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chanderbutz

Die faszinierende Welt der Single Malts

Empfohlene Beiträge

chanderbutz    88
Auf vielseitigen Wunsch eröffne ich an dieser Stelle einen Thread, in dem alles rund ums Thema Single Malt Whisky Platz finden soll. Offenbar sind hier im Forum nicht wenige Geniesser unterwegs, welche sich gerne ab und zu ein Wee Dram genehmigen. :)

Hier könnt ihr eure Lieblingsmalts, Bilder, Tipps, Events und Anekdoten einbringen. Slainte!

@ Moderation: Wenn jemand mag, kann er gerne die bisherigen Whiskybeiträge aus dem Offtopic-Bereich hier hineinbasteln. Merci.

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bachwobbler    69
Es wird Zeit diesen Thread etwas zu beleben (schliesslich geht's hier ja auch um das "Lebenswasser";)). So mache ich mal den Anfang:

Vor etwa zwei Jahren kam ich in den Genuss einer kurzen Einführung in die Welt der Singlemalts. Dabei bekam ich Basics und Charaktereigenschaften der verschiedenen Regionen vermittelt. Die Islay-Malts sagten mir in diesem Moment am meisten zu, da ich grundsätzlich charaktervolle Malts mag.

So habe ich von der Bowmore-Brennerei schon folgende Whiskys probiert: den Enigma 12 years, den Darkest 14 years und den 18-Jährigen. Dabei machte ich die Erfahrung, dass der älteste bzw. der teuerste nicht zwingend der Beste sein muss. Beispielsweise war ich sehr überrascht vom Enigma 12 years: für sein eher junges Alter, charaktervoll und trotzdem eine Ausgewogenheit, die ich bei den älteren Whiskys eher vermisst habe. Dafür haben die älteren mit ihren eigenen Aromen und Noten auch ihren Reiz und machen sich mit einem "samtigeren" Abgang bemerkbar.

Der Preis des Enigmas kann sich mit ca. 70.- für 1 Liter durchaus sehen lassen. Also für den preisbewussten Whiskygeniesser, dem dies Islay-Malts zusagen, ist der Enigma 12 years aus meiner Sicht empfehlenswert.

https://haken.ch/archuploads/img55576_15968.jpg

Von den Islay Malts werde ich als nächstes die Caol Ila und Bruichladdich Brennereien etwas unter die Lupe nehmen, respektive an meinen Gaumen heranführen. Gerne würde ich auch interessante "Nicht-Islays" Whiskys kennen lernen. Wenn jemand seine Erfahrungen mitteilt und evtl. gar eine Empfehlung abgeben kann, freue ich mich sehr darüber.

@Martin: Du hast im anderen Thread den Singleton erwähnt, welcher ja für das Portemonnaie wirklich ein sehr interessanter Whisky sein muss. Wie würdest du ihn beschreiben oder einordnen?

Wichtig:
Ich weiss, dass das Geniessen und Verköstigen der Malts eine sehr individuelle und subjektive Sache ist. Trotzdem würde ich einen Austausch sehr spannend finden. Und ich denke, dass ich gewissen "1:1 Erfahrungsberichten" mehr abgewinnen kann, als den immer so vielversprechenden Beschreibungen auf den Verpackungen oder in den Online-Shops.

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Forelle1958    378
Die Geschmäcker sind gerade bei den Whiskys sehr unterschiedlich und ich bin da selbst noch auf einer sehr interessanten Entdeckungsreise.

So könnte der Unterschied zwischen dem von dir erwähnten und auch schon von mir gekauften und vollständig verköstigten Bowmore und dem Singleton kaum grösser sein. Der zwölfjährige Bowmore werde ich mir für die kalten Wintertage sicher auch wieder zulegen. Vom 18-Jährigen werde ich die Finger lassen. Dieser schmeckte für mich im Gaumen wie wenn ich ein altes Stück Kohle verschluckt hätte und dies sehr nachhaltig;(

Der Singleton oder mit vollständigem Namen "The Singleton of Dufftown" (12 jährig) ist ja ein sogenannter Speyside Whisky und ich würde ihn vor allem als sehr geschmeidig und ausgewogen bezeichnen. Wie beim Wein schmecken natürlich die "wahren Kenner" noch alles mögliche weitere heraus (Beeren, Nüsse usw.). Mit solchen Beschreibungen habe ich jedoch etwas Mühe und kann diese Feinheiten beim besten Willen nicht wahrnehmen.

