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AAA

"Kommst Du mit zum Forellenangeln?"

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AAA    55

fragte mich letzte Woche ein Angelkollege welcher in einem Pachtgewässer im Elsass angelt. " Es hat noch ein paar Forellen drin, welche wir bejagen könnten". Und das Datum war genau am Samstag. Genau DER Samstag an dem der Wetterumsturz war und das schlechte Wetter konnte nicht noch einen Tag warten!

Jedenfalls sagte ich am Freitag zu, denn es war ja schon fast frühlingshaftes Wetter.

Einen weiteren Kollegen konnte ich nicht mehr motivieren, denn der hatte sich bereits in den Winterschlaf begeben. Und genau dieser meinte noch: " sehr schlechtes Wetter".

Am Freitagabend packte ich noch die Angelausrüstung ein und dachte noch: " Soviel Material wie beim Karpfenangeln brauchst Du nicht"! Denkste.......am Schluss merkte ich, dass ich wohl beim nächsten Autokauf noch ein grösseres Auto kaufen muss.

Samstagmorgen ging der Wecker um 5 Uhr morgens ab. Jeder vernünftige wäre mal kurz auf die Toilette und hätte sich wieder hingelegt. Ich doch nicht!!!

Zum Haus raus, ins Auto und auf dem schnellsten Weg nach Frankreich. Ein paar Tropfen hatte ich bereits auf der Windschutzscheibe, aber alles im grünen Bereich, ich hatte ja das Regen-Equipment dabei.

Kaum aus dem Belchentunnel Richtung Norden, wurde es mir schon mulmig. Windböen, starke Regenschauer, Nebel. Ich musste das Tempo auf unter 70 km/h drosseln. Am liebsten wäre ich JETZT wieder nachhause gefahren.

Um 7.45 Uhr kam ich am Gewässer an. Mein Angelkollege biegte mit seinem Auto zur gleichen Zeit auch in den Feldweg hinein. Es regnete............

 

Es blieb uns nichts anderes übrig als die Regensachen zu montieren. Regenjacke an, Regenhosen an, Watstiefel anziehen und den imprägnierten " Grossvater-Hut" aufsetzen. Zudem wurden noch unsere Schirmzelte aufgestellt, aber ohne Seitenwände, den der Wind setzte bereits zu. Nach ein paarmal den Schirm (wegen des Windes)richtig verankern, gings dann los. Wobei ich die Handschuhe vorher noch angezogen habe, denn ohne diese bei 2 Grad Themperaturen wäre nichts gegangen.

 

Kaum rausgeworfen hatte ich bereits einen Schnurbruch. ( Warum auch immer, wahrscheinlich mal irgendwo eingeklemmt). Aber der Wind war so herflog, dass ich ausrechnen konnte, dass meine Pose in wenigen Minuten wieder bei mir war.........es war mir nicht ums lachen! Rute gewechselt, denn zum neu verknoten reichten meine durchgefrorenen Finger nicht. 

Wir angelte und angelten. Der Wind und das schlechte Wetter wurde nicht besser, jedenfalls am Morgen nicht. Kein Biss, nichts und wir wechselten den Köder von Bienenmade auf Wurm und dann sogar noch auf den Knoblauchteig. Nichts. Selbst mein Angelkollege war enttäuscht und das ist eigentlich ein harter Hund, wenn es um Wetter und abwarten ging. 

Vor den Mittagessen meinte er mal : "ich glaub ich hatte einen Biss". Zog die Schnur rein und wurde zum erneuten "Madenmörder".

Man sah gar nicht richtig, wo die Forellen stehen könnten, denn das Wasser war vom Wind so stark in bewegung, dass man nach dem Rauswerfen innert kürzester Zeit  die Pose wieder vor den Füssen hatte. Daraus ergab sich dass der Angelkollege eine Rute auf Grund setzte und mit einem Auftriebsköder arbeitete.

Ich möchte nichts ändern an meiner Taktik und auch einem Standortswechsel sah ich nichts gutes. ( Der Wind kam von überall, der Regen auch).

 

Am Nachmittag hellte es etwas auf. 15 Minuten Regen, 15 Minuten nicht. Und genau in den 15 Minuten hatte ich den Biss mit der Forelle. Ich hätte es geschafft und war aus dem " Schneider" raus. Bienenmade lässt grüssen..........

 

In der Zwischenzeit bekamen wir noch Besuch. Auf dem Damm stolzierte ein Fasan mit seinen Weibchen herum. Samstagsausflug............

 

Um 17 Uhr wollte ich wieder nachhause gehen. Aber bereits eine Stunde vorher sah man dass eine verheerende Regenfront mit Mitternachtsdunkelheit auf uns zukam.

Und genau da biss Forelle Nr. 2 auf meinen Knoblauchteig. Gerade zur rechten Zeit auf meiner 2. Rute, denn wir waren gerade dabei im wahrsten Sinne der Worte: Die Zelte abzubrechen. ........und ich war wirklich nicht unfroh, denn die Handschuhe leckten bereits seit einiger Zeit.

Mein Angelkollege ging ohne Forellen nachhause. Und ich hatte meine zwei. 

Es ist das letzte Mal in diesem Jahr, dass ich zum Angeln ins Elsass oder die Angelschnur in der Schweiz rauswerfe. Denn nächste Woche fange ich an meine Koffern zu packen, denn es geht schon bald nach Spanien ..........an die Wärme. Wo die Festtage mit kurzen Hosen gefeiert werden......

 

Es ist Sonntag. Wenn es aufhört zu schneien muss ich noch mein Auto herausräumen, damit es von den Angelsachen befreit wird und ich meine nassen Kleider trocknen kann.........

 

AAA wünscht Euch einen schönen Sonntag .............

 

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bearbeitet von AAA
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Mötti    315

Hoi Tripple A 

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Na wenn wenigstens was los war hat es sich ja gelohnt.

Gruss 

Mötti 

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