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zuma

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  1. Grischa-Bern-Connection 2019

    Lieber Peter Vielen Dank für die Blumen! Wenn ich nur ein Quäntchen Deines Wissens bezüglich Schleppfischerei hätte, wäre ich dieses Jahr wohl doch noch mit einer massigen Seeforelle belohnt worden. Offenbar habe ich das Anfängerglück letztes Jahr zu stark beansprucht..... Herzliche Grüsse aus dem verregneten Haslital Kurt
  2. Grischa-Bern-Connection 2019

    Lieber Barsch Horst Sorry, dass ich Dir erst jetzt antworte - ich war fliegenfischenderweise im Engadin die letzten Tage.... Theoretische Wurfbeschreibungen sind sehr schwierig und somit wäre es natürlich am einfachsten, mal zusammen ein paar Stunden am Wasser zu verbringen. Es ist wirklich erstaunlich, was ein solch langes Vorfach für Möglichkeiten bietet - das muss man jedoch sehen. Es würde mich ausserordentlich freuen, wenn wir es dieses Jahr noch schaffen! Herzliche Grüsse Kurt
  3. Grischa-Bern-Connection 2019

    Lieber Barsch Horst Einmal mehr ein riesiges Dankeschön, dass Du uns an Deinem Tagebuch teilhaben lässt. Für mich ist es jedes mal ein Genuss, Deine Zeilen zu lesen und eine Freude, an Deinen Erkenntnissen teilhaben zu können. Mir scheint, dass Du Deine Ueberlegungen in die richtige Richtung machst, denn ich musste bei einigen von Deinen Feststellung schmunzeln! Betreffend Fischbestände in unseren Patentgewässern hast Du aus meiner Sicht die richtigen Schlüsse gezogen! Betreffend Wasserkraft habe ich noch ein aktuelles, sehr betrübliches Beispiel: Ich durfte vor einigen Monaten die Kraftwerksanlagen an der Grimsel (Handegg) anschauen. Dies ist das älteste Kraftwerk der KWO und beinhaltet 3 Stromturbinen. Davon läuft seit langer Zeit nur noch 1 Maschine. Auf die Frage, weshalb dies so sei kam die Antwort, dass es wirtschaftlich sinnvoller sei ein neues Kleinwasserkraftwerk zu erstellen (KEV lässt grüssen) als die bestehenden Maschinen zu revidieren! Eine (es hat ja zwei davon) dieser Maschinen produziere die Energie von 18 Kleinwasserkraftwerken! Da kommen einem die Tränen, wenn man so etwas hört und zeigt auf, wo die Probleme in der Energiepolitik effektiv liegen! Nun noch zu Deinen "NoKill"-Streckenerfahrungen: Dass die grösseren (erfahreren) Fische Deine Trockenfliege nicht genommen, sondern nur „gewürdigt“ haben, dürfte an folgenden zwei Faktoren gelegen haben: Deine Fliege ist ein Standardmuster. Diese Muster werden von sehr vielen Fliegenfischern benutzt und weil die erfahrenen Forellen in NoKill-Strecken wohl diese Muster schon einige Male vorgeführt bekommen haben, kennen sie diese auch! Wenn Du selber bindest, dann verwende Deine eigene Fantasie und orientiere Dich nicht an Standardmustern. Präsentationstechnik! Hier liegt in den meisten Fällen der Grund für eine Verweigerung! Die Forellen in unseren BEO-Bächen werden häufig mit der Trockenfliege befischt und lehnen eine (auch nur leicht) dreggende Fliege konsequent ab. Erst kürzlich habe ich einen kurzen Bachabschnitt „entdeckt“, welcher noch unbedarfte Forellen enthielt. Es war schon fast peinlich, wie mein Guidinggast trotz fürchterlich dreggender Fliege, zum Teil noch unterhalt des Auslaufs des Pools die Fische an den Haken kriegte. Die Forellen kannten die Trockenfliege noch nicht als „Feind“ und wollten diese mit allen Mitteln noch kriegen. Das pure Gegenteil also, was wir bei erfahrenen Fischen antreffen. Eine einmal vergrämte, wilde Forelle wird Dir auch nicht auf einen Fliegenwechsel hin noch steigen. Die leicht dreggende Fliege war ihr genügend