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Dural    1'134

Ausgangslage war der oben Bericht von Barschhorst...

Gut geschrieben :thumbup:

Aber Fliegenfischer werde ich durch das noch lange nicht, ist mir einfach viel zu langweilig. Da habe ich lieber die Casting:  Aktion, Herausforderung, Spass und ich kann durch meinen direkten Einfluss auf den Köder den Fisch quasi überreden, das ist zugleich auch der Punkt der mich beim Fliegenfischen am meisten nicht zusagt, die Fliege treibt auf dem Wasser und man kann sie vielleicht noch etwas an zupfen, das war’s. Wie man sieht liebe ich halt die Hardbait Fischerei, den da habe ich auch die meiste Kontrolle über alles.

Aber jedem das seine :) 

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zuma    100

Da sieht man, dass Du vom Fliegenfischen wirklich nichts verstehst, lieber Dural.

Beim Spinnfischen ist es doch ausgesprochen so, dass der Köder und nicht der Fischer fängt! Nicht so beim Fliegenfischen - hier ist es die Kunst des Fischers, welche entscheidend ist. Probiers mal aus, es gibt viel zu lernen!

Beste Grüsse

Kurt

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WASABI    873
vor einer Stunde schrieb zuma:

Beim Spinnfischen ist es doch ausgesprochen so, dass der Köder und nicht der Fischer fängt!

@zuma  :Dauch wenn ich mit dir ganz und gar einverstanden bin, was das Fliegenfischen angeht. So stimmt diese Aussage aber auch nicht. Mann kann sehr wohl mit dem KuKö einen Fisch zum beissen animieren. Fliegenfischen ist einfach eine ganz andere Technik des Fischens und deshalb so spannend. Wobei ich jetzt speziell das Trockenfliegen Fischen meine. Nymphen an der Flyrute ist für mich das gleiche wie "fühleren" oder "Zapfenfischen" mit einer Zapfenrute. Dazu brauche ich keine Fliegenrute. Streamerfischen auf Hecht, Lachs oder Seefo ist da schon wieder interessanter aber auch schon wieder mit Spinnfischen zu vergleichen, ausser das die Köder anders sind und diese noch langsamer geführt werden können. Die Reichweite (wurfdistanz) lässt auch zu wünschen übrig.

Wie gesagt, jedes Gebiet hat seinen Reiz, muss aber nicht auf biegen und brechen mit der Fliegenrute ausgeführt werden. Das was ich jetzt sage, wird nicht allen gefallen.

Für mich ist die einzige wahre Art von Fliegenfischen, ist die Trockefliegen Fischerei. Es gibt nichts vergleichbares als den Fisch steigen zu sehen und nach der Fliege zu schnappen. Dann noch im richtigen Moment anschlagen und den Fisch zu landen. Erlebnis = einmalig und Sensationell.

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Gumpenkoenig    1'046

Ja @WASABI das siehst du richtig, dass dir da nicht alle zustimmen werden, ich zum Beispiel! Nymphenfischen wird dann zum Zapfenfischen wenn ich mit Bissanzeiger arbeite. Ansonsten ist es eine höchst anspruchsvolle Art des Fischens, weil ich den Köder eben NICHT sehe, seine Drift, seine Tiefe, sein Verhalten unter Wasser ahnen oder spüren muss... und das Ganze ohne den plump-direkten Kontakt wie beim GuFieren oder dem Angeln mit Hardbaits wo ich den Köder deutlicher in der Rute spüre. 

Oberflächenbisse (egal ob Trockenfliege oder Popper) sind immer besonders adrenalingeladen, klar macht das Spass, und die Gefahr zu früh anzuschlagen ist immer da. Aber weder finde ich das besonders anspruchsvoll noch in irgendeiner anderen Form "besser" als das Nymphen- oder Streamerfischen. Und Streamerfischen ist eben auch nicht gleich Gummi- oder Hardbait, denn weil er leichter ist,  muss ich ebenfalls Strömung usw. in viel stärkerem Maße in meine Köderführung einbeziehen um an der richtige Stelle in der richtigen Tiefe zu landen.

