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Anglerbursche15SH

Catch & Release oder mitnehmen?

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Hallo,
ich mal wieder.
Ich habe mal eine Frage und zwar was macht ihr mit dem Fische den ihr fängt?
Also ich nehme jeden Fisch mit den ich krieg ausser natürlich er hat schonzeit oder nicht das mindestmaß oder er ist zu groß zum Essen. Ja ich Esse alle Fische :)
Was findet ihr besser? und warum?
Marten

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Gast   
Gast
Hi,

das kann ich ganz einfach beantworten.

Essen oder releasen!

Ich bin keiner, der jeden gefangenen Fisch entnimmt, ich setze auch nicht jeden zurück, was gesetzestechnisch in Deutschland sowieso verboten ist, da es Erstens gegen das Tierschutzgesetz und Zweitens gegen das Fischereigesetz verstößt!

Man könnte auch sagen , daß ich selektiv entnehme, das heißt, daß ich Fische, die zu klein(zB gesetzliches und eigenes Schonmaß nicht erreicht, etc) oder zu Groß (seltene Entnahme) sind nicht entnehme, mit Ausnahme sie haben eine schwerwiegende Verletzung, es gibt Entnahmepflichten(Überbestand, Hechte im Salmonidengewässer, usw etc.) oder ich kann mir mit mehreren Leuten einen großen Fisch teilen, wie etwa einen 1,50m Wels usw.

Jeden gefangenen Fisch zu entnehmen bringt ebenso wenig, wie jeden gefangenen Fisch zurückzusetzen, das ist beides falsch, der richtige Weg wäre der Mittelweg.

Nicht nur Portionsfische entnehmen, auch mal die Großen mitnehmen, nur so bleibt die Alterspyramide im Gleichgewicht!

Gehe ich Fliegenfischen, dann wird mehr zurückgesetzt als beim Spinnfischen oder beim Ansitz, da hierbei die Verletzungsgefahr des Fisches geringer ist.

Auch werden Fische zurückgesetzt, die nicht meinem Zielfisch entsprechen, heißt, geht mir beim Spinnangeln etwa auf Forellen ein Aland, Döbel, Rapfen, sonstiger "Räuber"/raubender Friedfisch an den Haken, wird dieser released oder beim Karpfenansitz beißt eine Brasse und Karausche oder beim Aalfang steigen große Weißfische ein, die ich zwar verwerten könnte, aber momentan nicht will.

Ob ich zurücksetze hängt auch damit zusammen, wie lange ich am Wasser bleiben will, ob die Hälterung erlaubt ist, ob eine Kühlmöglichkeit(Kühlbox, Styroporbox) vorhanden ist, das aktuelle Wetter(heiß oder kühl) und einigem mehr!

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Michael    377
Catch & Release - Ausser ich hab wirklich Lust auf Fisch oder möchte ein neues Rezept ausprobieren, kommt aber eher selten vor!

