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nicithefisher

Schonmass / Entnahme / C&R sinnvoll?

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nicithefisher    754

Sorry aber ich muss mal etwas Luft raus lassen betreffend Kanton Bern und seine tollen Schonmasse. Versuchen sie sich nun mit Wissenschaft zu rechtfertigen? Deren Begründungen für die Mindestmasse beziehen sich auf völlig veraltete biologische Erkenntnisse. Die Schonmasse werden hier einzig augrund von 2 Parametern festgelegt (Alter bzw. Geschlechtsreife und Befischungsdruck).

Sicher, der Graph mit dem vom Gewässertypus abhängigen Wachstum ist interessant und dass Bachforellen in kalten, nahrungsarmen Gewässern weniger schnell wachsen bzw. in kleineren Grössen bereits geschlechtsreif sind, steht ausser Frage. Aber heutzutage gibt es viele Biologische Studien, die weitere wichtige Punkte herausfanden, die man damals überhaupt nicht bedacht hat. Seien hier mal nur die vielen Erkenntnisse aus den Studien von Dr. Arlinghaus genannt, aber es gibt auch noch andere...

Um nur ein Beispiel zu nennen: Geschlechtsreife bedeutet noch lange nicht, dass die Reproduktion auch Erfolg hat. Der Reproduktionserfolg bzw. die Überlebenschancen für die beäugten Eier und später die Brütlinge im heiklen Stadium nimmt mit zunehmender Grösse der Muttertiere deutlich zu. Warum? Lassen wir den Punkt mit der Genetik mal weg und betrachten es rein von der physischen Seite: Ein Bachforellenweibchen in einem kleinen, kalten Bergbach wie der Suld, Chirel oder was auch immer ist vielleicht rein theoretisch schon geschlechtsreif unter 22cm. Aber dann laicht sie und was passiert? Die Laichgrube, die so eine kleine Forelle schlägt und die Eier darin vergräbt ist von so geringer Tiefe, dass jede einigermassen heftige Schneeschmelze kurzen Prozess damit macht, von den Eiern oder den Brütlingen bleibt nichts mehr übrig. Der Unterschied zu einer Forelle von 30cm ist schon gewaltig, was die Grösse der Laichgrube und die Überlebenschancen des Nachwuchses angeht, geschweige denn für Fische der 40+ Kategorie. Solche Forellen schlagen Laichgruben, die auch ein schlimmeres Hochwasser überstehen können.

Dies und viele andere Fakten belegen eigentlich, dass grössere Laichtiere extrem wertvoll wären für ein Gewässer. Eine Änderung der Vorschriften hin zu grösseren Schonmassen, kleineren Entnahmemengen und Fangzahlbeschränkungen aufs Jahr gesehen sind dringend erforderlich! Was sagen sie dazu in ihrem Formular? Bei grösseren Fangmindestmassen würden die Fangmengen abnehmen? Unglaublich, darauf wäre keiner gekommen :joy: Nein jetzt mal im Ernst, das ist ja logisch. Aber ist das das Ziel? Ich kann von mir und von ganz vielen, die meine Meinung teilen, folgendes sagen: Lieber entnehme ich an einem Tag nur eine, zwei Forellen, die dafür eine anständige Grösse haben. Der Bestand im Bach ist hervorragend und ohne Besatz selbsttragend, und ich kann meinen Fisch mit gutem Gewissen geniessen. Oder aber du kratzt mit Müh und Not ganze 6 22er Forelleli hinter den Steinen hervor, während dem ganzen Jahr so oft du willst. Und dies, während im ganzen Bach kein einziges Muttertier vorkommt und der Kanton Jahr für Jahr für Millionen von Franken Sömmerlinge besetzen muss...? Was ist besser? ;)

Die Fangzahlen-Statistiken von Bachforellen in Berner Gewässern sind mehr als alarmierend. Es steht ausser Frage, dass die Bestände fast in jedem Gewässer weit davon entfernt sind, sich zu erholen, im Gegenteil. Ganz besonders schlimm sieht es in den kleineren Bächen und Bergbächen aus. Und dennoch: Der Kanton Bern beisst sich hier in konservativer Manier fest auf veraltetes Wissen und hat kein offenes Ohr für jegliche modernere Erkenntnisse. Ich kenne einige Leute aus der Gewässerökologie, von der EAWAG, etc... sie sagen alle dasselbe: Man hört einfach nicht auf sie!

Ich habe Schluss :)

Sorry fürs OT

bearbeitet von WASABI
Ab hier gehts weiter zu dem Thema Schonmass - Entnahme und C & R
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Dural    1'030

Ich bin ganz klar gegen das schonmass für sich, eine intakte natur hat alle grössen von fischen im wasser und genau das unterbindet ein schonmass, egal wie man es letztentlich wählt.

Ich bin für strenge fangzahl beschränkungen, es ist meiner meinung nach das einzig sinnvolle. Zudem ist ein fischereiverbot in gewissen bächen längst überfällig, da es fast nur noch kinderstuben sind.

Und so viel ich weis wird sehr wohl im kt bern über solche sachen diskutiert und ich bin mir relativ sicher das ab 2019 was kommen muss.

bearbeitet von Dural
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barsch horst    319

yess nici! pure physik... ich bin nicht nur für eine fangzahlbeschränkung. im graubünden wird verlangt, dass vor fischereibeginn das gewässer eingetragen werden muss. entsprechend empfehle ich auch gleich noch eine beschränkung der fischereigänge pro patentinhaber/gewässer. ich weiss, das tönt nach mehr reglementierung. ich mag papierkram auch nicht. leere gewässer aber noch weniger!

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WASABI    863
vor 6 Stunden schrieb barsch horst:

g. im graubünden wird verlangt, dass vor fischereibeginn das gewässer eingetragen werden muss. entsprechend empfehle

Das wäre auch für die Statistik interesant! Dann würde man sehen wieviele Fischer tatsächlich wie oft an einem Gewässer fischen. Warum das nur im Kt. Graubünden verlangt wird, keine Ahnung. Ansonsten ist das überall ein muss...

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Dural    1'030

Im Neuenburgersee ist das auch so, aber die haben auch eine richtige Fangstatistik ;) 

Die A4 Blätter in Bern mag ich bis heute nicht...

bearbeitet von Dural

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Mötti    337
vor 6 Stunden schrieb WASABI:

Das wäre auch für die Statistik interesant! Dann würde man sehen wieviele Fischer tatsächlich wie oft an einem Gewässer fischen. Warum das nur im Kt. Graubünden verlangt wird, keine Ahnung. Ansonsten ist das überall ein muss...

Am Walensee ist die Eintragung vor Beginn ebenfalls Pflicht. Ob das generell im Kanton St.Gallen so ist weiß ich aber nicht. 