Und wegen der geringeren Geschwindigkeit/Ruckartigkeit der Köderführung kann ich mit Streamer viel weniger einen "Reizbiss" auslösen als bei Kunstködern an der Spinne oder BC. Ich muss den Fisch viel mehr überlisten, ihm den Köder schmackhaft machen und dafür nicht nur unter Beachtung der Botanik extrem präzise servieren sondern auch noch das perfekte Muster auswählen. Farbe und Größe des Köders ist beim Fliegenfischen ABSOLUT wichtig, beim Spinnfischen eher Bewegung und Geschwindigkeit.

Die Wurfdistanz ist klar geringer, am Bach absolut irrelevant aber am See oder im Meer durchaus ein Faktor. Dennoch einen guten Fisch zu fangen, dazu braucht man Einfühlungsvermögen, Kreativität und Selbstvertrauen.... und wenn es dann klappt, ist das ein absolutes Hochgefühl, das ich beim Spinnfischen so noch nie gespürt habe.

Diese Einstellung mancher Fliegenfischer, dass nur die "Trockene" die "edle" Fischerei ist, und besonders toll, schwierig oder sonstwas ist, finde ich absolut z.K.! In der Maifliegenzeit auf Trockene ne kapitale Forelle zu fangen, dafür braucht man nicht mal besonders gut Werfen können... Und es beschränkt die Fischerei im Wesentlichen auf Salmoniden, das ist Fliegenfischen vor 50 Jahren. Heutzutage sollte man den Begriff weiter fassen, und alles hat seinen Reiz und seine Berechtigung. Leben und leben lassen!

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Dural    1'134

Da bin ich aber auf eine erklärung gespannt @zuma

Denn ich bin klar der anderen meinung, beim fliegenfische kann der fischer vorallem beim werfen den unterschied ausmachen, die fliege für sich wird aber den fisch fangen. Klar man kann auch selber die fliege binden oder durch die auswahl der fliege den fang erfolg beeinflusse, einen direkten einfluss hat der fischer aber nicht, einen indirekten durch den wurf etc. ja.

Beim spinnfischen ist es aber vorallem der fischer der den fisch fängt, gerade in unseren gewässer wo ein sehr hoher befischungsdruck herscht wird der fischer den unterschied ausmachen, den die köderführung ist ganz klar entscheident! Dies wurde übrigens wissenschaftlich sogar schon untersucht und wurde klar bestätigt, alle fischer die in der studie mitgemacht haben hatten exakt die selbe ausrüstung, die "guten" fischer konnten aber mehr fangen.

@Gumpenkoenig bestätigt meine ansicht hier oben auch gleich mit seiner aussage über die trocken fliege. Und wie du sicher vorstellem kannst stand ich schon einigemale neben einem fliegenfischer der gerade eine forelle fing, der einfluss des fischers auf den fang war aber immer sehr gering, dies haben mir auch schon fliegenfischer so bestätigt.

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Gumpenkoenig    1'046

Naja @Dural so ganz stimmt das nicht, was du über das Trockenfliegenfischen sagst. Der Wurf ist sicher von Bedeutung, die Wahl der Fliege, des Vorfachs usw. auch. Aber auch wenn die Fliege auf dem Wasser liegt, muss ich als Fliegenfischer noch "arbeiten", das Thema "Menden" wir stark unterbewertet und manchmal sogar ein gefühlvolles Schlittern, oder ein leichter Zupfer lösen den Biss aus. Anders als beim Spinnfischen kann man das Fischen nicht in "Wurf" und "Köderführung" zerlegen, es gehört alles zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Das macht es ja so reizvoll, und die Meisterschaft so schwer erreichbar. Der Punkt mit der Maifliegenzeit war bewusst provokativ formuliert, weil ich diesen unsinnigen Trockenfliegenfaschismus nicht leiden kann. Und in der Maifliegenzeit ist es eben wirklich relativ leicht.

bearbeitet von Gumpenkoenig

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Dickbait    182

Was für eine dumme Diskussion. Als könnte man sagen, welche Fischerei die anspruchvollste oder beste wäre. Solche Aussagen sind im besten Fall intersubjektiv nachvollziehbar, eher aber gar nicht. Ich habe Kollegen, die fischen seit Jahren nur noch auf Wels, andere auf Karpfen, andere Schleppen jahrein jahraus, wiederum andere – wie ich selbst – eifern der Spinn- und Fliegenfischerei nach. Jeder findet seine Fischerei besonders spannend und anspruchvoll, sonst würde er wohl kaum Stunden und Tage damit verbringen.