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Gast   
Gast
Hi Marten

Für jeden Fisch gibt es ein "Fangfenster", in dem er zum Verzehr geeignet ist.
Einen Hecht von 60-70cm, ein Karpfen vom 50-60cm, einen Wels von 70-80cm würd ich als Speisegrösse bezeichnen.
Was machst du mit einen Karpfen von 100cm und über 20kg? Der schmeckt einfach nicht mehr, zu alt und fett.
Dasselbe gilt für einen Wels mit 160cm, ist einfach kein Speisefisch mehr.
Es kommt noch dazu, dass je älter ein Fisch ist, desto mehr PCB (krebserregend!!) sich im Fischkörper ansammelt.
Div. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Fische einen zu hohen PCB-Wert aufweisen und diese nicht zum Verzehr geeignet sind. Bei uns in der Schweiz wurde für div. Gewässer empfohlen, nicht mehr wie 300g Fisch pro Woche zu Essen, Kinder und insbesondere schwangere Frauen sollten ganz auf den Verzehr dieser Fische verzichten.
Sehr viele Menschen sind übergewichtig und haben genug zu Essen, also wir brauchen den Fisch nicht als Nahrung.
In armen Ländern, wo die Nahrung knapp ist, wird natürlich jeder Fisch sinnvoll verwertet und das ist auch gut so.
Nebenbei gibt es unter Karpfenfischern einen Ehrenkodex, dass ein gefangener Fisch wieder schwimmen darf. Auch bei
Welsfischern existiert dieser Ehrenkodex. Bei den Fliegenfischern findet man immer öfters ein C & R.
Einen Fisch töten kann jeder, einem Fisch das Leben zu schenken und ihn in die Freiheit zu entlassen bedarf schon etwas mehr an Lebensphilosophie, Intelligenz und Freude an der Natur und seinen Lebewesen.
In einem Gewässer, wo der Fischbestand eher gering ist, kann man durch C & R den Fluss am Leben erhalten. Wenn jeder jeden Fisch Abschlägt, ist dieser bald einfach leer und das Fischen kann eingestellt werden.
Und jeden Fisch den ich Realease, kann ich wieder Fangen, dann noch grösser. Dieser kann sich auch wieder vermehren, ein abgeschlagener Fisch ist für das Gewässer für immer weg.
Wie lange braucht ein Karpfen, bis er 80cm lang wurde? Wie alt ist ein Wels von 200cm? Das sind Jahrzehnte, die der Fisch gebraucht hat, um diese kapitale Grösse zu erreichen. Warum soll ich innert Minuten "dieses Wunderwerk der Natur" zerstören?
Und es ist noch zu beachten, dass gerade kapitale Fische für sehr starke Nachkommen mit guten Genen sorgen:
Eine Studien ergaben, dass gerade die größten Fische einer Art auch die wichtigste Rolle bei der Fortpflanzung spielen. Ein Waller (Wels), der 120 Zentimeter lang ist, produziert etwas mehr als 2000 mal so viele Eier wie ein Waller-Weibchen, das nur 60 Zentimeter misst. Doch das ist nicht alles: Die Eier und Larven von alten und größeren Wallern zum Beispiel sind nicht nur größer, sie wachsen auch dreimal schneller als Artgenossen von kleineren Weibchen.
Zudem können sie ohne Futter weit länger überleben. Diese hier genannten Fakten beziehen sich jedoch nicht nur auf die genannten Arten, sondern sind universell portierbar.

Diese Ergebnisse wurden mehrfach und unabhängig voneinander auch von anderen Forschungseinrichtungen gemacht, wie Dr. R. Froese vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IfM-GEOMAR) in Kiel bestätigte.

Es gibt eine tolle Seite im Web, die ich empfehlen kann:

http://www.catch-release.de/

Schau dir mal Fotos von Fischen an: Die abgeschlagenen, blutverschmierten "Leichen" zum Teil schon aufgeschlitzt. Diese Fotos sehen eher schrecklich aus und stimmen traurig. Es vergeht einem die Lust am Fischen
Dann ein Foto eines Fisches, der noch lebt, mit Körperspannung und lebendig.
So ein Bild vermittelt Freude und macht Laune.

In diesem Sinne Gruss Robert

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Angeln gehen und Fische fangen, heißt auch Fische entnehmen! Fische auf die ich Angel werden auch mal entnommen und verwertet. Schleien werden geräuchert, Barsche werden zu einem schmackhaften Gericht bereitet und Hechte nehme ich auch mal mit ab 60 - 90 cm, aber auch nur dort wo der Bestand zu groß ist oder ich mal einen für die Küche brauche. Karpfen setze ich Grundsätzlich zurück, da sie mir nicht schmecken. Gehört auch nicht zu meinem Zielfischen. Da ich, wenn ich mal Ansitze eh mit Tauwurm fische und nicht mit Karpfenkullern da kann mir auch niemand ans Bein (strullen) wen ich gefangene Karpfen zurücksetze. Denn es gibt genügend Zielfische auf die ich mit Tauwurm fischen kann. Und meist ist es bei Ansitz Schleie und Aal die meine Zielfische sind. Beifänge kommen immer wieder mal vor und die dürfen wir, wenn wir sie nicht verwerten können oder mögen auch wieder zurücksetzen.
Aber das Angeln aus reinen Spaßfaktor lehne ich ab.

