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Gumpenkoenig

Ein paar Fragen zum Verhalten von Wallern...

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Gumpenkoenig    1'038
Hallo, ich war vor ein paar Tagen beim Aal-Angeln an der Donau und es passierte mir nun schon zum zweiten Mal, dass ich mitten in der Nacht einen furiosen Biss hatte, und kurz nach dem Anschlag der Haken fehlte... Mich beschleicht der Verdacht, dass ich es evtl. mit Wallern zu tun hatte, die mit ihren Raspelzähnen kurzen Prozess aus dem 30er-Mono-Vorfach gemacht haben...
Um die Wahrscheinlichkeiten besser abwägen zu können, ein paar Fragen an die Waller-Gang:

- Wann beissen die Waller bevorzugt? Dämmerung oder bei absoluter Dunkelheit?
- Ziehen Waller bei ihren Raubzügen auf regelmäßigen Strecken umher wie ein Rudel Karpfen? Lässt sich sein täglicher/nächtlicher Weg also ein stückweit vorausberechnen?
- Wie verhält sich ein Waller nach dem Biss? Zieht er ab, hockt er sich hin?
- Und wie verhält er sich im Drill? Schlägt er wie eine große Forelle, zieht er statisch wie ein Karpfen? Ruckelt er wie ein Aal?

Die Aal-Vorfächer waren nagelneu, falls kein Verarbeitungsfehler vorliegt, würds mich wundern wenn ein Aal das zwei Sekunden nach dem Anschlag bereits durchgescheuert hat!!?? Außerdem hab ichs bei nem Aal noch nicht erlebt, dass er beim Biss nen richtigen Lauf startet, und sogar ein 60g-Blei völlig unbeeindruckt mitschleift...
Bei uns angelt niemand auf Waller, insofern ist nicht klar, obs die hier gibt oder nicht. Die Donau ist hier noch ein kleiner Fluss den man mit der Spinnrute locker überwerfen kann. Fakt ist, dass im Staubereich etwa 1km flussab vor etwa 5 Jahren mal ein Waller mit ca.120cm gefangen wurde, und warum sollte es nur einen einzigen geben?
Ich rüste mich gedanklich schon auf nen Waller-Ansitz...

Danke für Eure Hilfe,
Gruß
Gumpenkönig

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Dural    814
bin zwar kein wels profi, aber 2sek. bei einem 0.30mm mono hört sich für mich mehr nach hecht an.

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Gumpenkoenig    1'038
Danke Dural, immerhin eine Antwort, das ist nett von dir. Hatte gehofft, dass mir die Waller-Profis ein paar Hinweise geben können, aber offensichtlich sind die alle am Wasser :-)

Ein Hecht um halb zwei Nachts auf Wurm!? Da mag ich nicht dran glauben... , sorry. Vielleicht führt einfach nix dran vorbei, ich werde auf gut Glück nen Ansitz starten. Nächste Woche hab ich keine Zeit, aber übernächste Woche leg ich mich zwei Nächte ans Wasser, und dann bin ich vielleicht schlauer...

Gruß
Hannes

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Dural    814
hechte wurden schon mit würmer gefangen und hechte wurden auch schon in der nacht gefangen, warum nicht?

die frage die sich mir noch stellt und aus deiner erklärung oben für mich nicht genau ersichtlich ist:
ist das vorfach durch einen "schnitt" gerissen oder durch eine überbelastung des mono vorfach gerissen?

wenn letzteres, könnte das auch ziemlich gut auf einen karpfen hindeuten.


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Gumpenkoenig    1'038
Interessanter Gedanke... an einen Karpfen hab ich noch nicht gedacht... Das Vorfach war nicht einfach "abgeschnitten" wie bei nem Hechtbiss, sondern eher etwas "gekräuselt" und rauh... das kann natürlich sowohl von Raspelzähnen, als auch von einfacher Überbelastung kommen. Letzteres aber eigentlich nur, wenn zusätzlich ein Verarbeitungsfehler vorlag, denn eine 30er Mono hält schon was aus, ich denke das kann ich inzwischen einschätzen wann der Punkt erreicht ist, wo es reisst...

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romawe    0
Mir kommt das irgendwie vor wie ein Materialfehler.... wenn das Vorfach leicht gekräuselt ist, so erinnert mich das an einen schlechten Hakenknoten, der unter Belastung nachgibt....

Ein Wels raspelt nie und nimmer in 2 Sekunden ein Vorfach durch.... und ein Karpfen müsste da schon zu den ganz grossen gehören.... wir angeln mit 25'er Hauptschnur... und die ist ja auch mit Knoten mit dem Rigg verbunden.... ich habe noch nie ein Rigg nach wenigen Sekunden verloren... auch nicht mit einem 30 Pfünder....

Wie angelst du denn? Freilauf und Anhieb nach Run? Oder Bremse voll zu und Anhieb gleich bei Bewegung? Auch die Distanz wäre interessant, da sich ein Mono ja doch ziemlich dehnt auf weite Distanz und so ein Reissen des Vorfachs nach wenigen Sekunden eher unwahrscheinlich ist.... ein Knotenfehler direkt am Haken jedoch sofort eher möglich scheint....