Sind wir lieber froh, ist unser Hobby so facetten- und abwechslungsreich, da bleibt mehr Raum für uns alle. :)

PS: Für mich persönlich, der sich auf seinen Fliegenfischersschlips getreten fühlt, ist die Seefofischerei vom Ufer aus mitunter die dümmste und langweiligste Fischerei, die es gibt. Wenn, dann mit der Fliegengerte nichts fangen. Ich fange die Silbernen lieber vom Boot aus, wenn sie beissen. Es käme mir aber nie in den Sinn, andere deswegen anzuschwärzen. Lol! :grin:

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Gumpenkoenig    1'046

Genau darum gehts @Dickbait, wir alle haben Spass bei unserem Hobby. Deshalb schrieb ich auch "Leben und leben lassen". Was mich gestört hat, war die Aussage von Wasabi zur Trockenfliegenfischerei und die offenbar falsche Auffassung von Dural dazu, wie das Fliegenfischen funktioniert. 

Jemand sagte mal, Fliegenfischen jemandem zu erklären, der nicht mit der Fliege fischt, ist, als wolle man einem Blinden Farben erklären. Das ist nicht abwertend gemeint, sondern soll zeigen, dass es kein gemeinsames Vokabular gibt und man permanent aneinander vorbeiredet. Deshalb bleib ich dabei: Leben und leben lassen, und gut ist!

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Dural    1'134

@Gumpenkoenig

Gut du bis natürlich auch was anderes, deine Leidenschaft für die Fliegenfischerei schätze und bewundere ich sehr. Aber ich sage in Grunde genommen ja auch nichts anderes, das mit dem Zupfen ist mir durchaus bewusst und habe ich ja auch geschrieben ;)

Ich kann mir auch nur eine Meinung bilden von dem was ich sehe und höre und das betrifft bei mir vor allem die Maifliegen Zeit mit der Trockenfliege, die sich mit meiner Fischerei halt überschneidet und da ist für mich der fall ziemlich klar. Ich möchte ja niemanden zu nahe treten aber wenn ich mit einem Fliegenfischer über die Fischerei und die Welt am Ufer quatsche und seine Fliege die auf dem Wasser treibt plötzlich aus dem nichts von einer Seeforelle genommen wird und sogar noch ohne anzuschlagen am Haken hängen bleibt ist das für mich keine Herausforderung und auch kein Können vom Fischer. Klar das war natürlich auch ein sehr glücklicher Vorfall und eventuell hatte er ein gutes Händchen was die Fliege betrifft.

Natürlich kann man seine Leidenschaft für die Fliegenfischerei perfektionieren, das habe ich auch nie abgestritten. ;) Aber ich bleibe dabei das der Spinnfischer einen deutlich grösseren Einfluss auf den Fangerfolg haben kann als eben der Fliegenfischer mit der Trockenfliege. Ich kann mit anderen Meinungen aber auch sehr gut leben. :)

@Dickbait

:thumbup:

bearbeitet von Dural

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WASABI    873
vor 4 Stunden schrieb Gumpenkoenig:

Nymphenfischen wird dann zum Zapfenfischen wenn ich mit Bissanzeiger arbeite.

@Gumpenkoenig hab erwartet das du dich melden wirst. ;) Ich schreibe ja auch das Fliegenfischen eine ganz andere Art von Fischen ist.

Genau Hannes, deshalb hab ich noch geschrieben, "fühleren". Ist halt ein Berndeutscher Ausdruck für fischen ohne Bissanzeiger. Kannst du vergleichen mit Flyrute ohne Bissanzeiger. Mann nehme eine feine lange Rute, 2gr laufblei und ein Vorfach mit Nymphe. Rest kannst du dir denken, wird genau gleich gefischt wie mit der Flyrute. Finde ich auch sehr spannend und fische ab und zu so am Bach oder Fluss.

