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rei

Lehrgeld?

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rei    10

Hallo zusammen

Letztens fand ich wieder mal Zeit etwas länger angeln zu gehen. Zielfisch war der Egli, welcher aktuell vom Ufer aus gut gehen. Da ich erst das zweite Jahr am Angeln bin, habe ich mich auf die erfolgreiche Methode vom letzten Jahr verlassen und wollte direkt mit dem C-Rig auf die Jagd gehen. Entsprechend habe ich dann auch den selben Köder auf den Haken aufgezogen und losgelegt.

Es ging zu Beginn nichts und ich habe dann auch ein paar Farben durchprobiert. Ich habe überlegt was bei diesem Wetter und Wassertrübung wohl am Besten passen könnte. Nach einer längeren Weile ohne Kontakt und Ungeduld habe ich aufgehört Köder durchzuprobieren und mich entschlossen auf die Farbe zu setzen, welche bisher am Besten fing, obwohl die Bedingungen nicht dieselben wie damals waren.

Mein sozusagen Erfolgsköder (wenn man bei so einer kurzen Angelkarriere davon überhaupt reden kann) habe ich dann fix montiert und wieder angefangen zu werfen. Siehe da es tockte in der Rute, ich schlug an, fing an zu drillen. Ich merkte schon, dass dies ein etwas grösserer Egli sein muss als der Durchschnitt im Bodensee. Er wehrte sich nach Kräften und ich habe mich schon auf die Landung vorbereitet. Ich griff zum Kescher, da ich etwa 2 Meter erhöht stand und ich den Egli nicht rausrupfen wollte. Tja und da geschah es. Beim Niederknien habe ich etwas Spannung auf der Rute verloren, der Barsch schüttelte sich kurz und war weg. Mein Adrenalin war weg und ich ärgerte mich und dachte mir, das kann passieren (Lehrgeld?), aber dafür beissen Sie jetzt und nicht die Kleinen direkt an der Mauer sondern, die etwas grösseren Eglis.

Weiter gings, nächster Biss kam auch kurz danach. Wieder fing ich an zu drillen, aber wiederum ohne Erfolg. Der Barsch ging schon sehr früh runter vom Haken. Die Enttäuschung wurde immer grösser, aber die Hoffnung war natürlich noch da, denn in kurzer Zeit hatte ich 2 Bisse, was für mich sehr vielversprechend war.

Langsam wurde es dunkel und ich fing wieder an zu grübeln, ob die Köderfarbe noch richtig ist, denn es ging länger nichts mehr, bis dann doch noch einer Biss. Wie man so schön sagt, sind alle guten Dinge 3 und ja auch der schüttelte sich wieder ab. Anschliessend ging nichts mehr und ja ich habe wieder Köderfarben durchprobiert und auch bei den Nachbarn neben an ging nur noch ein kleiner Egli ans Band.

Auf der Heimfahrt habe ich mir dann Gedanken über meine Montage gemacht. Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass sich diese alle abschütteln. Wahrscheinlich war der Haken nicht ideal und meine Bremse zu hart eingestellt und ich musste wohl als Anfänger das nötige Lehrgeld bezahlen. Nun gut solche Tage gibt es. In der Zwischenzeit bastel ich mir eine "bessere" C-Rig Montage um für die nächste Session bereit zu sein.

Die positive Schlussfolgerung an diesem Angelabend:

Wenn ich das nächste Mal da bin sind die Egli grösser =)

Gruss vom Bodensee

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Abborre    164

Lehrgeld hat wohl jeder bezahlt. Manchmal wortgetreu in nichtbenutztem Tackle, dass man mal in Vorfreude gekauft hat. Mit jedem Angeltag wird der Erfahrungsschatz grösser. Auch ich war letztes Mal mit Wasabi auf dem Bielersee und während er Egli um Egli gedrillt hat, ging ich leer aus. Bis ich die Hakengrösse und die Gummifische auf eine Nummer kleiner wechselte. Da bekam auch ich ein paar Bisse, die ich aber nicht verwerten konnte. Beim nächsten Angeltag direkt kleiner montiert und schon waren die Fangerfolge da. 

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Mötti    315

Bei mir gehören solche Tage auch dazu. Gerade bei Egli. Aber eine Anregung kann ich Dir mitgeben. Kann es sein, dass Du mit einer ziemlich harten Twitch Rute angelst? Wenn ja, dann nimm eine mit weicher Spitze. Ich habe in den letzten zwei Jahren wenn auch mit Hard Baits die gleichen Erfahrungen machen müssen. 

