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Samson

Unterscheidung Bach- und Seeforelle

Empfohlene Beiträge

Samson    2
Hallo Forum

Kann mir jemand erklären wie ich am einfachsten Bach- von Seeforelle unterscheiden kann?
Obwohl ich die mir erst noch erarbeiten muss aber wenn ich mal eine habe möchte ich mir sicher sein dass es auch eine ist :-O
Ich ging früher immer davon aus dass wenn sie keine roten Punkte hatt eine Seefo ist, dem ist wohl nicht so.

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Gast   
Gast
in einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden:

Zitat:
Europäische Forelle
(Salmo trutte Linnaeus)
Bachforelle - Meerforelle - Seeforelle


Die Fischgruppe der Salmoniden ist eine entwicklungsgeschichtlich recht junge Fischgruppe, das zeigt sich in der geringen Differenzierung der einzelnen Arten, verfügen sie doch über viele Gemeinsamkeiten, sei es in der Lebensweise oder im Körperbau.
Bei Salmo trutta handelt es sich um nur eine einzige Art, welche sich in drei Unterarten aufteilt, es handelt sich dabei um die Unterarten:

Mittelmeerforelle - Pontokaspische Forelle - Atlantische Forelle

Die bekannten Formen, Bachforelle - Seeforelle - Meerforelle sind keine Unterarten sondern lediglich verschiedene Lebensformen und können bei jeder der genannten Unterarten auftreten.
So ist die Bachforelle als stationäre Lebensform einzuordnen, während die Seeforelle bereits als Wanderform angesehen werden muß, da sie zum Laichen in geeignete Fließgewässer aufsteigen muß, die Meerforelle ist eindeutig als anadromer Wanderfisch anzusehen.

Aus diesem Grund möchte ich diese interessante Art zusammenfassend in einem Datenblatt behandeln und mich auf die haupsächlich bei uns vorkommende Atlantische Forelle beschränken.

Merkmale:
Forellen besitzen einen torpedoförmigen, seitlich leicht zusammengedrückten Körper, wie alle Salmoniden besitzt die Forelle eine Fettflosse ohne Flossenstrahlen.

Die Zahl der Seitenlinienschuppen beträgt 100 - 130, 13-22 Kiemenreusendornen, 20-59 Pylorusanhänge(blindarmähnliche Darmanhänge), 51-62 Wirbel.
Die Kiefer und das Pflugscharbein [(Platte(5 Zähne) und Stiel(zwei Reihen Zähne)] sind bezahnt.
Bei Jungfischen ist die Schwanzflosse gegabelt, mit zunehmendem Alter vergradet die Hinterkante der Schwanzflosse.

Die Färbung der Jungfische ist bei allen Unterarten und Lebensformen recht ähnlich.

Die Abbildung zeigt einen Jungfisch(Parr) mit der typischen Parrzeichnung.

Die Färbung adulter Exemplare unterscheidet sich sehr deutlich, je nach Lebensform und Gewässeranpassung, überhaupt ist Salmo trutta eine recht bildhafte Art, selbst im gleichen Gewässerbereich gibt es oftmals Fische recht unterschiedlicher Färbung.

Wie eng die Beziehungen der Lebensformen ist läßt sich recht gut an Bachforelle und Meerforelle verdeutlichen, so ist es möglich, daß Bachforellenbestände , welche zum Beispiel durch Öffnung der Gewässer im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen, die Möglichkeit dazu bekommen, plötzlich anfangen zu wandern, also die Lebensweise der Meerforelle übernehmen, ebenso kann es vorkommen, daß sich aus einem migierenden Meerforellenbestand ein stationärer Teilbestand bildet, der fortan die Lebensweise der Bachforelle annimmt.
Welche Faktoren für das "Einschalten" und "Ausschalten" des Wandertriebs verantwortlich sind, ist noch nicht völlig geklärt.

