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M4egi

Eure Gedanken beim Fischetöten

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M4egi    25

Hallo!

Ich wollte euch mal fragen, wie ihr das hinnehmt, wenn ihr Fische mit nach Hause nehmt. Habt ihr schon so viele Fische getötet, dass ihr an das Leben des Fisches gar nicht mehr denkt und euch nur noch auf das Essen freut, oder macht ihr etwas um ihm zu danken oder so? 

Es interessiert mich mal zu wissen, wie das andere Fischer handhaben.

Petri Heil,

Magnus

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Rouven    270

@M4egi Ich denke, dass ist eine berrechtigte Frage, auf die ich gar keine defintive Antwort habe. Wenn ich einen Fisch als Essen mitnahm hatte ich noch nie Probleme damit ihn zu töten, denn dies überlege ich mir vor dem Angeltripp. Wenn ich jedoch aus Zufall einen Fisch angle, welcher nicht mein Zielfisch war, denke ich an sein Leben und mache mir Gedanken. Ich habe mehr mühe, wenn ein Fisch, welcher zurück in sein Element gelassen wurde z.B. durch Schonzeiten oder Schonmaas sich nicht so gut erholt wie erhofft und z.B. lange braucht, bis er wegschwimmt. Dann hoffe ich immer sehr stark, dass der Fisch sich von den Strapazen erholt, und überlege was ich das nächste mal besser machen kann, um einen solchen Fisch besser zurückzusetzten.

@Abborre Ich hoffe das ist eine Scherzfrage..

Rouven

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M4egi    25

Hallo!

Danke Rouven! Also gibst du dir vor jedem Tripp ein Fischlimit? 

Und was hättest du gemacht, wäre die Wunde am Hecht gestern vereitert gewesen, oder hätte schlecht ausgesehen? Wieder releast, oder mitgenommen?

@Abborre Was hat das mit PETA zu tun? Ich will ja nicht, dass du keine Fische tötest, sondern ich frage einfach, wie du mit dem Töten der Fische umgehst.

Petri Heil,

Magnus

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Rouven    270

Ich muss mir kein Fischlimit setzten, den ich fange eh nicht viel. Nein spass, aber wenn ich auf Hecht angle und einen schönen Küchenhecht geangelt habe nehm ich den mit und höre auf zu Angeln, da ich mein Ziel erfüllt habe. (Das Limit setzte ich spontan, aber ich weiss, dass ich nicht mehr als 1 (Zahl hängt von der grösse des Fisches ab)
Hechte mitnehmen muss). Dies hat einfach damit zu tun, dass ich mir selbst immer das Ziel setze einen guten Hecht zu fangen und ich nicht mehr mitnehme als ich verwerten kann. Wenns mal viel Fisch gibt wanderts halt in den Tiefkühler, versuche dies jedoch zu vermeiden.

Da es ja gestattet ist einzelne Fische zurückzusetzten unter diesen Bedingungen, hätte ich den gestrigen Hecht vermutlich schonend zurückgesetzt, da er nicht der Zielfisch war,  überlebensfähig war, wachsen soll und einen wichtige ökologische Bedeutung für die Art hat, wenn er ein paar mal ablaichen kann: Persönlich fand ich die Abschaffung im Zürichsee von Schonzeit und Schonmass gleichzeitig etwas Bedenklich.

https://aln.zh.ch/internet/baudirektion/aln/de/fjv/fischerei/formulare_merkblaetter/_jcr_content/contentPar/form/formitems/kein_titel_gesetzt_/download.spooler.download.1427789686706.pdf/Vollzugshilfe_Toeten_und_Freilassen_von_Fischen_komplett_20150331.pdf

Jeder überlebensfähige, fangfähige Fisch kann jedoch wieder freigelassen werden, sofern dies auf einer individuellen Entscheidung des Anglers für den einzelnen Fisch beruht und der Fisch einer Art gemäss Anhang 1 und 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei angehört.Das Freilassen hat sofort nach dem Fang mit der grösstmöglichen SorgfGeschonte Fische müssen in jedem Fall zurückgesetzt werden.

Petri-Heil schreibt: https://www.petri-heil.ch/endlich-klarheit/

Kein ökologischer Grund kann geltend gemacht werden, wenn der Fisch beim Fang so stark geschädigt wurde, dass er nicht überlebensfähig ist (z.B. blutende Kiemen, Fische aus grosser Tiefe, übermässige Erschöpfung durch langen Drill usw.).

Was ich mit all dem sagen will ist, dass falls der Hecht aufgrunde der Wunde oder sonstigen Sachen nicht überlebensfähig gewesen wäre, hätte ich ihn mitgenommen. Auch wenn er eine etwas grössere grösse gehabt hätte, wäre er bei mir im Kochtopf gelandet, wesswegen ich nie gezielt auf kleine Hechte angeln würde. (Es war ja Beifang beim Barschangeln)

Du siehst, dies ist nicht so ein einfaches Thema und jeder Angler hat eigene Regeln, und Etiken. Wichtig ist einfach, dass man im Legalen bleibt, und nicht ans Wasser geht um C&R zu betreiben, denn dies ist nicht gestattet. Wichtig ist das richtige Maas.

*hoffentlich werde ich nach dieser Antwort nicht gelyncht.:D

Rouven

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M4egi    25

Danke, haben die anderen ähnliche Erfahrungen und gehen mit der gleichen Einstellung ans Wasser wie Rouven , oder macht ihr etwas anderes?

Petri Heil,

Magnus

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Mötti    278

Ob mir nun ein Fischer, ein Antispeziesismus Anhänger oder sonst jemand diese Frage stellt, die Antwort ist die gleiche. 

