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kds

Sinnvoll

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Dural    814

Ist schon ok, genommen hätte ich es aber trotzdem nicht ;)

(ausser bei einer verletztung)

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kds    330

Ich habe Haken, Köder und Chebu erst wieder in der Küche bekommen. Voll genommen.

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Perikles    219
vor 19 Stunden schrieb Seeforellenkönig:

Oh man..wenn mann sich begründen muss wenn man einen fisch isst...:blind:

naja problem sind die extrem-alles abschlager, die anscheinend verhungern, wenns keine kleine forellen mit wurm und made aus jeden kleinen bach rausholen, oder kleine seefos von 40- 45cm abklatschen müssen, hallo? so ein edler fisch, der schöne grössen erreichen kann von 1m wird mit 40cm abgeschlagen, wie peinlich ist das denn... wir müssen was das angeht anscheinend in einem dritte welt land leben...vielleicht sind deswegen einige angepisst...wobei es leicht ist auf andere zu zeigen, es gibt viele aposteln die nicht einmal den schonenden umgang und schonende angelmethoden beherrschen, letztens hat mich einer bei facebook angeschrieben, er fische seit 40 jahren erfolgreich mit zäpfli und wurm auf wilde forellen, ich habe dazu nichts geantwortet, gedacht habe ich mir um gottes willen, seit 40 jahren schaffst du es nicht einen salmoniden ohne diese primitive methode zu fangen? anglerisch anscheinend auf neandertal niveau stehen geblieben und so welche leute erzählen mir sie verangeln keine salmoniden mehr, ja ist klar, bekommt ja alles eine auf den schädel...da muss ich mir keine gedanken machen

bearbeitet von Perikles
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Dural    814

Wenn ich schaue was manchmal im FB abgeht wenn einer ein grosses Egli, Hecht, Zander, Wels entnimmt ;)

Komischerweise sieht man das bei grossen Seeforellen eher selten, was ja eigentlich ein Widerspruch für sich ist. Den die oberen Fische gibt es je nach Region in Massen, die Seeforelle eher nicht. Wenn man nachhakt wie so hört man oft "Es ist halt was seltenes"  Also zum mitschreiben, Fische die selten sind werden entnommen, und Fische die es wie Sand am Meer (Klar etwas übertrieben) gibt soll man zurücksetzten ;) 

Mir ist das schon lange alles völlig egal, soll jeder machen wie er es für richtig hält. Ich habe für mich meinen Weg gefunden, was andere machen ist mir (fast) egal. Das einzige was ich noch immer nicht Gutheissen kann sind die Only C&R Fischer, genau diese Fischer machen alles dafür das die Fischerei wie wir sie kennen vielleicht eines Tages nicht mehr so sein wird.

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Runabout    47

Also ich weiss ehrlich gesagt nicht was ich von so pauschalen Verunglimpfungen von Angelmethoden halten soll. Eher wenig, würde ich mal sagen. Ich fische durchs ganze Spektrum und muss sagen, dass ich bei jeder Art des Fischens, mit Wurm und Blei, mit Spinner, Wobbler oder Gummifisch schon Fische verangelt habe. Einzig mit der Fliege ist es mir noch nie passiert, was wohl daran liegt, dass ich's nicht so im Griff habe und eher selten einen Fisch anleine....:-) Mir soll mal jemand handfest beweisen, dass das Angeln mit Natürköder generell weniger schonend ist, als das Angeln mit Kunstködern. Aus meiner "Feldarbeit" könnte ich das auf jeden Fall nie und nimmer so bestätigen. Es hat viel mehr mit dem Geschick oder Ungeschick des Anglers zu tun.

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zuma    80

Mortalitätsrate bei Naturködern liegt bei 30 - 40% je nach verwendetem Angelhaken.

Mortalitätsrate bei Spinnködern liegt bei 10 - 20% je nach verwendetem Angelhaken

Mortalitätsrate beim Fliegenfischen um 1 % je nach verwendetem Angelhaken.

