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Peter_H

Tenkara - Erfahrungsbericht eines Neueinsteigers

Empfohlene Beiträge

Peter_H    206
Einen wunderschönen guten Tag alle Petrijünger

Was ich in diesem Thread möchte:
- Meinen Weg beschreiben um anderen eventuellen Interessenten ein bisschen einen Einblick zu geben
- Tipps und Tricks mit Euch teilen - erhalten
- erzählen, warum ich diese Technik liebe

Was ich in diesem Thread nicht möchte:
- eine Diskussion über Sinn und Unsinn dieser und anderen Techniken
- eine Diskussion ob Tenkara Fliegenfischen ist oder nicht
- eine Diskussion ob Tenkara Tip-Fischen ist oder nicht
- Fotos von Fischen zeigen, warum? Dazu verweise ich auf meine Signatur;)

Wenn Ihr mit diesen "Bedingungen" leben könnt, lest weiter, wenn nicht, dann lest nicht weiter.
Wenn der Bericht im Falschen Forum steht, dann bitte ich einen Moderator das zu berichtigen.


So, dann mal los!

Zur Vorgeschichte:
Vor knapp zwei Jahren habe ich mit dem Fischen angefangen und sehr schnell für mich, aus geografischen wie auch aus Gründen meiner Naturverbundenheit, die Bergbach-Fischerei entdeckt. Es ist für mich Erholung pur, einige Stunden eine Bach hinauf zu pirschen, Plätze und Winkel unserer Umgebung zu entdecken, die jedem Nicht-Fischer verborgen bleiben, ab und zu mich einfach hin zu setzen und das Rauschen, die immer wieder sich ändernden Bilder die die Wasseroberfläche zeigt, die Luft und alle anderen Geräusche um mich herum, auf mich einwirken zu lassen. Mit der Fischerei lernt man auch die Gewässer von einer ganz anderen Seite zu beobachten. Zumindest mir geht das so.

Die Fischerei am Bach mit Wurm und Made wurde mir ziemlich schnell zum Verdruss, der Erfolg ist zwar da, aber auch die Gefahr dass immer wieder zu kleine Fische den Köder nehmen, in verschlucken und dadurch wohl auch bei möglichst schohnendem Zurücksetzen zum Tode verurteilt sind. Also Kunstköder. Aber welche? Im Nachbarforum habe ich über den Weg zum KuKö-Fischen ein wenig berichtet und sehr viele Tipps und Ratschläge erhalten.
Auch habe ich immer wieder Tante Google und Onkel Youtube befragt.
Mein Budget erlaubt mir nicht, ein extrem umfangreiches Tackle und für jeden Köder eine eigene Rute und Rolle zu zulegen, überhaupt bin ich hier eher der Freund des urbanen, weniger ist mehr.
Und so stiess ich irgendwann auf das Thema Tenkara.

Fortsetzung folgt

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Peter_H    206
Was ist Tenkara:

Für diejenigen unter Euch, die Tenkara noch nie gehört haben hier eine kleine Zusammenfassung:
Tenkara kommt ursprünglich aus Japan. Heute fischt man mit feinsten ultraleichten Teleskopruten irgendwo zwischen 3 und 5m Länge. An der Rutenspitze wird eine Spezielle Tenkara-Schnur, eine art Fliegenschnur befestigt, die ungefähr die Länge der Rute hat. Am Ende der Schnur kommt ein konsiches Vorfach von ca. 1,2m Länge und daran die Tenkara-Fliege.
Die Fliege wird gezielt (mit etwas Übung…) an die Spots geworfen, bzw. mit der Ströhmung in die Spots geschwemmt. Sie wird traditionell wenige cm unter der Wasseroberfläche geführt.
Die Fischerei wird insbesondere für kleine Gebirgsbäche, also mein Zielgebiet propagiert. Es ist eine sehr einfache, eben urbane Fischerei. Das Equipment besteht aus der Rute die eingefahren in einem Rohr von ca 50cm mitgeführt werden kann, der Hauptschnur mit Vorfach und einer kleinen Auswahl Fliegen. Profis fischen häufig nur mit einer einzigen Fliege. Die Kunst ist die perfekte Präsentation.
Merh über Tenkara könnt Ihr hier http://www.fliegenfischer-forum.de/taktik16.htm lesen.


Da ich der Typ Mensch bin, den etwas reizt, sobald es ein winziges Nischenprodukt ist, sprang ich sogleich drauf an.
Das Material gibt es in der Schweiz lediglich bei einem Anbieter zu kaufen, und auch Europaweit sind die Händler äusserst dünn gesät.
In den USA und in Japan wird Tenkara weitaus häufiger praktiziert und entsprechend sind die Angeboteda auch grösser.
DA auch beim Tenkara eine Grundausstattung schnell mal 350 bis 500.-- Fr. verschlingt blieb es bei mir erstmal eine Wunschvorstellung und eine "virtuelle" Fischerei. Bis ich dann zufällig in der Bucht eine komplette Grundausstattung die quasi ungebraucht war und dem Angebot des Schweizer Händlers entsprach für deutlich unter 100.-- Fr. erstehen konnte, da konnte ich nicht widerstehen.

