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Rönner

für einmal ist es nicht der böse Wels

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Dural    814

Und ich dachte der See sei Überdüngt und deswegen wird nichts mehr gefangen da nichts mehr drin ist? Sagen jedenfalls einige Fischer.

Ich würde mal sagen ein klassischer fall von: Die Fische haben sich angepasst, die Fischer nicht.


Edit:
https://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Sieben--Problem-Fische--aus-dem-See-gezogen-20708664

bearbeitet von Dural

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Jon    295

wieder einmal ein richtiger doofer Bericht wie ich finde!

Dort ist der Namay schuld, weil es keine Kormorane gibt. Irgend jemand ausser dem Menschen muss immer den Kopf herhalten, weil die Leute weniger fangen, traurig! Genau das gleiche behaupten sie im Engadin und es ist so etwas von offensichtlich falsch!!!

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nemo    154

Ich bezweifle auch, dass die Namaycush die einzige Ursache für die Probleme im Fälensee sind. Muss dir @Jon aber insofern widersprechen, als dass Namaycush eindeutig Fischbestände beeinflussen können: im Yellowstone Nationalpark würden die einheimischen Regenbögler nach der Einführung der Kanadier fast ganz ausgerottet. Weil nur noch wenige Regenbögler die Zuflüsse zum Laichen aufsteigen, hat das nun auch Einfluss auf die Bärenpopulation. Intensive Abfischaktionen von Namaycush im Yellowstone Lake bringen nur bedingten Erfolg.

Ein weiteres Beispiel aus der Nähe: im Kanton Tessin sanken in einzelnen Bergseen die Fangerträge stetig. Nach Abfischaktionen mit grossmaschigen Netzen und der Entnahme von großen Kanadiern Stiegen die Fangerträge wieder an, bis zu dem Zeitpunkt, als wieder grosse Namaycush nachgewachsen waren...

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Dural    814

@nemo

Was sagst du eigentlich zu den namaycush im brinzer? Gibt es einen bestand? Das einzige was sicher ist, früher hatten berufsfischer selten auch mal was im netz. Im 2005 auch fischer.

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Jon    295

wenn 7 "Problemfische" für den Fischbestand dort verantwortlich sein sollen, dann haben die Personen, die solche Aussagen tätigen, mMn aber sowas von keine Ahnung!

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nemo    154

@Jon Ich nehme mal an, dass sicher nicht alle grossen Räuber mit dieser Aktion gefangen wurden. Der Fälensee ist nur 12 ha klein (zum Vergleich: der Silsersee hat rund 420 ha), da braucht es nicht viele große Kanadier für einen Impact. Umgerechnet auf die Fläche des Silsersees würde dies einer dortigen Entnahme von immerhin rund 245 grossen (ü70) Namaycush entsprechen...

Lies mal das hier, dann diskutieren wir weiter: https://www.nps.gov/articles/suppressing-non-native-lake-trout-to-restore-native-cutthroat-trout-in-yellowstone-lake.htm

Ganz nebenbei: ich bin sonst grundsätzlich ein Fan dieser Fischart und befische sie auch bei uns sehr gerne. Man sollte sich einfach bewusst sein, dass fremde Fischarten halt das Risiko von Kollateralschäden bergen. Auch bei uns.

bearbeitet von nemo

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Pesche    25

@nemo haben diesen Bericht schon mal in einem Doku-Film gesehen, aber dies zu vergleichen mit dem besagten Bergsee und dazu noch ganze 7 Namays??

Klar ist wohl allen, dass der Namay am einfachsten frisch ausgesetzte Regenbögeler kriegt :joy: und sicher habt ihr auch schon beobachtet dass die Mehrheit der "Fussball-Fischer-Fraktion" mit den neon leuchtenden Kugeln tendenziell keine Namays fangen.

Ich konnte am Engstlen See beobachten wie ein +80 Namay sich eine Regenbögeler an der Wasseroberfläche geholt hat, die friedlich am monen war. Namays in dieser Gröse sind Fressmaschinen, aber 7 Stück einen See entleeren?

Im Engstlensee verlaichen Namays und Saiblinge, und hat richtig grosse Exemplare von beiden Fischarten und nicht nur je 7 :joy::joy:! Trotzdem hat es immer noch sehr viele Elritzen...Regenbögeler halt nur solange wie besetzt wird.