Ist seit 25 Jahren bewiesen, mittels Studien an 1'000 Regenbogenforellen und müsste eigentlich bekannt sein.

Dass ein erfahrener Naturköderfischer eine wesentlich geringere Mortalitätsrate verursacht ist klar - jedoch bezahlten seine Erfahrung diejenigen Forellen, welche er noch mit weniger Erfahrung gefangen hat.

Zudem: Wer an der Fliegenrute Spinnköder verwendet (Streamer usw.) hat dieselbe Mortalitätsrate wie beim Spinnfischen.

Ausserdem: Wie kann man einem Naturköderfischer zum Fang gratulieren? Überhaupt nicht, denn gefangen hat nicht der Fischer sondern der Wurm. Gratulation an den Wurm!

LG Kurt

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Dural    814

Als ich das von Runabout gelesen habe war mir schon klar das sich Kurt melden würde. :D

Gibt mehrere Studien die das klar bestätigen, der letzte Satz von Runabout hat aber schon was, aber da hat Kurt aber halt auch nicht so unrecht mit dem Lehrgeld.

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Perikles    219
vor 9 Stunden schrieb zuma:

Mortalitätsrate bei Naturködern liegt bei 30 - 40% je nach verwendetem Angelhaken.

Mortalitätsrate bei Spinnködern liegt bei 10 - 20% je nach verwendetem Angelhaken

Mortalitätsrate beim Fliegenfischen um 1 % je nach verwendetem Angelhaken.

Ist seit 25 Jahren bewiesen, mittels Studien an 1'000 Regenbogenforellen und müsste eigentlich bekannt sein.

Dass ein erfahrener Naturköderfischer eine wesentlich geringere Mortalitätsrate verursacht ist klar - jedoch bezahlten seine Erfahrung diejenigen Forellen, welche er noch mit weniger Erfahrung gefangen hat.

Zudem: Wer an der Fliegenrute Spinnköder verwendet (Streamer usw.) hat dieselbe Mortalitätsrate wie beim Spinnfischen.

Ausserdem: Wie kann man einem Naturköderfischer zum Fang gratulieren? Überhaupt nicht, denn gefangen hat nicht der Fischer sondern der Wurm. Gratulation an den Wurm!

LG Kurt

der beste text ever...gratuliere

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Runabout    47

ja dann muss ich wohl exklusiv mit der fliege fischen - oder mich damit abfinden, ein fischerelicher neandertaler zu sein:smiley: ich halte von 25 jahre alten studien gar nichts. ausser dass sie eben veraltet sind.

LG Runabout

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kds    330

Sicher ist Fliegenfischen bis Hakengrösse 10 die schonendste Art, Fische zu fangen. In all den Jahrzehnten wo ich ausschliesslich mit der Fliege gefischt habe, war ich mit Entnahmen immer sehr zurückhaltend. Unterscheiden muss man allerdings, ob man an einem produktiven Gewässer (grosser Fluss oder See mit funktionierender Naturverlaichung und guten allgemeinen Bedingungen), oder an einem kleinen Hotelgewässer angelt. Gewässer die quasi die ganze Saison von Hausgästen befischt werden, können nur nach dem C&R funktionieren, ansonsten müsste dauernd mit Zuchtklumpen besetzt werden. – Anders sieht es aus an Gewässern wie z.B dem Linthkanal zu seinen besten Zeiten, einer Drau, dem Mask oder Corrib, etc. etc. da hat eine Entnahme im ethischen Rahmen allemal ihre Berechtigung.

C&R aber als alleinige „edle“ Einstellung gegenüber dem Fisch zu predigen, halte ich schlicht für dümmlich. In einem See wie der Zürisee gehört es für mich dazu, dass ich massvoll Fische entnehme. Was massvoll ist muss aber jeder für sich selbst entscheiden. – Ich mach es mir ganz einfach: Was gleichentags von meiner Familie gegessen wird, nehme ich auch ohne moralische Bedenken gerne mit. Nur für die Tiefkühltruhe habe ich noch nie geangelt.