Hinweis, dass es gesünder sei, gegenwärtig von der Nahrungsaufnahme Abstand zu halten! Wie kann man nun die Präsentationstechnik verbessern? An erster Stelle steht der Aufbau des Vorfachs – dieser ist sehr wichtig, um die nachfolgenden Techniken überhaupt anwenden zu können. Meine Vorfächer sind zwischen 450 und 600 cm lang. Ich knote diese selber, obschon es auch gezogene Vorfächer in dieser Länge gibt. Als Faustregel beim selber knüpfen gilt dabei: 0.50er in Deiner Körperlänge 0.40er in ½ Deiner Körperlänge 0.30er vom Ellenbogen bis zur Handspitze 0.25er in Handlänge Anschliessend ein Perfectionloop und darin eingeknotet das Tippet in der jetzt noch notwendigen Länge um auf 450 bis 600 cm zu kommen. Bei den ersten Würfen mit diesem Vorfach werde ich verflucht werden – das weiss ich schon jetzt. Es ist nicht einfach (v.a. wenn man mit einer 180cm langen Gespliessten fischt) solche Vorfächer zu kontrollieren! Bei der Präsentation mit solchen Vorfächern ist es das Ziel, dass das Vorfach niemals gestreckt abgelegt wird. Der Aufbau des Vorfaches ist so gewählt, dass es in sich zusammenfallen kann. Nachdem nun die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, dass eine Fliege auch im schnellsten Wasser dreggfrei präsentiert werden kann, kommt die eigentliche Präsentation. Bei dieser sollte man sich auf die Schnurspitze (nicht auf die Vorfachspitze!) konzentrieren. Bei entsprechend dosiertem Krafteinsatz wird das gesamte Vorfach nämlich genau der Schnurspitze folgen. Will heissen: Zielen mit der Schnurspitze und den Wurf so dosieren, dass das Vorfach wunschgemäss zu liegen kommt. Links- und Rechtsbogen können mittels überpowern (bei Rechtshänder Linksbogen) oder durch Sekundärimpulse am Anfang des Vorschwungs (Rechtsbogen) erzielt werden Ein extrem häufiges Problem ist die Strömung direkt vor dem Fliegenfischer! Wird die Rute nämlich nach der Präsentation gesenkt, liegt die Schnur im häufig schnellen Poolauslaufwasser und die Fliege bleibt nicht lange an ihrem „Hotspot“ liegen, da sie weggerissen wird. Hier kann das hochalten der Rute (high sticking) etwas Abhilfe verschaffen. Ein geschickt gewählter Punkt, von wo aus der Fliegenfischer präsentiert, kann hier wahre Wunder wirken. Was nach meiner Erfahrung im Bergbach kaum eine Rolle spielt ist die Tippetstärke! Ich hatte vor Jahren eine Wette laufen, anlässlich eines Fliegenfischerausflugs ins Südtirol. Es hiess damals, dass über 0.14 Tippetstärke keine Fische gefangen werden können. Auch könne man die Trockenfliege eigentlich vergessen, da 98% der Fische mit der Nymphe gefangen würden. Ich fischte in dieser Woche (Wettbedingt) ein 0.30er Tippet! Hatte zum Teil Mühe, das Tippet ins Fliegenöhr zu bekommen, habe aber die Wette haushoch gewinnen können, indem ich mehr Fische fing als meine Kollegen zusammengerechnet. Krönung war dann die 78er Bachforelle auf Trockenfliege in der Passer, welche von der Tragkraft eines 0.30er Tippets wohl sehr erstaunt war. Der Fang wurde auch im Tal der Passer unter den Fischern diskutiert und es war schon lustig, am darauf folgenden Tag mehrere Fliegenfischer mit Trockenfliege am Werk zu sehen...... Solche erfahrenen Forellen, wie von Dir beschrieben, sind übrigens die besten Sparringpartner, wenn es darum geht, seine Präsentationsfähigkeiten zu verfeinern. Dass Du eine davon überlisten konntest spricht für Dich! Der Fisch ist dort zu Hause, kennt alles und weiss alles – einen solchen Fisch zu überlisten bedeutet alles richtig gemacht zu haben und der Fang zählt für ca. 20 dumme Besatzforellen. Herzliche Gratulation! Beste Grüsse Kurt
  4. Mittellandseen 2019

