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Fisherman94

Hardmono

Empfohlene Beiträge

Fisherman94    53
Benutze jetzt schon seit einiger Zeit Hardmono als Vorfachmaterial und habe auch schon einige Hechte damit gefangen. :D
Ich höre aber immer wieder, dass dieses Material nichts taugt und von den Hechten trotzdem durchgebissen oder "durchgeraffelt" werden kann.....
Was habt ihr damit für Erfahrungen gemacht, es würde mich interessieren.?

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Jänu    16
Hardmono ist heutzutage ein weit verbreiteter Begriff. Ich streite nicht ab, dass man mit qualitativ (sehr) gutem Hardmono auch Hechte fangen kann aber das Risiko den Fisch samt Köder im Drill zu verlieren ist weit grösser als mit Stahl.
Und das Mähr von mehr fangen als mit Stahl gehört auch definitiv ins Märchenland.
Gute Stahlvorfächer sind heutzutage auch keine dicken Prügel mehr...
Ich persönlich halte nichts davon und sei es nur darum, dass ich jedes Jahr einige Hechte aus der Aare ziehe, welche noch Köder im Mund/Hals haben, welche an was wohl befestigt waren. Ist das nötig?

Fazit, ich fange jedes Jahr duzende von Hechten in allen Grössen, habe nie Probleme damit, sie zu landen oder muss einen Schnurbruch fürchten, da ich weiss, was sich am Ende der Schnur befindet, nämlich ein solides Stahlvorfach oder eine Wobblerstange...

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Gast   
Gast
Hardmono ist ab der Stärke 0,50mm erst tauglich für die Hecht Angelei, ich schreibe daher tauglich weil sicher ist es absolut nicht.
Das Hardmono kann im Drill jederzeit einfach durchtrennt werden. Sei es weil es vorher z.b. beim Jiggen auf Grund an Steinen in Mitleidenschaft gezogen wurde( die Oberfläche angeraut wurde) diese rauen Stellen sind in den meisten Fällen dann Schuld das es einfach durchtrennt wird. Daher würde ich empfehlen bei der reinen Hechtangelei, immer ein Stahlvorfach zu verwenden. Hardmono würde ich nur dann verwenden wenn auch mit Zandern zu rechnen ist, oder mein Zielfisch nicht der Hecht ist.
Und es gilt immer drauf zu achten das es keine zu starken Knicke hat oder halt raue stellen hat.
Aber den Hecht ist es völlig egal, ob Du ein Stahlvorfach nutzt oder ein Hardmonovorfach.

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Gast   
Gast
Hello, ich benutze flourocarbon in der stärke 0.80mm aus der meeresfischerei.
der begriff hardmono ist eingentlich eine namensgabe der firma sufix und hat keine spezielle härtungsverfahren der oberfläche.
Andere hersteller verkaufen ihre produkte auch unter "hardmono"
Da ich die hauptlinie direkt aufs vorfach knöpf und nicht gerne mit wirbeln arbeite bietet sich fluoro sehr gut an.
Verschleiss von stahl ist im vergleich zu flourocarbon viel grösser...steinreiben knick im stahl etc.
Ich bin absolut kein fan von stahl und fahre seit jahren sehr gut mit fluoro in 0.80mm
wichtigstes kriterium bei der flourowahl sind: nur das teuere hält und hält und hält...dies bewiesen mir einige jahre hechtangeln mit verschiedenen flouros... und ja einige hechte über 1m pro jahr mit dem gleichen sehr oft geangeltem vorfach. ich kanns nur empfehlen...denn stahl hält schon zugtechnisch mit drr verbindung zur hauptlinie nie dass aus wie flouro....

Gruss fipu

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Jänu    16
Genau so ist es, knüpft nie geflochtene oder monofile Schnur direkt an ein Stahlvorfach, ein Wirbel oder zumindest ein Snap ist Pflicht!
Denn spätestens durch die Reibung im Drill eines grösseren Fisches wird die Hauptschnur nachgeben...


Zudem, bevor ihr jetzt auf Stahl verzichten wollt, es gibt etliche Gewässer in der Schweiz, wo Stahl beim Hechtangeln vorgeschrieben ist, teilweise sogar bis 50cm!
Informiert euch, schützt vor bösen, teueren Ueberraschungen...

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Gast   
Gast
Nehmt mal ein stück stahl in den mund und reibt es euch den zähnen und den lippen nach..allein der grund reicht mit aus stahl nie zu verwenden.