Interessantes Problem..... ich tippe auf Hakenknotenfehler!

Gruss Tinu

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Tobi    195
Letzten Sommer hat ein Freund von mir mitten in der Nacht einen 85er Hecht und eine Stunde spätzer einen 60er Zander an seiner Aalmontage. Köder war bei beiden Fischen ein Wurmbündel.. also durchaus möglich. Obwohl man dazu sagen muss, dass es ein See war und kein Fliessgewässer. Trotzdem halte ich den Hecht für eine Möglichkeit. Tinus Ansatz gefällt mir aber auch ganz gut. Hatte auch schon fehlerhaftes Zubehör.

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Gast   
Gast
Hi Gumpenkönig

Waren das gekaufte fertige Aalvorfächer? --> Binde sie selber, ich halte nix von gekauften Vorfächern.

Ich hatte so einen ähnlichen Vorfall auch erlebt. Ich fischte am späten Nachmittag mit 20iger Mono als Vorfach mit Mais auf Alet /Döbel auf Grund.
Auf einmal ein heftiger Run, der Freulauf heulte auf, die Rute wurde aus der Verankerung gehoben.
Nach einem Spurt zur Rute, Anschlag gesetzt und heftiger Zug zu Spüren. Keine Zeit die Bremse zu Lockern und peng war das Vorfach durch.... Der Haken vom Vorfach abgerissen und Mono rau und gekräuselt.

Da Michael Tage davor mit Mais auf Grund einen Wels gelandet hatte, tippte ich auch auf einen Wels, oder ein Grosser Karpfen.
(Ich hatte den Platz einige Tage mit Mais angefüttert) Wobei man mit 30iger Mono durchaus einen sehr grossen Karpfen Drillen kann bei richtiger Bremseinstellung.

Ich würde bei deinem Fall auf einen Wels tippen ---> Kevlarvorfach. Wenn du auf Grund fischt, werden normalerweise nur kleinere Welse anbeissen, muss also kein 0.80mm sein, es muss ja auch zur Rute - Rolle - Hauptschnur passen.


Wann beissen die Waller bevorzugt? Dämmerung oder bei absoluter Dunkelheit? --> Es ist immer mit Wallerbissen zu Rechnen, egal
welche Tageszeit.

Ziehen Waller bei ihren Raubzügen auf regelmäßigen Strecken umher wie ein Rudel Karpfen? Lässt sich sein täglicher/nächtlicher Weg also ein stückweit vorausberechnen? --> Bei uns ja, sie folgen dem Futter, egal ob Fische oder den Kanten entlang, einfach da, wo das Futter ist.

Also weiter den Spot mit entsprechender Ausrüstung befischen und du wirst herausfinden, was es war :D

Gruss Robert








Gruss Robert

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Gumpenkoenig    1'038
Danke für die vielen Antworten, da sind wirklich ein paar super Tipps dabei!

In jedem Fall werd ich NIE wieder mit Fertig-Vorfächern angeln, und auch Plättchen-Haken sind mir grundsätzlich unsympatisch... ich will in Zukunft einfach ausschließen können, dass ich durch einen Materialfehler einen Fisch verlieren. Nach LANGEM suchen hab ich auch endlich hochwertige Aal-Haken mit Öhr gefunden, war gar nicht so einfach! War auch direkt nochmal auf Aal, und zumindest hat sich das Szenario nicht wiederholt, obwohl ich mehrere schöne Aale bis 79cm fangen konnte. Einen richtigen Run und einen Biss wie beschrieben gabs diesmal aber auch nicht... letztes Mal kam dieser Biss auch erst gegen halb zwei nachts, als gerade der Mond rauskam, diesmal hab ich schon um Mitternacht zusammengepackt.

Hab mich inzwischen ziemlich in die ganze Waller-Fischerei eingelesen und bin richtig angefixt! Das nötige Gerät habe ich zu Hause, inkl. Kevlar, U-Posen usw. also wird demnächst mal auf Waller angesessen, wie gesagt, gabs vor einigen Jahren ja mal weiter flussab nen Fang, die Chance ist also da! Freu mich schon sehr drauf! Ich habe ein neues Ziel!!!

Noch zur Frage ob ich mit Freilauf fische: JA, allerdings hatte ich nen Stopper auf der Schnur, der nach etwa 50cm zu nem Selbsthaker führen sollte.Durch den kurzen Lauf kann ich dann aber gut elektronische Bissanzeiger nehmen, und hab nicht dieses Gefummel mit dem Glöckchen. Vorgestern habe ich dann mal was anderes ausprobiert, Bremse zu und einen "Affenkletterer" in die Schnur, in Kombination mit dem elektrischen Bissanzeiger... dieses Setup gefällt mir bislang am besten, das werde ich auf Aal wohl jetzt immer so machen...
Vielen Dank nochmal für eure Antworten,
Gruß
Gumpenkoenig

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