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fisherofmen

Die Sterblichkeit von untermässigen Zandern nach längerem Luftkontakt

Empfohlene Beiträge

fisherofmen    0
Ich habe eine interessante Bachelor-Arbeit auf einer anderen Anglerseite gefunden:
Der Titel: „Auswirkungen eines simulierten Angelvorgangs auf Mortalität und
Wachstum von untermaßigen Zandern (Sander lucioperca):
die Rolle der Luftexposition“

Es lohnt sich mal mit dem Thema auseinanderzusetzen.
fisherofmen

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Steve    19
Sehr interessante Lektüre, die sollte sich JEDER Fischer mal reinziehen .... und nicht nur überzeugte C+R'ler.

Danke Fisherofmen!

Tight-lines
Steve

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Gast   
Gast
Japp. Danke, hab ich noch nicht gesehen - auch wenn ich immer wieder gerne bei den Havelrittern vorbeischaue.

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chanderbutz    91
Sehr spannende Lektüre, besten Dank!

Zitat:
In einigen Situationen, wenn es um besonders große und wertvolle
Fische geht, werden diese zum Fotografieren absichtlich länger als 600 s aus dem
Wasser entnommen. Bei Wettfischen auf den Amerikanischen Zander kommt es zu
durchschnittlichen Luftexpositionszeiten von 162 s (Graeb et al. 2005). Die
Luftexpositionszeiten von bis zu 240 s, die in diesem Versuch gewählt wurden, sind für
die übliche Angelei realistisch und wurden aus gleichen Gründen in vorangegangenen
Untersuchungen gewählt


Wenn ich dann solche Sachen lese, stellen sich mir etliche Fragen. Wer Fische minutenlang aus ihrem Element nimmt, um sie dann wieder zurückzusetzen, weil er ihnen aus ethischen Überlegungen grosszügigerweise das Leben schenken will, ist nichts anderes als ein elender Heuchler und Tierquäler. :angry:

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Danke für den Link, sehr interessant.
Ich frag mich nur wer fotografiert untermassige Zander? Oder ist die Studie eher auf Fischer bezogen die mit Ködern fischen wo man auch kleine Mäuler operieren muss um sie zu lösen und zurück zu setzen? :whistling:
Weiter denke ich, wenn einer mehr als 2 Minuten braucht um seinen (Trophäen) Fisch abzulichten, hat er weder seine Kamera noch C&R im Griff..... ;)




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Forelle1958    400
Interessante und (für mich) auch eine komplexe Materie (wenn man mehr als 10 Minuten liest).

Gespannt wäre ich auf entsprechende detaillierte Studien bei anderen empfindlichen Fischen, wie den Forellen und Aeschen verschiedener Grösse, aber auch über (rasch) zurückgesetzte Weissfische wie beispielweise Döbel und Barben (allfällige Verletzung der Schleimhäute und deren langfristige Folgen, wie Pilzbefall).

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Dural    814
krass, wenn man da jetzt noch die verletztungen der haken und eventuell komplett falsches halten der fische berücksichtigen würde, wäre man wohl bei einem prozentsatz der kaum mehr tragbar wäre :cursing:

zudem ältere fische angeblich noch empfindlicher sind als junge fische ;(

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WASABI    845
Zitat:
Hier noch etwas dazu. Einige werden es bereits kennen:
(runter scrollen)
http://www.dryfly.ch/content/view/26/35/lang,/


Guter Beiträge von Fischerofmen und newray! Hab ich ja schon ein paar mal geschrieben :whistling: wurde dann als abgetan, das es schon genug C&R Diskussionen gäbe :P

Zusammengefasst:

1. Keine Fotos mehr , wenn der Fisch nicht verwertet wird.
2. Immer im Wasser abhaken. Was eigentlich logisch ist.
3. Kein Zurschaustellung von sich selber.

Hmm wird wohl schwierig werden für einiger Fischer :P

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Mike    263
Dieses ewige rumgeheule betreff C&R geht mir langsam auf`n Sack!!!:angry: Soll doch jeder selber entscheiden was er will!! Kann doch nicht so schwierig sein oder???

@Wasabi

1. Wiso sollte man keine Fotos machen, wenn der Fisch nicht verwertet wird??? Sorge zu Fisch tragen und dann klappt das!Es gibt auch Abhackmatten, mit denen kann der Fisch auch sorgfältig abgehackt werden, und die schleimhäute werden auch nicht verletzt!!!

Der Angler will denn Fisch zur schau stellen und nicht sich selber! So wie ich das sehe, hast du ja auch ein Profilbild mit einem Fisch drauf:huh::huh:




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Gast   
Gast
Super Beiträge von Fischerofmen und Remo, Danke fürs Teilen.

