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Der Zander (Sander lucioperca)

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Da hier noch alles leer ist ändere ich das einmal und schreibe ein wenig über den Zander, der auch unter dem lateinischen Namen "Sander lucioperca" bekannt ist. Der Zander gehört zur Gruppe der Barschartigen Fische und ist in ganz Europa der Größte in seiner Art. Auch wird er mancherorts Schill oder Hechtbarsch genannt, aber wohl kennt Ihn jeder unter dem Namen Zander.
https://haken.ch/archuploads/img28152_9407.jpg
Sein Fleisch gilt als Delikatesse und wird in vielen Raststätten und Restaurants angeboten manchmal zu einen sehr hohen Preis.
Was wären wir für Angler wenn wir uns dort unser Stück Filet mit zwei drei Salzkartoffeln und ein zwei Löffel voll Gemüse kaufen gehen würden? Nein so machen wir "Angler" das ja nicht, wir schnappen unsere Rute und gehen ans Wasser. Wir stellen Ihm nach und manch einmal haben wir das Glück und wir fangen einen dieser schlauen Räuber. Ja richtig schlau sind sie die Zander, sie sind genau das Gegenteil vom Hecht oder Barsch. Während der Hecht sich auf seine Beute stürzt, der Barsch den schön schillernden Ködern von uns hinterher pirscht um Ihn zu schnappen, steht der Zander am Grund und verschmäht so manchen Köder. Ja er ist nicht ganz einfach zu fangen...auch muss man Ihn erst einmal ausmachen in den Seen und Flüssen denn nicht überall trifft man Ihn an.

Aber weis man das in einem Gewässer Zander vertreten sind, so hat man schon die halbe Miete. Nun geht es darum Ihn auszumachen und Ihn noch zu fangen. In den Flach-Wasser-Zonen brauchen wir erst gar nicht suchen... auch in den Bereichen wo der Grund keinerlei Strukturen aufweist sind wir verkehrt. Wir brauchen Strukturen!
Diese können ins Wasser gestürzte Bäume sein, aber auch Steinpackungen oder tief abfallende Kanten sind vielversprechend. Hat ein Gewässer einen Kiesigen Grund, können es auch kleine Löcher sein, die nicht einmal einen halben Meter Tiefen-unterschied haben und manchmal nicht größer als 1 Meter im Durchmesser sind. Hat man diese Stellen oder so ein Loch gefunden fängt man manch einmal binnen kürzester Zeit mehrere Zander hintereinander. Und wir Angler sprechen dann von einer Sternstunde. Aber es kann auch anders kommen, denn das Zanderangeln ist kein leichtes, denn Zander mögen wechselhaftes Wetter überhaupt nicht und dann beißen sie nicht. Am besten ist eine gleichbleibende Wetterperiode... und da ist es egal ob eine Schönwetterperiode oder eine Schlechtwetterperiode.
In den Sommermonaten ist die beste Zeit den Zandern nachzustellen in der Morgendämmerung oder in der Abenddämmerung sowie Nachts.
Nachts gehen die Zander auf die gezielte Jagd und man kann sie sogar mit Wobblern und Spinnern überlisten, nicht selten jagen die Zander in den Flach-Wasserzonen oder an den Randbereichen der Buhnen. Und da kann man sie dann mit den vorher genanten Ködern fangen. Am Tage ist der Gummifisch wohl die beste Wahl den Zandern auf die Schuppen zu rücken, denn da stehen Sie tief am Grund und sind eher passive Räuber. Sie beißen meist nur dann zu wenn was direkt vor Ihnen auf Grund fällt, das nennen wir Angler dann "Biss in der Absinkphase":D bemerkbar macht sich das manchmal nur durch ein kleinen Ruck in der Schnur bis hin zu einem harten Schlag in der Rute. Manch einmal wollen sie nur den Köder verjagen das sind dann die Momente wo wir Angler sagen "Sie beißen spitz". Aber auch gehen Zander am Tage auf gezielte Jagd. Vorzugsweise bei Bedecktem Himmel oder aber auch in der kalten Jahreszeit. Und da kommen die Bisse meist auch knall hart so das man sie gar nicht verpassen kann.

