Jump to content
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Silent Killer

Fische aus der Schachtel

Empfohlene Beiträge

Hari    0
Hallo Ricci!

Interessanter Beitrag. Auch Deine Fotos gefallen mir sehr gut, weil sie einen guten Überblick über die einzelnen Arbeitsschritte und Entwicklungsstadien der Fische bieten.
Der Link ist sehr interessant und bestätigt auch unsere Arbeit an der Gmundner Traun. Wir kämpfen ja auch hier gegen den Kormoran, Gänsesäger, Gewässererwärmung, Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit, Verdichtung des Laichhabitates, mangelnde Fischaufstiegshilfen usw.
Ohne Besatz durch die Bewirtschafter würden unsere Gewässer ganz schön leer sein.

LG Hari

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Hi ,

interessanter Bericht und danke für den Link.

Ist echt ein schönes Gewässer , gibt es hier auch einige , allerdings haben die meist sehr hohe Tageskartenpreise.

Sind dies Äschen oder Forellen?

@Hari

Probleme mit dem Kormoran , der aber bejagd wird , bzw. bejagd werden darf , gibt es hier auch .
Es sind mehrere Ruheplätze und auch spätere Brutplätze bekannt .
Ebenso sind hier Gänsesäger und diverse Arten an Tauchern (Haubentaucher, etc) unterwegs .

Auch hier wären ohne unterstützende Besatzmaßnahmen manche Fließgewässer fast fischleer , gerade solche , die wenige Bäume am Wasser haben oder andere Unterstände für Fische Mangelware sind .

Äschen-und Bachforellenbesatz wird hier auch vom Bayrischen Staat gefördert , also unterstützt .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Forelle1958    400
Ciao Ricci

Finde diese Art von Jungfischbesatz hoch interessant, gerade als Alternative zu den verschiedenen Fischzuchtanlagen. Das Thema ist im Kanton Zürich hoch aktuell, da die Kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung soeben beschlossen hat für 2012 in vielen Fliessgewässern im Kanton keinen Jungfischbesatz vorzunehmen. Offenbar soll damit getestet werden, ob die Naturverlaichung noch klappt. Ich bin in dieser Beziehung etwas gespalten. Ich verstehe natürlich den Ansatz und das "reinwerfen" von abertausenden von Jungfischen ist mir auch nicht überaus sympathisch, da finde ich eure Alternative doch sehr interessant! Aber schauen wir mal unbefangen was dabei rauskommt. Persönlich würde ich mich ausserordentlich freuen, wenn nicht plötzlich ein Jahrgang fehlt.
Petri..Martin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hallo.
Die Bilder zeigen die letzte, und wenn alles gut geht, auch schönste Phase der Besatzarbeiten.
Natürlich steckt hier noch viel andere Arbeit dahinter, das hegen und pflegen der Elterntiere, das Streifen und das mühsame aussortieren der nicht befruchteten Eier zum Beispiel.
Das tolle am Besatz mit der Brutbox ist, finde ich, dass die Brütlinge vom Augenblick des Schlüpfens an, völlig unabhängig vom Menschen aufwachsen. Ich denke es gibt kaum eine bessere Möglichkeit den Beständen etwas nachzuhelfen, als diese.
Wir besetzen schon seit fast 10 Jahren mit der Fiberbox, und die Fangstatistiken sind sehr stabil, es ist langfristig sogar eine leicht steigender Trend zu erkennen. :)
@ JackKnife, es sind Seeforellen Eier.
Die Bachforellen- Boxen, werden das kommende Weekend in unserem sehr umfangreichen Bachnetz deponiert. ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Hi Ricci ,

sehr interessant , diese Methode kannte ich noch nicht .

Habe früher mal nebenbei in einer Fischzucht (Speise-und Satzfischzucht , nur Salmoniden) gearbeitet , da war die Bruthausarbeit mitunter die aufwendigste aller anfallenden Arbeiten , die fällt ja hier mehr oder weniger weg .
Ist aber schon Jahre her , daß ich dort beschäftigt war , aber sehr informativ gewesen , nicht nur als Angler .