Obwohl ich viele Jahre wirklich ein vergifteter Fliegenfischer war, habe ich nie auf die anderen Angelmethoden herunter geschaut. Warum auch, schlussendlich wird der Fisch genau gleich gefangen und findet seine Situation während des Fangs sicher nicht toll. Wer waidgerecht fischt, macht alles richtig, egal mit welchem Köder.

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Dickbait    116
Am 5.10.2018 um 16:44 schrieb zuma:

Mortalitätsrate bei Naturködern liegt bei 30 - 40% je nach verwendetem Angelhaken.

Mortalitätsrate bei Spinnködern liegt bei 10 - 20% je nach verwendetem Angelhaken

Mortalitätsrate beim Fliegenfischen um 1 % je nach verwendetem Angelhaken.

Ist seit 25 Jahren bewiesen, mittels Studien an 1'000 Regenbogenforellen und müsste eigentlich bekannt sein.

Dass ein erfahrener Naturköderfischer eine wesentlich geringere Mortalitätsrate verursacht ist klar - jedoch bezahlten seine Erfahrung diejenigen Forellen, welche er noch mit weniger Erfahrung gefangen hat.

Zudem: Wer an der Fliegenrute Spinnköder verwendet (Streamer usw.) hat dieselbe Mortalitätsrate wie beim Spinnfischen.

Ausserdem: Wie kann man einem Naturköderfischer zum Fang gratulieren? Überhaupt nicht, denn gefangen hat nicht der Fischer sondern der Wurm. Gratulation an den Wurm!

LG Kurt


Danke Kurt. Das mag für die Forellenfischerei im Bach stimmen, habe diese Studien zu Refos vor einiger Zeit auch gelesen. 
Für die Aeschenfischerei - die dieser Tage wieder aktuell wird - gehören die 1 % zu Alice ins Wunderland. Und genau da, wir hatten diese Diskussionen schon, verursachen Fliegenfischer an manchen Strecken mitunter grossen Schaden an Aeschenpopulationen.

Also wie immer: mit gesundem Augenmass. Lassen wir dem Wurmfischer im Bach seine paar Bafos (nicht 100), dem Fliegenfischer seine paar (nicht 100) untermassigen- und massigen Aeschen. Und um Himmels Willen, lassen wir den Fischern im See ihre Egli! Es gibt wohl aus ökologischer Sicht keine bessere Möglichkeit, Fisch zu essen. Wer nichts anderes will, als Fische zu schonen, soll aufhören zu fischen!

Was online mittlerweile abgeht, ist jenseits. Auf jeden gefangenen Fisch kommt ein Schrottkommentar von wegen zu kurz, zu lang, zu lange in der Hand, zu blutig, sicher nicht so gross wie geschrieben usw. Kein Wunder, dass vielen die Lust zum Posten von Fotos vergeht. Ich bewundere Leute wie kds, die müssen wirklich eine dicke Haut haben - ich könnte das nicht. Vielen Dank dafür!
 

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kds    330

Lueg mal Dickbait

Ich bin seit ich vermutlich 10 war, vergifteter Fischer. Damals kam meine Mutter seelig mit mir an die Hot Spots (und lismete während ich fischte), damit ich Grundeli fangen konnte und nachher, natürlich verboten, auch ein Grundeli am 18er Vorfach mit dem feinen Zäpfli für die Egli anbot.

Das war eine wunderschöne Jugend und Kindheit. – Heute am See habe ich als alter Sack immer wieder  Buben, die mich fragen wie und womit und warum. Die sehen ja auch, wenn ich Fisch um Fisch drille und release. Nichts geht mir lieber von der Hand, als dem Nachwuchs mit meinem bescheiden Wissen zur Seite zu stehen. Ich will, dass die kleinen Buben auch Fische fangen. Und zwar solche, wo die Mutter nicht nur sagt „schön, wieder e Schwale“

Ich bin kein guter Fischer. Aber einer der immer wieder den Weg zu Fängen findet…. Und ich denke, wir sollten alle mehr, das was wir wissen, weiter geben…..