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Ja ihr habt ja schon recht, aber was ist den mit den Fischen die ihr fängt? die leiden doch auch unter den Schmerzen und unter Stress oder merken die Fische die Haken nicht? Und wie gesagt wenn ich kapitale Fische fangen sollte was ja so wieso eher selten ist setzte ich den auch wieder zurück.
Ich finde ja im endeffekt ist es ja jeder seine Eigene Meinung. Ich wollt auch nur mal Fragen was ihr vorzieht

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Michael    377
Zum Thema Fisch und ob sie Schmerzen haben, gibt es hier einen guten Artikel bzw. weiterführende Informationen:
http://www.cipro.de/karpfen/schmerz.htm

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Gast   
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jackknife, lässt du wirklich fische frei die das mindestmass haben ?
anglerbuebi, ich lasse 97% meiner fische frei. Warum ?
Weil ich dem fisch gerne das leben schenke dass er noch ein paarmal die chance hat abzulaichen...
Und was bringt dir z.B ein toter meter hecht ? schmecken tun die eh nicht mehr... lieber ein kleinerer entnehmen, der erstens besser schmeckt und zweitens nicht so viel laich abgibt wie ein kleiner...

isst den du deine fische überhaupt ? :whistling:

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Ja ich esse die Fische die ich fange. Zum Beispiel aal räuchern wir genau wie Forelle und einige andere. Aus Brassen machen wir Fischfrikadellen und so weiter und wie ich es auch jetzt zum 3ten mal schreibe ich nehme keine Kapitalen Fische mit nach Hause ich machen ein Foto und freu mich drüber aber die würde ich nicht mehr mitnehmen

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Gast   
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@ ivanmeiler

Ja, ich lasse auch Fische frei, ob du es glaubst oder nicht!
Einzige Ausnahme sind Hechte in meinem Jahreskartengewässer in dem es eine gesetzliche Entnahmepflicht (Bayr.Fischereigesetz Entnahmepflicht von Hechten in ausgewießenen Salmonidengewässern) gibt!

Ich entnehme etwa 60-80% meiner Fänge, was ist daran verwerflich?
Verwerflich wäre es angeln zu gehen, mit dem Vorsatz jeden gefangenen Fisch zurückzusetzen, was ja gesetzlich verboten ist, die Strafen hierfür sollten erhöht werden.
Ich halte mich an die geltenden Gesetze in Deutschland bzw Bayern, nicht mehr und nicht weniger!

Wozu soll ich Fisch kaufen, wenn ich sowieso angeln gehe, ich kaufe seit Jahren kaum noch Fisch im Laden, hat mit mehreren Gründen zu tun, das wäre das gleiche, als wenn ein Jäger Wildbret beim Metzger kaufen würde, obwohl es im Revier genügend gibt und er pro Jahr sowieso eine Abschußrate zu erfüllen hat.

Daß große Fische nicht mehr schmecken ist reiner Mythos und meist eine billige Ausrede von manchen Möchte-Gern-Specimen-Hunter-Gruppen, um so ihr meist gesetzwidriges Handeln zu rechtfertigen, nicht mehr und nicht weniger!

Der Laich der großen Fische ist nicht besser(im Gegenteil), die Masse reißt es auch nicht wirklich raus, wie manche meinen, entnimmt man einen Großen, kann ein Kleinerer nachrücken, dies wurde mir von einigen Fischzüchtern bestätigt.
Deswegen werden auch die großen Laichfische in den Fischzuchten ausgetauscht, eine andere Blutlinie usw etc könnte man auch mit kleineren Exemplaren einbringen.
Vergleichen könnte man es theoretisch auch mit dem Menschen , was ist zum Gebären von Kindern besser, mit weniger gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verbunden usw etc , eine 60zig jährige oder eine Mitzwanzigerin?
Mal von der heutigen ärztlichen Versorgung abgesehen!