Wenn du den Bowmore liebst, wirst du vermutlich den Singleton als eher "charakterlos" einstufen. Ich halte ihn für einen guten Einstieg in die Welt der Single-Malts und er trifft wohl den "allgemeinen" Geschmack recht gut:unsure: Allerdings ist er etwas gefährlich süffig;(. Die Flasche kostet auch in der Schweiz meist knapp unter 35 Franken.

Wenn wir gerade bei den ausgewogenen, relativ günstigen aber trotzdem "fruchtigen" Whisky's sind möchte ich ausnahmsweise gegen den Titel des Threads verstossen und euch den irischen Single-Grain Whisky Greenore (8 jährig) empfehlen. Es handelt sich dabei um einen der wenigen Iren die ich für speziell (fruchtig) und sehr ausgewogen halte. Nach meiner Meinung ist das Preis-/Leistungsverhältnis mit rund CHF 40.-- pro Flasche ebenfalls gut. Ich habe noch einen zweiten irischen Favoriten, aber darüber werde ich später schreiben (der Winter ist noch lang:))



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Steve    19
    Rome was built on seven hills, Dufftown stands on seven stills.

    Seit 25 Jahren trinke und sammle ich Single Malts und habe bei meinen 11 Reisen nach good old Scotland viel Distillerien und einige after working hours Malts probiert. Klar am Anfang standen bei mir wie bei vielen SingleMalt Interessierten die Islay Malts im Vordergrund, da diese so klar und relative einfach erkennbar anders wie die allermeisten Malts sind. Doch schon länger interessieren mich die Hebriden Malts kaum noch, trotzdem ist immer ein Lagavullin Islay Malt im Schrank, von dem der Schotte sagt, er solle das letzte am Tag sein was ein Mann zu sich nehmen soll. Mein Steckenperd sind die komplexeren Speyside-, die südlichen Highland- und Lowland Malts. Am liebsten trinke einen Macallan allerdings nur jene aus dem Sherryfass, ein Glengoyne ist ebenfalls ein Muss im Schrank allerdings nur solche die 17jährig und älter sind und natürlich gehört auch ein unverfälschter Springbank dazu. Die schönste Distillerie ist für mich die höchstgelegene Schottlands, die von Dalwhinnie.

    Slange var .... Stan ma han usge beatha.
    Steve

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    chanderbutz    88
    Yeah, nun kommt Leben in die Geschichte. Gefällt mir! :)

    @ Bachwobbler: Wenn du gerne maritime Malts magst und mal etwas anderes als Islay (btw. auch nach etwa 15 Jahren Whisky-Passion immer noch meine Lieblingsregion, aber ich habe halt einen verdorbenen Gaumen), kann ich dir beispielsweise folgende Destillerien empfehlen:

    Old Pulteney (Highlands) - üppig, salzig, im Alter gemässigter, einer meiner favorisierten Nicht-Islays
    Highland Park (Orkney) - frisch, erinnert an eine steife Brise vom Meer, vielschichtig
    Talisker (Skye) - geradlinig, eigenständig, in sehr interessanten Ausbauvarianten und Fassstärken zu kaufen
    Auchentoshan (Lowland) - subtile Sherrybombe, durch die dreifache Destillation sehr rein im Geschmack, ein Geheimtipp

    Die von Steve angetönten Macallan (die alten, die aus dem Sherryfass, nicht die maintreamigen Oak-Abfüllungen) und Springbank Whiskys (Oh Mann...) sind natürlich absolute Highlights, hier geht's aber preislich auch derb zur Sache. Einfach mal geniessen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

    ... Und das alles am Montag Morgen. Ich könnte gerade ins Schwäremen kommen... :D

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    Gumpenkoenig    1'003
    Also der Lagavulin ist über jeden Zweifel erhaben, da geb ich Steve recht. Ein Kumpel von mir meinte mal, das sei der "Deep Purple" der Whiskys, und meinte damit, dass da jeder was dran finden kann... So wie die Musik von Deep Purple völligen Musik-Banausen genauso gefällt wie irgendwelchen Virtuosen, so ist das auch mit dem Lagavulin. Er ist eine Macht, und auch bei mir die "graue Emminenz" im Schrank, der Whisky den ich auch mal mit "Hochwürden" oder "Ihro Majestät" anspreche... einfach ein Hammer.