Der Erfolg gibt der Methode recht .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Michael    376
Ricci ich finde das sollten wir ein wenig beschreiben und als Bericht publizieren. Das ist ein interessantes Thema welches nicht untertauchen sollte für zukünftige Besucher.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Da kann ich Michael nur zustimmen .

Wäre bestimmt auch für User und folgende User interessant und eigentlich zu schade , wenn es in der Versenkung verschwindet.

Vorallem für Gewässerwarte oder solche , die es werden wollen .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Forelle1958    400
Schliesse mich euren Meinungen an. Selbst für die Fischerei- und Jagdverwaltung in meinem Kanton (ZH) sollte diese Möglichkeit ein interessantes Thema sein. Danke für diesen gut illustrierten Beitrag..Martin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Ich finde das klasse Ricci was Du da für Arbeit leistest, ich stelle mir das nicht wirklich einfach vor. Zumal man dieses heute zu tage wohl wirklich nur in voller unberührten Natur durchziehen kann. Ich hatte mir das ja schon vor einiger Zeit angesehen und auch da war ich sehr begeistert davon Ich wünsche Dir und Deinen kleinen Freunden im Wasser das so viele wie möglich durchkommen um abzuwachsen.
Aber bis dahin ist das Leben für die kleinen sehr steinig und hart.
Klasse Arbeit Daumen hoch!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Freut mich das euch die Bilder und das Thema interessiert. :)
Werde gerne mal einen kompletten Bericht darüber schreiben.

Hier noch zwei Pics vom letzter Saison, die zeigen das man die geäugten Eier nicht gezwungenermassen in der Box ausbringen muss.
Man kann sie auch sorgfältig in den lockeren Kies einbeeten. Funktioniert auch bestens. ;)

https://haken.ch/archuploads/img5213_1642.jpg

https://haken.ch/archuploads/img5213_1643.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
romawe    0
Hallo Ricci,

eine Frage dazu habe ich... oder zwei...

Wie hoch ist der Ausfall durch Fressfeinde? Werden diese Eier durch Insektenlarven etc. nicht extrem dezimiert? Auch denke ich dass ein kleineres Hochwasser bereits die ganzen Bemühungen zunichte macht...?

Du hast in einer obigen Antwort geschrieben, dass es sich bei den Eiern um Laich von Seeforellen handelt. So wie ich die Bilder interpretiere sind diese Fiberboxen aber in einem typischen Gebirgsbach eingesetzt.... Gibt es da keine Probleme? Oder ist der Bach nahe dem See gelegen und so gewissermassen das natürliche Ablaichgebiet der Seeforellen?

Gruss Tinu

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hi Tinu.

Zitat:
Wie hoch ist der Ausfall durch Fressfeinde? Werden diese Eier durch Insektenlarven etc. nicht extrem dezimiert? Auch denke ich dass ein kleineres Hochwasser bereits die ganzen Bemühungen zunichte macht...?


Da kann ich dir keine genaue prozentualen Angaben machen. Die Fische unterliegen vom Schlüpfen weg, einer sehr harten natürlichen Selektion, wie die 100% echten Wildfische. Eine Widerspiegelung der Bemühungen sieht man nur anhand der Fangstatistiken. Insektenlarven gehören natürlich auch zur natürlichen Selektion, persönlich habe ich aber bei vielen Kontrollgängen, noch nie die Beobachtung gemacht, das da einen Box von Larven geplündert worden ist. Dasselbe gilt auch für starke Hochwasser, die bei uns in der Winterperiode doch eher selten sind.

Zitat:
Oder ist der Bach nahe dem See gelegen und so gewissermassen das natürliche Ablaichgebiet der Seeforellen?

