Jump to content
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Gast

Lasst die grossen, kapitalen Fische leben.

Empfohlene Beiträge

Gast   
Gast
https://haken.ch/archuploads/img3735_1224.jpgHi @ all
Möchte etwas über das C & R schreiben, ein sehr heikles Thema.
Ich sehe immer wieder, wie Fischer grosse und kapitale Fische abschlagen. Die Zeitschriften sind voll von solchen
zum Teil schrecklichen, hässlichen Bildern. Ist ja cool wenn man in der Angelzeitschrift mit Bild drin ist.
Ich bin der Meinung, dass gerade grosse, kapitale Fische zurückgesetzt gehören. SIE haben die starken Gene, die wiederum
starke Nachkommen für das Gewässer produzieren. Wenn man diese Fische dem Gewässer entnimmt, erleidet dieses einen Schaden. Der Fischbesatz, meistens aus Zuchten, sind Fische, mit schwachen Genen, gar nicht dem Leben in freier Wildbahn angepasst. Im nu weggefischt, weil unvorsichtig, oder vom Kormoran oder Raubfischen dezimiert.
Habe das an Gewässern erlebt: Forellen aus einem "Puff" besetzt, eine grosse Anzahl. Nach 2-3 Wochen waren sämtliche schon weggefischt, bzw. weggefressen. Auch mit Besatzkarpfen habe ich das erlebt: Am Tag wurden über 30 Besatzkarpfen gefangen, das nur von einem einzigen Fischer wohlverstanden.
Unsere Gesetze werden ja von "Schreibtischtäter" gemacht, die haben vielleicht nicht man einen Fisch gesehen
Und diese Gesetze sind ja nicht umbedingt das, was richtig ist. Und ich denke einen kapitalen Fisch dürfte man auch
ohne Bestrafung zurücksetzen. Das Wiegen und lange Fotosessionen sollten natürlich unterlassen werden...

Mit diesem Tread mache ich mir sicher nicht viele Freunde. Aber das ist mir eigentlich egal :D
Ich bin dieser Meinung und vertrete sie auch so. Auch wenn ich der einzige Fischer auf der Welt wäre, der so handelt

Gruss Robert

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Nein Robert , Da bist Du nicht ganz alleine mit dieser Einstellung ! Die Gesetzeslage ist leider Gottes überall anders. Von Land zu Land wie auch in Deutschland von Bundesland zu Bundesland . Ich bin zu 100% dafür das eine Reglung für ein ganzes Land gilt.
Und ich handhabe es schon lange so untermaßige Fische sofort wieder zurückzusetzen aber auch Große die ich selbst zu Haus nicht verwerten kann gehen sofort nach einem Foto zurück in Ihr Element. Ich denke mal das es gerade bei den Edelfischen wie Hecht Zander und Wels reichen würde wenn man sie ab 60 cm - 80 cm entnehmen würde. Mal ganz ehrlich was ist an einem 50 er Hecht oder Zander dran lohnt sch erst ab 60 cm und ein 80 er Hecht oder Zander reichen voll aus für ein schönes Abendessen.
Da muss ich doch nicht einen noch größeren entnehmen... aber leider gibt es solche Angler die sich feiern lassen und die wird es immer geben.
Es sollte ein Maximalmaß geben wie es auch ein Minimalmaß gibt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Disse:
Sascha hat geschrieben:
Es sollte ein Maximalmaß geben wie es auch ein Minimalmaß gibt.


Fangfenster sind durchaus sinnvoll und lobenswert, aber nur wo sich die Bestände noch selbst erhalten.
Leider sind bei uns in der Schweiz ein Grossteil der Salmonidengewässer in einem so übeln Zustand, dass keine natürliche Verlaichung mehr möglich ist. Hier macht es meiner Meinung nach keinen grossen Sinn, kapitale Fische wieder zu releasen, weil solche Exemplare für die künstlich erhaltenen Bestände nur kontraproduktiv sind. Vielleicht wäre es richtig, gar nicht mehr zu besetzen und der Natur ihren Lauf zu lassen, aber wie es halt so ist, viele Fischer gehen auch Heute noch aus Hungergründen:cursing: ans Gewässer, wollen natürlich am liebsten Forellen und andere Edelfische essen und da wird alles abgeschlagen was das Gesetz erlaubt. Traurig aber wahr..

Ich bin selber auch Fischesser und entnehme öfters mal Fische, versuche aber mein Hobby mit Nachhaltigkeit und Selbstverantwortung zu praktizieren. An dem Tage wo ich 15 Zentimeter Barsche oder Laichvolle Hechtdamen (Gesetz hin oder her) totschlagen muss, um etwas auf den Tisch zu bringen, werde ich das Angeln wohl aufgeben.