Zu den Ködern brauch ich eigentlich nicht viel schreiben... da diskutieren und berichten wir ja schon in einem anderen Thread drüber. Und zwar hier>>> http://www.haken.ch/topic/1110/zeigt-her-eure-gummis-.html

Nur so viel zu den Ködern... bei Bedecktem Himmel und trüben Wasser sind helle Farben immer gut... und bei klarem Wetter und Wasser sind dunkle Farbtöne angesagt... aber immer gut sind Natur-Farben wie braun, grün, aber auch klare Köder.
Als Naturköder ist der Fetzenköder an einer feinen Pose oder an einer Grundmontage auch immer einen Versuch wert. Will man mit ganzen Fischchen fischen so sollte man nicht zu große nehmen so um die 8-10cm und schlanke Köderfische wie Rotfeder, Barsch oder Kaulbarsch sind angebracht. Wo der Kaulbarsch vorkommt ist der natürlich einer der besten Köder die man nehmen kann... da er sich direkt am Grund wie der Zander selbst aufhält und er ganz in sein Beuteschema fällt.

So nun aber mal zum Fanggerät:
Ruten mit einer schnellen Aktion einem starken Rückrad sowie mit einer feinen Spitzenaktion sind die beste Wahl.
so fühlen wir den Köder sehr gut und bekommen jeden Biss mit aber dennoch haben wir genug Reserve für einen kraftvollen Anschlag den wir beim Zander benötigen, damit der Haken auch sicher sitzt. Natürlich sollte die Rute nicht zu schwer sein denn wie ist es meistens wenn wir erst einmal am Wasser stehen, kommen wir dort so schnell nicht wieder weg. Die Rolle sollte zur Rute passen und eine gut gefüllte Spule mit Geflecht haben. Monofile ist beim Jiggen ganz und gar nicht angebracht geht zwar auch doch bekommt man die meisten Bisse gar nicht wirklich mit. Mit Geflecht haben wir auch immer einen direkten Draht zum Köder und spüren den Aufschlag am Grund sehr gut. Bei Monofiler Schnur spüren wir den Köder nicht sonderlich gut bedingt der Dehnung der Schnur.
Ein Vorfach sollte man benutzen welches ruhig etwas länger sein Darf als wie ein gewöhnliches Stahlvorfach. Hat man mit Hechten zu rechnen so nutzt man ein feines Titanvorfach, oder halt Hardmono wie Fluo-Carbon. Ich nutze seid diesem Jahr ganz Normales Vorfachmaterial in der Stärke 0,50 aus der Hochseefischerei welches genauso gut geht und sogar habe ich bislang alle meine Hechte damit landen können. Vorteil ist das ich für 150 Meter des Materials weniger zahlen muss als wie für 25 Meter Hardmono oder Fluo-Carbon eines Namen-haften Herstellers. Vorteil ist bei einem Vorfach meiner Meinung nach die nicht Sichtbarkeit denn der Zander hat hervorragende Augen und sieht gut auch Nachts! Hat man eine gut sichtbare Hauptschnur so sollte man das Vorfach ruhig etwas länger gestalten ... Mit 100cm macht man sicher nichts verkehrt!
Und die Haken sollten natürlich auch scharf und spitz sein... dann klappt das auch mit den Zandern.;):D

So fürs erste als Einstig reicht es erst einmal und ich hoffe doch das ich so ein paar wichtige Details geschildert habe die es gilt zu beachten bei der Zander Jagt.
Ansonsten können wir hier nun über Standorte, Techniken und Gerätschaften gerne weiter diskutieren und diesen Thread immer weiter ergänzen... bis wir alles zusammen haben! :D

Ich freue mich auf viel Beteiligung.

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flintfish    9
Hallo Sascha

Vielen Dank für die tolle Einführung in dieses Thema, hat mir viele wertvolle Informationen vermittelt. Ich werde die nächste Gelegenheit nützen um diese in die Praxis umzusetzen :)

Petri und Gruss
Peter

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raketo    3
Danke Sascha für den gelungenen Artikel. Mein erster Zander schwimmt ja immer noch im Bodensee. Mit dem Bericht hoffentlich nicht mehr lange. Spätestens nächsten Sommer sollte das klappen. Bis dahin werde ich auch entsprechend aufgerüstet haben.
:cool::D
Gruss
Reto


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Forelle1958    387
Kompliment Sascha!

Das nenne ich einen aufwändigen und interessanten Bericht:cool:. Die Zanderfischerei habe ich in den letzten Jahren arg vernachlässigt (bei uns gibt es auch nicht gerade unzählige interessante Zandergewässer), aber jetzt bekomme ich wieder so richtig Lust:).

Tolle Inspiration.

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