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zuma

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    Angelgeselle
  1. Sinnvoll

    Hallo Kollegen Vorab möchte ich klarstellen, dass ich mit meiner Aussage in keinster Weise hier jemanden persönlich angreifen wollte - meine Aussage ist als generelle Aussage zu verstehen und zielt nicht auf Personen, sondern auf Handlungen! Wir haben nun unterschiedliche Statements und jeder, der hier seine Meinung kund getan hat, hat Recht! Wieso das? Weil jeder seine Aussage mit Blick auf "sein" Gewässer gemacht hat. Wenn der Kurt (aka KDS) von seinen Eglis am Zürichsee schreibt, dann weiss er, wovon er spricht und hat mit Sicherheit Recht. Wenn der Dural von "seinen" Seeforellen schreibt, dann hat auch er Recht. Auch die Erfahrungen, welche Perikles an seinen Gewässern macht, dürften den Tatsachen entsprechen und jeder von uns kommt zu einer Aussage, welche jedoch nur auf dieses Gewässer anwendbar ist, worauf sich die Aussage bezogen hat. Wieso wird dann auf den Angelmethoden "herumgeritten"? Ganz einfach: Wir Fischer sind uns bald mal einig, dass mehr geschont werden sollte, dass 6 Edelfische pro Tag zuviel seien, dass das Mindestmass bei Forellen von 24 cm ein Witz sei, dass Zwischenschonmasse sinnvoll seien usw.. Bei den meisten dieser Forderungen sind wir uns einig und vergessen dabei, dass diese absolut nutzlos sind, wenn mit allen Mitteln gefischt werden darf. Bei einer Sterblichkeitsrate von bis zu 40% beim Naturköderfischen, machen solche "Schonmassnahmen" keinen Sinn und deshalb müssen wir zwingend, bevor wir uns über max. Entnahmemengen, Mindestmasse und Zwischenschonmasse unterhalten, auf die Fischereimethoden zu sprechen kommen. Ich möchte dazu ein Beispiel ausführen, welches ich in meinen SANA-Kursen auch zeige: Ausgangslage: Wir haben einen Forellenbach. Die Naturverlaichung funktioniert, es befinden sich total 1000 Forellen im Bach, davon 200, welche das Schonmass erreicht haben. Im Bach fischt nur ein einziger Fischer, und zwar mit Naturköder und er geht wöchentlich einmal fischen und fischt bis zur erlaubten Entnahmemenge von 6 Forellen. Im Frühling fängt er auf 30 Forellen 6 Massige (Verhälnis der Massigen zu den Untermassigen). Die 6 Massigen werden entnommen. Von den 24 Untermassigen überleben 9 nicht; somit sterben von den 30 gefangenen Forellen deren 15! Wenn er nun wöchentlich fischen geht und immer bis er 6 Massforellen entnehmen konnte, wird sich das Verhältnis gegen Ende der Saison noch drastisch verschlechtern, indem er für die 6 Massforellen nun plötzlich 90 Forellen fangen muss, da gegen Ende Saison gar nicht mehr soviele Massforellen im Bach sind. Von diesen 90 Forellen werden ebenfalls 6 Massforellen entnommen und deren 34 verangelt. In den 6 Monaten (April bis September) wo er fischen war, hat er insgesamt 144 Massforellen entnommen und rund 500 Untermassige ungewollt tödlich verletzt. Wie der Bachforellenbestand in diesem Bach ende Saison aussehen wird, sehen wir an allen uns bekannten Forellengewässern, wo mit Naturköder gefischt werden darf. Auch der Fliegenfischer hat an einem solchen Gewässer seine Auswirkungen – auch er kann die 144 Massfische entnehmen, wird jedoch einen wesentlich kleineren Kollateralschaden als die 500 toten Untermassigen verursachen. Damit ist jedoch nur die Fangmethode gemeint! Das Beispiel von „Dickbait“ ist leider richtig und Tatsache, dass viele Fliegenfischer mit ihrer Waterei ebenso Kollateralschaden verursachen. Dies ist der Grund, weshalb ich seit Jahren für einen späteren Forellenstart in den Bergbächen plädiere! Wer im März und April in Bergbächen watet, hat nichts Begriffen – das ist leider Tatsache! Nicht nur, dass er auf der Forellenbrut herumtrampelt, nein, mit dem frühen Befischen schädigt er auch die Adulten Tiere nachhaltig. Zu keinem Zeitpunkt ist es wichtiger, dass die Forellen fressen können, als im Frühling! Zu dieser Jahreszeit sind sie erschöpft vom Laichgeschäft und vom langen Winter. Umso wichtiger ist es, dass sie nun Kalorien zu sich nehmen können. Wenn nun bereits die erste Fliege, die sie im neuen Jahr fressen wollen von einem Fliegenfischer ist, dann holen sie sich Fressstörungen – das Resultat davon sind abgemagerte Forellen, trotz genügendem Nahrungsangebot. Diese Ausführungen beziehen sich nur auf solche Bergbäche, mit Bachforellen, welche ich auch kenne, denn auch ich unterscheide mich nicht zu allen anderen, welche Aussagen zu einer bestimmten Gewässersituation machen. Wenn uns also die Forellenbestände wirklich am Herzen liegen, dann haben wir noch einiges zu tun; nicht nur in Bezug auf Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, was Gewässerschutz, Renaturierungen usw. anbelangt, sondern auch in Bezug auf unser eigenes Verhalten, ob nun Fliegenfischer oder Naturköderfischer! Beste Grüsse Kurt
  2. Sinnvoll

