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Emmefischer

Fangzahlbeschränkung Emme/Ilfis

Empfohlene Beiträge

Emmefischer    0
Endlich auf das habe ich schon lange gewartet wegen der Fangzahlbeschränkung. 3 Farios pro tag und 30 im Jahr wäre doch nicht schlecht oder? :)
Jedoch schade wenn sie die Fischzucht zu machen würden;(

http://www.wochen-zeitung.ch/Details/TabId/113/ArtMID/529/ArticleID/38251/Die-Fischer-wollen-dass-weniger-Bachforellen-gefangen-werden.aspx

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newray    71
Ich kenne die Verhältnisse vor Ort zwar nicht, nehme aber mal an das es mit dem Berner Patent befischt werden darf.
So und nun kann man sich das etwas selber vor Augen führen; 30 Fische pro Fischer pro Saison. Da kommt einiges zusammen, mal abgesehen von den unverbesserlichen die sich nicht daran halten werden.
Wenn die Bestände jetzt schon schlecht sind, finde ich ist diese Massnahme alleine wohl nicht ausreichend. Auf Dauer gesehen.

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Diablo    25
Mit 30 könnte ich leben. Sogar im ganzen Kanton. Nicht nur Emme und Ilfis. Ich wäre zwar für 50, auf den ganzen Kanton gesehen, aber wie gesagt, mit 30 könnte ich gut umgehen. Habe letztes Jahr 4 Fische eingeschrieben. 1xSeefo, 1xRebo Kander und 2xKanuki aus dem Arnensee. In meinem besten Jahr habe ich 24 Edelfische eingeschrieben.
Also nochmal, ja zu 30 Forellen und 10 Äschen pro Jahr!

Gruss

Diablo

PS: Und um das Ganze anzuheizen. Ich bin für eine Catch&Release Erlaubnis. Denn ob ich den Fisch tot schlage oder falsch release und er dann stirbt, spielt doch eigentlich keine Rolle...es besteht höchstens die Chance, dass er eben doch überlebt.

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Naja- 3 pro Tag, 30 pro Jahr hört sich auf den ersten Blick vielleicht ja ganz gut an.
Aber in Realität wird diese Massnahme so ziemlich nullkommanichts bringen!
Denn die Anzahl Fischer, die am Tag mehr als 3 und/oder im Jahr über 30 Fische aus Emme&Ilfis entnehmen ist wohl seeehr überschaubar.Wenn dann würde ich sagen 2/Tag, 20/Jahr - und nur um das gleich klarzustellen: Ich fische sehr oft in der Emme, im Schnitt sicher 2-3 x pro Woche!
Aber nur die Angler, die in den letzten paar Jahren eh immer weniger Fische fangen, bei den Entnahmezahlen einzuschränken, ist wohl auch nicht zielführend. Wenn, dann muss man auch die anderen Probleme wirkungsvoll und nachhaltig angehen, und da wären als Hauptfaktoren wohl zum einen die zunehmende Gewässerverbauung und fehlende Wassermengen zu nennen, zum anderen die m.E. Doch sehr markante Zunahme der Fischräuber, allen voran der (eigentlich hier nicht wirklich heimische) Gänsesäger! Denn mühsam Laichfische abfischen, zu streifen, dann die Brut aufzuziehen , in Nebenbächen ein Jahr grosszuziehen, wieder abzufischen und dann als Sömmerlinge in die Flüsse auszusetzen, nur damit ein grosser Teil von den Vögeln gefressen wird, der andere auf Grund zu wenig und/oder zu warmen Wassers dann kaputtgeht, funktioniert wohl auf Dauer immer weniger...

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OmmE    0
Fände ich einen Schritt in die richtige Richtung! Noch besser das Ganze gleich auf den ganzen Kanton auszuweiten und bei der Seefo auch eine Fangzahlbeschränkung/Jahr miteinbeziehen.
Wir müssen uns einschränken, anders geht es nicht. Fischer denen die Möglichkeit gegeben ist +100Stk. Forellen pro Jahr zu entnehmen, (OK, sicherlich eine grosse Ausnahme) dass kann und will ich nicht mehr unterstützen!

