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Dem Naturköder definitiv entsagt!

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Ich habe mich nun definitiv entschieden, auf jegliche Formen von Naturködern zu verzichten, ausnahmslos! Dies aus einem einfachen Grund: Ich sehe keinen Grund mehr dazu!

In den meisten Belangen bin ich mitlerweile sogar erfolgreicher mit Kunstködern geworden, als mit Naturköder, da dies meiner Meinung nach eine reine Übungs- und Überzeugungssache ist (z.B. am Bergsee, am Bach, auf Raubfisch sowieso...) und vermisse die Naturköder schon lange nicht mehr bzw hab sie sowieso schon ewig nicht mehr benutzt!

Und dort, wo es ohne Naturköder recht schwierig ist (z.B Äschenfischen oder Eisfischen) habe ich jetzt eben meine persönliche Herausforderung in die Höhe geschraubt :squint:
Selbst in den ersten, kalten Eröffnungstagen am Bach, wo man mit Spinnködern noch keine Chance hat, kann ich jetzt getrost auf den Wurm verzichten... denn eine grosse, schwere Nymphe fängt auch gut in der Zeit, und mehr Spass machts an der Flyrod sowieso als mit der Tiprute, von der Fairness ganz zu schweigen :rolleyes:

Das bedeutet aber jetzt nicht, dass ich jeden verurteile, der Naturköder benutzt, keineswegs! Im Gegensatz zu einigen anderen (sehr selbstüberzeugten) Foris hier, habe ich vollstes Verständnis dafür, dass jeder so fischt, wie er gerne möchte. Auch habe ich kein Problem damit, andern das Naturköderfischen zu zeigen/beizubringen, beispielsweise bei einem Guiding über meine Website.

Das ist eine freie Entscheidung von mir allein und ich wollte es euch bloss wissen lassen. Natürlich freut es mich, wenn ich jemand inspiriere, das Selbe zu tun, aber jeder soll das tun, was er möchte.

Gruss und petri in den Herbst!
Nicola

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Dural    813
Finde die Diskussion KuKö vs NaKö ziemlich Sinnlos.

Es gibt kein Richtig oder Falsch, es zählt der Moment und die Fischart was gerade besser läuft.
Ich bin generell auch ein KuKö Fischer, jedoch weis ich das an manchen Tagen ein Naturköder dem Kunstköder deutlich überlegen ist, wie natürlich auch anders rum.

Zudem gibt es Fischarten wo das Fischen mit Kunstköder doch ziemlich schwierig wird ;) Weissfische? Karpfen? Aal? zum Teil auch Wels. Obwohl dazu müsste man noch genau Definieren aus was ein Natur oder Kunstköder ist :D

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Gast   
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Beim Spinnfischen sicher gängig ... das man mit Kunstködern fischt, doch bei einem Ansitz finde ich einen Naturköder sowas von wichtig, um einen Fisch zu fangen. Ich habe es zwar noch nicht versucht einen Wobbler an der Pose oder einen Gummiwurm auf Grund anzubieten... aber ich werde es mal im kommenden Jahr ausprobieren. ;)

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Zitat:
Finde die Diskussion KuKö vs NaKö ziemlich Sinnlos.

Ich sehe durchaus einen Sinn darin, und es ist sicher spannend, für jede Situation die Alternative zu finden :D Aber eben, jedem das seine. ich wollt's euch nur wissen lassen, dass ich für mich eine Entscheidung getroffen habe.

Zitat:
Ich bin generell auch ein KuKö Fischer, jedoch weis ich das an manchen Tagen ein Naturköder dem Kunstköder deutlich überlegen ist, wie natürlich auch anders rum.

Na und? Dann haben die Fische eben Glück; oder ich meine gesuchte Herausforderung :D

Zitat:
Zudem gibt es Fischarten wo das Fischen mit Kunstköder doch ziemlich schwierig wird. Weissfische? Karpfen? Aal

Diese Fische interessieren mich ehrlich gesagt nicht. :squint: Auch da wieder, jedem das seine.

Zitat:
Obwohl dazu müsste man noch genau Definieren aus was ein Natur und Kunstköder ist

Also gut, ich sags mal so: Auch Köderfischchen am System sind m.M.n. Naturköder, auch wenn viele Möchtegern-Spinnfischer dieses als Spinnköder interpretieren. Es gibt Alternativen, ein Gummifischchen kann auch auf ein System gesteckt werden, und es fängt auch ;) Alles andere ist eigentlich deutlich, oder nicht? Was ist denn deiner Meinung nach schwer zu definieren?

