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Gast

Regenbogenforelle fördern oder nicht....

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Gast   
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Hallo Zusammen

Ich beziehe hier in diesem Thread meine Frage auf einen Bericht, welchen ich im Petri Heil gelesen habe...
Die Regenbogenforelle......

Wie bekannt wurde durch eine Studie, wird in westschweizerischen Gewässer immer weniger Bachforelle gefangen...
die Verbauungen etc. führen dazu, dass die Gewässer scheinbar immer unlebbarer werden.....
Wie seht ihr das so für die Zukunft von Gewässern in eurer Umgebung?
Was haltet Ihr davon, dass die Regenbogenforelle gefördert oder gar als heimischer Fisch gewertet werden soll?

Hier noch der Bericht dazu....
http://www.petri-heil.ch/magazin/fischen-schweiz/fischen-schweiz-einzelansicht/article/8/regenbogenfo-102032.html

freue mich schon auf rege und interessante Meinungen...

Gruss

René

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Hi René,

in Deutschland gilt sie seit Jahren als "heimisch", auf Grund dessen, daß sie sich seit mehreren Generationen fortpflanzen und so halten konnte, sie wurde ja irgenwann um das Jahr 1882 in Deutschland "eingebürgert".

In Gewässern, welche einen sich selbst erhaltenden Bestand an Bachforellen, Äschen und Huchen hat, finde ich sie überflüssig und schädlich zugleich, da sie wesentlich schneller wächst , zudem die selben Nahrungsquellen nutzt, steht sie logischerweise stark in Konkurrenz zu unseren einheimischen Salmoniden.
An solchen Gewässern entnehme ich jede maßige Regenbogenforelle, die ich fange, Bachforellen werden, wenn möglich, zurückgesetzt, sofern es die Gesetzeslage zuläßt und die Fische nicht zu stark verletzt sind.

In Gewässern, ferner geschlossene Gewässer, damit meine ich Baggerseen und andere Gewässer, die keine Verbindung zu anderen Gewässern haben oder wo die Rainis nicht ab-oder zuwandern können, kann sie besetzt werden, so meine Meinung, da sie dort kaum Schaden anrichten kann, im Gegensatz zur "freien Wildbahn", also in diversen Wald- und Wiesenbächen oder auch Gebirgsbächen, dort hat sie nichts zu suchen, mit dieser Meinung stehe ich bei Bekannten und Freunden nicht alleine da.
An solchen Gewässern verhält es sich wie mit "Put&Take"-Seen , besetzt um gefangen zu werden, klar werden nicht alle gefangen, allerdings setzt sich der Bestand meist aus künstlich erbrüteten Fischen zusammen, egal welchen, da Laichmöglichkeiten oft nicht gegeben sind oder die Ansprüche der Fische an ein Laichgewässer nicht erfüllt werden.

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Forelle1958    396
Hallo René
Ein echt interessantes Thema, das wirklich verschiedene Meinungen zulässt. Meine eigene selbstverständlich subjektive Sicht muss ich aber trotzdem äussern. Die Refo hat in funktionierenden Gewässersystemen, dazu zähle ich kühle Fliessgewässer (die im Sommer max. 20 Grad erreichen) und in Bergseen schlicht nichts verloren.

Die Refo ist aber nach meiner Ansicht im Mittelland, wo die Wassertemperaturen im Sommer oft 24 bis 26 erreichen, oft die einzige Salmoniden-Art, die sich noch behaupten kann. Das gleiche gilt nach meinem Wissenstand für Wasserautobahnen wie teilweise der Alpenrhein. Die Refo hat sich in solchen Gewässern schon seit Jahrzehnten als echte Alternative bewährt und verdrängt dort auch keine Bafos (wie immer wieder behauptet wurde). In vielen Mittellandgewässern kann sich die heimische Bafo nämlich ohne irrsinnige Besatzmassnahmen nicht mehr halten!

Natürlich, bzw. unnatürlich gibt es in einigen Bergseen wahnwitzige Besatzmassnahmen, mit schnell "aufgepumpten" Refos, die nach meiner Meinung einzig der Fleischfischerei ohne besondere Kenntnisse der Fischerei dienen. Ich war selbst auch schon an solchen Bergseen in idyllischer Kulisse, ärgerte mich über Refos mit "angekafelten" Schwanzflossen, die wohl erst vor wenigen Tagen reingekippt wurden und fast immer zwischen 30 und 34 cm lang sind. Umso grösser war aber auch dort die (seltene) Freude einer ü-50cm Forelle mit intaktem Körper. Ueber Forellenpuffs mit Refos, sogenannten Goldforellen usw. muss ich mich wohl nicht äussern, da kommt mit schlicht das Kot..........

Bei der Diskussion um die Refo, kann man auch noch den Namaycush integrieren. Dieser auch nicht heimische Kanadier ist in sehr nährstoffarmen Gewässern in den Bergen für uns Fischer doch oft auch eine sehr interessante Alternative:)

Bin schon jetzt gespannt auf eure, hoffentlich auch kontroversen, Meinungen:D
Petri...Martin

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Also.. Man sollte erstmal unterscheiden zwischen Besatz mit fangfertigen Fischen und z.B. Brut mit Dottersack. Dann müsste man noch von Gewässer zu Gewässer unterscheiden... Sonst dauert mir das Schreiben zu lange. Zumindest im Moment:D

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Habe gerade eine vom Niveau her sehr hohe Diskussion dazu in einem Gewässerwartforum gefunden:

http://www.gw-forum.de/showthread.php?713-Forellenbach-Bachforelle-oder-Regenbogenforelle-besetzen

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Forelle1958    396
Danke Tom
Wirklich ein interessantes Forum mit guten Beiträgen. Die Situation in der Schweiz ist allerdings in vielen Gewässern differenzierter, bzw. in der Regel mit Ausnahme von gepachteten Gewässern ist der Besatz mit Refos meist verboten. Über den Besatz von Refos aus meist fragwürdigen Aufzuchtanlagen in pfannenfertiger Grösse brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Das ist einfach ein Witz; da kann man auch gleich in den Supermarkt.

Die Beiträge und unterschiedlichen Meinungen in deinem Link sind jedoch echt interessant.
Petri und Gruss..Martin

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Arjas    11
Hallo zusammen,

Bei uns im Hochrhein bei Stein am Rhein wird ein Riesenaufwand getrieben den Bestand der Bachforelle zu sichern. Es werden tausende von Franken investiert. Leider bleibt der Erfolg aus. Seit Jahren. Hier ist die Rede von 50-100000 Brütlingen pro Jahr. (30-40mm) Das Schonmass beträgt 45cm!! Trotzdem hat es keine. Wo sind sie? Werde alle gefressen oder schwimmen sie den Bodensee? Mir ist und bleibt das ein Rätsel. Desswegen wird nicht aufgegeben!! Wir setzen immer noch jedes Jahr Bachforellen ein.
Vieleicht wäre es ja an der Zeit der Refo eine Chance zu geben. Aber von diesem Versuch halten sehr wenige etwas.
Ich finde es schade.

Es grüsst arjas

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