Bachforelle
Das bekannteste typische Färbungsmerkmal der Bachforelle sind die roten Punkte an den Flanken, diese können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, bei manchen Fischen sind diese leuchtend rot, teilweise mit einem weißlich gelben auch bläulichen Rand umgeben, bei anderen Fischen sind sie winzig klein und nur in geringer Zahl vorhanden, bei einigen Forellenstämmen (meist in Tieflandbächen) sind sie groß, verwaschen und eher dunkelbraun.

Meerforelle
Die Färbung der Meerforelle ist sehr variabel, während ihres Aufenthaltes im Meer sind die Fische meist völlig silbern, die roten Punkte fehlen völlig, dafür sind unregelmäßige schwarze Punkte zu finden, welche teilweise rund, aber auch sehr oft x-förmig sind.
Während der Laichwanderung, bei Kurzdistanzwanderern auch schon vor der Laichwanderung färben sich die Fische dunkel, man sagt sie werden "braun", die Färbung wird mehr und mehr bachforellentypisch, bei einigen Stämmen ist eine Unterscheidung von der Bachforelle nicht möglich, insbesondere da wo teilwandernde Bestände vorkommen, deren stationäre Formen ebenfalls großwüchsig sind, auch der oft erwähnte Aufbau der Kiemendeckelknochen hilft nicht immer weiter

Seeforelle
Farblich ist die Seeforelle der Meerforelle recht ähnlich, jedoch sind bei ihr auch rötlich braune Punkte feststellbar, auch bei dieser Lebensform ist die Variationsbreite in der Färbung sehr groß.

Lebensräume(atlantische Forelle):

Bachforelle
Ursprünglich lebte die Bachforelle in Europa von Island bis zur Murmanküste, westlich vom Ural bis nach Afgahanistan, Iran, Libanon und im marokkanischen Atlasgebirge. Seit 1864 erfolgte eine weltweite Verbreitung, welche in Tasmanien begann, seither gibt es Bachforellen in den USA und Kanada, Argentinien und Chile, im Himalajagebiet, sowie in Süd - und Ostafrika, nur in Nord - und Zentralasien fehlt die Bachforelle. Die Verbreitung der Bachforelle ist stark mit der englischen Kolonialisierung verbunden.
Die Bachforelle bevorzugt fließende Gewässer mit hohen Sauerstoffgehalt und nicht zu hohen sommerlichen Temperaturen, bewohnt aber auch stehende Gewässer wenn sie ihr zusagen und einen Zufluß mit Laichmöglichkeiten besitzen, hier sind die Abgrenzungen zur Seeforelle fließend.

Meerforelle
Die Meerforelle lebt im europäischen Küstengebiet von Portugal bis zum weißen Meer, einschließlich Island.

Seeforelle

Die Seeforelle findet man von Skandinavien bis zum nördlichen Ural, auf den britischen Inseln inclusive Irland, sowie in den Voralpen - und Alpenseen, durch Besatz auch in anderen geeigneten Gewässern, insbesondere Talsperren.

Größe:
Die Europäische Forelle kann erhebliche Größen erreichen, Fische von über 30kg sind möglich, insbesondere bei der Lebensform Seeforelle, wobei hier der Fangdurchschnitt bei 6 - 10kg liegt.
Meerforellen werden teilweise deutlich über 15kg schwer, ihr Fangdurchschnitt liegt bei 2 - 4kg.
Bei der Bachforelle sind die Maximalgewichte etwas strittig, nach einigen Quellen wird sie weit über 10kg schwer, allerdings stammen die Fänge dieser starken Fische fast ausnahmslos aus stehenden Gewässern, sodaß man hier eventuell von Seeforellen sprechen muß.
Die Bachforelle als maximal 50cm lang werdende Zwergform der Meerforelle zu bezeichnen ist aber unsinnig.
Die Wachstumsgrößen der Bachforelle ist sehr stark gewässerabhängig und wird vom jährlichen Temperaturverlauf und dem Nahrungsaufkommen bestimmt, in manchen Mittelbegirgsbächen werden die Fische schon mit 12 - 13cm geschlechtsreif und erreichen kaum mehr als 25cm Länge, in anderen Gewässern, meist Niederungsbächen werden die Fische hingegen bis zu 80cm lang und über 5kg schwer.

