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WASABI    863

Fischbesatz ist für die Katz.

Was schon seit einigen Jahren von einigen beschrieben wurde oder vermutet haben, ist nun auch belegt worden. Hoffe das dies nun auch umgesetzt wird, auch wenn es mehr kostet.

Zusätzlich wäre Fangfenster und Fangbeschränkungen sowie Anzahl Fischer an einem Gewässer zu bestimmen. Der Fischer ist nach wie vor der grösste Feind.

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/tradition-verfehlt-zweck-das-aussetzen-von-forellen-ist-fuer-die-katz-131138205

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Dickbait    153

Danke Wasabi.

Meine Meinung: Der Erkenntniswert dieser Studie ist höchstens überschaubar und bereits uralt; dass der Besatz aus möglichst passendem Material – mindestens aus demselben Einzugsgebiet, besser noch aus demselben Gewässer kommen soll – weiss man seit Jahren. Darauf wird bei den meisten Besatzmassnahmen in der allermeisten Kantonen geachtet. Daraus zu schliessen, dass Fischbesatz für die Katz ist, ist genau so falsch wie die Annahme, "Wer mehr Fische aussetzt, wird mehr Fische fangen".  

Positiv an der Studie wiederum ist, dass man eine neue Grundlage hat und das Thema erneut aufgenommen wurde.

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WASABI    863

@Dickbait stimmt schon, deshalb habe ich auch geschrieben das es ja schon seit Jahren bekannt ist. Aber dennoch machen einfach viele Vereine stur weiter weil es einfach Tradition ist und man es halt schon seit je her so macht. Da steht noch viel Entwicklungsarbeit bevor. Ich erinnere mich noch, was das für ein Aufschrei war als der Kt. Bern das Besetzen von Hechten im Kanton aufgab. Und was ist nun schlechter geworden? Nix. Es werden immer noch stattliche und viele hechte gefangen. Hab jetzt die Fangstatistiken Kanton Bern vom letzten oder vorletztem Jahr nicht angeschaut. Ist nur mein persönliches empfinden beim Fischen auf den bekannten Seen.

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flintfish    9

Am letzten Samstag, 18.3.17, war die GV in unserem Fischerverein. Als Gast war auch der Amtschef vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei anwesend. Auch im Kanton Zürich gibt's eine aktuelle Studie welche die Erfolgslosigkeit von Besatzfischen belegt. Am Beipsiel Thur - es werden seit einige Jahren keine Besatzfische sondern Fischlaich in speziellen Behältern an speziellen Plätzen (z.B. kleine Seitenbäche) ausgebracht. Ob das allerdings massgebend war, dass im letzten Jahr bei Kontrollabfischungen ein leicht höherer Bestand ermittelt wurde, kann natürlich noch nicht verbindlich abgeleitet werden :-)

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Gumpenkoenig    1'046

Kennt ihr die Internetseite http://www.besatz-fisch.de/

Dort sind die Ergebnisse eines Forschungsprojekts in D öffentlich zugänglich, mit hervorragenden Powerpoints und PDFs... wichtigste Frage ist dabei "Was will ich eigentlich mit dem Besatz?" Und Besatz wird auch deshalb so kontrovers diskutiert, weil sich die Leute ganz unterschiedliche Ziele haben und sich schon in diesem allerersten Punkt nicht einig sind... Der eine will einfach mehr fangen, der andere eine schwache Art stützen, der nächste eine ausgestorbene Art wieder einführen...

Auch bei mir im Verein ein SEHR dickes Brett, das ich seit längerem zu bohren versuche... Bei uns werden zwar "nur" Brütlinge besetzt aber es drängt sich der dringende Verdacht auf, dass das ebenfalls für die Katz ist, da werden quasi jährlich tausende Euro angezündet! Naturverlaichung schließt Besatz eigentlich aus, das zeigt auch diese Schweizer Studie!

bearbeitet von Gumpenkoenig

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Toro11    359

Grundsätzlich sollte man sich überlegen, warum ich einen Besatz durchführen will. Gibt es zuwenig Fische? Da ist Besatz nicht unbedingt die beste Masnahme!
Zuerst müssen die Rahmenbedingungen für die Fische stimmen. (Wasserqualität, Nahrung, Sohle, etc.) Wenn sich der Fisch nicht wohl fühlt, dann zieht er weiter. Wenn das Nahrungsangebot zu klein ist,fressen die grossen Fische die kleinen (Brütlinge, Sömmerlinge) auf. Als Folge werden die Fische immer kleiner, da sich der Wachstum dem Nahrungsangebot anpasst.
Ist die Wasserqualität unzureichend sterben die Fische und die Nahrung (Mikroorganismen, Krebse, "Futterfische" wie Groppen) nimmt ab.

Zuerst muss die Ursache des Fischmangels bekämpft werden, bevor man Fische einsetzen kann. Dass der Genetisch richtige Fisch, Stichwort Stamm, enigesetzt werden muss liegt auf der Hand.
 

bearbeitet von Toro11
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Forelle1958    402
vor 4 Stunden schrieb Gumpenkoenig:

Naturverlaichung schließt Besatz eigentlich aus, das zeigt auch diese Schweizer Studie!

Bin ich mir unter gewissen Umständen nicht ganz sicher. An meinem Hausbach gibt es zwar eine Naturverlaichung, aber bei Hochwasser haben wir unglaublich viel Geschiebe (Nagelfluh-Gestein). Laichgruben werden bei starkem Winterhochwasser (wie in diesem Februar) einfach mitgerissen oder überdeckt. 

Die regelmässig stattfindenden Erfolgskontrollen sprechen in solchen Jahren bei uns eher für den Besatz mit der Brut (morgen ist es wieder soweit) und helfen, dass in der Regel nicht ein ganzer Jahrgang komplett fehlt. Wenn allerdings wenige Tage nach dem Besatz ein massives Hochwasser kommt, gibt es einen Totalausfall. 

Ohne Hochwasser klappt normalerweise die Naturverlaichung, d.h. es gibt einen prächtigen Jahrgang und dann stimme ich dieser Aussage auch zu. 

In solchen Gewässern ist die Vernunft und das nachhaltige Denken von uns Fischer sehr wichtig. Beispiel: wenn ich einige Stunden auf der Pirsch bin und nach unzähligen kleinen, aber bei uns massigen Forellen zwischen 25 und 28 cm, die erste Forelle mit 34cm fange, brauche ich der dem Nachwuchs zuliebe nicht gleich eins über den Schädel zu ziehen. Wie schon geschrieben wären auch Fangfenster und strikte Jahresfanglimiten für eine erfolgreiche Naturverlaichung ein Segen. Leider ist das in Bächen die mit einem kantonalen Patent befischt werden können kaum durchsetzbar, da sich viele denken "wenn ich diese massige Forelle nicht mitnehme, macht das der Nächste". 

In vielen Bächen gäbe es zudem noch viele weitere Massnahmen die ein Besatz überflüssig machen könnten. Ich denke da an grosszügige Schonstrecken (natürlich dort wo auch Laichgruben entstehen), gelungene Renaturierungsmassnahmen bis hin zu einem kompletten mehrjährigem Moratorium in überfischten Bächen mit guten Bedingungen für die Naturverlaichung. 

bearbeitet von Forelle1958
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    • Von Rouven
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      Rouven
    • Von troutwhisperer
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      Petri & Cheers, 
      Paul 
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