    Lieber Loup Das freut mich ausserordentlich!!! Ganz herzliche Gratulation - ein 54er Egli ist ein absoluter Traumfisch! Ich fange von den "Silbrigen" leider nur die Kleinen - deshalb habe ich mich bisher nicht gemeldet. Bleibe aber noch ein wenig dran, wenn ich grad keine Amis guide..... Nochmals herzlichen Glückwunsch und beste Grüsse Kurt
  5. Schreck Jubiläum

    Hallo Clemens Hoi Mötti Der Mötti hat schon sehr viele und präzise Angaben gemacht - dem könnte ich kaum etwas hinzufügen. Auch ich gehe davon aus, dass die Rute oft benutzt wurde und dementsprechende Gebrauchsspuren hat. Darunter dürften auch die Farben der Wicklungen durch Ausbleichen gelitten haben. Aufgrund der einmaligen Geschichte, welche die Rute hat, würde ich diese im Originalzustand belassen. Die Geschichte zählt hier aus meiner Sicht am meisten! Die Rute selbst macht mir den Eindruck einer für den Castingsport entwickelten Gespliessten. Der Griff ist dafür eigentlich typisch, und zwar für "Fliege Ziel", will heissen dies ist eine Rute für Präzisionswürfe ist und nicht für Weite! Es ist auch keine Nervo (so heissen die Mehrfachgespliessten von Fritz), das sieht man auf den Bildern gut. Die Rute wird also ganz normal aus 6 Spleissen gebaut sein. Schön, dass dem Fritz seine Werke auch in Österreich geschätzt werden - trotz eigenen, sehr guten Rutenbauern! Vielen Dank für's zeigen und beste Grüsse Kurt
  6. Seeforelle 2018/2019

    Vielen herzlichen Dank für die Petris! Auch bei mir ist es etwa 5 Jahre her seit ich die letzte Massforelle an einer Eröffnung fangen durfte. Die diesjährige hatte jedoch nur 46 cm und war leicht gehakt, sodass ich diesen Hoffnungsfisch wieder zurück gesetzt habe. Mit 46cm dürfte sie eh noch nie gelaicht haben. Diejenige vor 5 Jahren hatte ich damals entnommen, denn die hatte 73 cm und somit bestimmt schon ein bis zweimal am Laichgeschäft teilgenommen. Seit nunmehr 10 Jahren führe ich ein geheimes Seeforellenexperiment, indem ich damals einige Bachforellenbrütlinge in einen Aarezubringer gesetzt habe. Trotz gewisser Zweifel entwickelte sich aus diesem Initialbesatz ein genialer Bachforellenbestand und, was meine Absicht war, aus diesem Bachforellenbestand sind nun schon drei laichfähige Seeforellenrückkehrer entstanden. Es wäre so einfach, wenn man die Natur zu verstehen versucht. Leider wurde der schöne Bachforellenbestand auch von "gewissen" Fischern entdeckt, sodass die Überproduktion, welche zu Seeforellen führt, wohl nicht mehr so hoch sein wird. Trotzdem ist es eine schöne Erfahrung und Bestätigung von gewissen Theorien, wie der Zusammenhang Bachforelle/Seeforelle ist. An der Seeforelleneröffnung fische ich nur mit der Spinnrute - die Fliegenrute kommt erst später im Jahr zum Einsatz. Wünsche allen noch einen schönen Silberbarren ans Band! Beste Grüsse Kurt
  7. Seeforelle 2018/2019

    Moin Diablo Herzliche Gratulation - Sehr schöner Fisch! Auch ich wurde am 1. Februar als Uferfischer vom Herrgott belohnt. Der zweite Massfisch an einem Eröffnungstag seit vielen Jahren..... LG Kurt
  8. Sinnvoll