    Für den "täglichen Gebrauch" ist aber ein Laphroig oder Talisker zur Hand, und wenn mal Frauen zu Besuch sind oder meine eigene Frau mittrinkt, gibts nen Strathisla... der ist eine Aromabombe...

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    bachwobbler    69
    Hört sich gut an und wäre einen Besuch wert. Mal schaun, was an diesem Wochenende ansteht. Werde Bescheid sagen, wenn ich hingehen würde. Danke für die Info, Martin!

    Petri und Gruss

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    Steve    19
    Laphroaig ..... die einen lieben, die anderen hassen diesen Single Malt. Ich gehöre zu der zweiten Gruppe, welche diesen nach Phenol schmeckenden Whisky meiden wie es sprichwörtlich der Teufel mit dem Weihwasser tut.:cursing:

    Tight-lines
    Steve

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    chanderbutz    88
    Vor zwei Tagen habe ich mir auch wieder mal etwas geleistet, man gönnt sich ja sonst nix (na gut, die neue Luvias noch, aber die zählt hier nicht... :D )

    https://haken.ch/archuploads/img56594_16142.jpg

    Ein typischer Bunnahabhain, teerig, ölig, frisch und etwas leichter als andere Insel-Puncher, dank seinen 50 Volumenprozenten wärmt er jedoch Körper und Seele ganz ordentlich. Genau richtig für das Hudelwetter draussen...

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    bachwobbler    69
    Hey chanderbutz, die Röhre schaut schon mal toll aus! Das tönt nach einem guten Tropfen und ein bisschen mehr Volumen-% machen sich immer gut :P.
    Ich hatte bisher nur die Gelegenheit den 12-Jährigen zu verköstigen. War auch nicht von schlechten Eltern und geht in meine Geschmacksrichtung.

    Viel Spass beim Aufwärmen von Körper und Seele!

    (Ihr habt ja sicher schon fast die ersten Schneeflocken begrüsst auf deinem Hoger)

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    bachwobbler    69
    Heute ist mir beim Einkaufen im Supermarkt aus Versehen noch so eine Flasche in den Wagen geraten :P Ich werde mir nach getaner Arbeit noch einen Schluck von diesem "Low-Budget"- Malt gönnen und bin gespannt auf den Geschmack.

    https://haken.ch/archuploads/img56621_16174.jpg

    Zum Wohl!

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    Forelle1958    378
    Prost Bachwobbler. Bin gespannt was du zu diesem nach meiner Meinung allzu süffigen Whisky (allerdings ohne "Ecken und Kanten")) meinst:unsure:.

    Ich sah mich heute ebenfalls gezwungen mein Qöllfrisch-Leergut-Depot der vergangenen Wochen in Whiksy umzuwandeln. Ein paar Franken musste ich natürlich trotzdem noch drauflegen um den auf völlig unerklärliche Weise verdunstenen Hausvorrat wieder etwas aufzustocken:)

    https://haken.ch/archuploads/img56628_16175.jpg

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    Steve    19
    Den Balvenie Double Wood mag ich auch sehr gerne, ausserdem hat dieser Single-Malt ein super Preis- / Leistungverhältnis. Dieser gute Malt wird zusammen mit dem Glenfiddich im selben Distillerie-Konzern in Sichtweite von einander unweit des Flusses Spey direkt am Fiddich-Creek produziert.

    PS: unweit der Distillerie direkt am Fiddich gibt es ein bei den Spey-Ghillies ausserordentlich beliebtes Pup ..... und zwar seit über 150 Jahren schon.

    Slange var
    Steve

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    bachwobbler    69
    Gestern genehmigte ich mir einen Schluck vom neu erworbenen Singleton und muss sagen, dass dieser wirklich "süffig" ist und Lust auf mehr macht. Dass einem beim Riechen Rauch- und Torfnoten in die Nase steigen habe ich schon etwas vermisst, aber war ja auch nicht zu erwarten. Ansonsten stimmt für mich Preis und Leistung absolut und damit lassen sich auch problemlos die etwas weniger "malt-verrückten" Gäste zu einem Gläschen überreden.