Gruss 

Mötti 

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Dural    1'030

Die Berner sind halt sprichwörtlich etwas langsamer, die Fangstatistik wurde bei uns ja auch erst 1989 eingeführt. ;)
Aber ich bin zuversichtlich, hab schon einiges gehört. Aber man sollte halt beachten das es nicht so einfach ist, alle Fischer zu berücksichtigen und der Tierschutz wird auch immer wie wichtiger, es ist fast unmöglich alle zufrieden zu stellen! Und in Bern drehen die Mühlen wie man weis so wie so noch mal langsamer.

bearbeitet von Dural

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hans    71

Das Fangmindestmass im Kt. Bern passt schon so wie es ist. Der Bestand in den Bergbächen ist immer noch gut bis sehr gut. Ich habe eher das empfinden, dass nicht die Bafos am aussterben sind, sondern die Fischer welche noch fischen können... 10-20% der Fischer fangen 80-90% der Fische, alles nachlesbar beim Kanton. Und hört doch auf mit Fangzahlbeschränkungen, ich bin 2-3 mal pro Woche am Wasser und fange halt auch einige Fische dabei.
 

@Nici gebe dir auch recht bei einigem was Du schreibst, je grösser die Muttertiere, je besser die Brut. Was es aber auch zu Beachteten gilt ist, dass die grösseren Fische, vor allem in Bergbächen, die kleinen Fische fressen und dezimieren und die natürliche Sterblichkeit von Bafos in Bergbächen nimmt ab 20-22cm rapide zu. Es ist eine Illusion zu glauben, dass jede 22er mal 24 oder gar 26cm gross wird. Im Kt. Freiburg wurde vor einigen Jahren das Fangmindestmass um 2cm erhöht in den Bächen. Die folgen sind, dass es kein einziger Fisch mehr oder weniger hat, aber man fängt viele knapp massige und laut Statistik werden nun je nach Bach bis zu 40% weniger Fische gefangen.
Und wenn Du im Chirel, Suld usw. Bafos von 30+ fangen willst, hast Du definitiv nichts begriffen. Fische in der grösse sind einfach Ausnahmen, egal was das Fangmindestmass ist. Mein Vorschlag wäre da eher ein Entnahme Verbot ab 26-28cm oder ein Fangfenster in Bergbächen

 

Hier noch interessanter Artikel über das Alter, Grösse und Fangmindestmass von Bachforellen in Bergbächen. Die Grösse der Bafo hat nur bedingt mit dem Alter und der Geschlechtsreife zu tun. Im selben Gewässer kann eine 2 jährige grösser sein als eine 4 jährige. Aber lest selbst

  http://fischereiverband-glarus.ch/Fischerei%20DOC%202010/Fangmindestmass_BF.pdf

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Dural    1'030

Deswegen gehört das schonmass auch weg, zudem ca.50% der forellen die zurück gesetzt werden so wie so nicht überleben. Wichtig ist nur was für eine biomasse dem gewässer entnommen wird, und das kann man nur mit einer strikten fang/patentlimite regulieren. 

Und dein komentar bestätigt meine meinung gerade wieder das diverse bergbäche so wie zu gehören. Der reitz 20erli über die steine zu ziehen werde ich nie begreifen + närstoffarm + strömung und schon sind wir bei den 50% von oben. Aber jedem das seine.

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Dickbait    153

Im Kanton Bern ist sicherlich nicht alles optimal, aber so arg ist die Lage nicht. Es ist einmal mehr einfach, den Zweihänder auszupacken und darauf loszuschlagen. Nützen tut es leider nichts und zeugt einzig von einer engsichtigen Perspektive. Das ist aber bei uns Fischern nichts neues.

Nur ganz kurz: Der Kanton Bern kennt in der Fischerei das Regal-, Pacht- und Privatsystem. Es gibt einen gesetzlichen Auftrag, der voraussetzt, eine nachhaltige Fischerei zu gewährleisten. Nun kann man natürlich über 22cm Schonmasse im Bergbach diskutieren und mit Eawag-Studien protzen. Fakt ist aber - und die Schonmasse wurden so angesetzt - dass eine nachhaltige Fischerei (bei einheimischen Arten) voraussetzt, dass der Fisch vor der Entnahme mindestens einmal ablaichen kann. Selbstverständlich ist dies, wie Hans richtig beschreibt, eine theoretische Angelegenheit und wird - zum Glück - nicht für alle über 40 Fliessgewässer pro Abschnitt separat geregelt. Ich möchte das Gepoltere sehen, wenn das FI mit einem 500 Seiten-Reglement aufkreuzen würde.

Das wichtigste und vielleicht auch traurigste an der ganzen Angelegenheit - und das wird nahezu immer ausgeblendet - ist, dass die Fischerei eine politische Angegelenheit ist. Das FI im Kanton Bern ist in einer Direktion angegliedert, wo sie nur eine kleine Nebenrolle spielt und sich beinahe jährlich dem Spardruck beugen muss. Unsere kantonalen Anliegen werden vom grossen Rat behandelt; und da die Fischerei wie auch im nationalen Parlament eine höchstens marginale Bedeutung hat, sind Anliegen weder einfach zu platzieren noch durchzusetzen. 

Summa summarum, für alle Weltverbesserer und notorischen PC-Querulanten: Aktiv werden, den Vereinen und Verbänden beitreten und dort mitmischen. Diese nehmen gerne Hilfe und Unterstützung von cleveren jungen Fischerinnen und Fischern an. Oder politisch aktiv werden. Das FI für alles verantwortlich zu machen ist etwa ähnlich kurzsichtig wie aus einem Schneiderabend auf den Zustand des Gewässers schliessen zu wollen: Nachvollziehbar aber dumm. 

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Dural    1'030

Das ist ja das Problem, früher ging man davon aus das die Fische sobald sie Laichreif sind gleich erfolgreich am Laichgeschäft teilnehmen, heute weis man das dies so nicht stimmt. Das Schonmass hat mehr Schaden angerichtet als es was genützt hätte, davon bin ich überzeugt. Das natürliche Gleichgewicht in den Beständen kann so gar nicht mehr stimmen und man züchtet die Fische klein, die schnellwüchsigen Fische werden benachteiligt, die langsam wachsenden werden belohnt. Um den erst Gedanke von einmal Laichen wirklich zu unterstützen müssten so einige Schonmasse deutlich nach oben hin angepasst werden.

Das einzig sinnvolle ist eine Regulierung der Fänge für sich, aber mir ist auch klar das wir das bei uns sehr wahrscheinlich nie sehen werden (zu umständlich, zu viele Gegner) wobei die Gegner der tieferen Fangmengen früher oder später so wie so den kürzeren ziehen werden, den die werden kommen. Die Westschweiz macht es vor mit zb. 30Stk. Seeforellen im Jahr.

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hans    71

@Dural
Jeder soll doch fischen wo er will. Im Fluss, See, Bergsee oder halt in den Bächen und Bergbächen. Wenn Du den "Reiz 20erli über die Steine zu ziehen" nicht verstehen kannst, OK. Dann fische einfach dort nicht. Ich kann z.B. nicht verstehen wie man 15erli Egli über die Uferböschung ziehen kann.
Und wenn bei Dir 50% der Forellen verenden welche Du fängst, solltest Du eh nicht auf die Bafo fischen...

Und ich habe ja geschrieben, dass ich für grosse Muttertiere bin. Aber meiner Meinung nach sollte dies nicht über das Fangmindestmass geregelt werden, sonder über ein Entnahmeverbot der grossen Tiere. Was nützt es wenn das Schonmass von 22 auf 24cm angehoben wird in den Bächen? Nichts, denn die grossen Tiere werden genau so entnommen. Ein Entnahme Verbot ab 26-30cm je nach Gewässer oder ein Fangfenster in Bergbächen wäre da wohl sinnvoller um die Muttertier zu schützen. Aber das wollen ja viele Fischer auch nicht, weil sie meinen es kommt auf die Grösse an. (ist wie im normalen Leben)

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Tobi    196
vor 22 Stunden schrieb Dural:

Deswegen gehört das schonmass auch weg, zudem ca.50% der forellen die zurück gesetzt werden so wie so nicht überleben.