Daneben hat Passionsfisher recht. Es ist damit alleine nicht getan, aber es wirkt sicherlich unterstützend.

cheers
Omme

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WASABI    842
oder den Zielfisch ändern. Karpfen hat es ja jede Menge im Kt. Bern...wenn das Verbot mit anfüttern oder wenigstens Futterkorb nicht wäre....:evil:

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Ändu    1
Auch ich finde das einen Schritt in die richtige Richtung. Aus meiner Sicht könnte man das noch rigoroser beschränken. Für mich ist Fischen ein Hobby, nicht eine Nahrungsbeschaffung. Wer den Tiefkühler füllen will geht an einen besetzten Bergsee. Etwas mehr Eigenverantwortung der Fischer würde aber bestimmt gleichviel, wenn nicht sogar mehr bringen als neue Gesetzte.

Wie meine Vorredner bin ich auch der Meinung dass es hier aber noch ganz andere Massnahmen braucht. Aber bei all den verschiedenen Interessen in unserem kleinen Land und den grenzenlosen Möglichkeiten irgendwelche Veränderungen zu blokieren, verzögern oder zu verunmöglichen wird das ein schwieriges Unterfangen. Bleibt zu guter Letzt die Frage der Finanzierung. Geld wäre ja in unserem Land im Überfluss vorhanden … wenn man es endlich mal sinnvoller einsetzen würde!

Um mich nun noch vollends in die Nesseln zu setzen bin ich auch dafür den Patentpreis zu erhöhen … sofern das Geld auch zum wohl des Fischbestandes eingesetzt wird. Ich wäre da gerne bereit das doppelte zu zahlen (und Gastpatente sollten noch mehr kosten). Gerade in unserem Kanton wo wir derart viele Flüsse, Bäche und Seen haben um unserem Hobby zu frönen.

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Ändu    1
Zitat:
Nur nicht erwischen lassen WASABI


Zitat:
Kein Problem, hab ja die PVA Schläuche


... genau das meinte ich mit "Eigenverantwortung der Fischer" :whistling:

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Dural    763
wie dass was bringen würde. :rolleyes:

vor allem die aussage das es den fischer tourismus eindämpfen soll, wie ein fischer der das gewässer nicht so gut kennt jedes mal 6 fische mit nehmen würde o_O
ich glaube kaum das so eine regelung auf den tourismus irgend eine auswirkung hätte und erst recht nicht auf den fisch bestand.

zudem wäre die 3/30 regelung gerade für unsere puff seeen völliger quatsch.
dies könnte die auslagerung zu den "natürlichen" fischen nur noch verschlimmern, wie so nur 30 puff forellen holen wenn man dafür schöne wilde fische fangen kann...

die lösung ist meiner meinung nach die EIGENVERANTWORTUNG!
forellen werden quasi immer abgeschlagen, weil sie gerade seltener sind (und lecker sind)
wird mal was anderes gehakt zb. barbe wird sie in der regel zurück geworfen. welcher fisch zu entnehmen wäre wohl sinnvoller!?!

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Peter_H    205
Hallo Jungs

Eine interessante Diskussion. Und ich denke, das würde eine ganze Menge bringen, zumindest wenn man den Aussagen von einigen Fischern die mir letztes jahr zu Ohren gekommen sind halbwegs glauben schenken darf.
"zu zweit schon am Morgen früh je eine Vollpackung aus der Lütschine…"
Oder die beiden Typen die voller Stolz mitte Jahr erzählt haben, dass sie bereits 180, bzw. 210 Forellen in diesem jahr (2013) aus der Emme gefangen haben….

Die allermeisten würde eine solcher Regelung wohl kaum stark einschränken.
Insofern wäre ich sofort für eine solche Regelung zugunsten der Bestände!

Aber nun freue ich mich erstmal auf Sonntag, wenn endlich das warten ein Ende hat:D

Freundliche Grüsse
Peter

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WASABI    842
Zitat Dural:
die lösung ist meiner meinung nach die EIGENVERANTWORTUNG!


dann braucht es auch keine solche Bestimmungen. Ist mir eh schleierhaft warum jemand 6 Fische nach Hause nehmen muss, wenn die dann mal so beissen würden. Ich habe es noch nie geschafft mit einer Vollpackung nach hause zu gehen (Ausser Bergseen und dann weiss ich das alle zu Hause auf die Fische warten :squint:)
Auch wenn das mal möglich wäre, nehme ich max. 2 nach Hause.