Nachwuchs ist wichtig…….

Gruess
Kurt

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Dural    814

Sehe ich eigentlich auch so, das problem ist aber halt das viele infos "missbraucht" werden. Ich war früher sehr offen, heute bin ich sehr zurückhaltend. Zb. tue ich alles dafür das man auf fotos keine rückschlüsse ziehen kann, jedenfalls keine die ich nicht will. Das grenzt schon an verfolgungswahn :smile: aber das hat seine gründe...

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kds    330

Ach weißt du mein lieber Dural, es gibt da wohl schon Unterschiede, ob es sich um einen seltenen Spot der raren Seeforellen handelt, oder ob es ein nettes Plätzchen zum Egli fangen ist. -  Natürlich sehe ich schon hin und wieder (seit ich hier poste) einen Grind an meinen Fangplätzen, den ich noch nie gesehene habe. – Das stört mich aber nicht. Erstens stehe ich sowieso immer dahin wo ich will und zweitens fangen die ja sowieso nichts….. Zum Teil wirklich völlig ahnungslos. Aber die, welche mit mir das Gespräch suchen sind auch immer gute Typen. Von daher bei mir, keine Probleme

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Perikles    219
vor 12 Stunden schrieb Runabout:

ja dann muss ich wohl exklusiv mit der fliege fischen - oder mich damit abfinden, ein fischerelicher neandertaler zu sein:smiley: ich halte von 25 jahre alten studien gar nichts. ausser dass sie eben veraltet sind.

LG Runabout

quatsch, die arlinghaus studie ist sehr aktuell...aber die unbequeme wahrheit ist halt schwer zu akzeptieren...wir reden auch nicht von sehr produktiven fischen, sondern von wildbeständen und empfindlichen fischarten, keiner erhebt den zeigefinger bei  wurmanglern die zuchtfische in forellenpuffs entnehmen, aber wenn ein wurmangler erst durch zig untermassige sich durchwurschteln muss oder gar c&r gezielt betreibt, dann ist er für mich anglerisch ein neandertaler, der bewusst bestände schädigt, abgesehen davon fairness gegen über einem salmoniden ist doch nichts verkehrtes...wir haben hier am see viele angler mit wurm und made, darauf angesprochen was er mit den ganzen verangelten barschen und rotaugen macht, nur die dumme antwort,"fischfetzen, der rest landet in der tonne"..tolle kollegen...mit toller sichtweise auf die natur und fische und das sind keine einzelfälle oder die lieblingsaussage:" ja mei sind halt unerwünschte beifänge, dass gehört mit dazu lässt sich nicht vermeiden" oder die helden die gezielt auf gesetzte seefos nach dem besatz angeln, sprich auf 25cm fische,"
die hat hoid den köder geschluckt und dabei sehr geblutet, der fisch war nicht mehr überlebensfähig" so welche erfahrungen bringen einem dazu diese methoden zu verachten...
 

bearbeitet von Perikles
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zuma    80

Hallo Kollegen

Vorab möchte ich klarstellen, dass ich mit meiner Aussage in keinster Weise hier jemanden persönlich angreifen wollte - meine Aussage ist als generelle Aussage zu verstehen und zielt nicht auf Personen, sondern auf Handlungen!

Wir haben nun unterschiedliche Statements und jeder, der hier seine Meinung kund getan hat, hat Recht! Wieso das? Weil jeder seine Aussage mit Blick auf "sein" Gewässer gemacht hat.

Wenn der Kurt (aka KDS) von seinen Eglis am Zürichsee schreibt, dann weiss er, wovon er spricht und hat mit Sicherheit Recht. Wenn der Dural von "seinen" Seeforellen schreibt, dann hat auch er Recht. Auch die Erfahrungen, welche Perikles an seinen Gewässern macht, dürften den Tatsachen entsprechen und jeder von uns kommt zu einer Aussage, welche jedoch nur auf dieses Gewässer anwendbar ist, worauf sich die Aussage bezogen hat.

Wieso wird dann auf den Angelmethoden "herumgeritten"?