Das es Fliegenfischer gibt die nur ihre Fischerei mit Trockenfliege ausüben, weil Sie das als wahre Fischerei sehen, verstehe ich auch nicht. Ich hab oft auf Hecht oder Seefo mit Flyrute und Straemer gefischt, weil der Einschlag ebenfalls der Hammer ist. Hab vor ca. 3-4 Jahren sogar nur mit Straemer auf Seefo's gefischt bei minus 15grad am Thunersee :joy: Nur Trockefliegenfischen ist für mich halt nun, zum jetzigen Zeitpunkt ein tick besser. Das kann sich in 1-3 Jahren plötzlich wieder wenden ;) Wie die meisten wissen bin ich wohl einer der wenigen der durchs Band alle arten der Fischerei ausübt. Das auch mit mehr oder weniger Erfolg. Wie ich ebenfalls schreibe, hat jede art zu Fischen seinen Reiz den ich nicht missen will. Daher habe ich in jeder Disziplin meine eigenen Ansichten entwickelt und verfeinere diese von Jahr zu Jahr. Ich schreibe ja auch da ist meine Ansicht und Meinung. Das dies nicht alle so sehen ist mir klar.

@DickbaitDie Diskussion ist weder dumm oder sinnlos. Somit gibt es viele andere Themen wo ebenso sinnlos sind in dem Fall. Es ist ja schliesslich ein Forum. Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. :thinking:

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Forelle1958    405

Wirklich wieder einmal eine interessante Diskussion, leider etwas geprägt von Missverständnissen und etwas unglücklichen Formulierungen. 

Es geht hier sicher nicht um die Frage was besser oder spannender ist , da dies immer auf die persönlichen Vorlieben, das zur Verfügung stehende Gewässer und die Zielfische ankommt. 

Ich selbst habe in den vergangenen über 5 Jahrzehnten eine unglaubliche Entwicklung erlebt, begonnen bei der nicht ganz legalen Fischerei mit der Hand, Naturköder, Spinnfischen, in vielen Variationen, Schleppfischen bis hin zum Fliegenfischen. Wirklich beherrscht habe ich kaum eine der genannten Kategorien, aber jede Methode hat mir Spass gemacht und zu "Erfolgserlebnissen" und Glücksgefühlen geführt.

Seit wenigen Jahren bin ich auch meistens mit der Fliege unterwegs, geniesse aber nach wie vor die Fischerei mit einer Spinnrute und der unendlich grossen Köderauswahl. 

Die Trockenfliege ist für mich bei der Fliegenfischerei auch erste Wahl, da der Biss an der Oberfläche sehr viel mit der richtigen Präsentation der Fliege,  der Wurftechnik  und  der Wahl der Fliege zusammenhängt, was für mich immer noch eine Herausforderung ist, aber zu wahren Glücksgefühlen führt.

Aber wie beim Spinnfischen (mit Gummi, Wobbler, Spinner), passe ich die Köderwahl falls erforderlich an und montiere eine Nymphe oder einen Streamer.

Zusammenfassend: Egal ob ich mit der Spinn- oder Fliegenrute unterwegs bin; meine und unsere Leidenschaft macht Spass auch wenn ich beim Fliegenfischen (vor allem auf die Trockenfliege) meist die kleineren Fische fange :D

bearbeitet von Forelle1958
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Dural    1'134

:thumbup:

Wir können sonst mal ein haken fly + spinn (casting) sefo treffen im berner oberland im frühling abhalten, ich wäre sicher dabei. Oder für die ganz harten fliegenfischer im winter am ldj :D

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Dickbait    182

@WASABI Ok, dann diskutiert ihr aus, welche Fischerei die beste oder anspruchvollste ist und wieso. Spannend ist's sicher, ich hol Bier und Popcorn und bin gespannt, wer am Ende als Sieger dasteht.

On a more serious note: Wieso kann man nicht einfach jedem seine Lieblings-Fischerei lassen? Ich finde jedenfalls auch der 75-jährige Wurm-Aschi hat seine Daseinsberechtigung und freut sich sicherlich ab jedem Fang - wohl mehr als viele von uns. Obwohl ich persönlich Wurmfischen Scheisse finde.