Und ja, ich esse meine Fische selber, gebe gelegentlich aber auch was an Verwandte, Freunde oder Bekannte weiter, wenn jemand was haben will.

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@ JackKnife
aha so ist das also? Ih hatte jetzt an das erste gedacht also das das von Silurohunter wäre richtig trotzdem setze ich die großen Fische zurück. Ich wollt jetzt auch nicht her so streit anzetteln oder so was ich wollte nur wissen wie ihr das das macht.

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Gast   
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Ich streite mich nicht, ich habe nur erklärt wie ich es halte und einem Zweifler mein Handeln genauer erklärt .

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alpfish    0
Ein heikles Thema das oft Emotional werden kann. Ich hoffe mal, die hier teilnehmenden Mitglieder sind intelligent genug das genügend sachlich anzugehen? - meist klappte es in den Fischerforen leider nicht. Zu rasch werden gegenseitige Meinungsdifferenzen mit persönlichen Beleidigungen angeheizt und es kommt zum Eklat!
Ich weiss nur zu gut wie gross der "Spassfaktor" - ich nenne ihn lieber ausgelebter Jagdtrieb, ist: Da war ich auf der Südinsel von Neuseeland mit einem Freund per Fliegenrute unterwegs. Dann siehts du die wunderschönen Farios von 1 bis gut 4 kg im klaren Wasser stehen. Sie fordern dich heraus, mit der Fliege überführt zu werden. Dann kommt der Adrenalinschub, der Fisch steigt und die Rute verbeugt sich. Immer und immer wieder wollte ich das erleben. Von einer Forelle von 2kg hatten wir dann zwei Tage lang genug zum essen. Es wurde also faktisch eine C&R Tour. In Neuseeland oder allgemein im angelsächsischen Raum wird diese Art der Fischerei sehr gepflegt. Oft stecken dabei auch touristische Beweggründe dahinter, weil auf diese Art eine atraktive Fischerei ohne massiven Besatz sichergestellt werden kann. Die Kehrseite: Der Fisch ist ein Lebewesen. Ob er Schmerzen empfindet sei dahingestellt. Es ist Nachgewiesen, das ein Teil der releasden Fische eingeht, weil er gestresst wurde. Je nach aktueller Kondition vom Fisch, Angelmethode, Drillverhalten, Temperatur, Landehandling usw. mag der Anteil der Überlebenden gross sein, 100% ist sicher nicht möglich. Konsequent gedacht heisst das für mich wer für C&R die Argumente von Natur lieben, Fischbestand erhalten und pflegen aufführt, sollte über die Bücher gehen: Wenn nur das zählt, dann wäre ganz klar ein Schongebiet die richtige Massnahme, denn damit würde den meisten Fischen das Leben geschenkt! Wenn ich C&R mache, muss ich einfach ehrlich genug sein und dazustehen dass ich eben den uralten in meinen Genen verankerten Jagdtrieb auch dann ausleben will, wenn ich keinen Bedarf zum Verwerten vom Zielfisch habe. Je nachdem wo man angelt hat man nun in dieser Situation das Problem das eben diese Art der Fischerei verboten worden ist. Jeder von uns muss da selbst entscheiden wie er damit umgehen will. Wenn jemand in einem öffentlichen Forum einen Ehrenkodex propagiert, das man den gefangenen Fischen das Leben schenken soll, würde ich persönlich empfehlen das nur dann zu machen, wenn man auf diese Art nur im Ausland die Rute schwingt.
Unsere Erde ist vom Menschen wohl eher überbevölkert. Der Fisch ist eine sehr gute und relativ günstige Eiweissquelle. Aus meiner Sicht macht es Sinn, aus unseren heimischen Gewässer den natürlichen Ertrag nachhaltig abzuschöpfen. Mag sein das der Anteil klein ist, aber damit kann doch gefährdeter Meeresfisch der bei uns sonst konsumiert würde, eingespart werden. Dank dieser Argumentation ist die Sportfischerei bei uns trotz oder wegen dem Tierschutz akzeptiert und ich denke wir sollten das auch nach aussen kommunizieren.