In dem von Silurohunter geposteten Artikel, wäre es übrigens auch noch interessant gewesen zu erfahren , wann Kapitale Fische den Zenit ihrer Fruchtbarkeit überschreiten, oder laichen Fische bis ins hohe Alter ab ?

Gruss und Tight Lines
Ricci

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Ricci das ist richtig ... wie man es auch macht denke ich es hat alles Vor und Nachteile.
Was ich nicht an Besatzmaßnahmen nicht verstehe da werden Teilweise Fischarten besetzt die gar nicht Heimisch in einem Gewässer sind. Nur um dem Angelerglück nach zu helfen!
Ich finde es bei manchen Arten schon sinnvoll ein Maximalmaß festzulegen. Man muss aber auch Gewässertypisch dabei vorgehen.
In einem Flusssystem finde ich es schon angebracht die eine oder andere Art zu schützen in einem Großen Tagebausee auch in einem kleinen Teich wird es keinen Sinn machen z.b. den Hecht mit einem Maximalmaß zu schonen. Denn die Hechte wachsen sehr schnell in einem kleinen Teich heran. Wie es nun in der Forellenregion ausschaut, da kann ich mir kein Urteil machen.
Ich finde die Vereine müssten in dieser Sache viel mehr Selbstverantwortung übernehmen gerade bei uns hier in Sachsen.
Wir haben genügend Gewässer wo man ruhig mal das eine oder andere Gewässer für ein oder zwei Jahre sperren könnte.
Was meiner Meinung auch eine Sinnvollere Art wäre als ständig der Entnahme von Fischen mit sinnlosen Besatzmaßnahmen gegen zu wirken.
Was für mich wichtig wäre, hier bei uns, das es ein Fischereigesetz gäbe welches für ganz Deutschland gilt und nicht jedes Bundesland sein eigenes nach ermessen festlegt. Und es sollte jeden Angler freigestellt werden ob er seinen Fisch verwertet oder wieder zurück setzt sofern er unbeschadet ist.
Ich selbst nehme auch gerne mal für uns daheim einen Fisch mit. Aber jetzt jedesmal einen Fisch abschlachten muss nicht sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Forelle1958    400
Diese Diskussion ist wohl unendlich. Entscheindend ist aber die Art des Gewässers. Ich konnte mir anfangs Dezember in einer Pacht eine Jahreskarte "erobern". Das Flüsschen/Bach wird ausschliesslich von Quellwasser gespiesen, es gibt also wenig Nährstoffe, trotz oder wegen einer in jeder Beziehung einwandfreien Landschaft (keine Kläranlage, keine Landwirtschaft). Die zahlreichen Forelle wachsen deshalb viel langsamer. Dies führt dazu, dass verhälntissmässig grosse Forellen (dazu gehören in einem Bach schon Exemplare ab 35 cm!), den Nachwuchs (und nicht nur den eignenen) schlicht wieder wegfressen. Für Seeforellen die noch eine natürliche Aufstiegs- und somit Laichmöglichkeit haben, gilt natürlich das Gegenteil! Aber auch in diesem Fall kann mit Sicherheit ein kleiner Teil (und da denke ich vor allem an Sportfischer) entnommen werden kann, ohne das der Bestand gefährdet wird. Nach meiner Ansicht müssen wir in erster Linie verantwortungsbewusst handeln. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Dean    0
Ich kann, darf und muss mich da Forelle 1985 anschliessen.
Es liegt an jedem Fischer selbst zu entscheiden, aber ein normaler Fischer entscheidet meist PRO Fisch.
Gruss und Petri
Dean

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Helmut    0
Bin dem ganze Thema sollte mann eines nicht vergessen:
Die Qualität des Laiches !!!
Und der nimmt bei Großfischen, wegen des Alters deutlich ab. Also nicht nur was nachplappern was einer sagt, sondern informieren und nachdenken ;)
Natürlich muss nicht jeder Großfisch entnommen werden (hier kommt es natürlich auch auf das Gewässer an), das Gesunde Mittelmaß ist auch hier wieder gefragt.....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
romawe    0
Ist es nicht auch bei Fischen so, dass die Grösse als Beweis für Überlebensstrategie, gute Gene und Dominanz steht. Würde man bei der Jagd immer nur die grössten und stärksten Tiere schiessen, hätte man sehr schnell einen degenerierten und instinktlosen Bestand. Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass in der Natur der Stärkste sich am besten vermehren kann...

Ich bin für die Meinung von Silurohunter! Es braucht auch grosse und dominante Tiere im Wasser. Nicht nur um einem Angler einen Kapitalen zu gönnen, sondern um ein natürliches Gleichgewicht zu halten.... Besonders bei den Predatoren.