    Aber was mir fast am besten gefallen hat war das nette Sigent der Aluverpackung des Zapfens :D:

    https://haken.ch/archuploads/img56738_16193.jpg

    Den Balviene stand auch schon mal im Regal und ich mochte ihn auch gerne als bodenständigen, süsslichen Whisky.
    Fehlt nur noch das Kaminfeuer... (neid :unsure:)

    Petri und Gruss

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    bachwobbler    69
    Eine interessante Malt-Kollektion aus fischereilicher Perspektive.

    https://haken.ch/archuploads/img68426_18956.jpg

    Vom Erlös der verkauften Flasche fliesst ein Teil in die Erhaltung und Pflege der 4 grossen schottischen "Salmon Rivers" Spey, Dee, Tweed und Tay. Geschmacklich kann ich (noch) nichts dazu sagen. Wer aber eher fruchtige, süssliche und nicht rauchige Malts bevorzugt, wird den Dalmore Malts sicherlich etwas abgewinnen können.

    Petri und Gruss

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    Ändu    1
    Huiii … diesen Thread hab ich ja noch gar nie gesehen. Genau mein Ding 

    Ich war bereits vier Mal im Camper in Schottland unterwegs … naja, fünf Mal, wenn man ein verlängertes Weekend Edinburgh dazu zählen will. Bei jeder Reise haben wir einige Destillerien besucht. Immer wieder ein faszinierendes Erlebnis. Besonders gefallen haben mir die Destillerien Strathisla und Edradour.

    Ein besonderes Highlight war für mich einen Besuch bei Spayside Cooperage. Eine kleine Manufaktur die Whiskyfässer herstellt und repariert. Praktisch alles Handarbeit und wunderbar zum Zuschauen. Kann ich nur empfehlen => http://www.speysidecooperage.co.uk/

    Hier meine Mitbringsel der letzten Reise … natürlich alles brav verzollt :squint: Also mitgebracht habe ich "nur" elf Flaschen, die anderen waren schon ein Teil meiner Sammlung.

    https://haken.ch/archuploads/img68466_18974.jpg

    Zum wesentlichen … dem Whisky …

    In den Whisky eingestiegen bin ich vor Jahren mit einem Ardbeg 10J. Ein krasser Einstieg eigentlich, aber ich mochte den dominierenden Rauch/Jod Geschmack auf Anhieb. Dazu gesellten sich dann natürlich sofort Lagavulin, Caol Ila und Laphroaig. Auch ein paar „Distiller Edition“ sind dabei. Von Ardbeg habe ich auch die etwas jüngeren Corryvreckan und Supernova zu Hause. Der rauchmässige Hammerschlag in meiner Sammlung ist ein Octomore /5_169 (Bruichladdich) … mit 169 PPM … sehr interessant, aber wirklich nicht für alle Leute!

    Besondere Freude habe ich an einer Flasche 1971er Spayburn … mein Jahrgang. Auch eine Flasche „The Enduring Spirit“ von The Mackinlay's Rare Old Highland Malts habe ich zu Hause. Bei seiner Antarctic Expedition 1907 hat Ernest Shackleton Whisky mitgenommen. 2006 wurden auf Ross Island einige, im ewigen Eis eingefrorene, Kisten dieses Whiskys gefunden. Master Blender Richard Paterson hat dann in aufwendiger Arbeit und zum Teil mit chemischen Analysen versucht diesen Whisky möglichst genau nachzubilden. Das Ergebnis ist eben dieser „The Enduring Spirit“. Ob der Whisky gut ist, kann ich nicht sagen. Ich habe ihn bis heute nicht geöffnet. Das ist mir aber auch nicht so wichtig … ich habe Freude an der Geschichte :) .

    https://haken.ch/archuploads/img68466_18977.jpg

    https://haken.ch/archuploads/img68466_18976.jpg

    https://haken.ch/archuploads/img68466_18978.jpg

    In der Zwischenzeit bin ich vom Rauch etwas weg gekommen. Bei mir stehen aktuell Tomintoul Oloroso Sherry Cask Finish, Edradour Caledonia Selection, Talisker Port Ruighe, The Glenlivet Nadurra, und die Whiskys von Old Pulteney (vor allem der 17 jährige) hoch im Kurs. Aber auch Auchentoshan und verschiedene Signatory Vintage habe ich hier … so z.B. ein Caol Ila, ein Bunnahabhain und ein Deanston. Alle Un-Chillfiltered.