Wenn man gezielt C&R fischt (wo erlaubt), sollte meiner Meinung nach folgender Ehrenkodex gelten:

Es wird auschliesslich mit Kunstköder gefischt - Karpfen und Weissfische auf Nymphen und Brotfliege sind die Herausforderung!
Gerade auch bei C&R sollte sich jeder nach seinen Möglichkeiten eine beschränkte Fangzahl festlegen. Je weniger Fisch je mehr Zeit zum Philosophieren!
Keine Wiederhaken
Ein einfacher Einzelhaken ist genug. Das reduziert die Verletzungsgefahr mit Verpilzung, Augenverletzung usw.
Ein verletzter Fisch wird entsprechend dem Tierschutz von seinem Leiden erlöst. (Das ist auch bei uns bei einem geschonten Fisch vorgesehen)

würde mich interessieren, was ihr noch so für Ideen für diesen Ehrenkodex hättet?

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Gast   
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Alle ruhig Blut ;), ich fände es schade wenn eine solche Frage zerpflückt wird bis in die kleinsten Details um den einen oder anderen was vorzuwerfen oder oder oder... In genügend anderen Foren werden gerade solche Themen tot geschrieben und solche Threads geschlossen. So wie man welche Seite auch immer sieht, finde ich es doch sehr wichtig, dieses Thema mal ordentlich ohne jemanden an die Karre zu fahren zu Diskutieren. Dem Team war es ja eigentlich schon klar das dieses Thema früher oder später auf kommt... nun ist es soweit und wir sollten jedem seine Meinung akzeptieren!
Also ich für mich finde es sogar wichtig ein solches Thema auszudiskutieren, dabei aber Fachlich und Sachlich zu bleiben und niemanden persönlich anzugreifen.
Also lasst uns doch dieses, für manchen Angler heikle Thema mal richtig durchdiskutieren. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot, wir sind alles Angler und da sollte es doch möglich sein was ordentlich zu diskutieren. Wir dürfen aber dabei nicht vergessen was Gesetze der jeweiligen Länder, Bundesländer vorschreiben oder wie die Verbände und Vereine Ihre eigenen Vorschriften gestaltet haben. Wir Angler wissen alle das die meisten Fischereigesetze veraltet sind und sich keiner wirklich die Mühe macht diese aufzuarbeiten. Zu dem kommt noch das hier in Deutschland jedes Bundesland ein anderes Fischereigesetz vertritt und das sind eben mal 16 Stück. Und jedes dieser Gesetze ist irgendwie anders als das andere. Vielleicht sollten wir mal eine Art Volkszählung machen :D Wer für oder gegen C&R ist. Mich würde es schon mal interessieren was da raus kommen würde.
In diesem Sinne lasst uns ruhig und Sachlich bleiben.

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Gast   
Gast
Hi alpfish,

da gäbe es schon noch einige Dinge,..

- Kescher aus knotenlosen Material Pflicht

- Abhakmatte Pflicht

- auf Fotosessions usw zu verzichten um den Stressfaktor möglichst einzugrenzen, ein Bild reicht

- Fotos nur , wenn man zu Zweit ist, da es schneller und unkomplizierter geht, so handhabe ich es

- zu Zweit angeln gehen, so geht die Versorgung leichter und schneller als alleine

- wenn möglich im Wasser abhaken, zumindest bei kleinen Fischen

- Handlandung benutzen , wenn möglich bzw wenn sie beherrscht wird

- Fische nur mit feuchten Händen anfassen

Nur mal ein paar Denkanstöße auf die Schnelle, es gibt bestimmt noch mehr.