Ganz einfach:

Wir Fischer sind uns bald mal einig, dass mehr geschont werden sollte, dass 6 Edelfische pro Tag zuviel seien, dass das Mindestmass bei Forellen von 24 cm ein Witz sei, dass Zwischenschonmasse sinnvoll seien usw.. Bei den meisten dieser Forderungen sind wir uns einig und vergessen dabei, dass diese absolut nutzlos sind, wenn mit allen Mitteln gefischt werden darf. Bei einer Sterblichkeitsrate von bis zu 40% beim Naturköderfischen, machen solche "Schonmassnahmen" keinen Sinn und deshalb müssen wir zwingend, bevor wir uns über max. Entnahmemengen, Mindestmasse und Zwischenschonmasse unterhalten, auf die Fischereimethoden zu sprechen kommen.

Ich möchte dazu ein Beispiel ausführen, welches ich in meinen SANA-Kursen auch zeige:

Ausgangslage:

Wir haben einen Forellenbach. Die Naturverlaichung funktioniert, es befinden sich total 1000 Forellen im Bach, davon 200, welche das Schonmass erreicht haben. Im Bach fischt nur ein einziger Fischer, und zwar mit Naturköder und er geht wöchentlich einmal fischen und fischt bis zur erlaubten Entnahmemenge von 6 Forellen.

Im Frühling fängt er auf 30 Forellen 6 Massige (Verhälnis der Massigen zu den Untermassigen). Die 6 Massigen werden entnommen. Von den 24 Untermassigen überleben 9 nicht; somit sterben von den 30 gefangenen Forellen deren 15! Wenn er nun wöchentlich fischen geht und immer bis er 6 Massforellen entnehmen konnte, wird sich das Verhältnis gegen Ende der Saison noch drastisch verschlechtern, indem er für die 6 Massforellen nun plötzlich 90 Forellen fangen muss, da gegen Ende Saison gar nicht mehr soviele Massforellen im Bach sind. Von diesen 90 Forellen werden ebenfalls 6 Massforellen entnommen und deren 34 verangelt. In den 6 Monaten (April bis September) wo er fischen war, hat er insgesamt 144 Massforellen entnommen und rund 500 Untermassige ungewollt tödlich verletzt. Wie der Bachforellenbestand in diesem Bach ende Saison aussehen wird, sehen wir an allen uns bekannten Forellengewässern, wo mit Naturköder gefischt werden darf.

Auch der Fliegenfischer hat an einem solchen Gewässer seine Auswirkungen – auch er kann die 144 Massfische entnehmen, wird jedoch einen wesentlich kleineren Kollateralschaden als die 500 toten Untermassigen verursachen. Damit ist jedoch nur die Fangmethode gemeint! Das Beispiel von „Dickbait“ ist leider richtig und Tatsache, dass viele Fliegenfischer mit ihrer Waterei ebenso Kollateralschaden verursachen. Dies ist der Grund, weshalb ich seit Jahren für einen späteren Forellenstart in den Bergbächen plädiere! Wer im März und April in Bergbächen watet, hat nichts Begriffen – das ist leider Tatsache! Nicht nur, dass er auf der Forellenbrut herumtrampelt, nein, mit dem frühen Befischen schädigt er auch die Adulten Tiere nachhaltig. Zu keinem Zeitpunkt ist es wichtiger, dass die Forellen fressen können, als im Frühling! Zu dieser Jahreszeit sind sie erschöpft vom Laichgeschäft und vom langen Winter. Umso wichtiger ist es, dass sie nun Kalorien zu sich nehmen können. Wenn nun bereits die erste Fliege, die sie im neuen Jahr fressen wollen von einem Fliegenfischer ist, dann holen sie sich Fressstörungen – das Resultat davon sind abgemagerte Forellen, trotz genügendem Nahrungsangebot.

Diese Ausführungen beziehen sich nur auf solche Bergbäche, mit Bachforellen, welche ich auch kenne, denn auch ich unterscheide mich nicht zu allen anderen, welche Aussagen zu einer bestimmten Gewässersituation machen.