Nahrung:
Die Bachforelle ernährt sich haupsächlich von Kleintieren, seien es Krebstiere, wie Gammariden oder Insektenlarven und Vollinsekten, einige Fische spezialisieren sich auch auf Fischnahrung, werden also zum Raubfisch. Das ist nicht zwingend der Größe der Bachforellen zu zuordnen, sondern hängt stark vom Nahrungsaufkommen der entsprechenden Gewässer ab.
Dabei geht die Bachforelle stark opportunistisch vor, das was mit dem geringsten Energieaufwand und in der größten Menge verfügbar ist wird gefressen.
Die Bachforelle kann , wie kaum ein anderer Fisch zu Nahrungsspezialisierungen neigen, welche genereller oder saisonaler Natur sein können.
Die Meerforelle ernährt sich als Jungfisch genauso wie die Bachforelle, also meist von Kleintieren, im Meer bilden auch weiterhin Krebstiere, wie Gammariden und Wasserasseln sowie Garnelen einen Teil der Nahrung jedoch werden auch Fische gefressen, Tobiasfische, Sprotten und Heringe.
Für die Seeforelle gilt als Jungfisch das gleiche wie für Bach - und Meerforelle, die Fische werden aber zunehmend zum reinen Raubfisch und ernähren sich von Maränenartigen, Weißfischen auch von den kleinwüchsigen Formen des Seesaiblings, gelten sogar als natürliches Regulativ der Saiblingsbestände.

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Samson    2
Danke Pesche
Naja das hilft dann eigentlich nicht wirklich weiter bei der Unterscheidung:
Zitat:
Die Bachforelle bevorzugt fließende Gewässer mit hohen Sauerstoffgehalt und nicht zu hohen sommerlichen Temperaturen, bewohnt aber auch stehende Gewässer wenn sie ihr zusagen und einen Zufluß mit Laichmöglichkeiten besitzen, hier sind die Abgrenzungen zur Seeforelle fließend.

Heisst eine Definitive Unterscheidung ist gar nicht möglich?

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chanderbutz    91
Zitat:
selbst im gleichen Gewässerbereich gibt es oftmals Fische recht unterschiedlicher Färbung


Das trifft absolut zu. Meine beiden letzten Farios im Forellen-Thread habe ich im gleichen Bach gefangen, eine im typischen Silberkleid der Simme und Kander, eine im rotbraunen Tupfenmantel, wie er uns sonst eher im Mittelland begegnet.

Gerade in Laichgewässern der Seefos ist es unheimlich schwer, eine Differenzierung zu machen. Zu Recht gelten dort gefangene Fische denn per Definition in der Statistik auch als Bachforellen. Ich habe schon etliche Forellen ganz ohne rote Punkte gesehen, die allerdings kaum mehr als 30 cm lang waren. Da möchte ich mich jetzt nicht auf Seeforellen festlegen. Warum sollte man auch: Trouts sind allesamt schöne, faszinierende, schlaue und launische Tiere. Das reicht mir als Typisierung. :)

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Gast   
Gast
Genau das habe ich interpretiert, kein wirklicher Unterschied.
Desshalb auch die Fangfenster für Bachforellen in gewissen Flüssen im Kanton Bern für den ganzen September 24/30cm bis 45cm!

Hoffe de eine oder andere mit SeFo Erfahrung meldet sich auch noch zu Wort, hier sind einige SeFo-Kracks registiriert (sogar mit MeFo Erfahrung)!

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Gast   
Gast
Ich hab grad nicht Zeit ausführlich zu schreiben, wisst ihr denn schon, dass bafo und sefo im grunde die gleiche fischart ist?