Ich wurde mit Eckzähnen geboren, also ist es meine Bestimmung von Zeit zu Zeit Fisch und Fleisch zu essen.

Ich mache mir kein schlechtes Gewissen, wenn ich einen gefangenen Fisch entnehme und töte. Ich empfinde weder Freude noch Trauer bei diesem Akt, auch kein Mitleid. Der Fisch hatte ein schönes Leben in Freiheit und stirbt für eine gute Sache, nämlich um von mir gegessen zu werden. 

Schlechtes Gewissen und Mitleid habe ich wenn es ein Fisch ist, welcher nicht von mir getötet wurde, einer der über Stunden in einem Netz hing und so sein Leben verloren hat oder in einer Zucht mit Antibiotika voll gepumpt wurde. 

Gruss 

Mötti 

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kds    408

Der Egli hat für mich neben dem fischereilichen auch einen kulinarischen Reiz. Wenn die Grösse passt und die Fische am gleichen Abend von uns gegessen werden, habe ich keine Mühe damit Eglis zu entnehmen. Allerdings entnehme ich nur das, was gleichentags gegessen wird. Für die Tiefkühltruhe fische ich nie.

Das empfinde ich als völlig normalen Vorgang und habe weder Hemmungen noch ein schlechtes Gewissen, die Fische schnell in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Mühe habe ich damit wenn Kollegen alles abschöpfen, was nicht bei drei aus dem Wasser ist. Leute die mehrere Hundert Egli pro Jahr auf der Karte haben, kann ich jedenfalls nicht bewundern.

Bei den Hechten sieht es so aus, dass ich in der Regel nur das entnehme, was ich als verangelt einschätze. Die Hechte mit ihren grossen Futterluken haben den Köder hin und wieder richtig tief und wenn die Kiemenbögen schon bei der Landung gerissen sind und der Fisch blutet, setzte ich ihn sicher nicht zurück. Das hält sich aber im kleinen Rahmen. Letztes Jahr waren es zwei Hechte und dieses Jahr bis jetzt einer.

Entnahme gehört für mich zum Fischen, genauso wie es eben immer wieder Fische gibt, die man nicht mit gutem Gewissen zurücksetzen kann.

Gruss
Kurt

bearbeitet von kds
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Pesche    47

Für mich gehört die Entnahme von Fischen und somit das töten mit zu meinem Hobby. Ein reines C&R kommt für mich nicht in Frage, stimmt für mich nicht, wobei eine selektive Entnahme gehört halt auch dazu. Erst am Samstag durfte eine wunderschön gezeichnete Egli-Grossmutter wieder schwimmen ;). Die Fische werden von mir mit Respekt behandelt, entweder schnell releast oder artgerecht getötet, dabei habe ich kein schlechtes Gewissen.

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Lutra    116

Ich release jeden Fisch, den ich per Gesetz releasen kann. Die Anderen bekommen eins auf's Gehirn und gut ist.

Das ist ein rein mechanischer Ablauf ohne mir Gedanken zu machen.

Ich verstehe deine Frage schon gar nicht. Ich bin ein Jäger und jage und da mache ich mir etwa gleich viel Gedanken darüber, wie meine Katze, wenn sie eine Maus fängt. Wohlgemerkt, sie bekommt genügend Futter um keine Mäuse essen zu müssen...aber sie liebt ab und an einen pelzigen Snack und die Instinkte treiben sie dazu. Genau wie bei mir.

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M4egi    25

Bzgl. Der Frage: Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll, den Fischen eins rüberzuziehen und somit einfach ein Leben zu nehmen, aber danke für den Vergleich mit der Katze und dem Jäger. Ich habs jetzt gecheckt :) 

Petri Heil,

Magnus 

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Rouven    270

@M4egiUnd sieh es so, besser einem Fisch das Leben nehmen und essen, welcher sein Lebenlang frei und glücklich war, als Essen einzukaufen welches auf engstem Raum eingesperrt Lebte und leiden musste. 

Ich muss Kds zustimmen, wie auch er empfinde ich nichts beim töten eines Barsches, wie er sagt, ein völlig normaler Vorgang.

bearbeitet von Rouven
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M4egi    25

Ja, eingekauften Fisch esse ich sowieso nur mit schlechten Gewissen (das Einzige was ich an eingekauftem Fisch essen „muss“ ist Lachs, den kann ich ja nicht selber fangen).

Petri Heil,

Magnus

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Stäfner    33

Interessante Frage -

  • Grundsätzlich habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich mich als Jäger (spezifisch: Fischer) betätige.
  • Ich bin dem Fisch dankbar. Auch wenn er davon nichts hat, und das daher wohl eine egoistische Regung ist. 
  • Mein Entscheid, einen Fisch zu releasen oder zu entnehmen fällt quasi sofort, sobald ich ihn etwas genauer sehe (d.h. wenn er noch im Wasser ist). Wenn ich mich entscheide, ihn zu entnehmen und zu töten, dann bin ich voll darauf konzentriert, das schnell und so schonend wie möglich zu machen, damit er nicht leiden muss. Für andere Gedanken ist während der paar Sekunden kein Platz.
  • Da ich zwar regelmässig fische, aber nicht sehr regelmässig fange (ich bezeichne mich immer noch als Anfänger), mache ich leider dabei auch Fehler, so kann es z.B. sein, dass mir ein Fisch aus der Hand auf den Boden fällt, wenn ich ihn für die Betäubung positionieren will. Dann mache ich mir hinterher Gedanken, was ich im Ablauf falsch gemacht habe, um den Fehler in Zukunft zu vermeiden.
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