    Hallo Kollegen Vorab möchte ich klarstellen, dass ich mit meiner Aussage in keinster Weise hier jemanden persönlich angreifen wollte - meine Aussage ist als generelle Aussage zu verstehen und zielt nicht auf Personen, sondern auf Handlungen! Wir haben nun unterschiedliche Statements und jeder, der hier seine Meinung kund getan hat, hat Recht! Wieso das? Weil jeder seine Aussage mit Blick auf "sein" Gewässer gemacht hat. Wenn der Kurt (aka KDS) von seinen Eglis am Zürichsee schreibt, dann weiss er, wovon er spricht und hat mit Sicherheit Recht. Wenn der Dural von "seinen" Seeforellen schreibt, dann hat auch er Recht. Auch die Erfahrungen, welche Perikles an seinen Gewässern macht, dürften den Tatsachen entsprechen und jeder von uns kommt zu einer Aussage, welche jedoch nur auf dieses Gewässer anwendbar ist, worauf sich die Aussage bezogen hat. Wieso wird dann auf den Angelmethoden "herumgeritten"? Ganz einfach: Wir Fischer sind uns bald mal einig, dass mehr geschont werden sollte, dass 6 Edelfische pro Tag zuviel seien, dass das Mindestmass bei Forellen von 24 cm ein Witz sei, dass Zwischenschonmasse sinnvoll seien usw.. Bei den meisten dieser Forderungen sind wir uns einig und vergessen dabei, dass diese absolut nutzlos sind, wenn mit allen Mitteln gefischt werden darf. Bei einer Sterblichkeitsrate von bis zu 40% beim Naturköderfischen, machen solche "Schonmassnahmen" keinen Sinn und deshalb müssen wir zwingend, bevor wir uns über max. Entnahmemengen, Mindestmasse und Zwischenschonmasse unterhalten, auf die Fischereimethoden zu sprechen kommen. Ich möchte dazu ein Beispiel ausführen, welches ich in meinen SANA-Kursen auch zeige: Ausgangslage: Wir haben einen Forellenbach. Die Naturverlaichung funktioniert, es befinden sich total 1000 Forellen im Bach, davon 200, welche das Schonmass erreicht haben. Im Bach fischt nur ein einziger Fischer, und zwar mit Naturköder und er geht wöchentlich einmal fischen und fischt bis zur erlaubten Entnahmemenge von 6 Forellen. Im Frühling fängt er auf 30 Forellen 6 Massige (Verhälnis der Massigen zu den Untermassigen). Die 6 Massigen werden entnommen. Von den 24 Untermassigen überleben 9 nicht; somit sterben von den 30 gefangenen Forellen deren 15! Wenn er nun wöchentlich fischen geht und immer bis er 6 Massforellen entnehmen konnte, wird sich das Verhältnis gegen Ende der Saison noch drastisch verschlechtern, indem er für die 6 Massforellen nun plötzlich 90 Forellen fangen muss, da gegen Ende Saison gar nicht mehr soviele Massforellen im Bach sind. Von diesen 90 Forellen werden ebenfalls 6 Massforellen entnommen und deren 34 verangelt. In den 6 Monaten (April bis September) wo er fischen war, hat er insgesamt 144 Massforellen entnommen und rund 500 Untermassige ungewollt tödlich verletzt. Wie der Bachforellenbestand in diesem Bach ende Saison aussehen wird, sehen wir an allen uns bekannten Forellengewässern, wo mit Naturköder gefischt werden darf. Auch der Fliegenfischer hat an einem solchen Gewässer seine Auswirkungen – auch er kann die 144 Massfische entnehmen, wird jedoch einen wesentlich kleineren Kollateralschaden als die 500 toten Untermassigen verursachen. Damit ist jedoch nur die Fangmethode gemeint! Das Beispiel von „Dickbait“ ist leider richtig und Tatsache, dass viele Fliegenfischer mit ihrer Waterei ebenso Kollateralschaden verursachen. Dies ist der Grund, weshalb ich seit Jahren für einen späteren Forellenstart in den Bergbächen plädiere! Wer im März und April in Bergbächen watet, hat nichts Begriffen – das ist leider Tatsache! Nicht nur, dass er auf der Forellenbrut herumtrampelt, nein, mit dem frühen Befischen schädigt er auch die Adulten Tiere nachhaltig. Zu keinem Zeitpunkt ist es wichtiger, dass die Forellen fressen können, als im Frühling! Zu dieser Jahreszeit sind sie erschöpft vom Laichgeschäft und vom langen Winter. Umso wichtiger ist es, dass sie nun Kalorien zu sich nehmen können. Wenn nun bereits die erste Fliege, die sie im neuen Jahr fressen wollen von einem Fliegenfischer ist, dann holen sie sich Fressstörungen – das Resultat davon sind abgemagerte Forellen, trotz genügendem Nahrungsangebot. Diese Ausführungen beziehen sich nur auf solche Bergbäche, mit Bachforellen, welche ich auch kenne, denn auch ich unterscheide mich nicht zu allen anderen, welche Aussagen zu einer bestimmten Gewässersituation machen. Wenn uns also die Forellenbestände wirklich am Herzen liegen, dann haben wir noch einiges zu tun; nicht nur in Bezug auf Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, was Gewässerschutz, Renaturierungen usw. anbelangt, sondern auch in Bezug auf unser eigenes Verhalten, ob nun Fliegenfischer oder Naturköderfischer! Beste Grüsse Kurt
  9. Sinnvoll