Woher nimmst du diese Zahl. Einfach eine Schätzung deinerseits oder wissenschaflich belegt? (Soll jetzt keine anmache sein oder so, nimmt mich einfach Wunder) 

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nicithefisher    754

Lieber Hans. Du hast viele gute Punkte erwähnt, in denen ich mit dir einig bin. Du bist zweifellos ein erfolgreicher, erfahrener Bergbach-Fischer. Und ich finde es auch toll, wie respektvoll du die von dir gefangenen Bachforellen jeweils ablichtest (das sieht man leider selten). Aber mit einigen Aussagen kann ich mich nicht anfreunden...

Am 25.6.2017 um 19:50 schrieb hans:

Das Fangmindestmass im Kt. Bern passt schon so wie es ist. Der Bestand in den Bergbächen ist immer noch gut bis sehr gut.

Das sehe ich anders. Vielleicht weil du nichts anderes kennst, hältst du die Bestände für gut. Wenn du jedoch wie ich schon viele Erfahrungen sammeln konntest in Pachtgewässern, Vereinsgewässern, im Ausland oder schon nur in fortschrittlicheren Kantonen was die Fischerei-Vorschriften angeht (z.B. Kanton Jura, Kanton Solothurn), dann weisst du erst was möglich wäre. Einen guten Fischbestand in einem Bergbach hast du nicht dann, wenn es hinter jedem Stein zuckt an deiner 5m langen Tiprute und du am Ende des Tages vielleicht sogar deine 6 kleinen Forellen zusammen kratzen kannst (bitte nicht persönlich nehmen, ich habe keine Ahnung wie du fischst, aber ein Grossteil unserer Bergbach-Fischer ist nunmal leider genau so am Bach unterwegs). Nein, ein guter Bestand geht viel weiter: Diverse Alterstruktur, funktionierende Naturverlaichung, viele Kleinfische und ganz viel Brut in den flachen Bereichen, wenig oder gar nicht auf Besatz angewiesen, etc. Die (öffentlichen) Berner Gewässer erinnern mich diesbezüglich leider mehr an eine von Besatz abhängige Wüste, als an ein funktionierendes Ökosystem. 

Am 25.6.2017 um 19:50 schrieb hans:

10-20% der Fischer fangen 80-90% der Fische, alles nachlesbar beim Kanton. Und hört doch auf mit Fangzahlbeschränkungen, ich bin 2-3 mal pro Woche am Wasser und fange halt auch einige Fische dabei.

Ja. Aber da gibt es einen feinen Unterschied: Gefangen werden deutlich mehr, nur schlagen einfach die Wenigsten alles tot. Die Statistik sagt nur über die Entnahme was aus. Eine Person allein kann auf solche Statistiken bereits einen riesen Einfluss nehmen, schliesslich geht es bei den kleineren Bächen jeweils um Mengen von einigen hundert Fischen pro Jahr. Es sind vielmehr die grössten Anteile an den Entnahmen, die auf das Konto von ganz wenigen Einzelpersonen gehen. Schon öfters traf ich am Wasser Vertreter dieser kleinen Minderheit, die mit ihrer Masslosigkeit jegliche Vernunft überschreiten. Stolz erzählen sie von 300, ja sogar 400 Bachforellen in ihrer Jahresstatistik. Fragt man sie, was sie mit so viel Fisch im Tiefkühler machen, wissen sie nicht mal eine Antwort darauf. Da hört man dann Dinge wie "überall verschenken", "der Beiz verkaufen" und noch Schlimmeres... Frei nach dem Moto, nach mir die Sintflut. Schliesslich ist man pensioniert und kann drei mal die Woche einen Bergbach hoch kraxeln. Und was kann man denn dafür, wenn jede kleine Forelle am 10er Häkli mit dem Mistwurm hängen bleibt? Und dann muss man halt auch jede davon nieder bretzeln, weil das Gesetz es halt nun mal so Vorschreibt. (Achtung Zynik)

Nachhaltigkeit ist für solche Leute ein Fremdwort und ich schäme mich ganz ehrlich im Namen unseres tollen Hobbys für diese "Fischer". Das findest du richtig so??? Genau wegen solcher Missstände brauchen wir ja so dringend eine Beschränkung. Nicht wegen der allergrössten Mehrheit von Fischern, die Vernünftig und im Sinne der Natur guten Gewissens gelegentlich mal eine gute Forelle entnehmen und sich darüber freuen. Für die meisten Fischer würde eine Beschränkung von 20, 40 oder wie viel auch immer Bachforellen pro Jahr also sowieso keinen Unterschied ausmachen. Das Leben würde genau gleich weiter gehen. Aber den paar wenigen masslosen "Fleischfischern" (ja ich sage das jetzt so offen weil genau das sind die für mich) würde es endlich einen Riegel schieben, denn nur auf Gesetze würden sie hören. Reden kann man nicht mit solchen Leuten, das habe ich oft genug probiert.

Am 25.6.2017 um 19:50 schrieb hans:

Was es aber auch zu Beachteten gilt ist, dass die grösseren Fische, vor allem in Bergbächen, die kleinen Fische fressen und dezimieren...

Richtig, grosse Fische fressen die kleinen, aber so soll's auch sein! Auch deshalb sind grosse Fische wertvoll für das Ökosystem Bach, nicht nur wegen der erfolgreicheren Brut. Klingt komisch, Nachwuchs fressen soll gut sein? Ja! Das ist ein entscheidender Teil der natürlichen Selektion, die schlussendlich dazu führt, dass die richtigen (die aus ökologischer Sicht "fittesten") Individuen mit grösserer Wahrscheinlichkeit überleben, gross werden und schliesslich reproduzieren. Die Sterblichkeit unter Brütlingen und Sömmerlingen ist sowieso enorm hoch, auch ohne räuberische, grössere Artgenossen. Studien von Arlinghaus belegen, dass die Sterblichkeit auch ohne Kanibalismus hoch bleibt (v.a. durch Konkurrenz, aber auch durch Hochwasser, etc.). Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass es vereinfacht gesagt die "falschen" Jungfische sind, die schliesslich überleben, durch puren Zufall. Solche Sömmerlinge, die bei natürlicher Prädatation benachteiligt gewesen wären, haben jetzt plötzlich die gleiche Chance wie die anderen. Wir Angler leisten daher überhaupt keinen Beitrag zur Selektion, im Gegenteil. Wir entnehmen Fische ab einem bestimmten Schonmass und halten dadurch die Prädatation auf zu geringem Level. Deshalb ist es wichtig, dass nach wie vor mittlere und grössere Fische zu genügender Zahl im Bach leben.

Am 25.6.2017 um 19:50 schrieb hans:

und die natürliche Sterblichkeit von Bafos in Bergbächen nimmt ab 20-22cm rapide zu. Es ist eine Illusion zu glauben, dass jede 22er mal 24 oder gar 26cm gross wird.