Fortsetzung folgt.

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Peter_H    206
Erste Schritte:

Mit dem Studium von Stundenweise Youtube-Videos konnte ich nun endlich erste Verscuhe in die Praxis umsetzen.
In unserem Garten habe ich die Wurftechnik ausprobeirt udn konnte feststellen, dass es tatscählich nicht allzu schwierig war.
Es galt einige Tricks sich zu verinnerlichen, dass man die total ca. 5m lange Schnur nicht verwickelt im Wurf und auch die umliegenden Gebüsche nicht als Beute einfängt.

Mit diesen Trockenübungen fühlte ich mich dann nach Start der Bachforellen-Saison in diesem Frühling fit, mal das ganze am "Ort des Geschehens" aus zu probiere.
Hier zeitgte sich sehr schnell, dass eben Übung auch hier den Meister macht. Erste Würfe verhedderten sich schnell mal. Das Gebüsch bleibt unangetastet, das ich mir bewusst Stellen ohne starken Uferbewuchs aussuchte.
Meine Ambitionen auf Erfolg waren gleich null, da ich ja erstmal die Techniken, Tricks und vor allem die Präsentation der Fliege üben musste. Enstprechend war ich auch nicht entäuscht, dass ich ohne Biss blieb.
Im Gegenteil, die Praxis bestätigte mir, dass es eine unheimlich entspannende Fischerei ist und mein Fazit nach den ersten beiden Versuchs-Gängen war, dass ich gar nicht wusste, dass nichts fangen so viel Spass machen kann:D

Es folgten weitere "Übungsgänge" bewusst an unterschiedliche Stellen, um die Grenzen aus zu loten.
Grosse Pools eignen sich nicht, da die Reichweite sehr eingeschränkt ist, kleine Pools lassen sich perfekt anwerfen, wenn man die Technik beherrscht, gezielte Würfe gelangen mir je länger je mehr.

Vergangenen Montag war es abermals soweit, ich genoss das wunderbare Wetter und versuchte eine etwas wildere Partie zu befischen um das Verhalten der Fliege da zu testen. Ich wechselte auch mal von den klassischen Tenkara-Nassfliegen auf Nymphen und siehe da, ein erste Biss liess mich aufhorchen. Leider konnte ich ihn nicht verwerten, aber die Motivation stieg gleich nochmals an.
Nach einer Weile konnte ich noch einen zweiten Biss verzeichnen, der sich aber auch wieder verabschiedete.

Für mich aber ein grosse Freude, da es mir vorerst nur um die Übung geht. Ich habe noch ein Guiding mit einem erfahrenen Tenkara-Fischer geplant und denke, dass er mir dann die Führung und Präsentation noch verfeinert näher bringt, was dann hoffentlich auch erste Erfolge zeigt.

Fortsetzung folgt

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Peter_H    206
Unerwarteter Erfolg:

Im Zusammenhang mit meiner Suche nach alternativen bei der "klassischen Fischerei" lud mich am vergangenen Mittwoch ein sehr erfahrener Fischer ein, mit ihm mit zu gehen. Ich nahm mein ganzes Equipment mit, also Spinn-Rute, allround-Rute und Tenkara-Rute.
Ich erklärte ihm, dass ich gerne mit DIESEM Material mehr lernen möchte, da er ein passionierter Trockenfliegenfischer ist und mir diese Ausrüstung fehlt. Kurz entschlossen knüpfte er mir eine Trockenfliege an das Tenkara-Vorfach und wir machten uns auf in den Bach.
Schon auf den dritten Wurf hatte ich einen Biss und beim fünften einen weiteren. Letztern konnte ich tatsächlich verwerten und meine Freude war natürlich unglaublich riesig, diese knappe 30er-Schönheit feumern zu können.
Er erklärte mir seine Erfahrunge aus der Fliegenfischerei, Taktiken wie man einen Pool so befischt, dass man die Fische nicht verjagt, oder wenn, dann in die richtige Richtung. Er zeigte mir auch eindrüklich, wie man die Fische richtig beobachtet und einschätzt.

Ein grosser Nachteil der Tenkara-Fischerei ist natürlich die Reichweite von 5-7m., bzw. die kurze Drift von max. ein bis zwei Metern.
Also montierten wir ein deutlich längeres Vorfach von etwa 3m um damit beide Distanzen etwas zu verlängern.