Zitat Dural:
forellen werden quasi immer abgeschlagen, weil sie gerade seltener sind (und lecker sind)


Das ist halt auch wieder so eine typische Bünzli Schweizer Meinung. (meine nicht dich Persönlich Duri) Die anderen Fische sind genau so lecker nur kennt mister Schweizer nicht wie man das kocht oder verwertet. Geht mal zu den Nachbar Länder schauen. Da ist vielen Orten ist zb. der Karpfen an erster Stelle.

Solange alle mit den Patente Geld einnahmen sehen, wird das sicher nicht geändert, wozu auch? Geld regiert die Welt...

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Emmefischer    0
Also hier geht es ja nicht um puff fische sondern um die Forellen in denn Fliessgewässern. Nach meinem geschmack könnte man es noch mehr einschränken :whistling: aber das ist doch schon ein guter schritt in die richtige richtung. Denn es gibt tatsächlich fischer mit 100 und mehr forellen pro Jahr die sie aus der Emme ziehen, da wäre es doch schon recht gut wenn z.b 70 dieser forellen nicht gefangen werden. Das gäbe dann schon ein paar fische mehr.
Auch solten wir mehr mit denn Jägern zusammenarbeiten so das diese sche*** ferderviehe sich vermingern:cursing:

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Dural    763
ist so, barben sind nämlich sogar gut. :D

ich fische übrigens gar nicht auf bachforellen, vom dem her könnte es mir ja egal sein. und die wenigen sefo die ich fange bleiben in der regel im wasser... mich nerft dieses ständige "zu wenig fische" gejammer, aber jede massige forelle am haken wird abgeschlagen... sorry aber das geht einfach mal gar nicht!


und wie schon gesagt, wird meiner meinung nach eine solche regelung für den fisch bestand nichts bringen.



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OmmE    0
Wirklich interessant wie die Meinungen auseinander gehen.

Ich finde unter dem Vorwand "bringt ehh nichts, also lassen wir es so und jeder soll Vernünftig und in guter schöner Eigenverantwortung handeln." Diese Einstellung wird mit Sicherheit die Situation nicht verändern, oder im besten Fall verbessern.

Vielleicht hält sich ja einer für Vernünftig wenn er "nur" 50 statt 80 Fische nach hause schleppt? Seine Eigenverantwortung sagt ihm: Hei ich esse jede Woche mind. 1x Fisch, was soll das Theater?
Wie soll ich jetzt beurteilen was Vernünftig ist und was nicht? In meinen Augen bin ich extrem Vernünftig. In anderen Augen bin ich evtl. nicht so ganz Vernünftig? Die Vernunft ist hier des Betrachters eigene Beurteilung.

Wenn es aber eine Fangzahlbeschränkung gäbe kann ich sehr wohl beurteilen das es jetzt (nehmen wir das absurde Beispiel 50/80 entnahmen) Theoretisch 30 Fische mehr im Wasser hat/hätte. Vielleicht sogar 30 Potentielle Leichtiere mehr... WOW ist doch was, oder?
Wäre das nicht mal eine Überlegung wert anstelle immer gleich zig Möglichkeiten aufzuzeigen wieso etwas nicht funktioniert. Sollte man nicht einmal einen Weg einschlagen, die Sache danach beurteilen und weiter beobachten und evtl. Anpassen wenn es dies braucht?
Ich finde ja, denn einfach status quo hat noch niemanden weitergebracht oder eine Situation geändert.
(ich sage jetzt nicht verbessert, denn dass kann wahrscheinlich wirklich niemand so genau sagen)

Cheers
OmmE

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Ändu    1
Grundsätzlich bin ich voll Deiner Meinung. Ich würde dies auch als Anfang sehen. Aber für uns Schweizer ist das Glas halt meistens halb leer anstatt halb voll … „Veränderungen sind „unangenehm“ machen nur arbeit und bringen nichts … drum sag ich erst mal Nein“ Ich mag diese Einstellung auch nicht.