    Ich als Weihnachtsmuffel hatte letztes Jahr eine wunderbare Adventszeit. Ich haben mir den Whisky-Adventskalender gegönnt. Jeden Abend eine Überraschung … Ich habe so einige Whiskys kennen gelernt, die ich vorher noch nie probiert hatte. Tolle Sache.

    https://haken.ch/archuploads/img68466_18975.jpg

    Mann Mann Mann … Stunden könnt ich über diese Tropfen sinnieren …

    Sláinte

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    Steve    19
    Hi Aendu fängt ja gut an Deine Reihe .. Springbank, Glengoyne (ab der 17-Jährigen Version wird dieser Whisky immer besser) .... doch dann wird es "pity" (kleines Wortspiel mit peaty sei hier gestattet) da sehr Islay lastig. Gebe zu, in meinen Anfängen sah es genau so aus, doch mit den Jahren wurde ich (zumindest beim Whisky) gemässigter und heute stehe ich eher auf harmonische, vielschichtige Whiskys. So finde ich heute die suptilen Gerüche und Geschmäcker der Speyside-, Deeside- und Lowland Malts sehr viel spannender als das wuchtige überwiegend torfige, rauchige, salzige Geschmacksvolumen der Islay Malts. Es ist aber kein Widerspruch, es steht stets auch immer eine Flasche Lagavulin in meinem Schrank .... denn was einem Schotten recht ist kann mir nur billig sein, nämlich das Letze was ein schottischer Whisky Geniesser angeblich gem. dem schottische Nationaldichter Robert Burns macht bevor er ins Bett geht ist, er trinkt ein wee dram of Lagavulin .

    In diesem Sinne

    Slangevar
    Steve



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    Ändu    1
    Wie ich schon sagte, ich bin auch etwas vom Rauch weg gekommen ... oder anders gesagt, es sind neue Vorlieben dazu gekommen und ich habe mich "entwickelt" :D .

    In meinen Augen ist aber ein Islay Malt nicht unbedingt weniger vielschichtig als ein Spayside, Higland oder was auch immer. Um einen rauchigen Whisky zu geniessen, braucht man einfach viel Zeit. Die Nase hat die schöne Angewohnheit, unangenehme und/oder extrem dominierende Gerüche mit der Zeit zu "ignorieren", oder zumindest extrem abgeschwächt wahr zu nehmen. Gutes Beispiel ist der Zoo. Im Raubtierhaus oder bei den Pinguinen stinkt es wie die Pest. Aber nach ein paar Minuten nimmt man das nur noch unterbewusst war.

    So verhält es sich auch mit dem Rauch im Whisky. Sobald sich die Nase, nach einigen Minuten am Glas riechen, an den Rauch gewöhnt hat, kommen Aromen zu Tage die einen wirklich erstaunen lassen. Aber dass der Rauch immer da ist, lässt sich nicht wegdiskutieren ... das ist die schöne Eigenheit von Islay :squint:

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    bachwobbler    69
    Tolle Sammlung Ändu! Danke fürs Zeigen!
    Der Ledaig gefällt mir auch besonders gut. Old Pulteney würde mich auch mal interessieren. Wie ist dieser geschmacklich einzuordnen?

    Petri und Gruss

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    Ändu    1
    Old Pulteney, wenn ich mich recht entsinne die nördlichste Brennerei auf dem Mainland => Der 17jährige: Ein recht kraftvoller aber lieblicher Whisky mit 46%. Sherry, Honig, etwas Vanille und Salz. Mit etwas über 100.- nicht ganz billig. Der 12jährige kostet grad mal die Hälfte, ist aber meiner Ansicht nach nicht weniger interessant. Er ist fruchtiger und würziger als der 17jährige und hat ganz wenig Sherry.

    Dann gibts von Old Pulteney noch einen 21jährigen, glaub einen 30jährigen und ein paar Sonderabfüllungen. Die habe ich aber (noch) nicht probiert.