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Dural    814

Ist doch eine ganz einfache Rechnung, Achtung "Milchmädchenrechnung" ;)

Wenn jeder dieser 7 Fische pro Tag einen 20-30cm Fisch frisst, ergibt das im Jahr 2555 Fische die halt Fehlen. Wenn wir davon ausgehen, das es noch weitere Grosse Namays im See schwimmen dürfte die Zahl ja noch höher sein.

Kurz um, in einem so kleinen See der Wahrscheinlich von sich aus schon eher Nährstoffarm ist dürfte man das schon merken.

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Jon    295

wir werden sehen, wie sich der Bestand dort entwickelt und ich hoffe, ich fange bis dahin auch einmal so ein Monster, das wenigstens einmal einen Fisch im Magen hat und nicht nur Insekten wie bis jetzt immer:joy:

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nemo    154
vor 23 Stunden schrieb Pesche:

Im Engstlensee verlaichen Namays und Saiblinge, und hat richtig grosse Exemplare von beiden Fischarten und nicht nur je 7 :joy::joy:! Trotzdem hat es immer noch sehr viele Elritzen...Regenbögeler halt nur solange wie besetzt wird.

Im Engstlensee werden jährlich 5000-7000 Massfische ausgesetzt, da leben grosse Namaycush wie die Maden im Speck :joy:

Da haben die es erstens nicht nötig, über die Elritzenbestände herzufallen und zweitens merkt man keinen Effekt bei den Fischfängen, weil der Wegfrass durch grosse Namaycush durch  die Besätze kompensiert wird... 

Ganz anders bei Seen mit weniger Besatz oder bei welchen nur Sömmerlinge oder Jährlinge besetzt werden.

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Pesche    25

Wie Jon schon geschrieben hat, möchte ich auch mal einen Namaycush fangen mit Fisch im Bauch :thumbup:

@Dural wenn den ein Namay täglich einen 20-30cm Fisch sich holen kann und auch verdauen kann ;) - wie lange dauert der Verdauungszyklus für einen 20-30cm Fisch?

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Dural    814

Kann man so natürlich nicht einfach sagen.
Bei Hecht und Wels dauert das übrigens nur wenige Stunden, ich habe mal was von 4-6h gelesen.
Ich hatte diese Jahr eine Seeforelle mit vier Felchen im Bauch, die grösste um die 20cm, und ich bin überzeug das die alle vom gleichen Tag waren. Wenn die Fische "Hunger" (Ein Fisch hat keinen Hunger) haben und die Bedingungen stimmen hauen die sich die Bäuche richtig voll.

Ich glaube die Temperatur hat auch einen entscheidenden Faktor.

bearbeitet von Dural

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Pesche    25

Habe heute gesucht und gelesen dass ein Wels in der Lage ist seine Beute in 16-18h zu verdauen. Von Salmoniden habe ich nichts gefunden. Und ja Verdauung ist Temperatur abhängig, je kälter desto langsamer...eigentlich logisch.

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nemo    154

Hier übrigens noch ein Filmli der Fischereiverwaltung des Kantons Tessin zur Entnahme grosser Räuber aus dem Lago Tremorgio, nachdem die Fischfänge der Angler stark zurück gegangen waren. Die Angler schafften es auch nicht, vermehrt grosse Kanadier zu fangen. In mehreren Netztagen wurden 38 grosse Räuber entnommen, vermessen, altersbestimmt und einer Mageninhaltsanalyse unterzogen. Ein Seesaibling von 37 cm war dabei der größte gefundene Beutefisch. In den Jahren ach den Netzfängen stiegen die Fischfänge der Angler wieder an.

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Dural    814

Grosse Köder = Grosse Fische ;)

Aber die wenigstens trauen sich einen 30cm Köder im Bergsee zu fischen.

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Runabout    47

Ich finde ja, man sollte das als Chance sehen, dass sich diese Namays so toll entwickeln können in Bergseen.

Einfach immer gut mit Regenbognern und Saibel auffüllen, damit die Biester was zu fressen haben. Elritzen nehmen sie ja offensichtlich nicht, wenn's was Grösseres im Angebot hat:-)

LG Runabout

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      Fotos folgen.
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      Gruss Saibling1








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