Aber bei einem Punkt gehe ich nicht mit Dir einig:

Zitat:
Vielleicht hält sich ja einer für Vernünftig wenn er "nur" 50 statt 80 Fische nach hause schleppt? Seine Eigenverantwortung sagt ihm: Hei ich esse jede Woche mind. 1x Fisch, was soll das Theater?
Wie soll ich jetzt beurteilen was Vernünftig ist und was nicht? In meinen Augen bin ich extrem Vernünftig. In anderen Augen bin ich evtl. nicht so ganz Vernünftig? Die Vernunft ist hier des Betrachters eigene Beurteilung.


Jeder weiss doch wie es um den Fischbestand steht, und jeder weiss auch dass es mittlerweile sehr viele (ev. zu viele?) Fischer gibt. Da sollte eigentlich jeder selber darauf kommen, dass, wenn jeder so denkt, der Fischbestand im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runtergeht. Wenn es jemand als vernünftig anschaut 50 Forellen aus dem Bach zu ziehen ist er entweder ein unverbesserlicher Egoist, oder er hat gar nichts kapiert! Wahrscheinlich wird es eine Kombination aus beidem sein. Und genau wegen solchen Individuen lassen sich Dinge nur durch Reglemente und Gesetze regulieren.

Wie auch immer … ich bin voll für eine Fangzahlbeschränkung … am Besten im Einhergehen mit Naturköderverbot in Flüssen und Bächen.

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Dural    763
dafür werden die 30 forellen von anderen fischern gefangen die ihre statistik noch nicht voll haben = am ende fehlen sie halt doch.
es wird an der tatsache nichts ändern das es zu viele fischer und zu wenig fische gibt.

ich habe jetzt nicht die genauen zahlen im kopf, aber wurden 2012 im kanton bern nicht ca. 21000 bachforellen gefangen? auf die 11500 patent bezüge (bin mir jetzt auch nicht ganz sicher) macht das pro patent gerade mal 2 bachforellen im jahr!

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zuma    79
Hallo Kollegen,

Ein sehr interessantes und auch schwieriges Thema!
Die Gründe für abnehmende Fischbestände sind so vielschichtig und unterschiedlich wie unsere Gewässer.
In Kleingewässern (wie eben die Emme/Ilfis, aber auch sämtlichen Gebirgsgewässern) ist es meist nicht der Gewässerzustand oder die fischfressenden Vögel, welche dem Fischbestand zu schaffen machen. Leider sind es wohl oft wir Fischer selbst, indem wir aus Unkenntnis nicht immer alles richtig machen. (Insofern hilft hier leider der gesunde Menschenverstand nicht weiter!)
Es braucht also Regeln und Einschränkungen seitens der Fischerei. Nur welche? Sind es Tagesfangzahllimiten, Jahresfangzahllimiten, erhöhte Mindestmasse, oder welche Massnahmen sind geeignet, um einen Fischbestand zu verbessern?
Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Patentgewässer immer einem zu hohen Befischungsdruck ausgesetzt sind. Gerade in kleineren Gewässern, wo jede "Fischwohnung" einzeln besucht werden kann, spielt dies eine ganz wesentliche Rolle!
Leider ist es eine Tatsache, dass eine reine Fangzahlbegrenzung am Fischbestand nichts wird ändern können. Die entnommenen Fische werden nur umverteilt, indem Fischer A nicht mehr 100 Forellen entnimmt wie bisher, Fischer B, C, D und F jedoch plötzlich 30 Stück entnehmen können und nicht nur 10 pro Fischer, wie bisher. Die Entnahmen werden also gerechter verteilt, sprich "die Regelung ist sozialer". Die Fische werden aber entnommen, zwar nicht mehr von Fischer A, sondern von den anderen.
Wenn ich in einen Bach fischen gehe, woher weiss ich wieviele laichfähige Forellen noch vorhanden sind und ob ich überhaupt noch mit gutem Gewissen einen Fisch entnehmen darf? Man müsste also, um diesem Problem begegnen zu können, für jeden Bach eine Entnahmemenge festlegen, welche nicht überschritten werden darf! Entscheidend, ob sich ein Fischbestand gut halten kann, sind letztendlich die im Gewässer verbleibenden Laichtiere ende Saison! Wie viele laichfähige Forellen braucht es, damit sich eine Emme oder Ilfis natürlich als Reproduktionsgewässer halten können? Wie viele Eier produziert ein Weibchen von 25 cm Länge? Wie viele Eier produziert ein Weibchen mit 40 cm? Wie tief ist die Laichgrube eines 25er Fisches? Wie tief ist diese bei einer Seeforelle von 60-70 cm?
Für mich führen nur Kombinationen von Massnahmen (abgestimmt auf die jeweiligen Verhältnisse) zum Ziel.
Diese könnten sein:
- Kleinere Fliessgewässer dürfen nicht im Patentsystem bewirtschaftet werden. (Es sind über 6000 Jahrespatentinhaber im Kanton Bern, welche auch bei vernünftigsten Entnahmeregelungen zuviel Schaden anrichten)
- Entnahmemengen pro Bach individuell festlegen und nicht überschreiten. (Wie viele Laichtiere und in welchen Grössen müssen ende Saison noch im Bach sein)
- Zwischenschonmasse einführen, damit auch grössere Laichtiere ende Saison noch im Bach und nicht in der Bratpfanne sind.
- Verbot von Ködern mit zuviel Kollateralschaden (Naturköder, Kleinstwobbler mit 2 Drillingen usw.), ansonsten macht das Zwischenschonmass keinen Sinn!
- Hegepflicht durch den Fischer, indem dieser Gewässeraufwertungen macht (Gewässerdynamik, Kies- und Totholzeintrag usw.)
- Massive Erhöhung der Patentpreise, um die Einstellung zur Fischerei zu verändern. (Was nichts kostet ist nichts wert!)