Echt krass was mit den Fischen geschieht und wie lange es gehen kann bis der Fisch dann verendet.
Mich bestätigt dieser Bericht nur mein eigenes Verhalten:
- Drill so kurz wie möglich
- zu kleine ische sofort aussteigen lassen und nicht unnötig drillen
- im Wasser abhaken
- KEINE Fotos von zurückzusetzenden Fischen

Wer die Studien aufmerksam liest und sich dennoch aufregt wenn man Fotos von Fischen ausserhalb des Wassers kritisiert, hat nicht begriffen um was es geht. Sorry. Bin kein Gegner von C&R aber ich begreiffe keine Bilder von C&R Fischen in der Luft!

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chanderbutz    91
@ Mike: Niemand will hier die C&R-Fraktion an und für sich angreifen. Hier sollen Fakten objektiv und sachlich diskutiert werden.

Der Sauerstoffmangel des Fisches gehört nun halt einfach mal zu den grossen Problemen beim C&R, siehe diverse Links in diesem Thread.

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newray    71
Zitat:
1. Wiso sollte man keine Fotos machen, wenn der Fisch nicht verwertet wird??? Sorge zu Fisch tragen und dann klappt das!Es gibt auch Abhackmatten, mit denen kann der Fisch auch sorgfältig abgehackt werden, und die schleimhäute werden auch nicht verletzt!!!


Lies mal die Studie durch (oder wenigstens den Teil mit den Resultaten) es geht nicht nur um das verletzten der Schleimhaut, sondern darum, das der Fisch durch das aus dem Wasser heben "geschädigt" wird.
Ich bin auch kein Verfechter von C&R , wenn dies aber gemacht wird, dann so, dass dem Fisch die grösst-mögliche Überlebens-Chance gegeben wird. Sonst machts keinen Sinn.
Und so sind wir wieder bei der Studie :D

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ElReyJey    55
Ich finde es gut und richtig solche Untersuchungen anzustellen, jedoch lässt sich aus der genannten Bachelorarbeit so ziemlich gar nichts aussagen und deshalb sollten diese Resultate auch nicht überbewertet werden. Der Autor schreibt ja sogar dass kein statistisch signifikanter Anstieg in der Mortalität auszumachen war. Wer sich die Fehlerbalken anschaut wird auch schnell erkennen, wo eines der Probleme liegt: Wenn ich einen Mittelwert von 30% Mortalität habe und einen Fehler von +- 20% ist dieses Resultat schlichtweg nichts wert. Auch ist kein Trend auszumachen bei der Dauer der Luftexposition. Die Kontrollgruppe wies eine hohe Mortalität auf obwohl diese Fische nicht gestresst wurden. Alles Anzeichen dass die Methode einfach nicht ausgereift genug ist.

Und trotzdem: Jedem sollte klar sein, dass man Fische nicht unnötig Stressen sollte und schon gar nicht 5-minütige Fototermine abhält.

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Steve    19
Renne mal eine Kiilometer um Dein Leben ....... und dann lass Dir deinen Kopf direkt danach für eine Minute unter Wasser drücken. Versuch Dir das mal in einer ruhigen Minute vorzustellen ......

So und ähnlich jedenfalls muss sich für die Fische das Fötele der meist Kapitalen (also älteren Fischen) anfühlen, wenn an einer der vielen C+R Strecken dieser Welt, Angler ein tolles Foto von sich und dem grosszügig releasten Fisch schiessen wollen. Vom Unsinn des Fötele von Untermassigen oder Halbstarken Fischen ganz zu schweigen. Und ich bin ganz ehrlich, ich habe das auch schon getan (fast ausschliesslich bei der Atlantik Lachs Fischerei, weil dort release ich 40-80% meiner Fänge), werde es aber versuchen in Zukunft zu vermeiden.

Finde die Studie deshalb gut, weil jeder etwas finden kann wo er sich an den eigenen Ohren nehmen kann.

Tight-lines
Steve

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WASABI    845
@Mike1
newray hat dir schon eine Top Antwort gegeben und auch
@Steve mit einem sehr guten vergleich dargestellt :-O

Ausserdem kannst du Karpfen nicht mit Forellen vergleichen. Da hab ich schon unglaubliches in CZ gesehen...

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Gumpenkoenig    1'038
Zitat:
Renne mal eine Kiilometer um Dein Leben ....... und dann lass Dir deinen Kopf direkt danach für eine Minute unter Wasser drücken. Versuch Dir das mal in einer ruhigen Minute vorzustellen ......