Das Werfen der längeren Schnur machte keine wirklich grösseren Probleme und der Erfolg zeigte sich schon am nächsten Spot.
Er führte mich ganz gezielt an Stellen, die für die Tenkara-Fischerei geeignet sind, zeige mir aber auch Pools, für die diese Fischerei nichts taugt, längere Pools, etc.
An einem weiteren Spot konnte ich zwei schöne Forellen leider nicht landen, sie verabschiedeten sich kurz vor dem Feumer. Da mich mein Gastgeber genau beobachtete konnte er mich auch sofort auf meine Fehler aufmerksam machen und siehe da, den dritten Biss an derselben Stelle konnte ich verwerten.

Später konnte ich sogar noch ein weiteres Exemplar landen und meine Familie war glücklich mal wieder fangfrischen Fisch zu bekommen (ich auch:D )
An dieser Stelle möchte ich mich bei Dir (Du weisst schon wer…) ganz herzlich für den Tag bedanken, ich habe wohl noch nie so viel auf einmal über die Fischerei gelernt!

Mein Fazit bisher:
flexibel eingesetzt ist für mich Tenkara die optimale Fischerei. Entspannung, Spass, etwas das nicht jeder macht und mittlerweile auch ab und zu mal einen Erfolg. Das Einsatzgebiet ist zugegebenermassen eingeschränkt wegen der beschränkten Reichweite, aber mit längerem Vorfach und den Verhältnissen angepasster Köderwahl durchaus erfolgreich.
Für mich geht die Experimentierphase weiter, ich werde das geplante Guiding machen um die gänzlich traditionelle Art und die Tricks zu lernen und werde auch selber ausprobieren.

Falls hier Interesse besteht werde ich gerne weiter in losen Folgen darüber berichten, falls nicht lasse ich es einfach bei dieser Zusammenfassung.

Für heute war's das mal!
Allseiits ein schönes Wochenende und Pertri Heil
Peter

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Spindoctor    5
Danke für diesen Bericht Peter.
Ich kann deine Motivation und die Beweggründe für diese Art der Fischerei sehr gut nachvollziehen.
Auch für mich steht in allererster Linie die Entspannung, die Natur und die Ruhe nach dem Alltagsstress im Vordergrund - und nicht der Fangerfolg auf Teufel komm raus.
Ich übe einen Job aus, welcher allerhöchste Konzentration und oft überlange Schichten abverlangt, da ist die Fischerei (die ich oft alleine und an etwas entlegeneren Orten betreibe), ein willkommener Ausgleich.Auch wenn ich sagen muss, das ich für hochwertiges Tackle sehr gerne auch mal etwas tiefer in die Tasche greife.:rolleyes:
Es macht Spass, deine Erzählungen über diese warscheinlich sehr puristische aber kurzweilige Technik zu lesen!

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Rassler    78
Hallo Peter

Schöner Bericht, Danke!
Tenkara geistert auch immer wieder in meinem Schädel herum.

Ich wünsche Dir noch viele entspannte Stunden am Bach.

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Peter_H    206
Hallo Leute

So, nun war ich auf mich selbst gestellt und wollte mal schauen, ob sich das gelernte auch alleine in der Praxis so erfolgreich umsetzten lässt.
So ging ich am Samstag Abend nach der Arbeit noch für ein paar Würfe in den nahen Bach, im Unterschied zum "Übungsbach" vom Mittwoch ein Patentgewässer, das entsprechend streng befischt wird. Die Ambitionen waren also nicht allzu hoch, aber da es sich um ein Gewässer handelt, dass einen sehr starken Uferbewuchs hat eignet es sich ideal um Trickwürfe zu übern ohne sich im nahen Gehölz zu verheddern.
Bereits nach etwa 10 Würfen hatte ich einen leichten Biss, der sich aber sogleich wieder verabschiedete, wäre vermutlich eh viel zu klein gewesen. Einige Spots weiter dann ein weitere Biss. Ich versuchte den Fisch so zu "drillen" wie ich es am Mittwoch gelernt hatte und sah ihn schon bald. Auch dieser (wie bisher alle in diesem Gewässer) nur etwa 15cm. Also liess ich die Schnur locker in der Hoffnung, dass sich der Fisch selbst abhakt. Auch das gelang sehr gut. Private Termine zwangen mich nach einer Stund zusammen zu packen. Die Freude darüber, dass es auch so zumindest mit Bissen klappt war sehr gross.
Und so machte ich mich heute morgen auf den Weg ein (für mich) neues Patentgewässer zu erkunden.
Es erwartete mich mal wieder kristallklares Bergbach-Wasser. Die Stelle die ich auf's geratewohl gewählt hatte war nicht optimal, der Bachlauf war ziemlich regelmässig ohne grössere Pools. Dennnoch machte ich mich auf den Weg Bachaufwärts, lagen doch immer wieder grössere Steine im Wasser, die gute Verstecke für leckere Fische bieten. Und auch hier wieder nach einigen Würfen bereits ein erster Biss.
Nach allen "Regeln der Kunst" dirigierte ich den Fisch in meinen Watkescher. Eine wunderschön gezeichnete Bachforelle, deren Grösse ich auf das Schonmass schätzte. Also wurde sie vermessen…24cm, exakt das Schonmass. Nein, die Fliege hängte locker in der Oberlippe, der Fisch machte einen fitten Eindruck, also entliess ich sie mit dem Wunsch nächstes Jahr nochmals vorbei zu kommen wieder in ihr Element.