Nicht jede wird gross, klar. Auch im ausgewachsenen Alter gibt es immer tödliche Gefahren für das Individuum. Aber es würden weit mehr Fische gross werden, als viele meinen (wenn man sie denn lassen würde). Die Denkweise, dass Bachforellen in kalten, nahrungsarmen Bergbächen kaum grösser werden, ist tief verankert. Es ist das Argument Nummer 1, das man jedes mal hört bei solchen Diskussionen über Schonmasse oder Fangfengster. Dazu ein nettes Gegen-Beispiel: In meinem Verein haben wir einige Vereinsgewässer, eines davon ein eiskalter, schnapsklarer Bergbach. Wir haben sehr fortschrittliche Regelungen für diesen Bach: Die Entnahmemenge ist beschränkt aufs Jahr gesehen und es gibt ein Schonfenster; alle Fische zwischen 30cm und 35cm müssen releast werden. Komischerweise hat dieser Bach einen sehr guten, auf manchen Strecken selbsterhaltenden Bestand. Fische in diesem Schonfenster-Bereich hat es in grosser Zahl und die sorgen für viel Nachwuchs und eine interessante Fischerei gleichermassen. Komisch, wo doch kaum eine Bachforelle so gross werden sollte? Ich sage nicht, dass man partout nicht Entnehmen soll, sonst ist unser Hobby nicht mehr zu rechtfertigen! In diesem von mir erwähnten Bach wurden letzte Saison von den Vereinsmitgliedern mehr Fische entnommen, als in der Aare vom Brienzersee bis zum Grimsel, und doch ist der Bestand so gut, wie man es sich nur wünschen könnte. Und ich hätte noch von keinem gehört, dass er unzufrieden sei dass er "nur" 40 Fische pro Jahr entnehmen darf, das sollte doch schon mehr als genug sein finde ich.

Bei fortschrittlicheren Regelungen geht es nicht darum, den Fischern das Leben schwer zu machen. Nein, solche Änderungen können echt enorm viel positives bewirken.

Am 25.6.2017 um 19:50 schrieb hans:

Und wenn Du im Chirel, Suld usw. Bafos von 30+ fangen willst, hast Du definitiv nichts begriffen.

Toll, dass du gerade diese Bäche erwähnst. Zur Suld auch noch ein Beispiel von meinen Erfahrungen: Ich kenne diesen Bach sehr gut. Es ist wirklich so, in der Suld eine ü30er zu fangen ist eine echte Herausforderung. Ich habe bisher in meinen 10 Jahren an Bergbach Erfahrung erst zwei mal eine 35er in der Suld gefangen und das waren bisher die einzigen zwei Fische, die ich übers Herz brachte zu entnehmen, bei diesen miserablen Zuständen. Fische grösser als ca. 24cm sind extrem selten, hinter jedem Stein knabbert zwar was und es hat folglich viele Fische drin, aber die allermeisten sind sehr klein (meinst du das mit einem guten Bestand?). Doch liegt das wirklich daran, dass sie zu wenig wachsen? Mit dem Befischungsdruck hat das wirklich nichts zu tun? 

An einer bestimmten Stelle ist die Grenze für die Patentfischer, wo die öffentliche Patentstrecke endet. Ab da ist es ein Pachtgewässer, der Bach hat ab dort zwar einen anderen Namen, aber im Prinzip ist es das selbe Wasser, der selbe Wasserlauf, der selbe Bach. Die Suld an sich ist ab dort aufwärts nur noch ein kümmerliches Seitenbächlein, das kurz darauf versickert. Gehst du mit mir einig, dass die Bedingungen von der Grenze an aufwärts für die Bachforellen mindestens so garstig sind wie in der Patentstrecke flussabwärts? Seit nunmehr dem dritten Jahr gehöre ich mittlerweile zu den glücklichen Pächtern dieses "Oberlaufs" der Suld. Am Anfang, vor 3 Jahren, war der Bestand genau gleich schlecht wie im Rest der Suld. Doch wir sind alle sehr nachhaltige Fischer und haben uns unsere eigenen, viel strengeren Regeln festgelegt. Und siehe da, nach gerade mal drei Jahren hat sich der Bestand massiv verbessert und der Unterschied zur Patentstrecke ist gewaltig. Fische von 30-35cm hat es viele und die grösste, die ich bisher fangen durfte hatte 38 (!) cm. Von wegen die wachsen nicht! Man muss sie nur lassen...

PS: Ich machte im vergangenen Herbst eine Wanderung mit den Schneeschuhen entlang dem ganzen Suldtal ab Äschiried, um Laichgruben ausfindig zu machen oder mit etwas Glück sogar Laichpäärchen beobachten zu können (ich bin der Meinung, ein Fischer muss auch die Natur und die Lebensweise der Fische begreifen und schätzen lernen). Und siehe da, auf den ganzen 2.4km, die ich der Patentstrecke entlang lief, konnte ich genau zwei Laichpaare ausmachen, geschätzte Grösse zwischen 22-26cm. Wohingegen auf gerade mal 500m Pachtstrecke 7 Laichpaare auszumachen, davon 4 sicher ü30. Und sowas ist einfach unglaublich wertvoll, da bin ich ganz sicher.

Und noch @Dickbait

vor 16 Stunden schrieb Dickbait:

Summa summarum, für alle Weltverbesserer und notorischen PC-Querulanten: Aktiv werden, den Vereinen und Verbänden beitreten und dort mitmischen. Diese nehmen gerne Hilfe und Unterstützung von cleveren jungen Fischerinnen und Fischern an. Oder politisch aktiv werden.

Ich nehme an, dass du damit mich meinst... Was glaubst du denn, was ich alles tue? Ich bin in 3 Vereinen Mitglied, 2 davon aktiv. Ich helfe regelmässig bei allerlei Projekten mit und nutze die Reichweite meiner Homepage, um so viele Leute wie möglich zu erreichen mit dem Gedankengut der nachhaltigeren Denkweise. Nebenbei studiere ich Biologie, ab nächstem Jahr gar in Fachrichtung der Aquatik. Ich verbringe jede freie Minute in der Natur. "Notorischer PC-Querulant", das lasse ich mir nicht bieten...

Sch... habe ich wieder viel geschrieben :) Langer Rede kurzer Sinn: Bessere Regeln können durchaus was bewirken und einen besseren Fischbestand generieren, ohne den Fischer einzuschränken (in gesundem Masse). Aber man muss halt einfach offen sein und da happert es leider bei vielen.

