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Forelle1958

Eine interessante Entwicklung

Empfohlene Beiträge

Forelle1958    396
Meine subjektiven Wahrnehmungen, scheinen sich zu bestätigen. Ich finde es grundätzlich toll, dass sich wieder klar mehr vor allem auch Junge für das tolle Hobby entscheiden, oder besser gesagt die Leidenschaft Fischen für sich entdecken :)

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Die-Fischer-an-der-Angel/story/24083914#mostPopularComment

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Gast   
Gast
Ob man diese Entwicklung unbedingt als positiv erachten muss?
Das Resultat ist ein höherer Befischungsdruck, mehr Fischentnahme, mehr Verschmutzung der Gewässer und Ufer.
Ob das unsere Gewässer lange ertragen bleibt offen und wird die Zukunft zeigen.
Wenn diese Fischer diszipliniert sind, der Natur sorge tragen und selektiv Fische entnehmen, sich an die Gesetze halten, dann kommt es gut.

Habe leider bei uns das Gegenteil erlebt: Das Fischen artet in eine Party und Saufgelage aus. Ein Berg von Abfall und Müll bleibt am Ufer liegen oder landet direkt im Wasser. Schonzeiten und Mindestmasse werden ignoriert. Auch sind vermehrt Jüngere als Schwarzfischer unterwegs.

Für die Wirtschaft und die Kantone kommt natürlich mehr Geld in die Kassen, aber Geld ist nicht das wichtigste Gut auf dieser Welt....


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Forelle1958    396
Diese Argumentation hinterlässt bei mir einen etwas sonderbaren Beigeschmack.

Zum Befischungsdruck ist zu sagen, dass gerade Kinder vom Freiangelrecht Gebrauch machen und mit den limitierten Möglichkeiten vor allem Weissfische und vereinzelt mal einen ebenfalls nicht gerade seltenen Barsch fangen. Das Schöne daran ist, dass die Knirpse sich über solche Fänge unheimlich freuen und noch echt stolz auf die erbeuteten Fische sind:)

Diejenigen die dranbleiben machen dann meist den SaNa/Brevet, lernen ständig weiiter, angeln zu einem überwiegenden Teil mit Kunstködern und handeln meist sehr verantwortsbewusst gerade was die Entnahmen anbelangt.

Die gefrässigsten nicht gefiederten Kormorane sind zu einem überwiegenden Teil ältere Fischer.

Das Wort Befischungsdruck empfinde ich daher in diesem Zusammenhang als einen Ausdruck von Missgunst.

Das Argument mit dem Abfall und Saufgelagen kann ich nach meinen Beobachtungen in der Schweiz und im Ausland definitiv nicht nachvollziehen. Damit möchte ich nicht bestreiten, dass sowas vorkommt, allerdings sind es schätzungsweise bei Weitem über 95 Prozent nichtfischende Mitmenschen die solche Gelage am Wasser veranstalten;(

Vielleicht gibt es bei diesem Thema gewässer-, zielfischspezifische und grenzüberschreitende Unterschiede. Die Ansitzangler-Szene kenne ich tatsächlich zu wenig aber ich würde dieser Gruppe nicht im Traum unterstellen, dass diese vor allem wegen einem Gelage die Tage am Wasser verbringen.

Offenbar gibt es aber an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland wesentlich mehr schwarze Schafe:unsure:


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Gast   
Gast
Hoi Martin

Zitat:
Das Wort Befischungsdruck empfinde ich daher in diesem Zusammenhang als einen Ausdruck von Missgunst.


Das hast du falsch interpretiert. Das soll heissen: Zu viele Fischer an einem Gewässer --> Das Gewässer wird leergefischt.
Wir müssen bei uns, es ist ein Fluss kein See, jedes Jahr für ca. 5000.-- Euros Fische besetzten, ansonsten kannst du den "Laden" schliessen, weil keine Fische mehr drin sind. Wir hatten im Sommer eine Schnorcheltour unternommen, sind ca. 4km und 4 Stunden am Schnorcheln gewesen. Wir haben keinen einzigen Fisch über 20cm gesehen. Der Flussabschnitt ist einfach leergefischt. Man kann getrost zu Hause bleiben, die Fischerei macht da keinen Sinn mehr. An diesem Teil sind sicher 300 Karten vergeben, plus eine Horde von Schwarzfischern. Das kann kein Gewässer verkraften.

