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mauroblaise    25

Da die Äschen langsam in Beisslaune kommen, eröffne ich den Thread von 2016 wieder und mache den Anfang.

Meine erste Äsche aus der Aare in diesem Jahr :heart_eyes:

Liebe Grüsse und Tight lines,
Mauro

Äsch2.JPG

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WASABI    859

Petri Mauro, schöne Aesche. An der Berner Aare gefangen? Freue mich schon auf den Aeschenstart bei uns :D vorerst gilts aber noch ein paar Bafo's zu jagen :thumbup:

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Runabout    53

Schöne Aesche! Petri! Es ist ja richtig was los an der Aare. Hoffentlich hats für mich auch noch ein paar Aeschen. Ich ess die immer so gerne. Fängst Du auch noch mässige Bafos in diesem Aareabschnitt @mauroblaise?

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mauroblaise    25

@Runabout Danke Dir! Bin mir sicher, dass du deine Aeschen auch noch fangen wirst - die Hauptfangsaison hat jedenfalls noch nicht begonnen bei uns.. Mehrheitlich sind es kleinere Bafo's, der Bestand hat sich jedoch verbessert in den letzten Jahren vom Gefühl her..

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mauroblaise    25

Konnte gestern mein Glück kaum fassen - 2.5h keinen Biss und dann stieg dieser 45.5er Bock aus dem nichts ein o:) Krieg die Präsentation nie so hin wie Andere hier, entschuldigt mich..

PB-Aesch45.5.JPG

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Hallo Zusammen

War heute kurz meine Neuerwerbungen am Rhein zu testen.

Bin vollumfänglich zufrieden. Entspricht genau meinen Anforderung bezüglich Gesamtgewicht und Aktion, etc.

Grüsse Daniel

417.jpg

399.jpg

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Gumpenkoenig    1'044

Schöne Äsche! Bin immer wieder überrascht, wie unterschiedlich "unsere" und "eure" Äschen aussehen... unsere sind viel bunter, mit rotem Fleck, blauen und gelben Flossen usw... @nicithefisher hat mich mal darauf hingewiesen. Es sind wohl verschiedene Unterarten.

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kds    399

@Gumpenkoenig

Ich bin kein Ichthyologe, aber ist es nicht so, dass sich die Fische farblich dem Standort anpassen? Aus meiner bescheidenen Erfahrung weiss ich, dass für die Äschen aus dem Linthkanal der Name Grayling perfekt passt. – In der Luzerner und Zuger Reuss sind die Fische schon stärker gefärbt. In den Flüssen der Steiermark und des Salzkammerguts, aber auch im Einzugsgebiet des Inn, sind alle dort endemisch angestammten Arten unterschiedlich farblich geprägt.

Je flacher das Wasser, desto farbenfroher die Fische. Das wäre in etwa meine dilettantische Zusammfassung.

Gruess
Kurt

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Gumpenkoenig    1'044

@kds das mit der Gewässertiefe kann ich nicht bestätigen, allerdings passen sie sich bzgl hell/dunkel schon dem Untergrund an. Tatsächlich sind die Äschen im Donau-Einzugsgebiet näher mit den östlichen Äschen Zentralasiens verwandt, und wohl auch räuberischer. Die Rhein-Äschen sind eher arktische Äschen... zumindest hab ich das so in Erinnerung, @nicithefisher weiss das aber sicher besser, der hat mal einen Aufsatz drüber geschrieben. 

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kds    399

@Gumpenkoenig

Ich kann das natürlich nicht beurteilen. Dazu habe ich einen zu tiefen Horizont. Mir fiel einach auf, dass in niederigeren Flüssen die Äschen heller aber auch farbiger waren. Die einzige Äsche (ja ich weiss, das gibt es nicht) die ich z.B. in der Biber fing, war fast so bunt wie ein Sonnenbarsch.

Gruess
Kurt

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nicithefisher    752

Ist ein kompliziertes Thema, aber ich versuche es einfach zusammenzufassen:  Europa wurde noch vor der Eiszeit, vor etwa 4 Mio. Jahren, von den Äschen besiedelt. Nur eine einzige Art war das, die Europa vom Ursprung der Äschen (Ostasien, Mongolei) aus erreichte. In ganz Europa lebte also damals nur eine Art. 

Dann kam die Eiszeit. In der Zeit gab es in Europa drei Refugien, worin die Äschen die Eiszeit überdauerten: Das Donaubecken, das Rheinbecken in Zentraleuropa und das Elbbecken. Die Eiszeit dauerte sehr lange und infolge dieser langen Isolation und dem ausbleibenden Genfluss haben sich die Äschen in diesen drei Refugien immer mehr morphologisch voneinander unterschieden.

Nach der Eiszeit, d.h. vor etwa 15‘000 bis 10‘000 Jahren, begann die grosse Rückeroberung Europas, als das Eis zurück ging. Von den drei Refugien aus wurde Europa neu besiedelt: Die Äschen aus dem Elbbecken verschwanden bis heute gröstenteils in Norddeutschland mangels passender Gewässer, aber sie besiedelten auch Skandinavien, Westrussland bis zum Ural und Nord-Osteuropa. Die Äschen aus dem Donaubecken besiedelten Süddeutschland, Süd-Osteuropa und Norditalien. Die Äschen aus dem Rheinbecken besiedelten die Schweiz und Nordfrankreich.

Deshalb sehen unsere Äschen so anders aus als die von Hannes. Unsere Äschen aus dem Rheinstamm haben typischerweise einige schwarze Flecken auf der Flanke, türkise Bauch- und Schwanzflossen und eher kleine Rückenflossen, verglichen mit anderen Äschen. Die Donauäschen hingegen werden typischerweise etwas grösser, haben eine orange-gelbe Schwanzflosse und eine mächtigere Rückenflosse.