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alpfish    0
@ Sascha
Denke eine Gesetzessammlung bringt da nicht's. Gerade die "Gesetzezitiererei" bringt oft unnötige Spannung. Wir sind doch nicht Juristen :D

Jeder der ab und zu C&R betreibt soll doch einfach mal aufführen, auf welche Punkte er dabei achtet, um die Fische möglichst schonend zu releasen. Jacknife hat da schon gute Ergänzungen eingebracht.

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Fly77    0
Ich entnehme keine Fische, es sei denn sie überleben den Drill nicht.
Wenn ich im laden meine Fische kaufen würde dann wäre ich günstiger dran als
den ganze Tackle und Angelkram zu kaufen.

Dazu habe ich schon so oft gesehen das die Leute alles mitnehmen und leider dies
auch wieder in die Mülltonne klopfen weil es einfach zu viel ist und das finde ich schade!!

Zudem muss ich sagen, das keiner in D, CH, AT oder in F Hungerleiden muss, also warum
die schönen Tiere von ihrem Element trennen? Lieber wieder Releasen damit deine Enkelkinder
auch die gelegenheit haben diesem Hobby nachzugehen.

Gruß

Fly77

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@alpfish
Ich meine es ja auch nicht so, das wir uns hier nun mit den Gesetzen um die Ohren schlagen;) sondern das wir uns im Hinterkopf halten sollten, das es in dem einen Land/Bundesland oder von Verein und Verband unterschiedlich gehandhabt sein kann...und egal wie man es macht, nicht verurteilt werden sollte. ;)




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Sascha    17
Catch and Release, in den meisten Fällen ;)

Zitat:
Es wird auschliesslich mit Kunstköder gefischt - Karpfen und Weissfische auf Nymphen und Brotfliege sind die Herausforderung!
Gerade auch bei C&R sollte sich jeder nach seinen Möglichkeiten eine beschränkte Fangzahl festlegen. Je weniger Fisch je mehr Zeit zum Philosophieren!
Keine Wiederhaken
Ein einfacher Einzelhaken ist genug. Das reduziert die Verletzungsgefahr mit Verpilzung, Augenverletzung usw.
Ein verletzter Fisch wird entsprechend dem Tierschutz von seinem Leiden erlöst. (Das ist auch bei uns bei einem geschonten Fisch vorgesehen)


Fische im Wasser vom Haken ösen. Luftbhandlung gerade bei den aktuellen Temperaturen vermeiden. Ich versuche gerade bei offensichtlich kleineren Fischen, dass sie sich selbst befreien können. Funktioniert meistens ganz gut, wenn man die Schnurspannung lockert
Fisch nur mit nassen Händen anfassen.
Fisch nicht im Sand panieren
Fotos wenn möglich im Wasser.
Kein Wenn und Aber bei verletzten Fischen.
Drill so kurz wie möglich halten. Unnötiges rumtrödeln vermeiden.
Bassgriff unterlassen.
Vertikal halten unterlassen
Immer horizontal + den Fisch mit der zweiten Hand im Afterbereich abstützen.
.
.
.
Nicht erwischen lassen ;)

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Jon    312
Trüschen und Seesaiblinge beim Tiefseeschleppen nehme ich zu 100% mit,da sie ein Zurücksetzen nicht überleben. In den sogenannten Puffs oder Edelpuffs (z.B. Melchsee Frutt) nehme ich sie auch alle mit. Vom Rest lasse ich über 80% der Fische zurück,sofern sie nicht zu stark verletzt sind.

-keine Fische keschern
-Fische nur mit nassen Händen anfassen (nicht umklammern)
-Fische nirgends hinlegen
-Drills möglichst kurz halten
-Foto machen und sofort wieder zurück

Wenn ein Fisch bei den Kiemen blutet, sollte er entnommen werden.