Gruss fipu

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Jänu    16
Es gibt im übrigen diverse Hersteller, die ummanteltes Stahl für die Herstellung von Vorfächern anbieten. Da findet der Kontakt zwischen Fisch und Stahl nur da statt, wo er auch nötig ist...
Zudem, wer Stahlvorfächer richtig lagert, wird auch keine Knicks drin haben. Mit in die Tasche wursteln ist es halt nicht getan...

Wenn ich morgen Zeit habe, werde ich einmal ein paar gute Sachen zusammen fassen, denn gute Stahlvorfächer müssen nicht teuer sein aber gratis gibts nichts...

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Michael    375
Ich hatte bisher gute Erfahrungen mit selbstgebauten Stahlvorfächern, kann mir aber schon vorstellen, dass die Fluo mit der Fipu angelt noch besser wäre, sollte man mal testen ...

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Gast   
Gast
Ummantelet resp. galvanisierte stahlvorfächer werden nicht wegen schonenden aspekten hergestellt sonsern der vorbeugubg gegen knicke.
Die heutige generation an flouros ist so gut, dass man diese und nichts anderes angeln sollte. rein aus schonenden gründen. du kannst dir aber ne etwas härtere gummitube auf den stahl montieren wenn du nicht darauf verzichten willst und troz dem an den fisch denkst...

Gruss fipu

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Hi Leute,

beim Raubfischfang, dabei spielt es keine Rolle ob ich Ansitze, Schleppen gehe oder mit der Spinnrute unterwegs bin, verwende ich fast ausschließlich Stahlvorfächer, meist ummanteltes.
Wo es erlaubt ist auch Kevlar oder mit Kevlar ummanteltes 7x7 Stahlgeflecht.

Da aber hier in Bayern zum Beispiel an den meisten Gewässern ein Stahlvorfach Pflicht ist, erübrigt sich das Ganze sowieso.

Auf Hardmono und Fluorocarbon verzichte ich komplett, daß liegt aber daran, daß ich damit nach längeren Testphasen nicht zufrieden war, selbst mit Materialien von Markenherstellern, wie Jackson etc.
Kann sein, daß sich von damals bis heute einiges getan hat bei den Flouros/Hardmonos, mein Vertrauen haben sie dennoch nicht mehr.

Über Fänge von Hechten oder anderen Raubfischen kann ich aber dennoch nicht Klagen, denn selbst scheue Bachforellen(Ü60cm) und selbst diverse Friedfische(Döbel, Barbnen, Alande, usw etc) vergreifen sich jede Saison an meinen Ködern, zumal mein Jahreskartengewässer sehr klares Wasser hat und zum Teil eine Sichttiefe von 2-4m aufweist, wenn es nicht gerade tagelang geregnet oder die Schneeschmelze eingesetzt hat.

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Jänu    16
Eigentlich wollte ich ja etwas ausführlich über Stahlvorfächer und deren Herstellung schreiben aber ich habe gerade gesehen, dass dazu bereits eine sehr gute Anleitung hier im Forum vorhanden ist...
Deshalb belasse ich es bei ein paar erprobten Sachen und hoffe, dem einen oder anderen Hechtfischer vielleicht noch den einen oder anderen Tip geben zu können...

Quetschhülsen, machen es einfacher als selber verflechten und erfüllen den Zweck genau so gut...

Ich persönlich benutze heute eigentlich nur noch die von Jenzi. Sie rosten nicht, sind stabil und lassen sich leicht quetschen, zudem stimmt der Preis von 5.50-7.50 Fr. pro 100 St., je nach Anbieter...

Stahl am Meter, sehr empfehlenswert sind da die Materialien von Drennan. Es gibt insgesammt 6 verschiedene "Stahlarten" die der Hersteller anbietet.
Beachtet aber, dass die angegebene Tragkraft, viel zu tief ist, jedenfalls wenn ihr darauf achtet, das ihr das Material nicht beim Quetschen zerdrückt!
Und nein, es liegt nicht an einer schlechten Hauptschnur, wir haben das getestet, nachdem wir einige Probleme bei Hängern hatten. Die reale Tragkraft des Stahls, liegt mindestens 80-100% höher!
Zudem ist die Lebensdauer fast unentlich, jedenfalls, wenn man sie fachgerecht Verräumt und nicht abreisst... ;-)

Ich persönlich benutze "Grenn", ein grün ummanteles Stahlgeflecht und 7 Strand welches durch seine sehr hohe Tragkraft im Verhältnis zur Dicke auffällt (Farbe bronze).
Preis je nach Anbieter und Produkt bei etwa 0,60-1,5 Fr. pro Meter (es gibt hier halt auch Luxus... ;-) )
Alternativ habe ich auch noch sehr gute Erfahrungen mit Quantum gemacht (Ultra Wire Leader), ist bronze farben aber leider etwas dicker, dafür auch etwas günstiger. Verwendung findet es bei mir vorallem in Schweden wo viele Seen sowieso leicht angetrübt sind...