Ich gebe dir Recht Hans, ein Schonfenster wäre besser als bloss erhöhte Schonmasse. Und ich bin überzeugt, dass die Entnahmemengen sowieso der viel wichtigere Punkt sind, als die Schonmasse (Dural hat da nicht unrecht, das mit der Grösse würde sich von alleine regulieren). Aber Grösse und Entnahmemengen sind ja nur ein Teil. Für mich gibt es noch weitere Punkte, die man dringend verbessern müsste, was enorm viel bewirken würde:

  • Endlich eine Mindesthakengrösse für Naturköder! Z.B mindestens Grösse 2, denn auch damit bleibt jede massige Forelle noch locker hängen, aber es schont zumindest etwas besser die kleineren und vermindert das Verschlucken (ganz verhindern kann man es nie, auch ein 2er Haken kann mal verschluckt werden). Einige Kollegen sprechen von einem Naturköderverbot, aber das sehe ich anders. Jeder soll das machen was er will. Ich habe früher auch noch viel mit Wurm gefischt, bevor ich die anderen Methoden kennen lernte und es gibt nichts dagegen einzuwenden. Aber die Mortalität muss dringend gesenkt werden, der Quatsch mit diesen kleinen Hakengrössen und ständig verangelten Untermassigen muss endlich aufhören. Ich bin es leid, immer wieder tote kleine Bachforellen am Rand angespült aufzufinden, denen ein Stück Nylonschnur zum Rachen heraus schaut, schön gesetzeskonform vor dem Mund abgeschnitten. Warum lässt man es überhaupt so weit kommen? :-(
  • Einzelhakenpflicht (auch für Kunstköder). Drillinge sollten erst ab einer gewissen Köderlänge zulässig sein, z.B. ab 7cm oder so, um schlimme Operationen zu vermindern. Kleine, drillingsbewehrte Köder (z.B kleine Spinner, Miniwobbler, etc.) sind keinen Deut besser als Naturköder, erst ab einer gewissen Ködergrösse sind Drillinge sogar sinnvoller bzw. schonender.
  • Vermehrt Schonstrecken zwischenschalten. Eine bessere Möglichkeit, stromab- und aufwärts gelegene befischbare Strecken mit natürlich reproduzierten, durch Wanderung immer wieder nachrückenden Fischen zu versorgen, gibt es gar nicht. Selbstverständlich muss ein Gewässer dazu aber auch hindernisfrei auf- und abgewandert werden können, sonst macht eine Schonstrecke wenig Sinn.
  • Ein Watverbot anfangs Saison, wie es immer mehr Kantone und Vereine einführen, zum Schutz der Eier und später der Brütlinge, wäre auch begrüssenswert.

Sorry für diesen Roman, ich lasse mich einfach zu sehr ablenken, eigentlich müsste ich ja lernen :sweat_smile:

Cheerz und petri am Wasser

bearbeitet von nicithefisher
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Dickbait    153

Das sollte kein persönlicher Angriff sein, ich kann deine Gedanken und Beweggründe gut verstehen. Nur, in meinen Augen:

  • Mit dem Bezahlen und Mitgliedschaften von Vereinen ist - im Hinblick auf deine Ansprüche - zu wenig getan. Obwohl deine Absichten löblich und wohlwollend sind.
  • Die Umsetzung deiner Ideen führt zu einer massiven Überregulierung: du willst allen ernstes für jedes Gewässer separate Entnahmefenster, Watverbote, Hakengrössen usw. definieren. Ich möchte das auf keinen Fall. 
  • Bitte hör auf, von Mindesthakengrössen und Einzelhakenpflicht zu reden. Sind wir ehrlich: das einzige, das den Fischbestand schont - im Hinblick auf Angelfischer - ist nicht zu fischen. Alles andere ist bestensfalls Schönfärberei - bei hohem Befischungsdruck nützen diese Massnahmen nichts. Ganz zu schweigen, dass sie ohnehin nicht umsetzbar sind. Schonstrecken könnten wiederum, mindestens zeitweise, etwas bringen.

Zusammengefasst für den Kanton Bern ergeben deine Ansprüche ein Bild, das sich vom Regalsystem verabschieden muss. Dann kannst du aber nicht mehr für läppische 200.- in knapp 50 Gewässern, vom Mittellandsee über den Voralpenbach bis zum alpinen Bergsee fischen. Das Schöne in Bern finde ich, dass du ja die Wahl hast: pachte ein Gewässer, hege und schone darin die Fische wie du willst und sei der einzige, der darin fischt. Oder du akzeptierst halt - wie ich es mache - einen hohen Befischungsdruck und schätzt im Gegenzug die Vielfalt und Möglichkeiten, mit einem Patent in einem so grossen Kanton fischen zu dürfen. Und zwar ohne Göttisein oder sonstigen Quatsch.

bearbeitet von Dickbait
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Dural    1'030

Wie ich auf die 50% komme? Das ist eigentlich ganz einfach, es gibt div. untersuchen die dies klar belegen, wenn man den Fisch aus dem Wasser nimmt gegebenfalls noch ein Foto macht oder ihn vermisst sind wir recht schnell bei den 50% und dieser Wert ist sogar relativ niedrig wenn man alles zuvor genannte mit der bafo macht. Ja ich weis das macht keiner hier... Eine Sterblichkeitsrate von null gibt es nicht und gerade Forellen reagieren leider sehr empfindlich. Es gibt natürlich auch Fische die weniger empfindlich sind, man kennt sie ja zb. Wels, Karpfen, Aal zum teil auch Hecht. Auf die Sterblichkeitsrate hat aber nicht nur die Fischart für sich Einfluss, sondern es gibt auch Gewässer spezifische unterschiede, das Klima, und ganz wichtig die Fangmethode. Ich höre von Fischer immer wieder das der Fisch ja von alleine davon geschwommen ist und es ihm sicher gut geht, das ist leider sehr trügerisch, weil die Fische auch erst Tage wenn nicht sogar Wochen später eingehen können. Und auf die Auswirkungen der Fische die nach dem Fang überleben sind wir hier noch nicht mal drauf eingegangen, wir lassen das aber glaub besser so stehen.

 

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nicithefisher    754
vor 3 Stunden schrieb Dickbait:

Die Umsetzung deiner Ideen führt zu einer massiven Überregulierung: du willst allen ernstes für jedes Gewässer separate Entnahmefenster, Watverbote, Hakengrössen usw. definieren. Ich möchte das auf keinen Fall

Ich will das auch nicht. Eine Verkomplizierung ist auf jeden Fall zu verhindern. Für jedes Gewässer separat wäre nie meine Idee gewesen, da würde kein Mensch mehr durchblicken. Aber solche Regelungen lassen sich gut verallgemeinern und sind so alles andere als kompliziert und überregulierend. Eine Mindesthakengrösse würde jedem Gewässer gut tun, dasselbe gilt für ein Einzelhaken-Gebot, oder für ein Watverbot am Anfang der Saison. 

Man könnte fast jede meiner Ideen im Reglement in einem einzigen Satz formulieren...

  • Schonfenster/höhere Mindestmasse: Hier gibt es ja schon jetzt Unterschiede von Gewässer zu Gewässer. Einfach die bestehenden Zahlen im Reglement ersetzen durch die neuen Zahlen, et voilà :)
  • Mindesthakengrösse für Naturköder (gibt es z.B. im Kanton Tessin schon seit Jahren): Man könnte z.B. schreiben... "In allen Fliessgewässern mit vorwiegendem Edelfischbestand sind für die Angelei mit Naturködern Hakengrössen von mindestens {XY} zu verwenden".
  • Einzelhaken-Vorschrift (vielerorts im Ausland schon ganz normal, auch immer mehr Vereine führen das ein): Man könnte z.B. schreiben: "In allen Fliessgewässern mit vorwiegendem Edelfischbestand ist der Einsatz von Drillingshaken bis zu einer Köderlänge von {XY cm} verboten, jede Anbissstelle muss bis zu dieser Köderlänge mit einem Einzelhaken versehen sein."
  • Watverbot (Z.B. im Kt. Jura und im Basel-Land gegeben): Man könnte z.B. schreiben: "In allen Fliessgewässern mit vorwiegendem Edelfischbestand gilt für den Zeitraum vom 16. März bis {XY} ein Watverbot, die benetzte Oberfläche darf während dieses Zeitraumes nicht betreten werden."