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Samson    2
:D Ja das wissen wir Bafo Seefo und Merfo. Jedoch wird um die Seefo immer ein riesen Hype betrieben und ich wollte halt auch mal eine fangen. Nunja die nächste grosse die ich in einem See fange, werde ich dann wohl einfach STOLZ mit SEEFO betiteln lol :-O

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Dural    814
für mich ist eine sefo silber und eine bafo dunkel / braun
die färbung dürfte vorallem auf ihre umgebung angepasst sein.

aber ist das so wichtig?
ist ja die gleiche art und da kann man sagen, eine forelle im see gefangen = seeforelle und forelle aus fluss/bach = bachforelle.
wenn ich richtig informiert bin, ist es vom gesetztgeber ja genau so vorgegeben.

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Gumpenkoenig    1'038
Dural, da muss ich dir absolut zustimmen, so sehe ich das auch! Hab schon "Seeforellen" mit Roten Punkten gesehen, und Bachforellen mit "Sternchen"... im Idealfall ist ne Seeforelle silbern, aber in 80% der Fälle ist sie es eben auch nicht!

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Gast   
Gast
Yep, genetisch absolut das Selbe. Eine Seefo, die lange im Bach ist, passt sich, und umgekehrt.

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helix    0
Vieles wurde bereits richtig erwähnt.

Die See- und die Bachforelle gehören der selben Art an (Salmo trutta), unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Lebensweise. Ob eine Forelle zur See (forma lacustris)- oder Bachforelle (forma fario) wird, entscheidet sich als juveniler Fisch in den ersten Lebensjahren. Die allermeisten Forellen, auch (künftige) Seeforellen, haben in diesem Stadium rote Punkte. Während die standorttreuen (Bach-)Forellen ihre roten Punkte behalten können, verändern sich die in den See abgewanderten Fische und verlieren die roten Punkte. Sie adaptieren sich perfekt an ihr "neues" Umfeld, dem See. Auch morpholgisch geschieht eine Veränderung, welche man beispielsweise an den weniger breiten und spitzigeren Bauch- und Brustflossen (Bafos haben abgerundete, breite Flossen, um optimal in der Strömung "stehen" zu können) erkennt.

Die roten Punkte sind also nicht, wie oft angenommen, ein sicheres Zeichen, ob es sich um eine Bach- oder Seeforelle handelt. Zur Laichzeit ist die Unterscheidung aufgrund der Färbung noch schwieriger, da werden sie Sefos nämlich viel dunkler und bekommen teilweise braune und rote Tupfen (v.a. die Milchner), welche aber im Unterschied zur Bafo nie hell umrandet sind.

Von "salmo trutta" gibt es übrigens noch weitere Ökotypen, die weder Bach- noch Seeforelle sind, beispielsweise die auf meinem Avatar-Pic.;)

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helix    0
Nein, Pesche, die Meerforelle, eine Art mit einer höchst interessanten Geschichte, steht noch auf meiner mittelfristigen "To-Do-Liste". Die erwähnte Forelle ist eine Flussforelle.

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Chretzer    0
..und wie wäre die einzustufen??
im Rhein haben wir einerseits Fische mit dem Braunen Bachforellenkleid als auch solche mit Silbrigem "See/Flussforellenkleid" tragen. Ebenso absteigende "Bodenseeforellen"... Ist eine Flussforelle nicht einfach ein Fisch, der mit der Seeforelle vergleichbar das Jahr durch ein grösseres Gewässer bewohnt und nur zum Laichen in den Bäche aufsteigt...?

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Gast   
Gast
Soviel ich weiss ist die Flussforelle Gewässer treu und laicht auch im Habitat ab, wandert jedoch im Gewässer stromauf und stromab...also ein mix aus reiner BaFo und reiner SeFo.....oder wie ist das genau @Helix?

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genoni33    0
Ich habe auch gemeint, dass Flussforellen ihrem Gewässer treu bleiben und auch dort laichen. In meinem Revier an der Limmat werden immer wieder >60 cm Forellen gefangen, ich denke das sind Flussforellen.

Gruss

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