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barsch horst

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  1. Grischa- Bern- Connection 2021

    Dito, ich hab da nur noch etwas hinzuzufügen: Komme mit dir jederzeit wieder die Aschenbecher im Hotel Terrasse auffüllen...
  2. Grischa- Bern- Connection 2021

    Dann standen endlich unsere Engadin-Tage vor der Tür. Was hatten wir für eine Lust auf Wandern, Biwak & Fliegenfischen. Leider liess das Wetter etwas zu wünschen übrig. Aber losgelaufen sind wir noch bei bester Witterung. Dem Beverin entlang, dann rechts hoch über den Pass und runter zur Seenplatte von Crap Alv. Die Fische waren zickig und verschmähten jeden Koppelungsversuch meinerseits. Gleich nach dem Entstehen dieses Bildes, wusste ich dann auch warum... Vor der drohenden Kaltfront brach der Föhn herein und liess uns mit seinem Gezerre und Geheule die ganze Nacht kein Auge zudrücken... Die Stimmung am Morgen sah dann so aus: Kaffee kochen und nichts wie weg. Während des Abstiegs entschliessen wir uns, die folgende Regenphase im Tal unten zu verbringen. Dabei war noch nicht absehbar, dass diese die folgenden fünf Tage anhalten sollte... Wir kamen gerade noch rechtzeitig auf den Campingplatz in Samedan um unser Zelt im Trockenen aufzubauen. Anschliessend liess uns der Regen nicht mehr los. So liessen wir uns das Engadin von Lärchenzapfenpesto, über Fenchelwürste und Capuns bis zur Pizza Integrale durch den Magen gehen und wir erliefen die Engadiner Talsohle von Maloya bis La Punt. Machten einen auf Kultur im Segantini- Museum und zwischen zwei Schauern stellte ich mich kurz an einen der Talseen oder den Inn und versuchte mit meinem Zauberstöckchen etwas auf den Tisch zu zaubern. War gar nicht so einfach. Aber Geduld wird belohnt und eines Abends, zwischen zwei Gewittern: Schwups, kam sie, die Schöne, die ersehnte und das in der schönsten Abendstimmung! Irgendwann brauchten wir Auslauf und entschieden uns für eine Zugreise auf den Bernina. Wetter hin oder her setzten wir uns in den Zug und liessen uns beim Hospiz des Passes raus. Und wenn wir auch nur einen Kaffee kochen sollten am See unten, aber etwas Action musste sein. Die Stimmung war wieder bombastisch... Während der "Wanderung" zog es mich dann doch Richtung Gewässer und ich begann trotz allem meine Rute zu schwingen. Denn die Bäche, welche sich von allen Seiten ins Tal stürzen, sind auch bei Sch...-Wetter ein Traum zum Fliegenfischen... Fische unterhalb des Schonmasses gab es richtig satt: Fotografiert habe ich die erste auf meine "Woyal Rolff". Dann liess ich das Handy zwecks Schutz vor dem Regen stecken. Einzig die Fänge wurden noch per App eingetragen. Übrigens: Grossartige Lösung diese Graubündner-Fischerei-App. Abends war dann der Spass endgültig vorbei. Unsere Schuhe haben nach fünf Tagen Niederschlag erstmals durchgelassen, Reserveschuhe hatten wir keine... Immerhin konnten wir nach fünf Tagen dann endlich alles trocknen und das Zelt verräumen. Wir entschieden uns dann noch für ein Abendessen vom Gaskocher am Leg Grevaselvas und zwei Nächte Hospiz am Julierpass. Und was für ein Abschied... Während meine Begleitung die Stimmung genoss, versuchte ich verzweifelt einen Fisch aus der Reserve zu locken. Ich schlug mich mit relativ starkem Wind rum, wechselte dann auf Streamer und konnte so immerhin kleine Namays zum Nachlaufen animieren... Kurz vor Sonnenuntergang assen wir eine vorzügliche Pasta mit genannter Pesto, frischen Kartoffeln, Suppengemüse & ordentlich Käse und während des Mahls stoppte der Wind. Erste Ringe begannen sich auf der Oberfläche abzuzeichnen und ich glaubte meinen Augen kaum. Ich war im Himmel! Überall begannen die Fische zu steigen. Ich entschied mich intuitiv für eine kleine Rehhaar-Sedge in Hakengrösse 15, warf die nächsten Ringe an und schlunz, begann ein Tanz mit einer der Schönheiten des Sees. ich konnte mein Glück kaum fassen! Und da wir zu zweit unterwegs waren, warf ich nochmals ein paar Ringe an. Schwupp erwähnte ich mich in der Schlussszene eines Jakub Wagner-Films. Es wird dunkel, man muss den Weg unter die Füsse nehmen, hat keine Zeit mehr, jeder Fischer kennt diese Form von Videos. Und die Forelle versucht mit Sprüngen und Spurten den Haken loszuwerden, ich meinerseits versuche ruhig zu bleiben und die Madame über den Kescher zu führen. Zitternd halte ich den Fisch dann in den Fingern. Bedanke mich für dieses Erlebnis, packe zusammen und trage die Fische zum Koch des Hospiz'. Er wird ihn uns morgen Abend zum Abschied zubereiten. Damit endete mein Wochenpatent und ich wollte nicht mehr nachlösen. Am Folgetag besuchten wir meine alte Liebe, die schöne Julia, und erwanderten ihren Oberlauf. Dabei blieben wir bei Kaffee und dem Beobachten von Wild und Forellen. Aber mit Julia gesprochen habe ich noch und eines habe ich ihr versprochen, nämlich dass ich wiederkommen werde. P.S: Die Forellen schmeckten übrigens vorzüglich und der Koch vom La Veduta / Ospizio am Julier macht imfall einen tollen Job! (Für Insider: Remember Grischa-Bern-Connection-'16)
  3. Grischa- Bern- Connection 2021