Wie du siehst, so überreguliert ist das doch gar nicht und es gibt auch für alle meine Ideen schon Beispiele, wo es erfolgreich angewendet wird :)

Was du über die fischereilichen Möglichkeiten im Kanton Bern schreibst, kann ich absolut unterschreiben, die sind sensationell! Wenn sich nun dank fortschrittlicheren Regelungen auch noch die Fischbestände etwas verbessern, wäre das doch nur umso begrüssenswerter? ;)

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Dickbait    153

Alles klar, ohne hier länger werden zu wollen und den Thread zu zuspamen; ich sehe das etwas anders:

  • Schonfenster/höhere Mindestmasse: Kaum positive Effekte, Verangelung etc. (z.B. siehe Aeschenmoratorium)
  • Mindesthakengrösse für Naturköder: Kaum umsetzbar (z.B. Haftungsfrage, Tiemco Haken Gr.2 doppelt so gross wie Owner / müsste dann mit Schenkelabstand gelöst werden, adm. Aufwand?)
  • Einzelhaken-Vorschrift: Kaum positive Effekte, siehe Seefo-Schleppen, Wobbler-Bachfischen etc. (zudem; Drillingshaken Länge XY; wer kontrolliert und verzeigt dann Jungfischer Köbi, der aus dem Paragraphen mit der Köderlänge nicht schlau wurde?)
  • Watverbot: Umsetzbar, möglicherweise positive Effekte

Ausser dem Watverbot führen in meinen Augen alle deine Ansätze zu einem massiven (administrativen) Mehraufwand und bringen - wenn überhaupt - nur geringe Verbesserungen. Fischen soll als Hobby attraktiv sein und bleiben, und nicht nur von Nerds wie uns betrieben werden dürfen. Zudem die Geschichte mit der Politik: Die Mittel sind begrenzt, eine Umsetzung verursacht massiven Aufwand. Das wiederum soll und darf keine Entschuldigung sein - die Initiative müsste aber von Seiten Verein/Verband kommen.

Einig gehe ich selbstverständlich mit deinem letzten Satz, "...nun dank fortschrittlicheren Regelungen auch noch die Fischbestände etwas verbessern, wäre das doch nur umso begrüssenswerter?". :)
Ob Einzelhakenpflicht und höhere Mindestmasse die geeigneten Mittel sind, wage ich aber stark zu bezweifeln. 

bearbeitet von Dickbait
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nicithefisher    754

@Mods: Vielleicht sollte man diese Diskussion in ein neues Thema verschieben? Ich finde es sehr spannend, aber wir schreiben ziemlich am Thema vorbei. @Michael?

Ich kenne viele Beispiele, wo ein Schonfenster oder ein hohes Schonmass durchaus viel ausmacht. Und um genau der von dir erwähnten Verangelung entgegenzuwirken (die bei hohen Schonmassen/einem Schonfenster durchaus ein Problem sein kann bei hohem Befischungsdruck) sind dann eben die anderen Ideen gedacht (Einzelhaken, Mindesthakengrösse).

Ja die Mindesthakengrösse müsste anhand eines unmissverständlichen Parameters gemessen werden. Da es ja darum geht, das Verschlucken zu verhindern, am besten anhand der Bogenweite des Hakens (Distanz vom Schenkel zur Hakenspitze). Hakengrössen von Herstellerangaben bringen gar nichts, das ist klar.

Ich geb's zu, die Einzelhaken-Vorschrift würde problematisch werden. Schwierig zu definieren, zu kontrollieren, etc. Aber in den anderen Punkten sehe ich keine Probleme.

Wie auch immer, mein dringendstes Anliegen ist sowieso die Entnahmemengen zu drosseln, wie gesagt. Das ist mit Abstand am schwergewichtigsten. Die anderen Punkte, selbst die Schonmass/Schonfenster-Diskussion sind vergleichlich nebensächlich und kann man drüber diskutieren. Wie bei den Äschen: Nur noch zwei Bachforellen am Tag und 20 oder meinetwegen auch 40 Stück im ganzen Jahr wäre doch eine tolle Sache. Das muss doch reichen? Wer fischen will um den Tiefkühler zu füllen, soll auf den See Felchenfischen oder sowas, aber nicht kleine Bäche plündern.

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hans    71

@nicithefisher
Erstmals Danke für deine Antworten, finde es toll wie du dich für die Fischerei und vor allem für die Fische einsetzt! Im Grundsatz sind wir uns ja einig, auch wenn ich wie Dickbait einige Punkte anders sehe, vor allem das Fangmindestmass. Aber so entstehen interessante Diskussionen, welche mit dir auf einer sachlichen und nicht nur emotionalen Ebene geführt werden kann. :thumbup:

vor 20 Stunden schrieb nicithefisher:

Das sehe ich anders. Vielleicht weil du nichts anderes kennst, hältst du die Bestände für gut. Wenn du jedoch wie ich schon viele Erfahrungen sammeln konntest in Pachtgewässern, Vereinsgewässern, im Ausland oder schon nur in fortschrittlicheren Kantonen was die Fischerei-Vorschriften angeht (z.B. Kanton Jura, Kanton Solothurn), dann weisst du erst was möglich wäre

Ich fische seit meiner Kindheit und habe seit Jahren in zwei Kantonen das Patent, bin in einem Verein welcher auch mehrere Bergbäche hat und kann auch ab und zu bei Bekannten in Privaten Gewässern meiner Leidenschaft nachgehen. Ich war dieses Jahr schon in über 20 Bächen unterwegs und glaube, dass ich da auch einiges an Erfahrung habe. Bin übrigens noch nicht Rentner, sondern knapp 40gi. Bin halt viel am Bach, auch unter Woche am Abend mal noch kurz für eine - zwei Stunden.
Das in Vereins- und Privaten Pachtgewässer der Fischbestand anders ist, ist ausser Zweifel, aber das war schon vor 20-25 Jahren so. Der Befischungsdruck ist einfach ein ganz anderer in Patentgewässer. Daher meine Aussage über den Bestand in Patentgewässern, der wird aber auch nie so gut sein wie in Privaten
Ich bin vor allem anfangs Jahr auch mit Naturköder unterwegs, da es im Frühling einfach der beste Köder ist und man auch VIEL weniger untermassige fängt. Fische auch mit der Fliege und Wobbler / Löffeli. Mit der Hakengrösse und Drilinge bin ich ganz deiner Meinung, fische nur mit Einzelhaken.

vor 20 Stunden schrieb nicithefisher:

Ja. Aber da gibt es einen feinen Unterschied: Gefangen werden deutlich mehr, nur schlagen einfach die Wenigsten alles tot. Die Statistik sagt nur über die Entnahme was aus. Eine Person allein kann auf solche Statistiken bereits einen riesen Einfluss nehmen, schliesslich geht es bei den kleineren Bächen jeweils um Mengen von einigen hundert Fischen pro Jahr. Es sind vielmehr die grössten Anteile an den Entnahmen, die auf das Konto von ganz wenigen Einzelpersonen gehen