    Zum Preis ... der 21 jährige Old Pulteney wurde irgendwann vor ein paar Jahren von Jim Murray zum Whisky des Jahres gekührt, was sich dann natürlich oft im Preis niederschlägt :rolleyes:

    Etwas möchte ich gleich noch vorneweg klarstellen ... ich vermittle hier meinen eigenen Eindruck ohne Anspruch auf Richtigkeit! Gut möglich, oder eher sehr wahrscheinlich dass andere Leute einen Whisky anders beurteilen, resp. andere Charakteristiken und Inhalte wiederfinden als ich sie rausschmecke. Aber mit der Tendenz liege ich sicher nicht grundverkehrt :)

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    bachwobbler    69
    Die Temperaturen sinken, die Tage öfters grau, die Abende in der gemütlichen Stube wieder länger. Was gibt es da gemütlicheres als nach einem feinen Essen ein guten Malt zu geniessen. Ich "muss" meine Reserven wieder mal auffüllen. Hatte den Lagavulin schon öfters in der Theke, nun entdeckte ich aber letztes Mal im Regal die Distillers Edition. Meine Frage: Ist der Unterschied markant zum normalen 16y? Falls ja lohnen sich nach eurer Erfahrung die 30 - 40 Stutz Aufpreis?

    Liebäugle in dieser Preisklasse auch noch mit Tobermory 15y und Highland 18y. Hat jemand eine Tastingnotiz oder eine Empfehlung dazu abzugeben?

    Petri und Gruss

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    Forelle1958    378
    Da kann ich mich aus eigener Erfahrung nicht an der Diskussion beteiligen, aber die langen bisher nur kühlen Nächte setzen auch meinen Vorräten arg zu;(

    30 oder 40 Franken Aufpreis finde ich grundsätzlich nicht ein Kriterium beim Kauf eines Whisky, aber ab einem gewissen Preis möchte ich diesen zuerst degustieren. Auf Meinungen von Whisky-Kennern und Liebhabern verlasse ich mich dabei kaum, da meine Geschmacksorgane oft andere Signale senden.

    Zwischendurch wage ich natürlich auch Experimente wie am vergangenen Mittwoch. Der Verkaufsladen einer Distillerie lag direkt neben einem Gewässer welches ich an diesem Tag befischte und da konnte ich dem 8-jährigen Schweizer Single Malt nicht widerstehen.

    Von diesem waren meine Kollegen und ich gestern Abend im positiven Sinn überrascht, was auf den Pegelstand der Flasche negative Auswirkungen hatte:P.
    https://haken.ch/archuploads/img73655_20726.jpg

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    chanderbutz    88
    Zum Distillers-Lagavulin: Dieser wird ja im Gegensatz zum Standardmalt der Destillerie noch eine Weile im Pedro-Ximenez-Fässern ausgebaut, also in einem Holz, das vorher einen schweren, üppigen Sherry beherbergt hat. Der wuchtige, punchige Inselmalt gewinnt so an Süsse und wird daher etwas zugänglicher für viele Neu-Geniesser. Auch als Alt-Geniesser trinke ich jedoch immer wieder gerne davon. :)
    100 Stutz darf man auf jeden Fall ausgeben dafür. Beim Thuner Whiskydealer deines Vertrauens findest du sicherlich aber auch ganz schöne Lagavulin-Bottlings von unabhängigen Abfüllern, welche mit ähnlichen Hölzern experimentieren. Im Grundsatz passen die üppigen, torfigen Islay-Malts immer gut zu "süssen" Fässern (Porto, Sherry, Rum etc.)

    Tobermory kenne ich nicht wirklich, zumindest kommen mir keine Erinnerungen ans Verkosten dieses Whiskys in den Sinn. Der 18-jährige Highland Park dagegen war eine Zeit lang in meiner Vitrine, weil er mit seinem maritimen, leicht salzigen Hochlandcharakter fast immer passt.

    @ Martin: Z'graggen ist ein echter Top-Brenner. Gerade gestern habe ich von einer guten Seele eine Flasche Williams erhalten, welche wirklich in die Kategorie 1A gehört. Auch der Honig-Kräuter ist nicht ohne...

    Ach, wie ich die kalten Nächte liebe... :D

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