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bennoT

Schleppangeln mit Seehunden

Empfohlene Beiträge

bennoT    0
Hallo Community, ich versuche mich seit einiger Zeit mit dem Schleppangeln mit Seehunden. Da ich bis anhin ziehmlich erfolglos war, habe ich einige Fragen zu der Technik / Ausrüsstung.
Wie lange und in welcher Stärke sollten die Zügel sein?
Werden auf den Hecht andere Zügellängen verwendet als wenn es um die Seeforelle geht?
Wie schnell wird geschleikt auf den Hecht, wie schnell auf die Sefo?
Was für Köder verwendet ihr / haben euch Erfolge gebracht?
Was gibt es sonnst noch für Tips die zu beachten sind, um auch mit dieser Fangtechnik zu Ruhm und Ehre zu gelangen?
Danke für eure hilfreichen Informationen / Tips.

Petri

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Mike    240
Hallo,

Stell Dich doch bitte zuerst vor;)

Wir nehmen meistens 0.50er bis zum Blei, danach verjüngen wir auf ein 0.30er
Auf Hecht Schleppt man sicher langsamer....jenachdem was fùr ein Köder du hast....Hecht im 2,2- 3 km/h und Seefos 3,5- 4km/h....

Hecht: Wobbler, Köfis am System, Löffel usw
Seefo:Wobbler, kleinere Köfis, Löffel

Ich würde auch verschieden schwere Bleie probieren, das du auch auf verschiedene Tiefen gelangst

Der beste Tipp den ich Dir geben kann, ist GEDULD und fahren, fahren!!;):squint:

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Jon    282
wenn du Zeit und Geld sparen möchtest, nimm hier ein Guiding:

http://www.kupferschlepploeffel.ch/#!schlepp-guiding/c19vd

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Bigpike    5
Hallo!