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Dural    813
War auch nichts gegen dich nici, ich finde deine Entscheidung sogar gut.
Jedoch kommt diese Diskussion unter Fischer doch immer wieder und ich habe schon öfter von Fischer gehört das es auch gut ohne NaKö geht. Für mich ist diese pauschal Aussage aber falsch und dieser Trend entsteht ja auch eher aus den falschen Gedanken.

Es gibt ja auch Fischer die ein Verbot von Naturköder Gutheissen. Aber genau da müssen wir als Fischer doch sehr aufpassen, den da kann es von der anderen Seite schnell heissen: "Wie so überhaupt noch mit dem Haken Fischen, ihr lässt sie ja so wie so wieder weiter schwimmen" wenn man was zugesteht und das andere nicht werden solche fragen von alleine kommen ;)

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Tobi    195
Was sind Narurköder? Sowas habe ich noch nie gehört:P nein spass. Das letzte mal, dass ich NaKö verwendet habe, war am Wägitalersee. Aber dort funktionieren Spinnköder überhaupt nicht und mein grossvater wollte unbedingt so eine hässliche Forelle^^ ich hab dann aber noch einen Egli auf Gufi erwischt:D

Ganz klar: auf Alet, Aal und Barben nehme ich beim Grundfischen immer Nakö aber alles was Raubfische angeht, kann bestens mit Kukö befischt werden. Ich habe noch nie mit NaKö auf Egli gefischt, dafür habe ich schon mal einen Köfi auf Hecht an der Pose angeboten. Werde ich aber nicht mehr machen...

Ich habe für mich persönlich einen Kompromiss gefunden, finde aber deine Entscheidung der Hammer :)

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Tobi    195
Ach ja noch zu den Weissfischen: die können ganz gut mit der Trockenfliege überlistet werden falls man das möchte. Weiss ich aus erfahrung und Perikles hat anfangs Sommer des Öfteren Bilder und Bericjt gepostet, bei denen er mit eben dieser Methode gut gefangen hat :)

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Gast   
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Seid dem unsere Vorfahren das angeln mit der Handleine erfunden hatten wurde mit Naturködern gefischt. Ich sehe da nicht wirklich einen Sinn drin dieses nicht mehr zu tun. Nur weil wir uns weiterentwickelt haben und jede Menge Gummi und Plaste Köder in den Geschäften zu liegen haben??? Überlegt mal was wir alles in unsere Gewässer ballern.
Ich schließe mich selbstverständlich da mit ein. Wir schmeißen Unmengen an Blei ins Wasser, hunderte Gummis inclusieve Weichmachern, Plastik bleibt auch immer wieder mal hängen usw., was sicher der Natur auch nicht zu gute kommt.
Das Problem was wir Menschen heute haben, ist nicht das fischen mit Naturködern, der Wurm der eine kleine Forelle fängt und sie eventuell verangelt. Nein das Problem ist der Mensch selber viel zu viele Angler an einem Gewässerabschnitt die Überfischung unser Gewässer... viel zu wenige Schonstrecken bzw. Schonzonen. Klar ist es da sehr lobenswert wenn man auf so einen Wurm an einem Forellenbach verzichtet... doch sollte man meiner Meinung nach jedes Gewässer mal ein oder zwei Jahre ganz und gar nicht befischen. So kann sich ein Fischbestand sicher viel besser erholen oder auch die Jungfische können sich da sehr gut entwickeln.

Wie wir es machen, richtig wird es wohl nie sein!

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Forelle1958    400
Deine Entscheidung und Gedanken in Ehren Nicola:)

Ich werde allerdings mit grosser Wahrscheinlichkeit nie nur das eine oder andere tun, aber ich Fische ja beispielsweise auch auf Trüschen (ok; geht vom Boot aus auch mit dem Pilker).

Das Verletzungsrisiko ist für mich nur bedingt ein Argument, dass du zwar nicht erwähnt hast aber wohl für die meisten Fischer ein wichtiger Aspekt gegen Naturköder ist. Wenn ich aber sehe, welches Unheil kleine Wobbler mit zwei Dreiangeln, Tiroler und selbst der von mir geliebte Spinner (mit Dreiangel) bei gierigen Salmoniden anrichten kann, führt ein richtig und konzentriert geführter Naturköder an einem (grossen) Einerhaken ohne Widerhaken, sofern der Kontakt ständig aufrechterhalten werden kann praktisch nie zu gravierenden Verletzungen.