Gruss 

Mötti 

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WASABI    863

Hallo Rei, das wichtigste, meiner Meinung nach, ist die Köderführung und die Ködergrösse resp. was grade zu Zeit an Futter rumschwimmt und gefressen wird. Sind es aufsteigende Larven wie Maifliegen, Buzzli oder die Krebse am Boden. Stimmt die Grösse, hast du schon halb gewonnen. Das 2te ist dann das g'spüre und anpassen der Technik. Letztes Jahr zb. funzte am sichersten den Köder extrem langsamen reinziehen und absinken lassen...diese Jahr ist aber mehrheitlich zupfen und einziehen angesagt. Köderfarbe und Takle ist eher 2te Rangig. Die Köderform ist da um einiges wichtiger und was er imitiert. Habe schon mit gewöhnlicher Spinnrute, Drop Shot Rute (geht auc, wie ich beim letzten Ausflug feststellte) und unmöglichsten Köderfarben gefangen. Klar ist es toll mit einer spez.Rute für Egli zu Fischen, kostet halt was.

Die Bremse, :D ein schönes Thema. Da mache ich eben halt zu, soweit zu, das ich den Fisch gleich nach dem Biss hart drillen kann. Soweit offen, das beim Anschlag kurz die Schnur abzieht. (Kommt jetzt drauf an wie hart man Anschlägt :stuck_out_tongue_winking_eye:) Schnur können bei mir nur grosse Fische abziehen. Meistens kann ich die Egli ohne Problem ran kurbeln und Keschern. Habe einfach die Erfahrung gemacht, das wenn du dem Fisch zeigst wer Cheeffe ist, umso einfacher der Drill...Das grösste Egli das ich vor kurzem fing, war bisher der einzige Barsch der es schaffte mehrmals Schnurr abzuziehen und ich am Anfang dachte, es sei ein kleiner Hecht.

Je mehr du am Wasser bist umso mehr wirst du deine eigene Taktik entwickeln und erfolgreich sein. Heisst nicht so wie ich es mache, für dich auch stimmt. Ich habe, darf ich wohl sagen, erfolg mit meiner Technik.

Dran bleiben und weiter Fischen...

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Dural    1'014

Zum Thema drillen habe ich mal ein sehr schönes Video gesehen, ich finde es aber leider nicht mehr. Auch egal, in dem Video ging es um die Hechtfischerei in einem See voller Hindernisse, die hatten so schweres Gerät, recht starke Schnüre und die Bremse war voll zu das die 1m+ Hechte innert Sekunden (!!!) im Kescher hatten. Egli sind natürlich nicht vergleichbar mit Hechten, die haben weichere Mäuler und können schneller Ausschlitzen. Jedoch bin ich klar der gleichen Meinung wie Wasabi, umso kompromissloser man mit dem Fisch umgeht, desto einfacher, schneller und sicherer hat man ihn im Kescher. Die Fische merken sofort wenn man zögert und nutzen die Gelegenheit gleich aus. Aber Egli schlitzen auch mal gerne aus, das ist halt einfach so, da hilft eine weichere Rute etwas aus.

bearbeitet von Dural

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rei    10

Danke fürs Feedback und die Tipps.

Ich angle mit einer Spro Gateway bis 15gr. Die hat eigentlich eine relativ weiche Spitze und ein tolles Rückgrat. In Zukunft werde ich wohl mehr Zeit in Köderführung als in die Wahl der Farbe investieren ;) 

An dem beschriebenen Angeltag war nach Sonnenuntergang richtig viel Action an der Wasseroberfläche zu sehen. Rundherum brodelte es nur so. Leider hatte ich keine Fliegen oder irgendwelche sonstige Imitate für die Wasseroberfläche, was ich mir aber vielleicht mal zu legen sollte (habe bisher nur mit Gummi gefischt), wobei dies mit der Spinnrute dann wieder interessant sein wird zu präsentieren :D

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WASABI    863

Wenn die Barsche schon an der Oberfläche jagen, kannst du eine Wasserkugel montieren und einige Nuggi dranhängen oder eben kleine Straemer. Mit Straemer wäre hier aber mit der Fliegenrute interessanter :grin:

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    • Von Ale
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      Rouven
       
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      Hallo Zusammen
      Mein Name ist Yannick, bin 28 Jahre und komme aus dem Schönen Tösstal
      Ich wollte mich mal erkundigen ob jemand am Greifensee oder am Pfäffikersee vom Ufer aus fischt.
      Ich bin neu in der Region und möchte mehr über die beiden Gewässer lernen.
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      Bevorzugt mit Gummifisch, C-Rig, etc.

      Vielen Dank und Gruess
      Michu
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