Weiter Bachaufwärts wieder ein Biss. Leider machte ich den Fehler, dass sie mir in die Ströhmung schwamm, an mir vorbeizog und dann gegen die Ströhmung eingezogen werden musste. Das gelang mir dann doch nicht und sie entliess sich selber. Ob sie massig war oder nicht kann ich nicht abschliessend sagen, vermutlich etwa das ähnliche Kalliber wie die erste.

Eine weiter etwa 20er konnte ich wieder bis zu mir holen und vorsichtig entlassen.

Überglücklich offnebar das gelernte zumindest richtig anzuwenden machte ich mich auf den Heimweg. Auf dem Weg zum Auto traf ich noch einen einheimischen, der mir einen "Geheimtipp" gab, wo die "wirklich grossen" hocken. Mal sehen, das nächste mal, wenn es denn der richtige Wochentag ist, werde ich diese Stelle mal testen:D

Soweit für heute, demnächst mehr (hoffentlich:whistling:)

Freundliche Grüsse und Euch allen eine schöne (kurze) Woche
Peter

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Peter_H    206
Hallo Leute

Gestern war ich dann also mit einem erfahrenen Tenkara-Fischer in einem meiner Stammgewässer unterwegs. Die Verhältnisse waren insofern subobtimal, als dass der Bach ziemlich viel Wasser führte und die Ströhmung für diese Fischerei recht stark war.
Vor allem zu seinem Erstaunen konnte ich aber schon nach kurzer Zeit einen Biss verzeichnen, der Fisch, ca. eine 22er verabschiedete sich aber selber kurz vor der Landung.
Er (der Guide, nicht der Fisch:D) zeigte mir unterschiedliche Strategien. Worauf zu achten ist bei der Wahl der Fliege und bei deren Führung.
Dass man nicht nur Bachaufwärts, sondern auch erfolgreich quer zur Ströhmung fischen kann und wie man nach einem erfolglosen Biss einen Fisch durchaus durch änderung der Strategie nochmals zu einem Biss verleiten kann.
Dies konnte ich an einem praktischen Beispiel ausprobieren, nachdem ich hinter einem Stein aufwärts fischend einen Biss hatte.
Ich änderte meine Position quasi neben diesen Stein und zog die Nassfliege quer unter dem Stein durch. Und siehe da, er liess sich erneut verleiten. Da ich aber zu zaghaft, bzw. zu sehr überrascht von dem schnellen Erfolg war liess der Fisch wieder vom Köder ab.

Etwas weiter oben konnte ich dann einen wirklich starken Biss verzeichnen. Dieses, der Stärke nach zu urteilen wirklich schöne Exemplar liess sich leider Gottes nicht ein zweites mal verführen (Erfahrung macht klug?)
Ich versprach ihm aber wieder zu kommen:P

Mit viel neu dazu gelerntem und der wohl berechtigten Hoffnung ab jetzt auf eigene Faust nicht mehr jedes mal als Schneider heim zu kehren verliessen wir das Gewässer. Wir werden sehen:whistling:

Fortsetzung folgt.

Freundliche Grüsse
Peter

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Steve    19
Hallo Geniesser ....

Tenkara kommt ursprünglich aus Japan. Heute fischt man mit feinsten ultraleichten Teleskopruten irgendwo zwischen 3 und 5m Länge. An der Rutenspitze wird eine Spezielle Tenkara-Schnur, eine art Fliegenschnur befestigt, die ungefähr die Länge der Rute hat.

A-ha, Tenkara heisst das heute! Früher vor 30 Jahren hat der Francesco Palu, ein Italiener, solche überlangen Teleskop- Fliegenruten in kleiner Produktion selber hergestellt und ganz ähnlich an kleinen verwachsenen Gewässern gefischt. Auch Tipruten hatten schon immer seit hunderten von Jahren ...und sogar noch heute .... ein Schnur die ungefähr gleichlang wie die Rute ist und diese von Dir beschriebenen Anbiete-Techniken, die Dir von Deinem Feng-Shui ähhh Tenkara Guide erklärt wurden, nannte man früher schlicht versiertes Fliegenfischen, worüber auch schon zig Bücher geschrieben wurden.

Und Fischen generell ist für mich auch ohne Dingsbums Tenkara einfach die schönste Passion die ich mir vorstellen kann.

Verrückte Welt, was da einem nicht alles als neu verkauft wird.

Sorry diesen Kommentar nicht ernst und persönlich nehmen, hat mich einfach gejuckt das mal zum Thema Feng-Shui ähhh nein nicht schon wieder, natürlich Tenkara (mein Japanisch ist nicht allzu gut - sorry) zu schreiben.:P

Weiterhin viel Erfolg damit, denn an etwas Spass zu haben, ist doch in sich schon der Erfolg seines Tuns.