An die Hauptschnur kommt dann ein zuverlässiger Wirbel, spart da nicht, denn verwendet ruhig einen etwas dickstahlliegeren, der Knoten/die Schlaufe wird dann auch nicht zufest strapaziert, wenn die Auflagefläche etwas grösser ist.
Wichtig ist auch, dass ihr das ganze nach jedem Drill, Hänger oder einfach mal von Zeit zu Zeit kontrolliert. Das ist die anfälligste Stelle an der ganze Montage!

Am forderen Ende kommt bei mir ein Snap, ermöglicht schnelles problemloses Köderwechseln...
Hier gibts diverse Anbieter, bevor ihr aber damit eure teuren Wobbler durch die Gegend werft, testet sie. Denn es gibt leider viele, welche zwar aus Federstahl sind aber deutlich überbogen und somit brechen können.
Nehmt mal zwei, drei und öffnet und schliesst sie 40-50 mal, geht das gut, spricht es für Qualität, brechen sie, Finger weg...

Mein Favorit, Okuma Stainless Snap-Lock, gibts in diversen Grössen zum Beispiel Gr. 8 (Tragkraft 8 kg). Kommen im übrigen auch in der Meeresfischerei zum Einsatz.
Aber achtung auch hier gilt die Regel, hält viel länger als angegeben.

Das Quetschen, führt den Stahl nicht nur vor und zurück, sondern noch ein drittes mal durch. Der Vorteil liegt darin, dass die Quetschung nicht wirklich fest sein muss, da durch die entstandene Schlaufe (Knick), sich das ganze selber blockiert.
Und ja, ihr habt richtig gelesen, dass ist die einzige Stelle an einem Vorfach, die geknickt sein darf, denn es entsteht da keine Zugbelastung im allgemeinen Sinn, sonderneine Art "Propfen" der das Ganze zu stopft...

Presszange, es muss nicht die teure sein, welche für jede Dimension eine eigene Pressstelle hat, es reicht auch eine günstige mit einer Presstelle, sozusagen eine Allgemeingrösse. Wichtig ist, dass sie zumindest auf einer Seite Querrillen in die Hülse presst...

So, ich muss mal, später noch was zu den fertigen Vorfächern und ein paar Bilder...

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Gast   
Gast
im anhang ein Bild wie ichs mache.
https://haken.ch/archuploads/img20618_6569.jpg
das flouorvorfach (links) Hauptschnur (rechts)
Flourocarbon in guter Qualität lasst sich hervorragend thermisch verschweissen mittels eines Feuerzeugs.
Die Gefahr bestet darin dass Vorfach zu heiss zu machen und das Material wird instabil.
Man solte die Flamme immer in bewegung halten hin und her...der Fasen wird sich langsam aufstülpen zu einem runden köpfchen. Hat sich das Köpfechen nicht verfärbt(schwrz, brun) ist ok...

Einen einfachen Knoten den wir alle können wird mit der Hauptschnur angebunden (Haken-knoten).
Ein kleines stück Schrumpfschlauch als Knotenschutz wird darübergestülpt. (ich nehem da gerne durchsichtiges) Ins kochende Wasser oder über Dampf zusammengeschweisst.

Was meinerseits wichtig ist beim Hechtangeln (gerade Fische die schon paar mal gehakt worden sind) ist die auffälligkeit in jeder Hinsicht zu reduzieren.
Z.B. Klappernder Stahl, sichtbare oder gar reflektierende Schnüre etc.
Klar kann man auch gut Fangen mit solchem Zeugs...doch vergesst nicht dass es sicher einige Fische gibt die auf sowas achten...es gibt sicher auch Bachforellen welche mit Stahl gefangen wurden...doch das ist meiner Meinung nach eine dumme Forelle. :rolleyes:

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Fisherman94    53
Super, danke für die Ausführlichen Antworten.
Werde die Vorfächerweiterhin selber herstellen, aber von nun an mit Stahl, möchte ja nicht einen schönen Hecht verlieren :D, und dem Hecht tut es auch nicht gut mit so einem Köder im Rachen rumzuschwimmen.
Hab zwar mal gehört, dass sie Haken wieder rausbringen, weiss aber nicht, ob das stimmt.
Ich denke vielleicht einen Einzelhaken, auch wenn ich oft Verschluckte beim Ausnehmen finde; bei einem Drilling, oder meist bei einem abgebissenen Köder bei 2 Drillingen würde mir das schon mehr Sorgen machen.

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