An den Gewässern die du befischt, werden wohl keine Nachtansitze getätigt. Beim Forellenfischen ist man ja aktiv unterwegs und man übernachtet nicht am Wasser. Wenn du aber am Gewässer bleibst, dort übernachtest, dich verpflegst, wird es unweigerlich Abfall geben. Nimmst du diesen mit, ist ja alles ok. Leider bleibt ein Grossteil des Mülls am Platz liegen.
Ich beteilige mich 4 Mal im Jahr an Gewässerreinigungen und wir sammeln den Müll zusammen. Maisdosen, Wurmdosen, Verpackung von Takle, kaputte Stühle, Ruten und dergleichen sammeln wir regelmässig zusammen. Das dieser Abfall nicht von Wanderer und Spaziergänger stammt, ist wohl klar.

Ich bin nicht der Meinung, das viele Fischer der Natur sorge tragen. Man will Fische fangen, um sie zu Essen. Der Rest ist eigentlich egal. Jeh mehr Fische, desto besser, man kann sie dann tiefgefrieren, verschenken oder verkaufen. Nachhaltigkeit ist für viele ein Fremdwort.
Beobachte mal, wo die rauchenden Fischer ihre Zigarettenstummel entsorgen.....Die landen im Wasser oder am Boden.

Ich werde dir noch ein paar Bilder liefern, wie das nach einem Ansitz jeweils aussieht.


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fishermikey    0
@Silurohunter:

Und wo ist bei deinen Fotos der "Link" zu Fischern jüngeren Semesters?

Wie Martin schon gesagt hat, fischen "Wir" Jungen vermehrt mit Kunstködern. Wir praktizieren "Run and Gun" und "Streetfishing". Warum? Weil es für viele einfach cooler ist, aktiv und unterwegs Gummis und Hardbaits durch die Gegend zu ballern, statt stundenlang auf der Liege zu warten bis der Bissmelder angeht, auf dem Stühlchen sitzend bis die Pose abtaucht oder die Rutenspitze wackelt. Mit einer Rute und einer kleinen Umhängtasche bleibt meist kaum Platz für das nötige Tackle, und wenn überhaupt, hat da höchstens ein-zwei "Dosen" Platz... ;)

Was ich jedoch schon oft beobachtet habe, sind liegengelassene Eimer mit Resten von Futtermischungen, kaputte Liegen und Isoliermatten und jede Menge Mais-, Wurm- und Madendosen. Zum Teil hab ich die Verursacher gesehen, zum Teil Vermutungen... Aber ich kann dir versichern, dass die wenigsten zdee jüngeren Generation Sportfischer gezählt werden konnte!

Es gibt überall schwarze Schafe, aber den Trend, dass immer mehr Junge (meist mit Kukö ) fischen, (und vermehrt auch C&R betreiben), begrüsse ich sehr. Früher war ich meist alleine unterwegs, seit 1-2 Jahren habe ich viele junge Fischer in meinem Alter kennengelernt, welche die gleiche Fischerei wie ich betreiben (Kukö only) und eine ähnliche Philosophie und Haltung (und Respekt) gegenüber den Fischen und der Natur haben.

Das Sinken und Verschmälern der Fischbestände irgendwie mit dem von dir verlinkten Trend in Verbindung zu bringen, finde ich schade und hat für mich einen fahlen Beigeschmack... Denn es wird tagtäglich über "uns" Junge hergezogen, à la "früher hatte man noch Respekt und Anstand" / "die heutige Jugend säuft und kifft nur noch" etc. Sei/seid doch froh, dass sich die Jungen einem so schönen Hobby wie dem Fischen vermehrt zuwenden, in die Natur rausgehen und Freude haben am schönsten Hobby der Welt!

Gruss Michi

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Gast   
Gast
Folgendes hab ich so erlebt.

Greifensee: Ein gemeinsames Fischen, alle nutzen das Freiangelrecht. Die Jugendlichen ignorieren die Gesetze und fischen mit Kukö und Widerhaken. Komme ja eh keine Kontrolle.

Berner See: Wir waren in einer Gruppe am Fischen, die hälfte davon Jugendliche. Wir haben alle schön unsere Widerhaken entfernt, die Jugendliche wollten aber lieber mit Widerhaken fischen. Einige haben verbotenerweise 2 Ruten im Einsatz. Danach haben sie Bier in grossen Mengen konsumiert und Pizza bestellt. Den Abfall haben sie liegen lassen. . Wir Erwachsene haben dann alles zusammengesammelt und entsorgt.


Flussfischen: Ein Jugendlicher fängt einen kapitalen Fisch. Er kann diesen aber nicht identifizieren und will ihn schon totschlagen. Ein Erwachsene ruft ihm zu, das dieser Fisch Schonheit hat. Der Fisch liegt minutenlang zappelnd auf Beton und wird dann widerwillig ins Wasser geworfen. Am nächsten Tag finden wir den Fisch tot am Ufer.

Fischen mit Jugendgruppe. Die Jugendlichen haben ihren Abfall liegengelassen. Habe dann erwähnt, das wir den Abfall zusammenlesen und mitnehmen. Die Antwort war: Nö warum auch ?