    Mortalitätsrate bei Naturködern liegt bei 30 - 40% je nach verwendetem Angelhaken. Mortalitätsrate bei Spinnködern liegt bei 10 - 20% je nach verwendetem Angelhaken Mortalitätsrate beim Fliegenfischen um 1 % je nach verwendetem Angelhaken. Ist seit 25 Jahren bewiesen, mittels Studien an 1'000 Regenbogenforellen und müsste eigentlich bekannt sein. Dass ein erfahrener Naturköderfischer eine wesentlich geringere Mortalitätsrate verursacht ist klar - jedoch bezahlten seine Erfahrung diejenigen Forellen, welche er noch mit weniger Erfahrung gefangen hat. Zudem: Wer an der Fliegenrute Spinnköder verwendet (Streamer usw.) hat dieselbe Mortalitätsrate wie beim Spinnfischen. Ausserdem: Wie kann man einem Naturköderfischer zum Fang gratulieren? Überhaupt nicht, denn gefangen hat nicht der Fischer sondern der Wurm. Gratulation an den Wurm! LG Kurt
  10. Fliegenfischen Kurzberichte 2018

    Danke "Royal Rolf" - die Tür zum Berner Oberland steht dir offen.... LG Kurt
  11. Zugersee Seeforellen

    Sehr schön, dass der Laichaufstieg auch im Kanton Zug von statten geht. Ich kenne die Lorze nicht! Wie sieht es dort mit Laichplätzen für die Seeforelle aus? Kann die Seeforelle dort nicht mehr laichen? Danke für die kompetenten Antworten und beste Grüsse Kurt
  12. Angeltechniken

    Nur noch der Vollständigkeit halber: @Dural: Ist meine Erklärung für Dich nun befriedigend ausgefallen oder sind noch Fragen offen? Auf das Seefo Treffen vor meiner Haustüre freue ich mich natürlich auch. Vorallem interessieren mich dann deine Führungstechniken mit dem selbstgeschnitzten "Rüebliwobbler". LG Kurt
  13. Angeltechniken

    Moin Mötti Schwieriger oder leichter ist individuell. Was man allgemein sagen kann ist, dass eine Gespliesste schwerer ist als eine Kohlefaser, dass sie in der Regel eine langsamere Aktion aufweist und dass sie dadurch länger in der Beschleunigungsphase begleitet werden muss. Ist man eher der hektische Typ, dann liegen einem die Kohlefaseraktionen in der Regel besser. Der Vorteil einer guten Gespliessten ist, dass sie von alleine wirft und nicht so beschleunigt werden muss wie eine Kohlerute. Viel Spass mit Deiner Chapman. Beste Grüsse Kurt
  14. Angeltechniken