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Dickbait    182

@WASABI weil der Titel ein "vs" trägt, die einleitenden Beiträge sehr polarisierend sind und es in meinen Augen klar ist, dass daraus keine sachliche Diskussion entstehen kann. Dies, weil wie gesagt jeder seine Fischerei als die beste bezeichnen wird und man die beiden Fischereimethoden nicht miteinander vergleichen kann. Aber ich will beim besten Willen nicht im Weg stehen, du kannst gerne meine Beiträge löschen und eine Diskussion aufziehen.

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Gumpenkoenig    1'046

Mmmhhh ich dachte eigentlich wir waren damit durch. War doch alles sachlich soweit. Und es gab ein paar schöne Schlusskommentare. Warum du @Dickbait jetzt wieder versuchst Stimmung zu machen verstehe ich nicht. 

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Pingu    58

Um das Ganze ein wenig aufzufrischen und in die richtige Bahn zu leiten: Ich habe diese Saison exzessiv mit dem Fliegenfischen (und Binden) begonnen, jedoch nebenbei auch fleissig die Cast/Spinning weitergeschwungen. Für mich ist das Fliegenfischen eine wunderbare Sache, um wieder zurück auf den Boden zukommen: Ich schätze jeden Fisch, das Erlebnis und die Herausforderung. Spannenderweise hat sich diese Einstellung auch wieder mehr bei meinen Spinn-Trips eingeschlichen.

Nächste Saison möchte ich Bach, Hecht und Seeforelle ausschliesslich mit der Fliege befischen - Barsche (meine Lieblingsdisziplin) werden sicherlich auch mal einen Streamer zu spüren bekommen, 99% jedoch meine Gummis und Hardbaits. Für die anstehenden Trips werde ich einen fixen Tag für die Flyrod einplanen.

Eines Tages fly-only? Wer weiss.. So lang's Spass macht, macht man schon vieles richtig. Ob mit Fliege, Wurm oder Gummi.

bearbeitet von Pingu
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Dickbait    182

Möchte ich Stimmung machen, sähe dies anders aus. Ich habe lediglich auf Wasabis Replik geantwortet, wieso mir diese Diskussion sinnlos erscheint.

Item, back to topic: Für mich sind die beiden Methoden effektiv nicht vergleichbar, haben aber beide ihren Reiz. Ich fische seit Kindsbeinen mit der Fliege, allerdings auch liebend gerne mit der Spinne. Fürs Fliegenfischen sind in meinen Augen die Möglichkeiten in unseren Breitengraden einigermassen beschränkt, allerdings kann man seinen Horizont selbst erweitern: So habe ich beispielsweise die Nymphenfischerei auf Felchen kennen- und lieben gelernt. Am leichten Gerät machen die ganz schön Wumms. Bei anderen Vorhaben, z.B. Streamerfischen auf Zander, blieb's leider beim Versuch – Babyzettis mal ausgenommen. Aeschenfischen ist zwar von der Stimmung und vom Erfolg her einzigartig, allerdings mache ich dies aus Bestandesgründen nicht mehr regelmässig. Früher habe ich oft am Bach mit der Nymphe gefischt, dies je nach Jahreszeit und Schlupf sehr erfolgreich. Heute fehlt mir leider häufig die Zeit. Dasselbe gilt für die Seeforellenfischerei vom Boot aus: Wie hier schon erwähnt wurde, im April/Mai eine Wahnsinnsfischerei!

Die Spinne kommt bei mir überall zum Einsatz, wo die Fliegenfischerei an ihre Grenzen stösst, bzw. ich das Gefühl habe, es sei so. Mit BC hatte ich – mindestens für eine gewisse Zeit – eine neue Challenge gefunden. Allerdings hat sich meine Begeisterung etwas gelegt, so bin ich häufiger wieder mit der normalen Spinne unterwegs. Ab und an darf's auch eine gemütliche Schlepprunde sein, hauptsache immer mal was Neues, damit es nicht langweilig wird! :D

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WASABI    873
vor 11 Stunden schrieb Dickbait:

@WASABI weil der Titel ein "vs" trägt, 

Ok, da hast du nicht unrecht. Habs mal geändert. War nicht die idee das es zu einem "Kampf" um Fliegen oder Spinnfischer kommt :joy: Habs auch darum abgetrennt da es nicht zum Bericht vom Barschhorst  passt..