Kann man nach solchen Erlebnissen noch an die heutige Jugend glauben? Ich habe zu Zeit etwas Mühe damit.

Ich denke in der Erziehung dieser Jugendlichen ist vieles schief gelaufen. Sie haben nie gelernt, sich an Gesetzte zu halten, sich anzupassen und ihnen wurden nie Grenzen aufgezeigt. Respekt gegenüber Mitmenschen und Natur ist nicht immer erkennbar.
Darum machen sie was sie wollen.

Wenn ihr Michi und Nicola nicht zu diesen Jugendlichen gehört, dann einen grossen Respekt vor euch und Hut ab.
Dann seit ihr auf dem richtigen Weg. :D

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Gast   
Gast
Super Beitrag Michi, danke! Du sprichst mir aus der Seele :) Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.

@Silurohunter: Ausnahmen gibt es immer...

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Gast   
Gast
@Silurohunter: Also solche Kinder wurden definitiv schlecht erzogen. Gesetze sind Gesetze!
Ich bin selber auch einer der "Jungen" und für mich ist es selbstverständlich die Gesetze zu beachten und Respekt vor der Natur mit ihren Tieren und Pflanzen aufzubringen. Das mit dem Abfall ist wirklich ein grosses Problem. Ich fische meistens an der Gürbe bei Wattenwil und hier gibt es leider auch viel Abfall von Fischern oder von anderen Menschen am und im Wasser. Meterlange Schnurstücke entferne ich fast bei jeder Bachpirsch, auch viel anderer Abfall ist oft im Gewässer und muss entfernt werden.
Das mit den Gesetzen ist hier auch so eine Sache: z. B. Am 16. März stand ich um 6.00 an der Gürbe um die Bafosaison einzuläuten und was sehe ich von einem Ast herab hängen eine Angelschnur welche am letztjährigen 30. Sept noch nicht dort hing. Es muss also ein Schwarzfischer bzw. ein Fischer gewesen sein welcher die Gesetze nicht einhielt.

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Gumpenkoenig    1'031
Bzgl. "leerfischen" möchte ich noch ergänzen, dass die Bewirtschafter der geweiligen Gewässer das auch einfach nicht im Griff haben, wahrscheinlich auch wieder aus finanziellen Gründen so viele Karten ausgeben, wie sie dürfen.
In Deutschland ist gesetzlich eigentlich geregelt, dass der Inhaber des Fischereirechts nur den überschüssigen Ertrag eines Gewässers "abschöpfen" darf. Besatz ist eigentlich nicht vorgesehen!!!!! Natürlich wird das momentan überall anders gehandhabt (auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist), aber mit der Reform des Fischereigesetzes wird es da in Zukunft erheblich strengere Maßstäbe geben, das weiß ich aus erster Hand!

Ansonsten sollten wir uns freuen dass mit steigendem Interesse am Angeln, auch das Image unseres Hobbies in der Öffentlichkeit verbessert wird. Wenn die Fischereiverbände und Angler nun endlich kapieren würden, dass wir an der Verbesserung unserer Gewässer arbeiten müssen um mehr zu fangen (Durchgängigkeit, Gewässerstruktur, usw.), statt uns gegenseitig zu zerfleischen, wär alles gut!

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Diablo    25
@fishermikey
Giftige Gummies ins Wasser ballern und Respekt vor der Natur in einem Satz zu nennen, finde ich eher komisch.
Ansonsten sehe ich das aber so ähnlich wie du.
Es gibt überall schwarze Schafe und ich habe auch schon sehr coole Jugendliche erlebt, die den Müll wegräumen und zur Umwelt Sorge tragen. Im Gegenzug gibt es genug alte, die sich einen Dreck darum kümmern (wahrscheinlich weil es sie nicht mehr lange etwas angeht...:P ).

@nici: ich denke die Dreckmacher sind die Ausnahme. Die anderen fallen nicht auf, weil sie eben alles wegräumen.

Gruss

Diablo

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trout    112
Beim Fischen ist es doch so wie überall! Es gibt ein paar Idioten die halten sich weder an Gesetze oder Regeln und handeln auch in keiner Weise Nachhaltig und mit Respekt gegenüber der Natur. Und da ist es natürlich praktisch den Jungen oder den Ansitzangler die Schuld zu geben... Aber wie gesagt, es sind nicht alle Jugendliche oder alle Ansitzangler gleich! Ich finde es immer sehr schade wenn man gewisse Gruppen in den gleichen Topf wirft.
Ich finde es sehr positiv wenn unser Hobby einen Aufschwung erlebt. Somit werden wir in der Öffentlichkeit vielleicht besser wahrgenommen und unsere Anliegen ernstgenommen...

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