Wir haben hier in Rumänien viele Seen, die nach diesem Prinzip funktionieren... Zander zu Beispiel dürfen vielerorts nur zwischen 40 und 60cm behändigt werden... alles was drüber und drunter ist muss wieder raus.... Sofern es der Bestand erlaubt oder nötig macht werden aber auch ab und zu die Grossen freigegeben... Natürlich gegen einen Aufpreis bei der Tageskarte.

Wie weit dies Sinn macht bei Fischen die sich wegen schlechten Bedingungen nicht vermehren können sei dahingestellt...

Gruss Karpatenfischer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Hi Leute ,

das Thema C&R ist überall ein heikles Thema und man wird hierbei nie alle Angler unter einen Hut bekommen .

Gegen reines C&R , also nur fangen und zurücksetzen , bin ich dagegen , da es mit den Tierschutzgesetz nicht vereinbar ist .

Warum sollte man nur junge oder mittlere Fische entnehmen dürfen ?
Das ist das, was die Alterpyramide durcheinander bringt !
Zuviele alte Fische fördern den Kanibalismus , gerade bei den Raubfischen .

Ich habe einige Zeit in der Fischzucht gearbeitet , selbst dort werden Laichfische nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht , aber nicht nur um "neues Blut" in die Linie zu bekommen , sondern ältere Fische taugen leider nicht mehr soviel in der Nachzucht wie jüngere Fische .

Das andere , was bedenkt werden will , ist das Gewässer .
In den Voralpenseen, die nicht weit weg von mir sind , gibt es Renken , Saiblinge , See-, Bach-und Regenbogenforellen , die Hechte folgen den Schwärmen dieser Fische und mästen sich daran regelrecht .

Durch die Entnahme teilweise großer Fische werden auch die Chancen der kleineren ihrer Art höher bzw gefördert zu solchen Kalibern abzuwachsen , was immer möglich ist .

Bei einigen Fischarten , wie beim Wels finde ich es nicht mehr so erbauend , wenn diese zurückgesetzt werden , da sie sich in einigen Gewässer einstweilen zur Plage entwickelt haben .
Der hat in Bayern einstweilen kein Schonmaß mehr und auch keine Schonzeit , von vereinsinternen Gesetzen mal abgesehen .
Bei einigen Weißfischen kann das Zurücksetzen sogar zur Verbuttung des Bestandes beitragen!

Die Regelung sollte meiner Meinung nach an das jeweilige Gewässer angepaßt sein , was an einem Gewässer gut ist , kann an einem anderen ganz schön in die Hose gehen , natürlich auch abhängig von der jeweiligen Fischart.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast   
Gast
Hallo Leute

Fische darf man zurücksetzen

Am Wasser gibt es Situationen, die das Zurücksetzen von Fischen erfordern, für die Einhaltung von Schonzeiten und Schonmassen. Dort ist das Zurücksetzen eine Pflicht.
Also ist jeder Fischer auch ein Releaser :D

Ganz in der Kompetenz des Fischers ist die Entscheidung einen Fisch zu Releasen, der einem zu gross erscheint für die Verwertung, der einem wertvoll erscheint für die Zukunft des Fischbestands.
Für den fairen Fischer ist der schonende Umgang mit diesen Fischen selbstverständlich. Ein Foto eines solchen Fangs ist übrigens durchaus möglich im Rahmen der Tierschutzvorschriften, wenn der Fisch mit der gebotenen Sorgfalt behandelt wird.

Es gibt aber die Kategorie "Bratpfannenfischer", für die zählt nur ein toter Fisch, der danach verzehrt, verschenkt oder verkauft wird. Releasen ist da voll ein Fremdwort. Es wird alles geknüppelt, was Flossen hat. Da werden sogar Schonmasse und Schonzeiten einfach ignoriert!! Absolut respektlos gegenüber der Natur, auch sehen dann die Angelplätze dementsprechend aus: Müll und Abfall werden einfach liegengelassen. Die Natur wird da völlig ausgeblendet, es zählt nur die Gier...

Auch bei der Bewirtschaftung von Gewässern ist der "Ertrag" das Wichtigste: Gute Speisefische (Forellen, Äschen) sollen sich
gut vermehren und werden gehegt und gepflegt. Andere Fischarten, die als Speisefische nicht sonderlich geeignet sind (Alet, Wels) werden als "Übeltäter" dargestellt und sollen aus dem Gewässer verschwinden. Das grenzt ja schon an "Fischrassismus".
Wobei einige Gewässer aufgrund der Veränderungen gar nicht mehr für Salmoniden geeignet sind, aber man versucht mit aller Kraft und Gewalt, diese Salmoniden zu erhalten. ---> Wirtschaftlicher Faktor.

Gruss Robert





Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×