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Petri82    11

Als heute Morgen um 5:00 Uhr mein Wecker klingelte, kämpfte ich mit mir. Lohnt es sich wegen ein paar Felchen und Saiblinge aufzustehen oder soll ich doch lieber noch ein paar Stunden schlafen um danach ausgeruht zur Arbeit zu gehen? Ich entschied mich aufs Wasser zu gehen. Auch wenn es nur für 2 Stunden war. 

Um punkt 06:00 war ich bei der Tankstelle, den Kanister füllen, eine Flasche Wasser und ein Brötli kaufen und danach ab aufs Boot. Es gibt halt schon nichts Schöneres als an einem solch schönen Morgen in aller Ruhe raus auf den See zu fahren. :heart_eyes: An meinem Spot angekommen, ankerte ich und freute mich auf die ersten Felchen oder Saiblings-Signale auf dem Echolot und es dauerte auch gar nicht lange, bis ich die ersten Signale bekommen habe. Zu meiner Freude konnte ich sofort eine erste massige Felche landen. Danach tat sich auf dieser Tiefe (ca. 15 Meter) aber für längere Zeit nichts mehr und so entschloss ich mich, den Standort zu verschieben. Auf ca. 25 Meter hatte ich in den letzten Tage sowohl Felchen in der Schwebe wie auch Saiblinge auf dem Grund mit der Gambe fangen können. 

Auf dem Grund tat sich zunächst nichts, aber gegen 07:30 Uhr kündigte sich auf dem Echolot auf ca. 10 Meter ein Schwarm Felchen an. Ich stellte die entsprechende Höhe ein, auf einen Biss wartete ich aber vergebens. Als der Schwarm schon fast vorbei war, stellte sich beim Senken der Gambe auf einmal mein Rutenspitz auf, nach dem Anschlag dachte ich zuerst, dass sich meiner Gambe im Ankerseil verfangen hat, nach ein paar Sekunden zog der "Anker" aber auf einmal sehr viel Schnur von meiner Rolle... :joy: Hoppla mein erster Gedanke war: "Hoffentlich kann ich diesen Fisch wenigstens kurz sehen". Atypisch für Felchen und Saiblinge kam der Fisch sehr bald an die Oberfläche, erschreckte zwei Möwen (welche sich vorhin an den Innereien des Felchens satt gefressen hatten) und zeigte mir in einer Entfernung von 30 Metern seine Rücken- und Schwanzflosse, bevor er wieder in der Tiefe verschwand. "Nur nicht ins Ankerseil" war mein nächster Gedanke. Da ich alleine auf dem Boot war, versuchte alles, den Fisch möglichst weit weg von diesem zu halten, was mir zum Glück auch gelang. Mein Verdacht wurde bestätigt, als ich die Seeforelle ein erstes Mal direkt neben dem Boot sehen konnte. Die weiteren Fluchtversuche konnte ich, mein Finger und die Rute erfolgreich parieren und so war die Erleichterung und der Freudenschrei gross, als die Seefo-Dame schliesslich im Felchen-Feumer lag.

Ehre wem Ehre gebührt! Filetiert, mit Meersalz, Rohrzucker und Dill zwei Stunden "Trocken gesalzen" und danach ab in den Räucherofen. Die kühle Nacht heute nutze ich um aus dieser schönen Überraschung eine wahre Delikatesse zu machen. Ich freue mich schon auf Morgen! :heart_eyes:

Petri-Dank!

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Mötti    263

Hoi Petri82

Danke für den Bericht, sehr schön geschrieben. Herzlichen Glückwunsch zur Seeforelle. 

Gruss 

Mötti 

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loup    10

Petri zur unerwarteten Seeforelle. Von einer Seeforelle an der Gambenrute träume ich schon lange. Fische aber wohl zu wenig damit auf Felchen und co.

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Petri82    11

Vielen Dank euch allen! :$

Nach neun Stunden im kalten Rauch, öffnete ich heute Morgen früh meinen Räucherschrank. Dölf Ogi wäre wohl ein "Freude herrscht" entglitten... :joy:

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Petri82    11

Habe keine Fischreste im See entsorgt, sondern damit die wartenden und hungrigen Möwen gefüttert... ;)

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Dural    903

Sag das mal dem aufseher :smile:

Wenigstens gibt es noch sefos, ich hatte schon fast die befürchtung das es keine mehr gibt :clap: ;)

bearbeitet von Dural

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loup    10

Dural, hast du schon mal einen Berufsfischer gesehen der seine Fischabfällen in die Kadaverentsorgungsstelle gebracht hat, Nein. Hast du schon mal einen Berufsfischer gesehen der seine Haustiere, wie Möven und Kormorane mit Fischabfällen gefüttert hat, sicher JA.
..... und ja, es gibt noch Seeforellen, wenn auch sicher weniger als vor ein paar Jahren.
In einigen Seen weniger, in anderen sind sie sicher noch gut vertreten.

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Dural    903

Also wenn ich so manchen fischer zuhöre, könnte man meinen das es keine mehr gibt ;) und das gewässer unabhängig.

vieleicht gibt es ja wirklich weniger, ich weiss es nicht.

bearbeitet von Dural

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loup    10

Ich glaube es hat weniger.
Eine andere Anschauung. Es hat viel mehr Seeforellenfischer welche intensiv auf diese Fische fischen.
Einfache Rechnung
Früher waren 5 Fischer intensiv in einer Region unterwegs, Heute sind es 30.
Früher hattest du 5 Bisse von Sefos, Heute in dem Fall 1, bei gleichem Fischbestand.
Heute erkennen die Forellen Angelköder 5 Mal schneller und werden 5 Mal schneller vorsichtiger.
Manchmal sind die einfachsten Ueberlegungen die besten.
Die Reproduktion bei der Seeforelle ist einfach schwieriger als bei anderen Seefischen wie Hecht, Egli und Felchen. Bei diesen Fischen können die Hobbyfischer den Bestand in einem grösseren See nicht beeinflussen, bei den Sefos glaube ich aber schon.
 

bearbeitet von loup

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Dural    903

Da bin ich mit dir einig, umso mehr fischer umso weniger sefo pro fischer und umso zickiger werden die sefos. Der bestand ist durch die laichgewässer vorgegeben, da können wir realistisch kaum was ändern, höchstens unterstützen. Genau deswegen ist es auch sehr wichtig das man sich als fischer von den anderen absetzen kann, in welcher form auch immer. Und da tuen sich viele sehr schwer, die meisten fischen seit jahren die selben köder, die selben zeiten, die selben stellen oder rennen gleich dort hin wo man was hört oder mal was gehört hat etc. Fischer haben oft auch den drang alles nachzumachen, das funktioniert am anfang vieleicht sogar gut, aber wenn es plötzlich 90% der fischer gleich machen wird es früher oder später nicht mehr funktionieren. Dazu ist jedes jahr immer etwas anders, man muss sich den bedingungen/fischen anpassen.

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