Die Liste ist nicht abschliessend und kann beliebig erweitert werden. Sie soll einzig zeigen, dass es keine Pauschallösungen gibt und sämtliche Massnahmen, die wirklich etwas bringen, mit einer Einschränkung der Fischerei einhergehen.

Just my 2 cents....
Kurt

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Diablo    25
@zuma: mit dem Grossteil deiner Aussagen absolut einverstanden. Aber, wenn Fischer A (65 jährig) jeden Tag angeln geht und 300-500 Forellen entnimmt (gibts leider und nicht nur einer), wird Fischer B, der 24 Mal im Jahr Angeln geht, nicht sehr viel mehr Forellen fangen, mit einer solchen Regelung (Fangzahlbeschränkung). Klar es gibt noch andere zwischen Fischer A und Fischer B, aber die Fangzahlbeschränkung wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Gruss

Diablo

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Dural    763
guter beitrag kurt, kann ich nur voll zustimmen.


noch eine kleine geschichte, ich habe letztes wochenende beim sefo fischen per zufall junge bachforellen beim "mügäle" gesehen. der bach war vor einem monat noch ein rinnsal und ich habe nicht mal gewusst das es da forellen drin hat. nach dem zweiten sprung der kleinen forelle ging ich mir das näher anschauen, und da sah ich das der bach quasi voll von bachforellen ist obwohl der bacheinlauf in den see keine 20-30meter weit weg war. es hat mir mal wieder eindrucksvoll gezeigt was ein halb wegs intaktes gewässer ohne befischungs druck für ein fischbestand vorweisen kann.

anbei noch ein foto, die grösseren waren leider extrem "foto scheu"... der kleine da hatte mit meiner kamera aber keine probleme ;)