Tight-lines
Steve

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Peter_H    206
Hey Steve

Zitat:
Verrückte Welt, was da einem nicht alles als neu verkauft wird.


Hmmm, ich suche immer noch, wo ich etwas von "neu" geschrieben habe.:whistling:
Ich habe bewusst die Geschichte von Tenkara nicht explizit beschrieben, weil das schon oft getan wurde von Leuten die sie besser kennen. Wenn Du aber dem eingangs erwähnten Link folgen würdest, würdest Du sehen, dass die Technik keinesfalls neu ist, eine ziemlich lange Tradition hat und, wie Du richtig schreibst auch schon in Italien, insbesondere im Aostatal schon sehr lange praktiziert wird. Allerdings unter dem Namen Pesca alla Valsesiana.

Zitat:
denn an etwas Spass zu haben, ist doch in sich schon der Erfolg seines Tuns

Wo der Mann recht hat hat er recht:D

LG
Peter

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Peter_H    206
Ich nochmals

Sorry Steve aber jetzt musste ich doch etwas schmunzeln. In einem anderen Thread verlangst Du nach fundierten und recherchierten Aussagen und hier machst Du Äusserungen, die genau dieser Grundlage entbehren. Also eine kleine Bitte, wende Deine Wünsche an andere Forenmitglieder bitte bei Dir auch an, sonst könnte man es fast als ein bisschen unglaubwürdig auffassen.

Bitte diesen Kommentar nicht persönlich nehmen, aber es hat mich einfach gejuckt das mal zum Thema…äh…egal, nichts für ungut, gelle;)

…und was heisst eigentlich "tight-lines"?

Freundliche Grüsse
Peter

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Gast   
Gast
Hei Geniesser :)

Ich finde deinen Bericht top! So viel Mühe geben sich heutzutage nur noch wenige. Lies meinen Beitrag im anderen Thread, ich hab dich verteidigt ;) weiter so!

tight lines ist englisch und heisst gestraffte Schnüre, d.h. immer wieder Fisch an der Angel ;)

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Emmefischer    0
Hallo Peter

Ich bin ganz der Meinung von Nicola, ich finde deine Berichte einfach toll und finde es schön das du dir so viel mühe machst das alles mit uns zu teilen:)

(Immer diese Besserwisser die meinen sie seinen die einzigen wahren Fischer mit denn besten Beiträgen, ich habe die noch nie gemocht, da könnte ich beim lesen gleich ko**en(Sorry))

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Peter_H    206
Danke Chrigu und Nicola, ich freu mich, dass das Thema interessiert. Als ich dieser Technik das erste mal begegnete hatte ich grosse Mühe irgend etwas brauchbares auf deutsch darüber zu finden. Vielleicht hilft ja mein Erfahrungsbericht mal jemandem bei der Entscheidung, oder es gibt den einen oder anderen von Euch, der da mal bisschen Luft schnuppern möchte, dann sollten diese Beiträge dabei helfen einen Einblick zu bekommen.

Was Steve's Beitrag angeht, so sehe ich das nicht ganz so schlimm an. Mir ist bewusst, dass nicht jeder Tenkara toll findet und das ist auch gut so, Abwechslung macht doch das Leben süss. Und wie man seine Meinung dazu äussert ist halt auch bei jedem anders, so kommt vielleicht sein Beitrag dem einen und anderen etwas eigenartig rüber, aber ich denke er hat das gar nicht wirklich so gemeint.
Allerdings habe ich ja eingangs erwähnt, dass ich hier keine Diskussion über Pro und Kontra, Sinn oder Unsinn lancieren will, deshalb auch meine etwas ironische Antwort, Steve nimmt mir das sicherlich nicht übel!
Falls eine solche Diskussion gewünscht wird, könnte man das ev. in einem neuen Thread machen, wäre sicherlich spannend:rolleyes:
Also, seid wieder alle schön lieb zueinander, entspannt Euch und denkt an die Fische, die morgen an der Rute zappeln (geiler Gedanke!)

Schönes Wochenende und Petri heil!
Peter

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Forelle1958    400
Hi Peter

Dein leidenschaftlicher und ausserdordentlich detaillierter Bericht zu der Tenkara-Technik und auch deine Einstellung ist mehr als nur lesenswert; einfach ein Genuss :cool::D.