Es gibt aber auch für mich sehr viele überzeugende Argumente für die Fischerei mit Kunstködern, gerade auf Raubfische oder auch in sensiblen Kleingewässer wo es sinnvoll ist völlig auf Naturköder zu verzichten (da denke ich nicht nur an einen gewissen See in Österreich:))

Bei dieser Diskussion werden wir uns mit Sicherheit nicht einig werden (ist aber auch nicht nötig), aber spannend finde ich sie trotzdem und hoffe natürlich auch auf ein paar Erfahrungsberichte und Tipps für die Fischerei in "schwierigen" Gewässern mit Kunstködern:)



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WASABI    845
Hi Nicola.

Das ist eine grosse Herausforderung die du dir gestellt hast. Werden dann sehen wie lange das anhält :-O vorallem bei nächsten Melchsee Haken treffen :P alle fange Fische nur der Nicola nicht...:D

Wieso meinst du das Aeschenfischen schwieriger ist mit Küko? Ich habe noch nie auf Aeschen gefischt mit Naturköder. Nur mit Nymphe und Fliege.
Klar in Bern sind wir anscheinend einwenig verwöhnt mit Aeschen... :whistling:

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Tobi    195
@Lorenzo: ja klar hab ich auch schon gemacht aber ich sprach eigentlich vom Ansitzangeln (was aber in meiner beschreibung nich ersichtlich ist). Gummis oder Spinner gehen auch auf räuberische Alets, aber dann ist es auch Raubfisch fischen in meinen Augen;)

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Ach Leute, ich wollte doch gar nicht so einen Tumult auslösen :squint: Ich sehe es so wie Wasabi, ich habe eben die Herausforderung etwas in die Höhe geschraubt :D Und übrigens, das geht schon ohne NaKö am Melchsee ;-)

Und ja Martin, was das Trüschenfischen angeht, stosse ich mit meinem Vorhaben an die Grenze des Sinnvollen. Ich weiss schon, wie ich's mache: Ich nehme dafür umso mehr "zu trinken" mit und schaue den andern beim pumpen zu... ich habs dann sicher genauso lustig und wenigstens warm :D:P

Es soll doch jeder einfach machen, wie er will und des andern Entscheidung hinnehmen :squint:

Gruss und schöne Abe :D

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Peter_H    206
Leute, Ihr könnt einem etwas in die Tiefe denkenden Menschen wie mir ja wirklich den Spass verderben.
Wat soll ich nu? Kunstköder ist bäääh, weil die Verletzungsgefahr mit dem Drilling gross ist, weil zu viele Köder und Blei im Wasser als Hänger liegenbleibt, Naturköder ist bääääh, weil bei etwas unaufmerksamkeit der Köder geschluckt wird und der zu kleine Fisch keine Überlebenschance hat.....am besten ich höre auf zu fischen, stelle mein Fahrrad, das ich wegen der Umweltverschmutzung mehr nutze als das Auto, in den Keller, da ja der Gummiverschleiss auf der Strasse nicht unerheblich ist, werfe meine Kleider die in Kinderarbeit in Thailand gefertigt wurden auf den Müll, stelle meine Arbeit als Goldschmied, da Gold ja ohnehin bäääh ist, ein und erschiesse mich, aber bitte mit einer bleifreien Kugel....
So, Spass beiseite (oder war das etwa ernst?:D)

Wenn ich Nicola richtig verstehe wollte er uns lediglich seine Entscheidung mitteilen mit der er seine Herausforderung gefunden hat. Finde ich cool, ich würde mich sehr freuen, wenn Du, Nicola uns Deine Erfahrungen berichten würdest.

Zm Schluss noch dies: Seht nicht immer alles so eng, wenn jeder für sich seine Technik verantworten kann soll er Spass dabei haben. In der Zeit machen wir keine anderen Dummheiten!:P

Mit einem Schmunzeln
Peter

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Gast   
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Hoi Nicola

Ich fische in Fliessgewässern auch ausschliesslich mit KuKö und würde es sehr begrüssen wenn noch mehr so denken würden.
Bis zu deinem Post war ich überzeugt, dass ich am Bergsee ohne Naturköder den kürzeren ziehe (ausser die Fische sind in Wurfweite von Spinner und Wobbler).