https://haken.ch/archuploads/img64759_17959.jpg

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Bachfreak    0
Ich würde das ganze etwas anders angehen. Als erstes würde ich die patente zerteilen in fluss,bach,bergsee, see ufer und see boots patente. Die kosten würde ich etwa bei 200.-bis 300.- belassen. Das bergsee und die seenpatente sollten von allen normal erworben werden können. Die fluss und bachpatente sollten mittels einer "bewerbung" vergeben werden. D.h. Jeder der an einem bach oder fluss fischen möchte muss sich schriftlich beim FI melden welche bäche er befischen möchte wovon aber nur einer bewilligt wird. Die patentvergabe erfolgt nun im zufallsprinzip. Nicht jeder darf so überall fischen. Ausserdem sollten die anglerzahl und die fangzahl pro gewässer angepasst werden. Die kleinen bäche dürfen aber nur 3 jahre am stück befischt werden nachher wird der bach 3 jahre lang geschohnt und es werden keine patente dafür vergeben. Bei den grossen flüssen werden die schongebiete drastisch vergrössert. Pro angler werden höchsten drei patente abgegeben wobei nur eines fluss oder bach sein darf. Mit einer bestimmten anzahl patente pro gewässer würde man auch die plünderung nach einer 3 jährigen schonzeit vermeiden. Ich würde eher in die richtung gehen weil es gibt viel zu viele schwarze schafe die sich an eine fangzahl oder mittelschonmass nicht halten. Würde das eher vom staat regeln lassen. Durch die aufteilung der patente muss ein fischer der 3 patente will halt auch zwischen 600-900.- bezahlen somit würden sich die kassen des FI auch wieder etwas füllen.

Lg simu

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Diablo    25
Gute Idee Bachfreak. Nur, wer kontrolliert das Ganze? Die abgebauten Stellen des FI? Wer sich nicht an Schonmasse und Fangzahlen hält, hält sich auch nicht an solche Regelungen.

Gruss

Diablo

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Bachfreak    0
Wenn von den patenten her das 2-3 fache an geld rein kommt glaube ich werden wieder neue stellen geschaffen. Auch denke ich wenn man z.b. Besitzer eines bach patentes ist man die leute die da aktiv angeln mit der zeit kennt. Es sollte auch jeder fischer kontroll berechtigt sein. Nur für das patent nicht die methoden ..... Sonst wird sich eh nur gegenseitig angeschwärzt. Die strafen für fischfrefeln oder angeln ohne patent sollten auch bei 1000.- starten. Denke mal mit harten sanktionen sollte man das eigentlich schon durchbringen. Schwarze schafe wird es immer geben.

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Forelle1958    396
Hallo Kurt

In meinem Kanton haben wir eine andere Ausgangslage (Pachtsystem) und trotzdem finde ich deine Gedanken und Vorschläge sehr gut und hoffe in dieser Beziehung auf ein offenes Ohr bei den zuständigen kantonalen Behörden. Es war mir eine Freude mit dir in Bern, unter anderem auch über diese Themen zu disktutieren, habe aber ernsthafte Zweifel, dass solche Vorschäge bei den Behörden ernsthaft diskutiert werden.

Schlussendlich geht es auch um das Geld und ich habe die Vermutung, dass man die zahlreichen Jahreskarteninhaber die auf einen "schnellen" und über das Jahr gesehen üppigen Fangerfolg am Wasser aus sind nicht vergrämen will :unsure:.

Wir selbst, das Internet und ganz besonders einschlägige Foren tragen aber auch noch etwas zu der unguten Entwickung bei. Wir veröffentlichen unsere Fangberichte, zeigen unsere Fänge und berichten vielfach auch über die entsprechenden Gewässer (da bin ich selbst auch kein Unschuldslamm ;(). Zu meiner Zeit gab es das noch nicht und wir mussten die Gewässer in unserer Nähe selbst sehr aufwändig erkunden und waren in der Mobilität noch arg eingeschränkt. Heute können die meisten von uns hundert und mehr Kilometer an einem Tag zurücklegen, schnell eine Tageskarte lösen (in Patentkantonen) und loslegen. Diese Entwicklung ist realistischerweise kaum aufzuhalten, wir können uns jedoch gegenseitig auf die verschiedenen Probleme und Themen sensibilisieren, wie beispielsweise in den vergangenen Tagen die Berichte über das Waten in Gebirgsbächen zu Saisonbeginn und der damit verbundenen Gefahr die Forellenbrut zu "zertrampeln".

Ich hoffe sehr, dass wenigestens in Bezug auf die Entnahmeregelungen und Fangfenster sehr schnell eine griffige Lösung gefunden wird. Wie wäre es beispielsweise wenn ich als nicht Ortsansässiger (z.B. mit Wohnort 10 Kilometer vom entsprechenden Bach entfernt) nur noch 2 oder 3 Mal pro Jahr in einem solchen Gewässer fischen dürfte?



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