Solche "Vermenschlichungen" finde ich immer sehr fragwürdig, das trägt nicht gerade zu einer sachlichen Diskussion bei. Ich bin ansonsten immer ziemlich auf deiner Linie Steve, aber sowas hilft uns nicht weiter. Fakt ist, Forellen scheinen das releasen zu überleben, ich finde bei mir am Wasser nie tote Fische (außer direkt hinter dem Kraftwerk), obwohl hier viel released wird. Fotos von Fischen, die zurück ins Wasser sollen sollte man natürlich schnell und schonend machen, mehr als 15s brauche ich dafür nicht. Im Idealfall bleibt der Fisch dabei im Wasser, das ist klar.
Aber das komplette Dramatisieren dieser Thematik ist doch wirklich überzogen. Wenn man nichts fängt, sind immer die anderen Angler schuld! Vielleicht sind die Fische aber auch einfach zu schlau (geworden)?

Wart ihr mal an einem naturbelassenen Gewässer ohne Besatz, an dem kaum gefischt wird? Ich hab in Kanada vor vielen Jahren so einen Bach hinter dem Haus gehabt. Alle sagten, da gäbs keine Fische, und man sah auch nie was, weil der Fischbestand einfach nicht so groß ist... es gab sie aber, ich fing eine riesige Brown Trout... alle waren unglaublich überrascht! An vielen anderen Tagen ging ich nach Hause ohne einen Fisch gesehen zu haben...
Ich meine, unsere Gewässer sind überbesetzt! Wenn weniger Fische da sind, kommen auch wieder weniger Angler, das Ganze reguliert sich von selbst. Natürlich brauchts gewisse Rahmenbedingungen vom Gesetzgeber, aber ich denke, dass die in Ordnung sind. Worüber hier zumeist diskutiert wird, ist für ein gesundes Gewässer ziemlich irrelevant. Und da ist definitiv der größte Nachbesserungsbedarf, bei den Gewässern selbst! Die Wasserentnahme muss streng geregelt werden, die Verbauung, Begradigung usw. Noch immer kommen Bauern ungeschoren davon wenn sie einen Biberdamm abbauen.... aber das ist ein anderes Thema.

...und was ElReyJey zur Methodik und Statistik sagt, ist natürlich völlig richtig. Aus diesen Daten etwas abzuleiten ist statistisch nicht zulässig... aber Daten hin oder her, auch ohne diese Arbeit ist die Problematik natürlich eine Diskussion wert... wie man am Aufflammen der C&R-Frage ja alle paar Threads beobachten kann...

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doeg    0
Kann mich dem Beitrag von ElReyJey nur anschliessen; danke für die klaren Worte. Hinzuzufügen bleibt allenfalls noch, dass der Autor der Studie bereits eingangs darauf hinweist, die Ursachen der Sterblichkeit bei F&Z bzw. C&R seien mannigfaltig (Studie S. 2). Folglich ist die Studie, die versucht den Luftkonktakt isoliert als Ursache zu betrachten, leider noch weniger aussagekräftig, als sie es aufgrund der von ElReyJey genannten Gründe ohnehin schon ist.

Am Ende bleibt m.E. aus der Studie höchstens die "Lektion", dass man sich bewusst mit allen möglichen Mortalitätsursachen (Fischart, Fischgröße, Hakort, Verletzungsgrad, Gerät, Köder, Wassertemperatur, Tiefe des Fisches zum Zeitpunkt des
Hakens und der Umgang mit dem Fisch im Zeitraum zwischen Anlandung und Zurücksetzen) auseinandersetzen und situativ bestmögliche Entscheidungen am Wasser treffen soll. Das verlange ich aber ohnehin von jedem Fischer, mich eingeschlossen.

Seid lieb zu den Fischen, fotografiert oder tötet schnell und sauber; am einfachsten ist's oft zu Zweit ;)

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Gute Beiträge EL ReyJey und Andi !!!!

Zitat:
Niemand will hier die C&R-Fraktion an und für sich angreifen. Hier sollen Fakten objektiv und sachlich diskutiert werden.
Der Sauerstoffmangel des Fisches gehört nun halt einfach mal zu den grossen Problemen beim C&R, siehe diverse Links in diesem Thread.


Ich bin kein "auf Teufel komm raus" C&R Fischer, praktiziere es aber oft und mache auch Fotos.
Was mich stört ist das hier wirklich wieder die C&R Fischer angegriffen werden. Es wurde sogar Heuchelei und anderes unterstellt und sogar geliket. :cursing:
Also ich bin der Meinung, auch wenn wir uns nur auf den Sauerstoffmangel basieren, dass immer noch ein mehrfaches an Fischen stirbt, weil operative Eingriffe, wiederholte unnötige Messaktionen oder generell ungeschicktes Handling bei vielen Petri Jüngern zu lange dauern, als wenn ein Fisch sauber gehakt, fotografiert und speditiv wieder releast wird.
Warum werden nach so einem Posting, die C&R`ler ins Fadenkreuz genommen und nicht die Worm, Mepps Nr.2, Microwobbler oder Kunstmädlifraktion?

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