Du hast mich inspiriert! Ich versuche die nächste Bergseesetion ohne Naturköder. Mal kucken ob ich meinen PB bei Namaycush und Seesaibling mit KuKö toppen kann (hab da schon eine Idee ;) )

Danke für den Post, er regt zum Nachdenken an.
Danke Foris für die Diskussion, das regt noch mehr Leute zum Nachdenken an.

:cool::cool:

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Samson    2
Finde die Idee auch gut ich komme auch immer mehr von den Naturködern weg!
Jedoch finde ich halt zwischendurch auch mal einen Ansitz gemütlich ;)

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helix    0
Gute Idee, Nicola und toll, dass dieses Dauerbrenner-Thema wieder einmal diskutiert wird und einigen einen Anstoss gibt :cool:

Meiner Meinung nach stimmt es nicht, dass mit Kukös genau so grosse Verletzungen entstehen wie mit Naturködern! Zwar können durch kleine Drillinge auch mal Verletzungen im äusseren Bereich entstehen, diese sind für die Fische kaum tödlich und auch wenn ein Narbe ensteht oder gar eine leichte Deformierung, können die meisten Fische damit problemlos weiterleben und sich auch prima fortpflanzen. Es besteht auch die Möglichkeit, bei Kukös ohne WH und mit Einzelhaken zu fischen, das ist jedem selbst überlassen...

Im Gegensatz zu Kukös werden Maden, Brot, Würmer und so Zeugs halt oft verschluckt (ob willentlich oder nicht sei dahingestellt) und dies führt bei vielen Fischen zum Tod. Bei gefährdeten Arten wie z.B. Äsche oder Forellen wirkt ein verschluckter Haken fast immer tödlich und dies kann für die teilweise hart angeschlagenen Bestände niemals förderlich sein. Deshalb würde ich ein Naturköderverbot in Bächen und Flüssen generell begrüssen - damit könnte auf einfache Art und Weise den Beständen unter die Arme gegriffen werden.

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CrazybutOK    0
Bevor ich meinen Senf dazu gebe, möchte ich nur kurz sagen, dass mir die Art, wie hier im Forum Diskussionen geführt werden, ausgesprochen gut gefällt.

Jetzt zum Thema:

Naturköder waren für mich der Beginn der Angelei, und sie haben mich auch nie ganz losgelassen. Ob auf Friedfisch mit Maden, Mais, Würmern und Brot, oder auf Raubfisch mit Köderfischen oder Fischfetzen, ich habe erfolgreich damit gefischt und fische teilweise auch heute noch mit diesen Ködern, allerdings meistens mit deutlich ausgeklügelteren Montagen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dazu später mehr....

In meiner Jugend befischte ich die Bocholter Aa, einen kleinen Fluss mit damals exzellentem Barschbestand und auch vielen mittelgroßen Hechten. Gerade die Barsche haben Meppsspinner geliebt und auch die kleinen Rappala Wobbler, die es damals schon in unseren Angelgeschäften zu kaufen gab. Aber: die wirklich großen Egli und Hechte fing ich und auch die meisten anderen auf Naturköder. Mein größter Hecht an diesem Fluss und den umliegenden Seen mit Kunstköder war ein 83er auf einen Effzett-Blinker im See. Auf Köderfische ( in den ersten Jahren waren noch lebende Köderfische erlaubt, später dann natürlich tote Köderfische ) habe ich schon reihenweise Meterhechte gefangen.

Ähnlich geht es mir bei den Zandern, viele kleine und mittlere auf Kunstköder ( Gufis, Wobbler und Spinnfliegen ), die wirklich dicken auf tote Köderfische aufliegend auf Grund.

Völliig auf Naturköder verzichte ich generell, wenn ich in Salmonidengewässern fische. Da muss dann die UL-Spinne oder die Fliegenpeitsche ran, immer ohne Widerhaken und bei Wobblern und Spinnern/Blinkern mit Einzelhaken. Hier sehe auch ich die Gefahr, mit Naturködern zu viele der ohnehin knappen Edelfische zu verangeln. Ich entnehme hier auch sehr selten mal einen Fisch, meistens dann, wenn er trotz der Vorsichtsmaßnahmen verangelt ist.