Es wird für mich immer ein Rätsel bleiben, weshalb gewisse Foris einen derart schönen und umfangreichen Beitrag hinter dem sehr viel Arbeit und Leidenschaft steckt zerpflücken (vielleicht weil sie selbst nur langweilige Berichte in einem Schweizer Fischermagazin veröffentlichen und in einem anderen Forum ihre Heimat haben:unsure:)

Lass dich bloss nicht unterkriegen. Ich freue mich sehr auf deine weiteren Erfahrungsberichte :)



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Gast   
Gast
Hi Namensvetter

Genialer bericht, danke dir!
Habe diese technik auch kürzlich entdeckt und fand das auchh sehr spannend. Versuch es trotzdem mit dem fliegenfischen weiterzukommen.
Mach weiter so, es geht um die technik und nicht darum "wer hats erfunden" :D:cool:

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trout    112
Danke für deinen Ausführlichen Bericht über eine mir noch eher unbekannte Angeltechnik. Schreib nur munter weiter und alle die mitschreiben sollen sich an deine Bitte halten :
Zitat:
Was ich in diesem Thread nicht möchte:
- eine Diskussion über Sinn und Unsinn dieser und anderen Techniken
- eine Diskussion ob Tenkara Fliegenfischen ist oder nicht
- eine Diskussion ob Tenkara Tip-Fischen ist oder nicht
- Fotos von Fischen zeigen, warum? Dazu verweise ich auf meine Signatur

Dankeschön :D
Und weiter gehts mit dem eigentlichen Thema....

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Peter_H    206
Danke Jungs, freut mich, wenn es den einen oder anderen interessiert!

Ja, Leute, heute war ich nach Feierabned wieder unterwegs, auf eigene Faust. Mein Ziel der Oberlauf der weissen Lütschine.
Schon beim einsteigen kam mir die starke Ströhmung etwas komisch vor, zumal die Regengüsse der letzten Tag ja nicht die Wassermengen gebracht haben. Das Wasser war milchig trübe, die mir bekannten kleinen Pools "überschwemmt.
Trotzdem habe ich losgelegt. Die gelernten Techniken versucht an zuwenden, im vollen Bewusstsein, dass mir vermutlich jeder Fisch, der ev. beisst in die Ströhmung schwimmt und sich so davonmachen kann.
Interessant waren die Versuche, die kleinen ruhigen Stellen hinter grösseren Steinen gezielt an zuwerfen.
Wichtig dabei ist, dass die Nassfliege sehr schnell sinkt, bevor sie in die Ströhmung gerät.
Dies geschieht mit einem sehr gezielten sogenannten Stopp-Wurf. Der eigentliche Wurf wird von 12 bis 10 Uhr ausgeführt und dann abrupt gestoppt. So entfaltet sich die Wurfkraft auf das Vorfach und die Fleige und diese schnellt mit mehr Kraft ins Wasser wie bei einem weichen Wurf.
Mit der Zeit und etwas Übung gelang mir das recht gut, auch das treffen des genauen Wunsch-Anwerf-Punktes.
Leider wollte einfach kein einziger Fisch nicht mal knabbern.
Ich wechselte auf Trockenfliege, da ich hie und da kleine Aufsteiger sah.
Auch da keine Chance.
Tricks wie das unter dem Stein durchziehen der Fliege waren wegen der Ströhmung gar nicht möglich.
Ich hatte aber die Gelegenheit auch Versuche mit Trickwürfen unter Stauden und Äste zu versuchen und ich verlor keine einzige Fliege:D
Zufrieden aber mit einem 100% igen Schneider ging ich nach Hause.
Ich bin mir fast sicher, dass da bereits zu viel Schmelzwasser drinn ist. Also schluss in diesem Bach bis im Spätsommer.
Montag geht es dann woanders hin. Wer weiss?:whistling:

Freundliche Grüsse und bis zum nächsten Mal
Peter

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Stefan    223
Merci für die Berichte bisher und weiterhin viel Spass :)

Immer wieder schön zu lesen, wenn jemand etwas Neues (für sich selbst) ausprobiert und der Tatendrang, die Begeisterung und die Erkenntnisse im Text bis zum Leser durchkommen :)

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zuma    80
Lieber Peter,

Vielen Dank für Deine Beiträge! Diese werden bestimmt dem ein oder anderen, welcher sich für die Tenkara-Fischerei interessiert hilfreich sein.
Ich war in der letzten Zeit in Bayern und durfte dort meine Fähigkeiten als Fliegenfischer unter Beweis stellen, deshalb melde ich mich erst heute.
Die Tenkara-Fischerei ist wohl eine der ursprünglichsten Kunstköder-Techniken überhaupt und wie Du richtig festgehalten hast, wurde diese nicht nur in Japan, sondern auch im Val Sesia, aber auch bei uns in der Schweiz angewendet.
Unser gemeinsamer Ausflug war ja ein voller Erfolg und Du konntest feststellen, dass die Tenkara-Technik, richtig eingesetzt, durchaus geeignet ist, an gewissen Stellen an den Fisch zu kommen. Mit entsprechender "Anschleichtechnik" lassen sich auch grössere Pools in klaren Gewässern erfolgreich befischen. In weniger klaren Gewässern erweitert sich der Einsatzbereich von Tenkara natürlich, wobei man dann wohl meistens auf die Nassfliege/Nymphe setzen muss. Die Nassfliege/Nymphe kann bei dieser Technik durchaus auch als kleiner Streamer eingesetzt werden. Das Durchziehen unter einem Felsen ist genau dieser Einsatzbereich.
Ich bin überzeugt, dass Du noch viele schöne Stunden mit der Tenkara-Rute am Wasser verbringen wirst und die Massfische auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Freue mich auf Deine weiteren Beiträge und wünsche ein herzhaftes Petr!
Kurt

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Peter_H    206
Hallo Stefan

Das macht doch unser Hobby so spannend, finde ich! Freut mich, wenn Dir der Bericht gefällt!