Wenn uns also die Forellenbestände wirklich am Herzen liegen, dann haben wir noch einiges zu tun; nicht nur in Bezug auf Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, was Gewässerschutz, Renaturierungen usw. anbelangt, sondern auch in Bezug auf unser eigenes Verhalten, ob nun Fliegenfischer oder Naturköderfischer!

Beste Grüsse

Kurt

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Dural    814

Ich werfe jetzt mal folgendes in den Raum:

-Schonzeit abschaffen

-Mindestschonmass abschaffen

-Schongebiete ausbauen (Laichgebiete)

-Strikte Entnahmemenge

Auf gesunden Menschen verstand hoffen, und wenn dieser nicht vorhanden ist bremst die entnahmmenge die fischerei ein.

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kds    330

Lieber @Dural

Deine Vorschläge wurden am Zürisee für Egli und Hecht ja bereits fast 1:1 umgesetzt. Egli und Hechte hat es wirklich millionenfach und wenn ich im Juni und Juli auch öfter mal ohne Biss nach Hause ging, lag das lediglich daran, dass ich die Fische nicht gefunden, oder sie nicht gefressen haben, oder ich falsch gefischt habe..

An einem grossen und intakten Gewässer wird dies mit Sicherheit funktionieren. Ich bin der Meinung, dass an einem Gewässer wie dem Zürisee, die Sportfischerei keinerlei Einfluss auf die Population der genannten Spezies hat. – Anders sieht es aber zum Beispiel bei den Seeforellen aus. Du weißt ja, wie gross der Zürisee ist. Jahresfangmenge der Seeforellen durch die Sportfischer (inklusive Schleppfischerei mit X Zügeln) liegt bei 300-400 Stück pro Jahr…..

Nochmals anders sieht es aber bei sensiblen Fliessgewässern (teils in höheren Regionen) mit kleiner Population aus. Da ist dann eben der klare Gebirgsbach schnell sehr klar und sehr leer…..

Eine Leitschnur zum richtigen Verhalten und der richtigen Bewirtschaftung für alle Gewässer kann es deshalb leider nicht geben. – Ich verstehe einfach nicht, warum wir alle als Fischer uns nicht Gedanken machen, was wir wo und wann entnehmen…..

Eigentlich wäre es ganz einfach.

Gruss
Kurt

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Pesche    25

Ich muss nicht verstehen wieso man nach diesem extremen Sommer mit teils trockenem Emmen-Flussbetten im Herbst kurz vor Schonzeit in solchen Gewässern nochmals auf Fario Pirsch geht :blind:.  Oder einzelne Fischer einem Fliessgewässer wie der Emme über >200 Fario entnehmen. Oder reines C&R mit Widerhaken. Naturköder an Hakengrösse 8 oder noch kleiner. Farios die sichtbar zu klein sind zu ende gedrillt werden, mit trockenen Händen Hängend an der Schnur betatscht und nach Möglichkeit noch 4-5 mal gemessen werden, oder im Sand paniert und anschliessen 3-4 Meter per Weitwurf zurückgesetzt werden. Erschreckend und traurig :thumbdown:

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Dural    814

@kds

Ich bin mir ziemlich sicher das dies auch bei kleineren Gewässer funktionieren würde. Die Entnahme Quote könnte man zb. auch mit einer Echtzeit Fangstatistik App auf dem Smartphone lösen! Die Fangstatistik im Kanton Bern ist ein Witz, da kann jeder Eintragen und Drucken wie er will, und ich bin mir ziemlich sicher das dies auch gemacht wird, die Frage dürfte eher lauten wie oft dies passiert.

Es ist übrigens völlig üblich das die Fischerei Weltweit durch eine Fangquote begrenzt wird, nur in der lieben Schweiz will man davon (fast) nichts wissen.

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Runabout    47

Ich finde eine differenzierte Diskussion zu diesem Thema anregend. Halte aber wie gesagt von pauschalen Verunglimpfungen von Angelmethoden und "Abwertung" von Naturköderfischern effektiv nicht viel. Es hat jede Methode Ihre Vor- und Nachteile, und sicher auch irgendwo ihre Berechtigung.