Gebe ich dir recht, ich Entnehme definitiv nie so viel wie ich könnte, aber da ich doch sehr viel am Bach bin, kommen da bis ende Jahr auch einige Fische auf den Teller. Habe auch keine Probleme beim releasen einer 30+, da ich wie du scheinbar auch die Wichtigkeit dieser Tiere schätzte. Gebe auch zu, dass ich dies in Patentgewässer eher nur ende Saison mache, da ich hoffe das sie die Saison überlebt und ablaichen können. Und da ist halt schon wieder der grosse Unterschied zwischen Vereins/Privat und Pattentgewässer. Deshalb wäre ich auch für ein Fangfenster.

vor 20 Stunden schrieb nicithefisher:

Fische grösser als ca. 24cm sind extrem selten, hinter jedem Stein knabbert zwar was und es hat folglich viele Fische drin, aber die allermeisten sind sehr klein (meinst du das mit einem guten Bestand?). Doch liegt das wirklich daran, dass sie zu wenig wachsen? Mit dem Befischungsdruck hat das wirklich nichts zu tun? 

Die Suld kenne ich nicht so gut, bin eher selten da. Aber Chirel, Fildrich und Narrenbach kenne ich bestens, da in meiner Nähe und für einen kurz Tripp abends für mich bestens geeignet. Und seit dem grossen Hochwasser hat sich der Bestand sicher sehr gut erholt, und es hat viele Fische von klein bis gross. Das meine ich mit gutem Bestand. Logisch gibt es Bäche welche da eher problematisch sind, aber sicher nicht alle. Und doch, der Befischungsdruck und die rücksichtsvolle Entnahme ist in der Suld sicher anders als in deinem/eurem gepachteten oberen Teil. Du schreibst ja selber, dass sich der Bestand etwas erholt hat. Weiss auch nicht wie die Hochwasser Situation in der Suld ist, aber meiner Meinung nach geht die meiste Brut / Eier bei Winterlichen Hochwasser in den Bächen verloren, ist auch gut möglich das es im oberen Teil dies bezüglich besser ist. Und mit dem Klimawandel wird das wohl auch nicht besser in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten. In unseren Vereinsgewässern gibt's auch Bäche, welche da einfach anfälliger sind wie andere. Und das ist sicher ein sehr wichtiger Punkt mit der Naturverleichung und somit mit dem Bestand.
Und es werden definitiv nicht alle Bafos in den Bergbächen "sehr" gross, es gibt langsam wachsende und schneller wachsende, da gibt es auch zig Studien dazu (z.B. mein Link beim ersten Post)

Finde es auch bemerkenswert, dass du im Winter-Herbst "deine Bafos" beim laichen beobachtest, coole sache mache ich ab und an auch. Dann weiss man auch wie eine Laichgrube aussieht und wo man im Frühling mit den Watstiefeln nichts zu suchen hat, ist auch ein Punkt wo ich dir völlig recht gebe. Viele Fischer wissen da wohl noch zu wenig Bescheid, ob es gleich ein Verbot sein muss, oder man vom FI besser Informieren muss/soll, keine Ahnung...

Ich persönlich habe einfach mühe mit Leuten die per se alles Verbieten wollen, wie Bergbäche gehören eh zu, was willst du da in der Kinderstube usw. Eine 20 Bafo im Bergbach ist ca. gleich alt wie eine 30er in der Aare, also nix Kindersube. Und ich habe an einem 26er Förndli im Bergbach genauso viel Freude (wenn nicht mehr, da oft auch mit Fussmarsch und Kletterei verbunden) wie einer in der Aare mit einem 40er

lg Hans

@WASABI
Sorry habe ich/wir deinen doch sehr interessanten Thread mit unseren Schonmass und Entnahme Spam vollgepostet....

bearbeitet von hans
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Dickbait    153
vor 1 Stunde schrieb nicithefisher:

Wie auch immer, mein dringendstes Anliegen ist sowieso die Entnahmemengen zu drosseln, wie gesagt. Das ist mit Abstand am schwergewichtigsten. Die anderen Punkte, selbst die Schonmass/Schonfenster-Diskussion sind vergleichlich nebensächlich und kann man drüber diskutieren. Wie bei den Äschen...

Auch wenn ich wie gesagt deine Absichten verstehe und gut finde; wieso kommst du ausgerechnet mit dem Beispiel der Aeschen?

Denn genau da hat man gesehen, dass eine Drosselung der Entnahmemenge und eine Erhöhung des Fangmindestmasses nichts, aber wirklich überhaupt nichts gebracht hat. Die Erträge sind im Keller, von einer Erholung kann nach dem Moratorium nicht im geringsten gesprochen werden. Im besten Fall hat eine kleine Umverteilung stattgefunden, es fangen wohl einige Fischer ein paar Aeschen mehr, die vorher von einer Handvoll guter Aeschenfischer zusätzlich gefangen wurde.

Zudem: Gerade bei den Aeschen; bei Gott kein schwieriger Fisch zum Fangen - nach den 20 Stück druckst du dir eine neue Statistik aus. Wenn es blöde geht, wirst du pro Saison einmal kontrolliert, aber auch nur auf vielbefischten Strecken. Wie wäre es wohl oben im Rebloch oder in Hinterfoltigen an der Quelle der Suld? Natürlich kannst du jetzt zurecht entgegnen, man soll mehr Kontrollen machen, wobei wir wieder beim politischen und finanziellen Problem sind. 

Aber ja, die Diskussion lässt sich wohl endlos führen, und zu einem zufriedenstellenden Schluss kommt man kaum.

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hans    71

@nicithefisher
 

vor einer Stunde schrieb nicithefisher:

Wie auch immer, mein dringendstes Anliegen ist sowieso die Entnahmemengen zu drosseln, wie gesagt. Das ist mit Abstand am schwergewichtigsten. Die anderen Punkte, selbst die Schonmass/Schonfenster-Diskussion sind vergleichlich nebensächlich und kann man drüber diskutieren. Wie bei den Äschen: Nur noch zwei Bachforellen am Tag und 20 oder meinetwegen auch 40 Stück im ganzen Jahr wäre doch eine tolle Sache. Das muss doch reichen? Wer fischen will um den Tiefkühler zu füllen, soll auf den See Felchenfischen oder sowas, aber nicht kleine Bäche plündern.

Das ist der Punkt wo wir uns wahrscheinlich nicht einig werden. Macht ja auch nichts, deshalb Diskutieren wir ja auch hier. Da ich einfach sehr viel am Bach bin, habe ich mit 20 Stück pro Jahr schon ein kleines Problem... Du musst mich recht verstehen, ich will keine 150St wies momentan ist (Entnehme ich auch nie und nimmer im Kt. Bern), aber 20 oder deinetwegen 40St ist doch sehr knapp bemessen für einen Bafos Junkie wie mich. Was für mich z.B. kein Problem darstellen würde, ist eine Entnahme von maximum  4St pro Tag und 75St pro Jahr. Bei 2St pro Tag und 20 pro Jahr wird das ähnlich wie bei den Äschen gemacht (Ich fische nicht auf Äsche) Es werden wenn überhaupt zusätzlich Tagespatente gelöst oder einfach nicht alle Fische eingetragen und somit illegal entnommen. Kenne etliche Fischer, sind nicht meine Freunde, welche dies so handhaben. Und der eine oder andere (Gast) der hier mitliest, weiss wohl von was ich rede...