Hallo Kurt

Ja, der Ausflug mit Dir und damit die Gewissheit, dass Erfolg durchaus möglich ist haben so richtig das Fieber in mir geweckt.

Hallo zusammen

Ja, gestern war es dann wieder soweit. Ich erkundete zum zweiten mal das Gewässer, das ich schon vor einer Woche unsicher gemacht hatte. Ich war ziemlich früh unterwegs und habe, da dort noch schattig war instinktiv auf Nassfliege gesetzt. Das Wasser war glasklar und Pool reihte sich an Pool, einfach phantastisch. Ich konnte aber keinen einzigen Fisch im Wasser ausmachen.
Mangels Biss wechselte ich öfter mal den Köder und kaum war die Sonne da machte ich die ersten Insekten über der Wasseroberfläche aus. Entsprechend denen montierte ich dann eine Trockenfliege.

Irgendwie schien heute nicht mein Tag zu sein. So verhedderte ich oftmals im Wurf die Schnur, was mir sonst mittlerweile nichtmehr passiert oder blieb mit der Fliege in den Steinen hängen. Wegen dem tiefen Wasserstand konnte ich die Hänger bis auf ein einziges Mal retten. Auch landete die Fliege überdurchschnittlich viel mal im nahen Gebüsch, ich schien heute einfach nicht in Form zum Fischen zu sein. Nicht verwunderlich, dass ich nach drei Stunden immer noch ohne Biss blieb.
Es waren aber auch frische Schuhspuren aus zumachen, was darauf hindeutete, dass ich nicht der erste war heute morgen.

An einem weiteren wunderschönen Pool dann endlich der erlösende Biss. Erfolgreich konnte ich das gelernte anwenden und den Fisch etwas an den Rand dirigieren, damit er nicht in die Ströhmung schwimmt. Nun folgte aber die nächste Heruasforderung, er schwamm nämlich unter einen Stein und ich befürchtete schon, dass daran das Vorfach zerreissen würde.
Zum Glück ermüdete der Fisch schon bald und ich konnte ihn zu mir ziehen und feumern. Eine knappe, wohlgenährte 26er. Eine Grösse, die zwar massig ist, ich aber wohl normalerweise releasen würde. Nur diese Bachforelle hatte den Haken im Auge….

In den weiteren Pools blieb ich wieder absolut erfolglos, nicht ein Biss.

Bevor ich definitiv zusammenpackte wollte ich nun noch die Stelle, die mir vor einer Woche als "Geheimtipp" empfohlen wurde zumindest optisch erkunden.
Da eröffnete sich mir eine absolute Traumwelt, man fühlte sich irgendwo anders, Bachläufe in nie gesehener Schönheit, mehrere Meter tiefe Pools wo man bis auf den Grund sah, Verwachsene Uferpartien und….Fische, die man von blossem Auge beobachten konnte, allerdings nicht die wirklich grossen.
Da das Gelände sehr schwierig zugänglich ist schöpfte ich wieder etwas Hoffnung.

Und prompt. schon der erste Wurf ein Biss - Aussteiger, vermutlich zu klein. Drei würfe Später wieder ein Biss, der blieb dran und konnte bis zu mir dirigiert werden. Eine etwa 20cm Forelle mit einer Zeichnung so schön wie ich sie noch nie gesehen hatte.
Kurz überlegte ich mir tatscählich den Fisch zu fotografieren, liesse es dann aber, da ich das Tier nicht weiterem Stress aussetzten wollte. Und ich bin auch der Meinung, dass man gewisse schöne Momente gar nicht fotografisch festhalten kann, sondern einfach im Herzen mittragen sollte.
Es folgten weiter Bisse, allesamt aussteiger die auch soweit ich das sehen oder fühlen konnte zu klein waren.
Früher als erwartet setzte der Regen ein und ich packte zusammen.

Es war ein wunderschöner Tag am Wasser wo ich nun mit neuer Energie in die Arbeitswoche einsteigen kann.
Und zum Abendessen gab es für jedes Familienmitlglied ein halbes Forellenfilet selber gefangen, auf eigene Faust, mit Tenkara; eine Premiere!