Das Schleppfischen ist meine grösste Leidenschaft. Das Fischen auf Hecht ist manchmal das einfachste auf der Welt und dann aber wieder urplötzlich eine unlösbare Aufgabe. Das Unternehmen "Hechtfangen" ist nicht immer gleich einfach. Es kommt ganz auf die Jahreszeit und natürlich auch auf den See drauf an. Nicht jeder See hat den gleichen Hechtbestand. Der Esox ist relativ einfach gestrickt. Besonders im Mai und im Herbst lässt er sich relativ simpel fangen. Anfang Mai fische ich immer sehr tief. Die Köder laufen dann alle zwischen 10 und 15 Meter. Am besten fischst du dann mit einer Tiefseerolle. Die Köder sind dann nicht sehr wichtig. Praktisch alle gewählten Köder werden dann attackiert (grosse Löffel, Gummifiche, Wobbler). In den wärmeren Monaten kannst du dann etwas höher fischen. Ich persönlich fische nie ganz flach. Die grossen Hechte stehen meist tiefer. Wenn du die Köder auf 4 bis 6 Meter anbietest (ca. 50g Blei/Zügellänge 20 bis 40 Meter), dann bist du dabei. Von sehr kurzen Zügeln (10 bis 15 Meter) halte ich nichts. Wenn man einen grossen Hecht im Drill hat, ist man um jeden Meter froh. Die grösseren Krokodile stehen in den Sommermonaten im Freiwasser. Auf dem Echolot kannst du die Felchen in einer Tiefe von 10 bis 15 Meter ausmachen. Und da sind auch die Hechte. Wenn du also deine Köder etwas darüber ziehst, dann schiessen die Hechte, wenn sie denn wollen, hoch und du wirst regelmässig Hechtkontakte haben. In der kälteren Jahreszeit, also ab Oktober, ziehen sich die Hechte in tieferes Wasser zurück. Nun fange ich die Hechte regelmässig in Tiefen von 15 bis 20 Meter. Das heisst für dich, du bestückst deine Zügel mit 100 bis 200g Blei oder du fischst mit der Tiefseerolle (oder allenfalls mit der Unterwasserschleike). Ich fahre auf Hecht mit einer Geschwindigkeit von 2.5 bis 3.0 km/h. Zu den Ködern: Immer wieder ist zu lesen, dass man mit Köderfischen am System am erfolgreichsten ist. Ich bin überzeugt davon, dass das System ein top Köder ist. Aus jahrelanger Erfahrung und vielen Experimentierstunden weiss ich aber, dass die Hechte auch Kunstköder nicht ablehnen und du mit Gummifischen ebenso gut fangen wirst. Wenn man natürlich nur Köderfische am System fährt und keine anderen Köder dran hängt, dann kann man auch keine Aussagen über Kunstköder machen. Der Hecht ist nicht so wählerisch, wie gewisse Hechtfischer zu glauben wissen. Wenn man gezielt auf Hecht fischen möchte, dann muss man einige Regeln beachten:
1. Je näher am Ufer, umso kleiner werden die Hechte. Nun gibt es bestimmt solche Hechtfischer, die schon grosse Hechte über einen Meter in der Uferregion gefangen haben. Das ist auch richtig. Wenn du aber gezielt auf grosse Hechte fischen möchtest, dann musst du draussen fischen.
2. Das Hechtfischen verlangt vom Material einiges ab. Gekaufte Köder im Fischerladen halten oftmals den Belastungen eines grossen Hechtes nicht stand. Die Drillinge musst du austauschen, Sprengringe usw. musst du unbedingt auswechseln. Ein richtiger Hechtfischer wählt seine Schnur nicht unter 0.60. Alles andere ist lächerlich und nicht fair dem Fisch gegenüber. Gerade in den grossen Voralpenseen kannst du immer mit einem kapitalen Hecht rechnen. Ebenso empfiehlt es sich, regelmässig die Knöpfe und die Schnur auf Schäden zu überprüfen. Zum Thema Vorfach: Ich persönlich habe kein Vorfach montiert. Ich habe noch nie einen Hecht verloren wegen einem Schnurdurchbiss. Meine Köder überschreiten alle die 25cm Marke. Wenn man natürlich mit 12cm Wobblern auf Hecht fischt, dann sieht das Ganze wieder anders aus.
3. Das Hechtfischen ist und bleibt eine Frage der Ausdauer. Nur wer Geduld und Fleiss zeigt, wird erfolgreich sein. Der See entschädigt immer. An manchen Tagen will einfach nichts klappen. Es werden wieder Tage kommen, an denen alles wie am Schnürchen läuft und der Fischkasten voll ist.
4. Beobachte die Natur. Häufig ist es so, dass am frühen Morgen und am späten Abend die kleinen Fischchen springen. Da kannst du durchaus an einem oder zwei Zügel das Blei wegnehmen. Dort, wo regelmässig Haubentaucher auszumachen sind, hat es Fisch. Und dort, wo Fische sind, lauern auch die Hechte. So einfach ist das. An manchen Tagen fahre ich während 4 Stunden immer die selbe Runde. Plötzlich schiesst der Zügel wie verrückt nach hinten. Irgendwann wird's dem einen Hecht zu blöd und er beisst zu. Ich beobachte immer wieder Schleppfischer, die kilometerweise fahren und dabei offenbar gar nicht bemerken, dass sie über Wasser fahren, in dem kein einziger Fisch auf dem Echolot auszumachen ist. Das Echolot ist ein nützliches Hilfsmittel, um zu zeigen, wo sich die Fischschwärme aufhalten. Und genau da musst du deine Runden drehen. Mit den Jahren wirst du feststellen, dass sich die Fischschwärme nach einem Muster bewegen. Führe ein Fangtagebuch. Ich schreibe seit Jahren jeden Hecht auf, den ich gefangen habe (Zügellänge, Temperatur, Ort, Blei, Wetter). So ergibt sich ein Bild und du weisst genau, wo du zu welcher Jahreszeit fahren musst.
5. Ein Schleppguiding bringt dir nichts. Du lernst nur aus eigenen Erfahrungen. So baust du dir ein Wissen auf, das sonst nur Wenige haben. Das Fischen auf Hecht ist eine Leidenschaft und mehr als nur das sinnlose Mitziehen eines Köders.

Petri!

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Jon    282
Sehr schön geschrieben Pikehunter und ich stimme dir bis zum letzten Abschnitt zu 100% zu.

Für einen Anfänger finde ich es persönlich sehr hilfreich ein Guiding zu nehmen, dort lernst du das Grundwissen sehr schnell und siehst auch gleich vor Ort wie alles gemacht wird. Selbstverständlich muss man dann an seinem Gewässer sehr viel fischen und die dortigen Bedingungen kennenlernen und Erfahrungen machen!

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bennoT    0
Vielen Dank für die Tips.
Vor allem der Beitrag on Pikehunter hat mir gut gefallen.
Ich denke der wird mich weiter bringen.
Gruss und Petri

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