei diesen Temperaturen bleibt er wenigstens frisch :-) Stattdessen gab es halt ein einfaches Abendessen aus Knäckebrot und Landjäger. Das Hochprozentige aus unseren Flachmännern half unserer guten Ausrüstung dabei, uns warm zu behalten und schliesslich schon sehr früh einzuschlafen. Etwas besseres hatten wir eh nicht zu tun.
      Am nächsten Morgen wachten wir beide ausgeschlafen auf, wir hatten trotz eisiger Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt sehr gut und warm geschlafen. Hochwertiger Ausrüstung sei Dank! Erstmal die Eis-Schnee-Schicht von innen von der Zeltwand abschlagen, damit wir überhaupt einen Blick nach draussen werfen konnten. Als schliesslich der Reissverschluss aufging und wir den ersten Blick wagten, trauten wir unseren Augen kaum! Im Herbst eingeschlafen, im Winter erwacht. Alles weiss, überall Schnee. Und es war traumhaftes Wetter, blauer Himmel und kein Lüftchen. Auch die Sonne würde schon bald unseren Platz erreichen. Die Stimmung stieg sofort um 100% an, was für ein wunderbares Erwachen!


      Die eisig-kalte Landschaft bot spektakuläre Bilder unserer über Nacht völlig vereisten Ausrüstung...


      Schnell noch einen wärmenden Tee und zusammen mit der Sonne war alles wieder perfekt. Die Motivation war zurück gekehrt und wir konnten es kaum erwarten, endlich fischen zu gehen. Zuerst gab es aber ein leckeres Frühstück, zubereitet aus Müsli, Kondensmilch mit Bergwasser verdünnt und frischen Heidelbeeren, die überall unter der Schneedecke versteckt in Massen vorhanden waren. Herrlich!



      Nun aber zurück zum Wesentlichen, wir waren endlich wieder am Fischen. Es ging gleich weiter wie am Vortag, ein Fisch nach dem anderen, aber ständig nur kleinwüchsige Saiblinge. Dank dem schönen Wetter konnten wir nun auch mit der Trockenfliege fischen, was natürlich noch mehr Spass machte. Für Dani waren es sogar die ersten Erfolge überhaupt mit der Fliegenrute, ich glaube, da hat sich wieder jemand mit dem Virus angesteckt :-)


      Naja, mit den kapitalen Muttis wollte es nicht klappen. Aber immerhin fingen wir noch einen zweiten Fisch in brauchbarer Grösse zum Essen, dieses mal war ich der Glückliche :-) Zusammen mit dem Fisch vom Vortag wird das ein herrliches Mittagessen geben!

      Kurz nach diesem Fang begaben wir uns zurück zum Zelt, Schluss mit Fischen.
      Im Teamwork wurde das Mittagessen hingezaubert, Fischfilets mit Reis und Zucchetti und das mitten in den Bergen, einfach geil!


      Nach dem Essen galt es nur noch, alles wieder zusammen zu packen und dann war das Abenteuer leider auch schon fast wieder vorbei. Immerhin hatten wir aber noch einen traumhaft schönen Abstieg bei perfektem Wetter und herbstlichen Farben. Welch ein Kontrast zum Vortag bei Regen und Nebel!

      Das war vielleicht mal ein Abenteuer! Vielen Dank an Dani für die Begleitung, es hat mich gefreut und der Ausflug hat riesig Spass gemacht. Gerne wieder!
      Diesen Bericht habe ich 1:1 von meiner Homepage kopiert: http://www.thetrouthunters.ch/fangberichte/2016/oktober/
      Liebe Grüsse und Petri Heil im Herbst!
      Nicola
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