LG Runabout

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Mötti    235

Ich will nicht missionieren. Aber vielleicht gibt’s beim einen oder anderen eine Anregung, insbesondere bei jenen die erst kürzlich zum schönsten Hobby der Welt gefunden haben.

Wenn man sich auf eine Technik und auf eine Fischart spezialisiert reduziert sich der Kollateralschaden sicher beträchtlich. Es geht aber auch anders rum. Als Allroundangler verteilt man den Schaden auf verschiedene Arten. Von denen sind nicht alle im Bestand bedroht und auch nicht alle sind gleich sensibel.

Bin ich nur ein edler Fischer wenn ich auf Edelfisch gehe? Oder ist das eher eine Frage der Gesinnung des Fischers und dem Respekt welcher er der Natur und den Kollegen am Wasser entgegen bringt?

Sorgt nur ein Raubfisch für Freude und einen erfüllten Angeltag? Ist es nicht mehr eine Frage des auf den Zielfisch abgestimmten Gerät und der sauberen Vorbereitung?

Sind nur wenige Arten essbar und der Rest ungeniessbar und voller Gräten? Kann man nicht mit etwas mehr Aufwand aus den meisten Fischen ein gutes Gericht machen?

Ich für mich geniesse die Abwechslung. Dass ich so nicht annähernd so viel Erfolg habe (und auch künftig haben werde) wie ein Spezialist ist mir ziemlich Wurst. Denn Erfolg muss man nicht zwingend mit Anzahl oder Kilogramm Fisch gleichsetzen. Da gibt’s auch andere Masseinheiten.

Gruss

Mötti

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Perikles    219
vor 41 Minuten schrieb Runabout:

Ich finde eine differenzierte Diskussion zu diesem Thema anregend. Halte aber wie gesagt von pauschalen Verunglimpfungen von Angelmethoden und "Abwertung" von Naturköderfischern effektiv nicht viel. Es hat jede Methode Ihre Vor- und Nachteile, und sicher auch irgendwo ihre Berechtigung.

LG Runabout

eben nachteile sind veranglung vieler kleiner fische, schädigung in salmonidenstrecken bzw.äschenstrecken, kleine barsche schlucken sehr gerne, und das schreit gerade zu nach einer abwertung dieser fragwürdigen angelmethode, die leute wollen forellen fangen`? ja dann lernts gscheit fischen!!!ohne dabei die bestände nachweislich zu schädigen, um mehr geht es doch nicht....keiner spricht davon in einem schlammigen oder klaren weissfisch gewässer wenn jemand mit wurm gezielt auf schleien fischen will, wobei ich meine auch da brauchts kein wurm, ich verzichte bis auf weiteres auf würmer, ich denke ich habe vielleicht schon über 10 jahre damit nicht mehr gefischt, bin ich deswegen weniger erfolgreich auf karpfen und weissfische, salmoniden, hechte, barsche, zander unterwegs? ich denke nicht, einen wurm dranhängen erfordert meiner meinung nach nicht viel anglerisches geschick oder können, dieser geringe anspruch an mich selbst ist mir persönlich zu wenig, die mentalität unbedingt einen fisch um jeden preis fangen zu müssen habe ich schon lange abgelegt...ausnahme aalrutte oder aal und waller, da kann ich es verstehen das mit wurm noch geangelt wird...aber sonst?nur meine meinung und ich spreche keinen damit gezielt an, im Endeffekt werde ich die bierdimpfl gummistiefel mentalität niemals verändern können...aber ablehnen und mit solchen kollegen keinerlei kontakt zu haben, das kann ich machen, mehr nicht, mich fragen häufig leute ob ich sie mit zum angeln nehme, meistens sortiere ich dann aus... und nach der frage warum gebe ich dann mein statement ab...mag arrogant klingen aber mein seelenfrieden ist es mir wert.

bearbeitet von Perikles
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