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zuma    100

Alles ist eine Frage des Blickwinkels!

Aber gehen wir doch etwas zurück in der Geschichte der Fischerei und fragen uns mal, weshalb die Fliegenfischerei überhaupt erfunden wurde.

Fliegenfischen wurde erfunden, damit man einen Köder ohne Eigengewicht auf Distanz bringen kann. Damit ist eigentlich auch schon gesagt, für welche Köder Fliegenfischen Vorteile bietet, nämlich für sämtliche unbeschwerten Köder.

Dieser Definition folgend kommt bei mir nur die Trockenfliege an die Fliegenrute (allenfalls noch die unbeschwerte Nymphe oder Nassfliege).

Will ich einen Raubfischköder ausbringen, kommt für mich nur die Spinnrute zum Einsatz, da diese für den Zweck gebaut worden ist.

Ich bin ein einseitiger Fischer! Obschon ich Bach, Fluss und See befische, ist die Köderwahl bei mir sehr eingeschränkt. Am Bach und am Fluss verwende ich nur Trockenfliegen. Am See auf Seeforellen praktisch nur die Spinnrute.

Meistens bin ich an Bergbächen mit der Trockenfliege unterwegs und darauf hat sich auch meine Aussage bezogen, wo ich Dural die Kompetenz über Fliegenfischen urteilen zu können, abgesprochen habe. Erfolgreich Trockenfliegenfischen im Bergbach hängt zu über 90% von den Fähigkeiten der Präsentation ab. Ja, richtig gelesen, die Präsentation und nicht die Fliege fängt den Fisch! Ich kann die perfekte Fliegenimitation an meinem Vorfach haben; wenn diese nicht akkurat präsentiert wird, verschmäht sie die vorsichtige Forelle. Im Gegenzug kann ich einen schwarzen Wollfusel an meinem Vorfach haben, diesen perfekt präsentieren und die Forelle nimmt. Wer hat nun gefangen? Das Muster oder die Präsentationsfähigkeit des Fischers?

Dieser Theorie folgend (lieber Dural) müsstest Du an deiner Spinnrute ein selbstgeschnitztes Rüebli fischen und dank Deiner Köderführung die Seeforellen überlisten können! Ist das so? Oder ist es doch noch recht hilfreich, dass es so japanische Köderschmieden gibt, welche in der Lage sind Spinnköder zu bauen, welche Fische fangen?

Seit Jahren schon binde ich für jede Saison ein einziges Trockenfliegenmuster und fische nur dieses – den ganzen Sommer! Fange ich einen Fisch mit diesem Muster nicht, so lag es an meiner Präsentation und nicht an der Fliege, dem Vorfach oder sonst etwas. Grundsätzlich wird dem Fliegenmuster eine zu grosse Bedeutung zugeschrieben. Die Präsentation ist wesentlich wichtiger.

Wohlverstanden, meine Aussagen beziehen sich auf Bergbäche mit schwierigen Strömungsverhältnissen. Die Maifliegenfischerei auf Seeforellen im Thuner- und Brienzersee ist eine andere Geschichte. Hier kommt es vorallem auf Schnelligkeit und Wurfvermögen des Werfers an und weniger auf die akkurate Präsentation.

Noch etwas zu den Vorfachstärken und Aussagen, wonach in einem bestimmten Gewässer nur Köder XY fange.

Wir sind letztes Jahr zu dritt ins Südtirol gefahren. Die Informationen, welche wir vorab kriegten, tönten für mich nicht gerade erbauend. Sechser bis siebner Rute und schwere grosse Nymphen am 14er Vorfach – anders werde man nichts fangen!