    Mortalitätsrate bei Naturködern liegt bei 30 - 40% je nach verwendetem Angelhaken. Mortalitätsrate bei Spinnködern liegt bei 10 - 20% je nach verwendetem Angelhaken Mortalitätsrate beim Fliegenfischen um 1 % je nach verwendetem Angelhaken. Ist seit 25 Jahren bewiesen, mittels Studien an 1'000 Regenbogenforellen und müsste eigentlich bekannt sein. Dass ein erfahrener Naturköderfischer eine wesentlich geringere Mortalitätsrate verursacht ist klar - jedoch bezahlten seine Erfahrung diejenigen Forellen, welche er noch mit weniger Erfahrung gefangen hat. Zudem: Wer an der Fliegenrute Spinnköder verwendet (Streamer usw.) hat dieselbe Mortalitätsrate wie beim Spinnfischen. Ausserdem: Wie kann man einem Naturköderfischer zum Fang gratulieren? Überhaupt nicht, denn gefangen hat nicht der Fischer sondern der Wurm. Gratulation an den Wurm! LG Kurt
  3. Fliegenfischen Kurzberichte 2018

    Danke "Royal Rolf" - die Tür zum Berner Oberland steht dir offen.... LG Kurt
  4. Zugersee Seeforellen

    Sehr schön, dass der Laichaufstieg auch im Kanton Zug von statten geht. Ich kenne die Lorze nicht! Wie sieht es dort mit Laichplätzen für die Seeforelle aus? Kann die Seeforelle dort nicht mehr laichen? Danke für die kompetenten Antworten und beste Grüsse Kurt
  5. Angeltechniken

    Nur noch der Vollständigkeit halber: @Dural: Ist meine Erklärung für Dich nun befriedigend ausgefallen oder sind noch Fragen offen? Auf das Seefo Treffen vor meiner Haustüre freue ich mich natürlich auch. Vorallem interessieren mich dann deine Führungstechniken mit dem selbstgeschnitzten "Rüebliwobbler". LG Kurt
  6. Angeltechniken

    Moin Mötti Schwieriger oder leichter ist individuell. Was man allgemein sagen kann ist, dass eine Gespliesste schwerer ist als eine Kohlefaser, dass sie in der Regel eine langsamere Aktion aufweist und dass sie dadurch länger in der Beschleunigungsphase begleitet werden muss. Ist man eher der hektische Typ, dann liegen einem die Kohlefaseraktionen in der Regel besser. Der Vorteil einer guten Gespliessten ist, dass sie von alleine wirft und nicht so beschleunigt werden muss wie eine Kohlerute. Viel Spass mit Deiner Chapman. Beste Grüsse Kurt
  7. Angeltechniken