Aber erstaunlicherweise sind die drei Stämme nie soweit auseinander differenziert, dass sie verschiedene Arten geworden sind, sie können immer noch fertile Hybriden erzeugen! Trotz der langen Isolation... Also in ganz Europa, von Nordfrankreich bis nach Skandinavien, ist alles noch ein und diesselbe Art: Thymallus thymallus, die Europäische Äsche.

Es gibt natürlich auch Grenzzonen, wo zwei Stämme aufeinandertreffen und dementsprechend in diesen Gewässern beide Unterarten gefangen werden können, oder auch Hybriden. Dort ist es dann nur noch sehr undeutlich, da sich das Ganze mehr und mehr vermischt. Zb. der Schwarzwald ist so ein Gebiet, oder das Südtirol, wo jeweils der Donaustamm und der Rheinstamm sich treffen.

Aufpassen muss man aber mit Skandinavien! Ich habe gesagt, die skandinavischen Äschen stammen aus dem Elbgebiet. Das stimmt nur für Süd- und Mittelskandinavien... im ganz hohen Norden (Lappland) kommt dann eine völlig andere Art vor, die Arktische Äsche, Thymallus arcticus. Die hat überhaupt nichts mehr mit den Äschen aus Europa zu tun, sondern hat den hohen Norden Europas über Sibirien besiedelt, ebenfalls von Ostasien ausgehend. Diese Äschen sind völlig anders. Werden viel grösser, sind auch räuberisch und sehen auch ganz anders aus (verhältnismässig deutlich grössere Rückenflosse, grösseres Maul, etc.). 

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nemo    163
vor 9 Stunden schrieb nicithefisher:

Im ganz hohen Norden (Lappland) kommt dann eine völlig andere Art vor, die Arktische Äsche, Thymallus arcticus. Die hat überhaupt nichts mehr mit den Äschen aus Europa zu tun, sondern hat den hohen Norden Europas über Sibirien besiedelt, ebenfalls von Ostasien ausgehend. Diese Äschen sind völlig anders. Werden viel grösser, sind auch räuberisch und sehen auch ganz anders aus (verhältnismässig deutlich grössere Rückenflosse, grösseres Maul, etc.). 

Danke für die gute Übersicht, Nicola. Aber Vorsicht, ich habe schon oft in Lappland gefischt, aber immer in Flüssen, welche in die Ostsee entwässern. In diesen Flüssen leben europäische Äschen, Thymallus thymallus. Arktische Äschen kommen demfall nur in jenen Flüssen vor, welche ins Nordmeer entwässern.

Das typische für Donau-Äschen ist übrigens die rötliche Flanke, eine Eigenschaft, welche den anderen Populationen fehlt. Ist zwar auch im Werdenberger Binnenkanal zu beobachten, kommt aber daher, dass man dort mal Donau-stämmige Äschen aussetzte...

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nicithefisher    752

Danke für den Hinweis Nemo. So genau wusste ich das nicht betr. Skandinavien, ich wusste nur dass der Grenzbereich im hohen Norden liegt, da ich ich mich  auf den Rheinstamm konzentrierte in meiner Arbeit. Das mit der Ostsee und dem Nordmeer macht Sinn und trifft sich ja auch mit meiner Besiedelungsstory :)

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nemo    163

@nicithefisher das Thema hat mich nicht losgelassen und ich habe auf verschiedenen Websites in Norwegen und Finnland die Fischarten der beiden Länder gecheckt. Doch gemäß deren Fischartenlisten kommen auch in den Nordmeerzuflüssen der Finnmark ausschließlich europäische Äschen (Thymallus thymallus) vor...

Weiss nicht, was Deine Quellen bezüglich Arktischer Äschen sind.

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nicithefisher    752

Ich habe damals als Semesterarbeit eine Literaturrecherche verschiedener veröffentlichter Paper zur Europäischen Äsche geschrieben. Natürlich konnte ich deren Inhalt nicht nachprüfen, ich habe einfach übernommen was dort stand. In einem Paper hiess es, dass die Grenze wo thymallus und arcticus aufeinander treffen in Lappland sei und das habe ich so übernommen. Habe mich aber ehrlich gesagt auch nicht so genau damit beschäftigt, da ich mich in meiner Arbeit auf den Rheinstamm konzentrierte.

Kann sein dass du Recht hast und diese Information falsch ist. Ich habe jetzt auch noch einmal etwas recherchiert und es scheint tatsächlich so dass die wenigen Flüsse wo thymallus und arcticus gemeinsam auftreten, bereits auf russischer Seite liegen und nicht mehr in Finnland.  

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Gumpenkoenig    1'044

Eine verlässliche Quelle für alles fischige ist eigentlich fishbase.org . Das ist ein wissenschaftlich betreutes Portal, dort findet man immer den aktuellen Wissensstand inkl. Literatur. Leider habe ich grade keine Zeit mich dort mal einzulesen, werde ich aber demnächst mal machen.

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Loon    71
vor 10 Stunden schrieb Gumpenkoenig:

Eine verlässliche Quelle für alles fischige ist eigentlich fishbase.org

Super, kannte ich noch nicht! Werde das Thema auch mal mitverfolgen.

Wenn man z.B. über eine Uni oder FH Zugang dazu hat, ist das "web of science" sehr gut zur Quellensuche. Dort findet man nur "peer reviewte" papers. Ansonsten "google scholar", wobei man soweit ich weiss dort darauf achten muss, ob die Artikel "peer reviewed" sind.

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