Genau so ist es. Der Bach ist eher ein kleines Flüsschen, mit einer Durchschnitts Breite von 8-10 Metern. Das Foto täuscht da ein wenig, weil es einen kleinen Seitenlauf des Isorno zeigt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Helmut    0
Erstmal Danke an Ricci für die Interessanten Einblicke und die Tollen Fotos !!
Wegen der Ausfallquote:
Ich kenne nur die Quoten von Renken/Felchen, diese Daten besagen folgendes:
Etwa 3 Promille von Brutfischen erreichen das Laichalter
Etwa 1 Prozent von vorgestreckter Brut erreicht das Laichalter

Denke mal bei Forellen sollte das in etwa ähnlich sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
romawe    0
Hallo Helmut,

entschuldige, aber ich verstehe nicht ganz was du damit meinst.
Erkläre mir doch bitte, was der Unterschied zwischen Brutfischen und vorgestreckter Brut ist.
Sömmerlinge aus der Zucht und Brut im Laichgewässer?

Rein theoretisch von der Menge her müsste man sagen, dass vorgestreckte Brut etwas weiter entwickelt sein muss als Brutfisch. Ist doch die Menge der laichfähigen Fische um mehr als das dreifache höher bei dieser Angabe....

Sorry, deutsche Sprache schwierige Sprache.... ;)

Gruss Karpatenfischer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Helmut    0
Ist so wie du vermutet hast ;)
Das sind Begriffe aus der Fischzucht.
Brutfische:
Frisch geschlüpfte Fische, die erst wenige Tage alt sind
vorgestreckte Brut:
"Ältere" Brut, die Fische sind meist zwischen 3 und 6 cm lang, d.h. etliche Wochen alt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
romawe    0
Danke für die kurze Ausführung... musste ja irgendwie so sein.
Du scheinst dich auszukennen.... was macht denn nun mehr Sinn bei der Besatzaktion? Kleiner und mehr oder grösser und dafür weniger.... finanziell kommts ja vermutlich ungefähr aufs selbe raus..

Ich frage deshalb, weil ich beabsichtige, hier in Rumänien einen kleineren Fluss oder grösseren Bach in den Karpaten zu pachten (~10Km) und diesen Besetzen will mit Salmoniden. Es hat bereits einen bescheidenen Bestand an Bachforellen. Ich will diesen aber nun aufstocken. Neben laichreifen Tieren (500 Stück) habe ich mir auch überlegt, ob es Sinn macht, mit Brut bereits eine weitere Generation dazu zu geben... so gewissermassen als Starthilfe, im Wissen, dass nur wenige dies überleben werden....

Gruss Karpatenfischer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Helmut    0
Ohne das Gewässer zu kennen würde ich es als unseriös betrachten dir eine Empfehlung auszusprechen ;)
Vom Gefühl würde ich eine vorgestreckte Brut nehmen, da einfach die Ausfallquote niedriger ist.
Kommt halt auch darauf an ob du beides bekommen würdest und zu was für einen Preis.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hier noch mehr Impressionen von unseren Besatzmassnahmen. Die Bilder sind vom letzten Samstag, wo wir ca. 40 000 Bachforelleneier in unser Seitenbachnetz eingesetzt haben.

Im Bruthaus werden die geäugten Eier sorgfälltig in die Fiberboxen gepackt.

https://haken.ch/archuploads/img5515_1746.jpg
https://haken.ch/archuploads/img5515_1747.jpg
https://haken.ch/archuploads/img5515_1748.jpg

In einer Kühlbox werden die Schachteln mittels Auto in die Nähe der Bäche gebracht, wo sie dann von unseren Vereinsmitgliedern in die Fariokinderstuben gebeetet werden.

https://haken.ch/archuploads/img5515_1749.jpg
https://haken.ch/archuploads/img5515_1750.jpg
https://haken.ch/archuploads/img5515_1751.jpg