Und sorry, Felchenfischen oder sowas ist halt nicht mein Ding, war auch schon mit Kollegen mit...Jedem das seine, wie schon oben geschrieben.

Es wird 2019 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit etwas in die Richtung umgesetzt. Wenn das Fangmindestmass erhöht wird, erübrigt sich meines Erachtens eh die Fangzahl pro Tag/Jahr, da eh nicht mehr so viel gefangen wird. Ist für mich die falsche Lösung, da es dann sicher viel mehr 22-24er hat, aber sicher keine einzige grosse Bafo mehr oder weniger hat. Kann man auch wie schon geschrieben im Kt. Freiburg beobachten, die Fangzahlen sinken, aber das Problem ist nicht gelöst.

 

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hans    71

@Dural

vor 11 Stunden schrieb Dural:

Wie ich auf die 50% komme? Das ist eigentlich ganz einfach, es gibt div. untersuchen die dies klar belegen, wenn man den Fisch aus dem Wasser nimmt gegebenfalls noch ein Foto macht oder ihn vermisst sind wir recht schnell bei den 50% und dieser Wert ist sogar relativ niedrig wenn man alles zuvor genannte mit der bafo macht. Ja ich weis das macht keiner hier... Eine Sterblichkeitsrate von null gibt es nicht und gerade Forellen reagieren leider sehr empfindlich

Bitte gib doch mal einen Link an für solche Aussagen, aber bitte nicht von irgendeinem Forellenpuff wo mit Zapfen und Wurm geangelt wird und der "Fischer" anschlägt, wenn die Forelle den Köder schon fast wieder ausgeschissen hat. Von denen gibt's zu genüge

Logisch gibt es keine Sterblichkeitsrate von Null, das weiss jeder Fischer. Aber 50%?? Wo die Sterblichkeitsrate liegt weiss ich nicht genau, aber sicher nicht bei 50%, sonst würde die ganze Sache wo wir hier diskutieren noch ganz anders aussehen. Wenn jede zweite Bafo die ich fange sterben würde, müsste ich ja auch alles ab 22 Totschlagen um sie zu erlösen, da sie ja eh verangelt werden. Wenn nicht von mir, dann vom nächsten...

Wo ich dir Recht gebe ist, dass die Bafos sicher zu den Fischen gehören, welche sehr Empfindlich reagieren. Hände nass machen, Feumer mit Gummierung, kein Druck auf den Fischkörper ausüben, usw. sollte wohl allen klar sein. Und Fotos von noch lebenden Fischen finde ich eh daneben, ausser vielleicht wenn man sie nicht selber macht und der "Fotograf" schon wärend dem Drill parat ist

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Dural    1'030

Man kann die äschen schon eintragen, sobald sie voll ist druckt man einfach eine neue seite aus. Das ist unteranderem auch ein grund wie so ich die neue statistik gar nicht mag. Ob es gemacht wird keine ahnung, die alte war zu teuer (zitat fischereiaufseher)

Ich habe dir keinen direkten link, oft kommen solche studien auch gar nicht ins www.  Wie schon gesagt haben diverse einflüsse auswirkung auf die sterblichkeitsrate (mortalität) man kann somit nicht pauschal eine aussage tätigen. wenn man den fisch zb. mit der fliege ohne wh fängt und sie gleich im wasser abhaken kann sind wir bei rund 10% es gibt aber auch untersuchungen die von rund 20% sprechen. Sobald die forelle aus dem wasser gehoben wird (messen, foto etc.) sind wir zum teil deutlich über 50%

Ich fische ja nicht auf bafo, aber ich weis von der sefo fischerei das forellen die unangenehme eigenschaft haben sich im drill zuverletzten. Ich habe schon die eint oder andere forelle zurückgesetzt wo ich mir sicher war das sie nicht überleben wird, aber mir sind mit der heutigen gesetztes lage die hände gebunden. Man ist in der zwickmühle, den fisch nachmessen und zu riskieren das er einen cm zu klein ist und man dadurch sein überleben noch weiter runter schraubt... oder den verletzten fisch gleich zurücksetzten... und nein, für mich ist die gesetztliche grundlage von wegen töten und zurücksetzten keine option. 

Ich setzte gerne fische zurück, wenn die recht sicher überleben spricht auch nichts dagegen. Deswegen fische ich auch immer ohne wh und oft recht grosse köder, die ganz kleinen nehmen die köder so nicht mehr oder bleiben nicht hängen, wobei dazu die jahreszeit sehr wichtig ist. Aber alles kann ich leider nicht verhindern. Ich bin übrigens kein fan von grossen einzelhaken. Die aktuelle gesetzeslage ist für mich sehr unbefridigend, weil ich weis das es anders (besser?!) geht.

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hans    71

@Dural
 

vor 1 Stunde schrieb Dural:

Ich habe dir keinen direkten link, oft kommen solche studien auch gar nicht ins www.

Ja , das habe ich mir doch schon gedacht, was du schreibst ist "tübisches Stammtisch Pinteplouderi gelaber". Es gibt diverse Studien in Forellenpuffs oder bei Seen mit Massigem Besatz. Und dann läufts ab wie ich schon vorher geschrieben habe. Wir reden hier aber über Bäche und vor allem Bergbäche. Ich lese sehr viel wenn es um Bafos geht, und wenn auch nur eine namhafte Studie diesbezüglich vorhanden wäre, ist diese sicher auch im WEB zu finden.

vor 1 Stunde schrieb Dural:

Ich fische ja nicht auf bafo

Warum schreibst du dann so Sachen wie

Am ‎25‎.‎06‎.‎2017 um 22:27 schrieb Dural:

Und dein komentar bestätigt meine meinung gerade wieder das diverse bergbäche so wie zu gehören. Der reitz 20erli über die steine zu ziehen werde ich nie begreifen

???
Ja klar, wenn es einem nicht persönlich betrifft, kann man ja fordern und plaudern...Wie schon geschrieben, verstehe ich auch nicht wie man 15er Eglis über die Uferböschung ziehen kann.

vor 1 Stunde schrieb Dural:

ich weis von der sefo fischerei das forellen die unangenehme eigenschhaft haben sich im drill zuverletzten

Dann hoffe ich doch sehr, dass die Seefo Fischerei verboten wird, die Fische verletzen sich ja im Drill....Siehst du auf was ich raus will? Ich fische selten im See, kenne aber die Problematik mit den Verletzungen...Betrifft mich ja nicht, daher sofort verbieten.

vor 1 Stunde schrieb Dural:

Ich habe schon die eint oder andere forelle zurückgesetzt wo ich mir sicher war das sie nicht überleben wird

Laut Gesetz machst du dich hier gerade strafbar...

vor 1 Stunde schrieb Dural:

Wie schon gesagt haben diverse einflüsse auswirkung auf die sterblichkeitsrate (mortalität) man kann somit nicht pauschal eine aussage tätigen

Wieso machst du es dann??

Sorry Dural, aber was du hier von dir gibst ist einfach nur :blind:
 

bearbeitet von hans
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