Ich hoffe auf mehr:D

Freundliche Grüsse
Peter

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Gumpenkoenig    1'036
Wirklich klasse Peter, was du uns hier für detaillierte Berichte lieferst! Vielen Dank!
Aber gib dir doch mal nen Ruck und mach ein paar Fotos, ich stelle mir die schönen Gumpen vor und würde das zu gerne mal in Farbe sehen... Musst ja keine Fische fotografieren wenn du nicht magst, aber dein Tackle und die Landschaft wären auch interessant! V.a. wenn man wie ich dann morgens im Büro sitzt und nur durchs trübe Fenster gucken kann...

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Peter_H    206
Hallo Leute

Gestern war ich seit langem mal wieder an meinem lieblings-Gewässer. Schon auf dem Hinweg wurde ich wegen einen schwehren Unfall eine halbe Stunde aufgehalten…Am Bach angekommen war dieser zum reissenden Strohm angeschwollen, so viel und so trübes Schmelzwasser habe ich da noch selten gesehen, zumindest nicht so früh im Jahr. Eigentlich hätte ich gleich umdrehen können, aber ich wusste, dass ich vermutlich mittlerweile eine Stunde stecken bleiben würde, eine Umfahrungsmöglichkeit gibt es da nicht.

Also, dachte ich, ich komme Gumpenkönigs Wunsch nach und Fotografiere mal meine Ausrüstung um diese zu beschreiben.

Wäre ja auch mal logisch, wenn man schon Seitenweise von etwas schreibt, auch mal das Material zu zeigen…

Also:
Ich fische mit einer Rute von TenkaraUSA, und zwar dem Modell IWANA. Die Rute besteht aus 9 Segmenten und ist ausgezogen 3,6m lang. Die Aktion ist 4:6, das heisst es handelt sich um eine eher mittlere Rute, die vor allem für Fische bis 40cm geeignet ist.
Eingefahren ist die Rute etwas über 50cm lang und das Gesamtgewicht liegt bei 76 Gramm, was eine hervorragende und relaxte Fischerei mit einer Hand ermöglicht. Hier die Rute ausgefahren zu sehen (oder nicht…) udn dann zusammengestossen um den Platz zu wechseln.
https://haken.ch/archuploads/img68713_19019.jpg https://haken.ch/archuploads/img68713_19020.jpg

Zur Zeit montiert habe ich eine traditionelle Schnur, also eine geflochtene, konische Wurfschnur, die etwa die Länge der Rute hat.
Alternativ gibt es die sogenannte Level-Line, eine moderne FC-Leine. Mit dieser habe ich aber noch keine Erfahrung.
Es gibt auch weitere Möglichkeiten, wie Titanschnüre, die angeblich bei windigen Verhältnissen ideal sein sollten. Das ist sicherlich etwas, was auf meiner Einkaufsliste steht.

Zur Hauptschnur habe ich einige Tenkara-Vorfächer, Konische Vorfächer von etwa 1,5m länge. Diese können nach Wunsch mit einem klassischen FC-Vorfach verlängert werden.

Weiter befindet sich im Takle ein Etui mit verschieden Nass- und Trockenfliegen und Nymphen. Eine Sammlung die, wie jeder weiss, nie komplett sein wird. Die klassischen Tenkara-Fliegen sind auf dem zweiten Foto unten gezeigt.
https://haken.ch/archuploads/img68713_19021.jpg https://haken.ch/archuploads/img68713_19022.jpg
Die handschriftlichen Beschriftungen im Etui stimmen nicht mehr!

Was noch dazu gehört ist ein Schnurhalter um, wenn man zusammengepackt hat die Schnur auf zu wickeln.
https://haken.ch/archuploads/img68713_19023.jpg Hier das gesamte Takleo_O

Logischerweise, deshalb nicht im Bild gehören Kescher, Fischmass, Totschläger, Klipser und ein Werkzeug um Haken schonend zu entfernen auch dazu.

Die Zusammengeshobene Rute wird in einem Futteral und einem Transportrohr verstaut.
https://haken.ch/archuploads/img68713_19024.jpg

Die gesamte Ausrüstung ist somit finanziell wie auch Mengenmässig absolut überschaubar und kann sogar mit dem Velo , bzw. im Rucksack auf Wanderungen mittransportiert werden.

Diese gesamte Takle inkl. einer Asuwahl klassischer Fliegen kostet ungefähr Fr. 300.--
Natürlich ist das eine Einsteiger-Ausrüstung. Es gibt, wenn man ein bisschen Sucht haufenweise Ergänzunge, und Accecoires, die jedes Fetischisten-Herz höher schlagen lassen. Auch ich werde da mit der zeit nicht vorbeigehen:whistling:

So, das mal eine kleine Zusammenfassung. ich hoffe, ich konnte einen kleinen Eindruck vermitteln.
Ich hoffe, dass es hier bald wieder mit Praxis weiter geht, aber eben, ich befürchte, dass das Schmelzwasser bereits eingesetzt hat und somit das Jagdgebiet deutlich eingeschränkt ist.

Freundliche Grüsse
Peter

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