    Alles ist eine Frage des Blickwinkels! Aber gehen wir doch etwas zurück in der Geschichte der Fischerei und fragen uns mal, weshalb die Fliegenfischerei überhaupt erfunden wurde. Fliegenfischen wurde erfunden, damit man einen Köder ohne Eigengewicht auf Distanz bringen kann. Damit ist eigentlich auch schon gesagt, für welche Köder Fliegenfischen Vorteile bietet, nämlich für sämtliche unbeschwerten Köder. Dieser Definition folgend kommt bei mir nur die Trockenfliege an die Fliegenrute (allenfalls noch die unbeschwerte Nymphe oder Nassfliege). Will ich einen Raubfischköder ausbringen, kommt für mich nur die Spinnrute zum Einsatz, da diese für den Zweck gebaut worden ist. Ich bin ein einseitiger Fischer! Obschon ich Bach, Fluss und See befische, ist die Köderwahl bei mir sehr eingeschränkt. Am Bach und am Fluss verwende ich nur Trockenfliegen. Am See auf Seeforellen praktisch nur die Spinnrute. Meistens bin ich an Bergbächen mit der Trockenfliege unterwegs und darauf hat sich auch meine Aussage bezogen, wo ich Dural die Kompetenz über Fliegenfischen urteilen zu können, abgesprochen habe. Erfolgreich Trockenfliegenfischen im Bergbach hängt zu über 90% von den Fähigkeiten der Präsentation ab. Ja, richtig gelesen, die Präsentation und nicht die Fliege fängt den Fisch! Ich kann die perfekte Fliegenimitation an meinem Vorfach haben; wenn diese nicht akkurat präsentiert wird, verschmäht sie die vorsichtige Forelle. Im Gegenzug kann ich einen schwarzen Wollfusel an meinem Vorfach haben, diesen perfekt präsentieren und die Forelle nimmt. Wer hat nun gefangen? Das Muster oder die Präsentationsfähigkeit des Fischers? Dieser Theorie folgend (lieber Dural) müsstest Du an deiner Spinnrute ein selbstgeschnitztes Rüebli fischen und dank Deiner Köderführung die Seeforellen überlisten können! Ist das so? Oder ist es doch noch recht hilfreich, dass es so japanische Köderschmieden gibt, welche in der Lage sind Spinnköder zu bauen, welche Fische fangen? Seit Jahren schon binde ich für jede Saison ein einziges Trockenfliegenmuster und fische nur dieses – den ganzen Sommer! Fange ich einen Fisch mit diesem Muster nicht, so lag es an meiner Präsentation und nicht an der Fliege, dem Vorfach oder sonst etwas. Grundsätzlich wird dem Fliegenmuster eine zu grosse Bedeutung zugeschrieben. Die Präsentation ist wesentlich wichtiger. Wohlverstanden, meine Aussagen beziehen sich auf Bergbäche mit schwierigen Strömungsverhältnissen. Die Maifliegenfischerei auf Seeforellen im Thuner- und Brienzersee ist eine andere Geschichte. Hier kommt es vorallem auf Schnelligkeit und Wurfvermögen des Werfers an und weniger auf die akkurate Präsentation. Noch etwas zu den Vorfachstärken und Aussagen, wonach in einem bestimmten Gewässer nur Köder XY fange. Wir sind letztes Jahr zu dritt ins Südtirol gefahren. Die Informationen, welche wir vorab kriegten, tönten für mich nicht gerade erbauend. Sechser bis siebner Rute und schwere grosse Nymphen am 14er Vorfach – anders werde man nichts fangen! Phuh, für mich als reiner Trockenfliegenfischer in Schnurklasse 3 oder 4 ein NoGo! Ich erklärte meinen Kumpels, dass ich trotzdem nur die Trockenfliegen mitnehmen werde und ging die Wette ein, auch auf die Vorfachstärke keine Rücksicht zu nehmen. Damit das Ganze auch noch absolut klar war, entschied ich mich für Tippetstärke 0.30! Ja richtig, ich fischte die ganze Woche mit 0.30er an der Trockenfliege und fing mindestens so gut wie meine Kumpels. Vorfachstärke ist also auch nicht so bedeutend! Was aber am lustigsten war, ist die Tatsache, dass eine Gruppe von 5 einheimischen Südtirolern dieses Jahr einen Trockenfliegenfischerkurs im Berner Oberland absolviert haben und mittlerweile kennt man auch im Südtirol die Technik des Trockenfliegenfischens. Fazit: Raubfischköder fische ich mit der Spinnrute und die Spinnrute kommt NUR am See zu Einsatz Fliessgewässer befische ich mit der Fliegenrute mit unbeschwerten Ködern Beste Grüsse Kurt
  8. Angeltechniken