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Gast   
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Hi
Da man immer wieder untermässige oder geschonte Fische am Haken hat, sind folgende Vorbereitungen immer beim Fischen bei mir die Regel:

Eine Plane/Abhakmatte liegt mit Zange bereit: Die Plane/Matte wird bei einem Fang zuerst mit Wasser benetzt.
Ich versuche die Fische, die ich nicht mitnehmen will/darf im Wasser abzuhaken und diesen gar nicht zu berühren.
Muss der Fisch aus dem Wasser raus, dann geht es sehr schnell. Innert 30 Sekunden schwimmt er wieder. Ich fasse den Fisch nur mit nassen Händen an. Wenn nötig halte ich den Fisch im Wasser, bis er von selbst wieder wegschwimmt.
Mit einem Circlehook sind die Verletzungen geringer, der Haken hängt immer im Maulwinkel

Schlimme Vergehen beim Zurücksetzten:
-Fisch mit trockenen Händen Anfassen.
-Fisch auf den Boden legen (Ohne nasse Plane/Matte)
-Fische am Kopf hochheben
-Fische lang ausserhalb des Wassers belassen
-Hat der Fisch den Haken tief drin, einfach Schnur kurz Abschneiden. Operationen jeglicher Art sind zu vermeiden.
-Fische mit starkem Druck halten, dies hat innere Verletzungen zur Folge.

Ist ein Fisch sichtlich verletzt und blutet, dann besser abschlagen und verzehren.

Gruss Robert

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Gast   
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Durch Besatzmassnahmen wir der Bestand doch wieder aufgestockt sonst gebe es schon lange keine Fische mehr oder nicht?

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alpfish    0
Zitat:
Zudem muss ich sagen, das keiner in D, CH, AT oder in F Hungerleiden muss, also warum
die schönen Tiere von ihrem Element trennen? Lieber wieder Releasen damit deine Enkelkinder
auch die gelegenheit haben diesem Hobby nachzugehen

Könnte es sein, das diese Länder als starke Wirtschaftsmächte es sich leisten können Nahrungsmittel aus anderen Ländern zu besorgen, wo es hunger leidende Menschen gibt?
z.B. wird der ausgesetzte Nilbarsch aus dem Victoriasee zu uns importiert, somit werden diese Fische von den dort hungernden Menschen weggegessen. Wäre es da nicht besser auf die eigenen Fischresourcen unserer heimischen Gewässer zurückzugreifen?

Zitat:
Durch Besatzmassnahmen wir der Bestand doch wieder aufgestockt sonst gebe es schon lange keine Fische mehr oder nicht?


Das finde ich jetzt aber viel zu allgemein formuliert: Döbel, Brassen, Rotaugen... müssen meines Wissen's nirgendwo aufgestockt werden. Ich bin sogar in der glücklichen Lage, Pächter eines Bergsee's zu sein, wo ich jedes Jahr herrliche Saiblinge entnehmen kann, ohne jemals seit dem Erstbesatz vor 20 Jahren wieder etwas eingesetzt zu haben!
C&R macht für mich nur dort Sinn, wo sich eine eigenständige Population erhalten kann und eben eine solche Population verträgt in einem vernünftigen Mass auch eine Entnahme.

Wird in einem Gewässer C&R bei Fischen gemacht die sich dort nicht verlaichen können, steck doch ganz einfach ein kleverer Geschäftemacher dahinter! Er verkauft quasi den Fisch bis zu seinem Tod x-Fach. Nein Danke! Dann lieber put and take.

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Hi alpfish,

Volltreffer, diese Meinung teile ich auch, mit Ausnahme der Forellenteiche, ich mag diese Teiche nicht wirklich.

Dazu mal ein paar Gewässerbeispiele.

In meiner Nähe befindet sich ein See, an dem die Welspopulation langsam die Oberhand gewinnt, das heißt es genügten in der Vergangenheit einige warme Sommer an denen der Bestand derartig explodiert ist, daß ein Mindestmaß und die Schonzeit abgeschaft(Antrag bei der Fischereibehörde) wurde, zudem besitzt der Wels hier in Bayern seit letztem Jahr gesetzlich keine Schonzeit und kein Schonmaß mehr.
Wenn man gemütlch Abends auf Aal, Zander oder sogar Karpfen ansitzen möchte, wird es mit der Köderwahl sehr schwierig, gerade um diverse Beifänge zu vermeiden.
Auf Boilies, Pellets, Köderfisch/Fischfetzen und Wurm bekommt man sehr viele Bisse aus der Kinderstube der Welse.