Wir besetzen übrigens auch mit den von Helmut erwähnten vorgestreckten Brütlingen, dies aber eigentlich nur in unserem Stausee. Die Bodenbeschaffenheit vom See, würde der Colmation wegen, der frischgeschlüpften Brut nur schlechte Überlebenschancen bieten.
Dazu werde ich aber später noch ein wenig mehr berichten. Zur Zeit sind die frisch geschlüpften "Neos" im Bruthaus bestens aufgehoben. ;)

https://haken.ch/archuploads/img5515_1752.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Forelle1958    400
Kann mich der Meinung von Michael nur anschliessen. Ausgezeichnete Pics und ein überaus interessantes Projekt. Statt auf den Besatz der meisten Fliessgewässer in unserem Kanton (ZH) im Jahr 2012 gänzlich zu verzichten, sollte man nach meiner Meinung auch den Versuch mit den Fiberboxen in einigen "kleineren" Fliessgewässern" unternehmen und dann vergleichen. Wäre auf das Resultat sehr gespannt. Vermutlich überfordert aber eine solche Vielfältigkeit unsere Jagd- und Fischereiverwaltung.
Bin einfach gespannt auf eure Erfahrungen...Martin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
romawe    0
Vielleicht eine ein bisschen dumme Frage:

Ich gehe mal davon aus, dass die Brut nach dem Schlupf, resp. nach dem Absorbieren des Dottersackes die Boxen selbst verlassen kann. Oder muss die Box im richtigen Moment geöffnet werden, damit die Brut ausschwärmen kann...?

Wenn ich mir die Fotos anschaue, denke ich ist ersteres richtig.... die Schlitze scheinen gross genug, dass ein Brütling durchpasst, aber fein genug, dass ein Ei drin bleibt...

Richtig so Ricci?

Ein paar Fotos mit dem aktuellen Stand der Dinge im Bach würde passen.... ein irgendwie sehr interessantes Projekt....

Wie lange wird es dauern, bis die Brut schlüpft? Bei normalen Temperaturen in deinem Bach... 5-8° so um die 70-80Tage?

Gruss Tinu

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Danke Leute fürs Lob. :)

@ Tinu, du hast mit deiner Annahme natürlich recht.
Die Larven verlassen die Box von selber, meistens schon kurz nach dem schlüpfen.

Zitat:
Wie lange wird es dauern, bis die Brut schlüpft? Bei normalen Temperaturen in deinem Bach... 5-8° so um die 70-80Tage?


Bachforellen Eier brauchen in der Regel von der Befruchtung bis zum Schlupf ca. 420 Tagesgrade.
Z.B. bei 5 Grad Wassertemperatur 420:5= ca. 84 Tage,
oder bei 8 Grad Wassertemperatur 420:8= ca. 52 Tage.

Wir behalten die geäugten Eier meistens etwa 2 bis 4 Wochen im Bruthaus, bevor wir sie in unsere Fliessgewässer bringen. Dort haben sie optimalen Schutz vor Feinden und unvorhergesehenen Naturereignissen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
romawe    0
Das mit den Tagesgraden hab ich irgendwie noch gewusst. Nur mit der Zahl war ich nicht mehr sicher....
Wie weit darf die Temperatur eigentlich steigen, bis diese Formel nicht mehr gilt, resp. die Eier absterben...?
Ich meine, bei 20° wären das ja gerade noch 21 Tage... unwahrscheinlich, dass da noch eine erfolgreiche Brut möglich ist...

Ich habe lange in Brasilien eine Zierfischfarm geführt und weiss, wie heikel Eier tropischer Fische sind.
Wenn die Eier von Forellen aus der Brutstation mit Wasserqualität X in den Bach mit Wasserqualität Y überbracht werden, kann es dabei nicht zu Schäden kommen? (Veränderung des osmotischen Drucks etc.)
Auch weiss ich, dass die meisten Fischzuchten die Eier im Dunkeln brüten... wenn man dann plötzlich die Eier dem Sonnenlicht aussetzt, könnte das doch auch eine negative Auswirkung haben.. (Absterben der Larve) ?

Ein äusserst interessantes Thema und ich finde, dass jeder Fischer über die Zucht, Aufzucht und Besatz genau so informiert sein sollte, wie über die neusten Jerks, Rigs, Flix, Flax und Blubs....

Das gehört einfach zu einem naturverbundenen Angler. Und wer sich dafür nicht interessiert, hat in meinen Augen am Wasser nichts verloren....

Chapeau vor deinem Engagement! Gruss Tinu

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×