Meiner Meinung nach haben sowohl Kunstköder als auch Naturköder nach wie vor beide ihre Berechtigung. Eines nehme ich mir aber immer sehr zu Herzen: Behandle deinen Fang so schonend wie möglich, egal mit was du angelst. Viele Fische lassen sich schon im Wasser enthaken und ich muss nicht mal meine kapitalen Fänge unbedingt fotografieren. Ich weiß ja, was ich gefangen habe, und was nicht. Ohnehin zeige ich nicht unbedingt gerne meine ( releasten ) Fänge vor, damit ein anderer anhand des Fotos erkennt, wo sie gefangen wurden und sie anschließend "verkochtopfangelt". ACHTUNG: Ich habe nichts gegen eine maßvolle und sinnvolle Verwertung eines gefangenen Fischs, ich selber nehme auch den ein oder anderen für die Pfanne oder den Räucherofen mit.

Ich glaube, dass mehr Fische an verletzten Schleimhäuten sterben, als an Verletzungen durch tief geschluckte Haken!

Noch ein paar Gedanken zur der Theorie, dass beim Fischen mit Naturködern viele Fische durch zu tiefes Abschlucken verenden:

Wenn ich mit Wurm auf Forellen fische und bei einem Biss ewig lange warte mit dem Anschlag, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, den Fisch zu verangeln. Gleiches gilt selbstverständlich, wenn ich mit toten Köderfischen mit mehreren Drillingen bestückt, auf Hecht oder Zander fische. Wenn allerdings ein Fisch einen Wobbler mit 3 Drillingen voll inhaliert hat, oder einen Gummifisch mit ein oder sogar zwei Stingern sind seine Überlebenschancen auch eher gering...

Es ist aber meistens gar nicht nötig, mit dem Anschlag zu warten, wenn entsprechend gute Montagen verwendet werden. Ich behaupte mal, dass hier im Forum KEINER mit so großen, toten Köderfischen auf Hecht angelt wie ich. Trotzdem warte ich bei einem Biss nicht, sondern zähle, wenn die Schnur läuft bis drei und schlage dann an. 8 von 10 Bissen kann ich verwerten, ich angle NICHT mit Drillingen, sondern mit drei großen Einzelhaken an einem selbst gebauten System. Von all meinen damit gefangenen Hechten musste ich bis jetzt einen einzigen (!) abschlagen, dem war im Drill ein Kiemenbogen durch einen Haken gebrochen. Alle anderen schwimmen wieder und etliche Wiederfänge belegen mir, dass sie alles gut überstehen. Ich verwende übrigens Haken der Größen 3/0 bis 8/0! Einer im Kopfbereich, einer in der Mitte und einer im Schwanzwurzelbereich. Nur für die, die es interessiert: Wo erlaubt, angle ich mit Forellen zwischen 500 und 1000 Gramm, wo nicht verwende ich am liebsten Brassen nicht unter 40cm. Fast immer gelingt es mir, die Fische im Maulbereich zu haken und so die Fische nicht zu verangeln. Und wenn ich dann doch mal einen schönen Biss versemmle, dann sterbe ich nicht daran ( Der Fisch übrigens auch nicht... ).

Diese Art der Fischerei ist übrigens sehr selektiv, schon durch meine Köderwahl. Ich fange wenige Hechte, aber dafür fast immer echte Granaten. :-) Damit beginne ich erst dann, wenn die ersten Bodenfröste die Gewässer deutlich abgekühlt haben und dann bis zum Beginn der Schonzeit. In meinen Gewässern der 15. Januar. Inspiriert zu dieser Angelei hat mich ein englischer Hechtpapst, einziger Unterschied ist der, dass er mit lebenden Brassen gefischt hat.

An meinem Angelplatz liegt eine angefeuchtete Abhakmatte und ein entsprechend großer Karpfenkescher mit einem ausgetauschtem, gummierten Netz immer schon bereit, bevor die Köder ausgelegt werden...

Naturköder oder Kunstköder sind es meiner Meinung nach nicht, die den Unterschied machen. Der Unterschied entsteht, wenn verantwortungslose Angler und verantwortungsbewusste Angler sich gegenüber stehen.

Respekt gegenüber den Fischen, faire Behandlung derselben und eine verantwortbare Entnahme sind es, die unser Hobby ausmachen. Der abgeschlagene oder aufgrund schlechter Behandlung verendete Großfisch vermehrt sich jedenfalls nicht mehr, egal, ob mit Kunst- oder Naturködern gefangen.

Wenn das für mich bedeutet, dass ich auf einen fängigen Naturköder verzichten muss, um keine Fische zu verangen, dann mache ich das. Wenn nicht, dann greife ich immer noch gerne auf Naturköder zurück, insbesondere dann, wenn es um kapitale Hechte, Zander und Aale geht.