    Alles ist eine Frage des Blickwinkels! Aber gehen wir doch etwas zurück in der Geschichte der Fischerei und fragen uns mal, weshalb die Fliegenfischerei überhaupt erfunden wurde. Fliegenfischen wurde erfunden, damit man einen Köder ohne Eigengewicht auf Distanz bringen kann. Damit ist eigentlich auch schon gesagt, für welche Köder Fliegenfischen Vorteile bietet, nämlich für sämtliche unbeschwerten Köder. Dieser Definition folgend kommt bei mir nur die Trockenfliege an die Fliegenrute (allenfalls noch die unbeschwerte Nymphe oder Nassfliege). Will ich einen Raubfischköder ausbringen, kommt für mich nur die Spinnrute zum Einsatz, da diese für den Zweck gebaut worden ist. Ich bin ein einseitiger Fischer! Obschon ich Bach, Fluss und See befische, ist die Köderwahl bei mir sehr eingeschränkt. Am Bach und am Fluss verwende ich nur Trockenfliegen. Am See auf Seeforellen praktisch nur die Spinnrute. Meistens bin ich an Bergbächen mit der Trockenfliege unterwegs und darauf hat sich auch meine Aussage bezogen, wo ich Dural die Kompetenz über Fliegenfischen urteilen zu können, abgesprochen habe. Erfolgreich Trockenfliegenfischen im Bergbach hängt zu über 90% von den Fähigkeiten der Präsentation ab. Ja, richtig gelesen, die Präsentation und nicht die Fliege fängt den Fisch! Ich kann die perfekte Fliegenimitation an meinem Vorfach haben; wenn diese nicht akkurat präsentiert wird, verschmäht sie die vorsichtige Forelle. Im Gegenzug kann ich einen schwarzen Wollfusel an meinem Vorfach haben, diesen perfekt präsentieren und die Forelle nimmt. Wer hat nun gefangen? Das Muster oder die Präsentationsfähigkeit des Fischers? Dieser Theorie folgend (lieber Dural) müsstest Du an deiner Spinnrute ein selbstgeschnitztes Rüebli fischen und dank Deiner Köderführung die Seeforellen überlisten können! Ist das so? Oder ist es doch noch recht hilfreich, dass es so japanische Köderschmieden gibt, welche in der Lage sind Spinnköder zu bauen, welche Fische fangen? Seit Jahren schon binde ich für jede Saison ein einziges Trockenfliegenmuster und fische nur dieses – den ganzen Sommer! Fange ich einen Fisch mit diesem Muster nicht, so lag es an meiner Präsentation und nicht an der Fliege, dem Vorfach oder sonst etwas. Grundsätzlich wird dem Fliegenmuster eine zu grosse Bedeutung zugeschrieben. Die Präsentation ist wesentlich wichtiger. Wohlverstanden, meine Aussagen beziehen sich auf Bergbäche mit schwierigen Strömungsverhältnissen. Die Maifliegenfischerei auf Seeforellen im Thuner- und Brienzersee ist eine andere Geschichte. Hier kommt es vorallem auf Schnelligkeit und Wurfvermögen des Werfers an und weniger auf die akkurate Präsentation. Noch etwas zu den Vorfachstärken und Aussagen, wonach in einem bestimmten Gewässer nur Köder XY fange. Wir sind letztes Jahr zu dritt ins Südtirol gefahren. Die Informationen, welche wir vorab kriegten, tönten für mich nicht gerade erbauend. Sechser bis siebner Rute und schwere grosse Nymphen am 14er Vorfach – anders werde man nichts fangen! Phuh, für mich als reiner Trockenfliegenfischer in Schnurklasse 3 oder 4 ein NoGo! Ich erklärte meinen Kumpels, dass ich trotzdem nur die Trockenfliegen mitnehmen werde und ging die Wette ein, auch auf die Vorfachstärke keine Rücksicht zu nehmen. Damit das Ganze auch noch absolut klar war, entschied ich mich für Tippetstärke 0.30! Ja richtig, ich fischte die ganze Woche mit 0.30er an der Trockenfliege und fing mindestens so gut wie meine Kumpels. Vorfachstärke ist also auch nicht so bedeutend! Was aber am lustigsten war, ist die Tatsache, dass eine Gruppe von 5 einheimischen Südtirolern dieses Jahr einen Trockenfliegenfischerkurs im Berner Oberland absolviert haben und mittlerweile kennt man auch im Südtirol die Technik des Trockenfliegenfischens. Fazit: Raubfischköder fische ich mit der Spinnrute und die Spinnrute kommt NUR am See zu Einsatz Fliessgewässer befische ich mit der Fliegenrute mit unbeschwerten Ködern Beste Grüsse Kurt
  15. Angeltechniken

    Da sieht man, dass Du vom Fliegenfischen wirklich nichts verstehst, lieber Dural. Beim Spinnfischen ist es doch ausgesprochen so, dass der Köder und nicht der Fischer fängt! Nicht so beim Fliegenfischen - hier ist es die Kunst des Fischers, welche entscheidend ist. Probiers mal aus, es gibt viel zu lernen! Beste Grüsse Kurt
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