    Da sieht man, dass Du vom Fliegenfischen wirklich nichts verstehst, lieber Dural. Beim Spinnfischen ist es doch ausgesprochen so, dass der Köder und nicht der Fischer fängt! Nicht so beim Fliegenfischen - hier ist es die Kunst des Fischers, welche entscheidend ist. Probiers mal aus, es gibt viel zu lernen! Beste Grüsse Kurt
  9. Wenn Angler fremdgehen... meine Beichte!

    Lieber Horst Vielen herzlichen Dank für Deinen Bericht, welcher mir den Tag so sehr versüsst hat! Dir ist es wie mir in der ersten Saison ergangen - wie oft hätte ich damals die Fliegenrute am liebsten in den....... naja lassen wir das... Es freut mich natürlich sehr, zwischen den Zeilen Deine Faszination zu spüren und ich hoffe, dass das Fliegenvirus dich nicht mehr verlässt. Wünsche Dir ne dicke 40+ Aesche an der Trockenfliege und grüsse herzlich Kurt und nochmals danke für den herrlich geschriebenen Bericht!!!
  10. Fliegenfischen Kurzberichte 2017

    Hallo Nicola Danke für Deinen schönen Bericht - ist schon einige Zeit her, dass ich oben war. Ich vermisse Fotos von Bachsaiblingen - hats keine mehr? LG Kurt
  11. Show your trouts 2017

    Bravo Nicola! Lass Dir die schöne Forelle schmecken, denn sie stammt aus dem einzigen Gewässer im Oberhasli, wo die Verlaichung leider nicht mehr funktioniert. Was hier das Entnahmemass erreicht hat, darf mit gutem Gewissen entnommen werden - nicht wie in den übrigen Gewässern. Nochmals herzliches Petri und beste Grüsse Kurt
  12. Fliegenfischen Bern

    Hallo Adlerfliege Wo möchtest Du gerne im BO Fliegenfischen? Bergbäche oder Bergseen? Das kant. Patent bekommst Du bei den Patentausgabestellen oder Online: http://www.vol.be.ch/vol/de/index/natur/fischerei/angelfischerei/patente/bezug.html Private Gewässer gibt es auf Nachfrage per PM eventuell auch... Beste Grüsse Kurt
  13. Ohne Kormoran und Gänsesäger

    Ähem... sorry Perikles - wem gehört jetzt was, so wegen Besitzverhältnisse und so.... Der Fisch gehört zur Natur, die Fischfresser (Vögel, Menschen usw.) gehören zur Natur - wem gehört nun was bitte? Nur mal so zum nachdenken. LG Kurt
  14. Erstes Silber? Never give up!

    Moin Es gibt nur eine richtige Regel auf Seeforellen nämlich, dass es keine Regel gibt! Rezept für den Seeforellenfang: - 200 kg Geduld und Ausdauer - 100 kg Glück (zur richtigen Zeit am richtigen Ort) - 20 kg Erfahrung und Spürnase - 5 kg Köder ergibt vielleicht eine Untermassige von 300 Gramm.... Viel Spass - man sieht sich am Wasser! Kurt
  15. Seeforelle 2016/2017

    Moin Rei! Deine Überlegung ist absolut richtig. Die beste Zeit für Seefos kommt JETZT! Die meisten trampeln aber lieber der Bachforellenbrut auf dem Kopf rum und fangen um diese Jahreszeit abgemagerte, wintergeschädigte Bachforellen. Ab Mitte Juni bin ich dann auch wieder in den Bächen - aber zur besten Zeit, steht ganz klar die SEEFO im Vordergrund. Auf dass es scheppern möge..... Beste Grüsse Kurt
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