Weiterhin respektiere ich aber auch, wenn andere Fischer nur mit KuKös fischen, oder nur mit der Fliege ans Wasser gehen.

Was mich wirklich wahnsinnig macht ist, wenn Fische nicht ordnungsgemäß behandelt werden, sinnlos abgeschlagen werden oder einfach respektlos behandelt werden.

In diesem Sinne

Peter

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LeetCrew    0
Meine Lieben, ich werde mich im Leben nicht von meiner Elritze am System trennen.... ob ich nun nen Gufi / oder Guwu oder Wobbler/Löffel einzupple oder eben meine Elritze, dies macht kein Unterschied.... Ausser dass ich eben mit dem Fischchen die besseren Chancen habe... 100% :cool::D (auf meine Gewässer bezogen)

Aber für mich sind die problematischen Könder die Würmer / Maden ... etc. verbunden mit Ansitzangeln, in Gewässern die Wildverlaichung haben oder mit Sömmerlingen besetzt werden... Diese Technik hat, egal wie schnell angeschlagen wird, IMMER Kadaver zur Folge. Bestes Beispiel der Engstelnsee... Seit dieser Saison werden dort 20er Refos eingesetzt und siehe da, das Kadavern fängt bereits an... am vorderen Seerand habe ich gestern ca. 5 Refo-Kadaver gesehen... bestimmt alle Opfer von Buldofischern... ich verstehe auch diese Angler nicht, warum wendet man eine Technik an, welche zu 90% zum Tod des Fischesführt, wenn ich Ihn wieder zurücksetzen muss????? Egal sorry anderes Thema...

Es geht doch darum, dass man seine Technik so verbessern sollte, dass man 1. mehr fängt :D und 2. immer schondender gegenüber den Fischen wird...

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Hoi Nick

Ja auch ich habe in letzter Zeit vermehrt Kadaver in den Bergseen entdeckt, wobei ich nicht untersucht habe an was die gestorben sind. Nach jedem Aussetzen verendet eine gewisse %-Zahl an Fischen die die Veränderung im Lebensraum nicht verkraften.

Ich spreche jetz nur von Bergseen (nur dort verwende ich Naturköder):
Tja Nick du darfst aber auch nicht alle die mit Wurm und Bienenmade angeln in einen Topf werfen :evil: .
Beim Ansitzangeln gebe ich dir recht. Aber wo bitte ist der Unterschied zwischen einer Elritze am Tiroler (Löffelbutz oder was auch immer) und dem Locklöffelsystem mit Bienenmade?
Wobei ich bereits am Umstellen und testen bin um auf die Maden ganz zu verzichten :squint:;)

Du bist halt "Mr. Elritze" und "Big-Namay"-Jäger :D:D

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bachwobbler    69
@Peter: Deiner Haltung bezüglich Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Fischen stimme ich voll und ganz zu. Danke für den differenzierten und interessanten Beitrag. Ich war bis jetzt nur mit KuKö unterwegs, da ich bis jetzt praktisch nur an Fliessgewässern anzutreffen war. Das Bergseefischen werde ich nächstes Jahr etwas genauer unter die Lupe nehmen und meine ersten Erfahrungen damit sammeln. Ich werde dort sicher das eine oder andere Mal einen Versuch mit Naturköder starten, um für mich einen Vergleich zu Wobbler und Co. machen zu können.

Petri und Gruss

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Forelle1958    400
@Peter: ein sehr wertvoller, differenzierter Beitrag der den meisten verantwortungsvollen Fischern wohl aus dem Herzen spricht:).

Wir müssen nicht mit jedem Punkt und Komma in einem Betrag einverstanden sein, aber wer sich so detailliert zu Natur- und Kunstköder Gedanken macht und äussert hat meine grösste Achtung:cool:

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Tobi    195
Hey Peter

Endlich konnte ich dein Statement am ruhigen Sonntagmorgen lesen und hatte genug Zeit um mir Gedanken darüber zu machen.
In vielen Punken kann ich mich mit dem geschrieben sebst identifizieren. Ausser beim Thema der grossen Köderfisch. Das liegt aber daran, dass ich noch nie so gross gefischt habe. Werde es aber definitiv in nächster Zeit mal ausprobieren. Deine erläuterung mit dem Verangeln der Fische bei grossen Köfis mach definitiv Sinn und leuchtet mir ein. Vielen dank für deinen super "Senf" den du dazugeben hast :)

Schönen Sonntag an alle :)

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