Ein anderes Beispiel ist mein Jahreskartengewässer, dort werden zwar bestandsunterstützend Bachforellen besetz, zu meinem Bedauern aber auch Regenbogner.
Dort pflanzen sich die Bachforellen ebenso selbständig fort, wie auch die Äsche, weshalb ich zumindest meistens lieber die Bafos release und Regenbogner entnehme, so gesehen hat der Besatz auch einen Vorteil.
Jedoch kommen dort auch sehr viele Hechte vor, die gesetzlicher Weise zu entnehmen sind(Entnahmepflicht), da die Strecke als Salmonidengewässer gilt, klar ist ein kleiner Bestand an Hechten nicht verkehrt, sozusagen als Gesundheitspolizei, weshalb mir gelegentlich kleinere Exemplare meist entgleiten, zumindest wenn kein anderer Angler vor Ort ist, schließlich will ich die Karte noch länger haben.
Zudem wandern aus einem etwa 45ha großen Stausee viele Hechte auf.

Diese Liste könnte man zum Teil beliebig fortsetzen.

Ob C&R Sinn oder Unsinn ist kommt auf das jeweilige Gewässer, die Fischart(heimisch oder nicht, Laichräuber zB Schwarzmeergrundel, Nahrungskonkurrenz zu einheimischen Arten etc) an, ein Zurücksetzen eines maßigen Aales in einem Baggersee der weder Abwanderungs- oder Aufwanderungsmöglichkeiten hat ist meines Erachtens Unsinn.

C&R finde ich persönlich Recht und Gut, dies sollte mit Sinn und Verstand erfolgen, allerdings setzt der bei manchen Anglern aus.

Zum Fischimport aus anderen Länder muß ich sagen, daß ich dies schon lange nicht mehr unterstütze, ich kaufe diverse Fische nicht mehr, wie Nilbarsch, Pangasius und diverse andere Süß- und Salzwasserfische.
Klar wird auch mal Fisch gekauft, meist allerdings Salzwasserfisch in Form von Dorsch, Köhler,Thun und Schwertfisch(nur Langleinenfang) usw etc.
Den Großteil meines Fischbedarfs decke ich allerdings durch eigene Fänge, die sowohl aus Salmoniden, Raubfischen und Friedfischen besteht, selbst aus "unbeliebten" grätenreichen Arten, die sich auch sehr gut kulinarisch verarbeiten lassen.

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Fly77    0
Zitat:
Könnte es sein, das diese Länder als starke Wirtschaftsmächte es sich leisten können Nahrungsmittel aus anderen Ländern zu besorgen, wo es hunger leidende Menschen gibt?
z.B. wird der ausgesetzte Nilbarsch aus dem Victoriasee zu uns importiert, somit werden diese Fische von den dort hungernden Menschen weggegessen. Wäre es da nicht besser auf die eigenen Fischresourcen unserer heimischen Gewässer zurückzugreifen?


Von dieser Meinung bin ich auch nicht abgeneigt, aber was ich damit sagen möchte ist, das es keiner nötig hat einen Meterhecht
mitzunehmen der 10 Jahre gebraucht hat dieses Maß zu erreichen und dann die hälfte in die Tonne klopfen.

Wenn es die Gewässer zulassen würden, würde ich auch gern mal einen Fisch mitnehmen aber bei uns sieht es dank der Hirnlosen Fischerei der Kochtopfangler ziemlich schlecht aus. Das war leider vor 10 Jahren nicht so, aber man sieht das resultat von solchen Hirnis erst später, oftmals wenn zu spät ist!

Deshalb verrate ich niemanden bzw. keinen Kochtopfangler meine Stellen weil das ist in meinen Augen Beihilfe zum Gewässer Mord!

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