Phuh, für mich als reiner Trockenfliegenfischer in Schnurklasse 3 oder 4 ein NoGo! Ich erklärte meinen Kumpels, dass ich trotzdem nur die Trockenfliegen mitnehmen werde und ging die Wette ein, auch auf die Vorfachstärke keine Rücksicht zu nehmen. Damit das Ganze auch noch absolut klar war, entschied ich mich für Tippetstärke 0.30! Ja richtig, ich fischte die ganze Woche mit 0.30er an der Trockenfliege und fing mindestens so gut wie meine Kumpels. Vorfachstärke ist also auch nicht so bedeutend! Was aber am lustigsten war, ist die Tatsache, dass eine Gruppe von 5 einheimischen Südtirolern dieses Jahr einen Trockenfliegenfischerkurs im Berner Oberland absolviert haben und mittlerweile kennt man auch im Südtirol die Technik des Trockenfliegenfischens.

Fazit:

Raubfischköder fische ich mit der Spinnrute und die Spinnrute kommt NUR am See zu Einsatz

Fliessgewässer befische ich mit der Fliegenrute mit unbeschwerten Ködern

Beste Grüsse

Kurt

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kds    884

Also ich weiss nicht.....

Seht es doch mal so: Ich habe von Kindsbeinen an die Eglifischerei im See betrieben. Mit 20 habe ich mit der Fliegenfischerei begonnen und dies leidenschaftlich 30 Jahre lang gemacht.

Jetzt fische ich wieder im See auf meine geliebten Egli und ich muss euch sagen:

Fischen ist sowieso geil. Da gibt es für mich keine Wertung. Jede sportliche (was das ist muss jeder für sich selbst entscheiden) Fischerei Methode hat doch ihre Berechtigung und ihren Reiz.

Gruss
Kurt (aber der andere)

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Mötti    415

Bis jetzt hatte ich noch nie eine Fliegenrute in der Hand und bin ansonsten eher vielseitig interessierter Allrounder als Spinnfischer. Nun dachte ich bis vor kurzem um Fliegenfischen zu lernen fehlt mir eh die Zeit und dass ich das auf später aufschiebe. Dann konnte ich aber bei einer Steigerung für eine alte Split Cane (Chapman „Brandon“) nicht die Finger von der Tastatur lassen, bekam den Zuschlag und liess sie einem renommierten englischen Rutenbauer zukommen. Dieser ist gerade dran eine Ledger- und eine Spinnrute für mich zu restaurieren und wird nun auch die Fliegenrute wieder in Stand stellen. 

Chapman_Brandon_9ft.jpg.b6b9b147339b2ab6f3cbcb11dd4f1788.jpg

Frage an Kurt @zuma(Du musst es ja wissen als Rutenbauer): Ist das Erlernen der Kunst des Fliegenfischens mit einer gespliessten Rute schwieriger, leichter, oder spielt es gar keine Rolle?

Frage an den anderen Kurt @kds(Du wirst die Gewässer sicher mehr als gut kennen): Ist eine Rute mit dieser Länge und Line Weight mehr etwas für Forellen mit Trockenfliege an der Sihl oder Aeschen im Linthkanal?

Gruss

Mötti

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kds    884

Hoi Mötti

Dein Museumsstück in Ehren, aber ich würde mir das nicht antun. Sowohl an der Sihl, als auch am Linthkanal sind Ruten mit gänzlich anderen Eigenschaften gefragt. Natürlich kann man auch mit einem historischen Stück da Fische fangen, aber es wird ungleich schwerer werden.

Ich rate dir, gerade zu Beginn, zu einer modernen Fliegenrute mit 9 Fuss Länge und Schnurklasse 5-6. Damit deckst du schon mal ein breites Spektrum an den genannten Gewässern ab.

Gruess
Kurt

bearbeitet von kds
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zuma    100

Moin Mötti

Schwieriger oder leichter ist individuell. Was man allgemein sagen kann ist, dass eine Gespliesste schwerer ist als eine Kohlefaser, dass sie in der Regel eine langsamere Aktion aufweist und dass sie dadurch länger in der Beschleunigungsphase begleitet werden muss.

Ist man eher der hektische Typ, dann liegen einem die Kohlefaseraktionen in der Regel besser. Der Vorteil einer guten Gespliessten ist, dass sie von alleine wirft und nicht so beschleunigt werden muss wie eine Kohlerute.

Viel Spass mit Deiner Chapman.

Beste Grüsse

Kurt

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