    Zuerst ein paar Tage zurückspulen... In der ersten Juliwoche hatte ich so eine Art "Geburtstag". @Andreas überliess mir eine Gästekarte für die Gewässer des FVO. Gemeinsam durften wir losziehen und diese einzigartigen Gewässer für einen Tag erleben und befischen. Die Gewässer- und Ortskundigen Freunde @Forelle1958, @nicithefisher & @zuma gaben uns im Vorfeld ein paar Anhaltspunkte, wo und wie wir uns dieser Vielfalt an Perlen nähern könnten. Danke viel Mals für diese! Und es sind wirklich Perlen... Die Gewässer sind innerhalb von zehn Minuten Fahrzeit unglaublich vielseitig in ihrer Charakteristik und der Bestand erscheint gesund. Wer aber denkt, dass man so leicht an grosse Fische herankommt, der täuscht ordentlich... Wunderschöne Pools, beim Heranschleichen sieht man richtig gute Fische darin stehen. Dann hakt man im Auslauf eine kleine Forelle, es macht zweimal platsch-platsch und der Pool ist vergrämt, die Grossen gewarnt. Und so gab immerhin immer mal wieder einen Fisch zu drillen... Und anschliessend einen Fisch schwimmen zu lassen. Die pralle Sonne zwang uns mittags etwas herunter zu fahren. Wir genossen die Kühle des Wassers und holten zufrieden den Pace runter. Abends dann wechselte das Wetter und ein Gewitter zog auf. Zeit für eine Rösti mit Spiegelei, somit klassisch, nicht griechisch mit Feta, Olivenöl, Tomate & Basilikum. Und die tragbaren Aschenbecher konnten wir im Restaurant gleich auch noch entleeren. Macht der Wirt des Etablissements übrigens mit Verve! Nach dem Gewitter geht der Niederschlag in einen prasselnden Landregen über und wir entscheiden uns dafür, in der Dämmerung noch eine leicht zugängliche sogenannte "Altherrenstrecke" zu befischen. Abgesehen davon, dass wir die Fliegen fast nicht mehr gesehen haben und sie uns aufgrund von Wasser von allen Seiten dauernd abgesoffen ist, können wir uns für diese letzten 45Minuten des Tages wirklich nicht beklagen. Die Kadenz der Bisse war etwa ähnlich wie diejenige des Donnergrollens eine Stunde vorher. Die Dämmerung ist seit geraumer Zeit mein Favorit für das Fischen mit der Fliege. Die Dunkelheit bricht herein, ich auf der einen Seite des Baches, A. auf der anderen. A. im Drill, die Kamera des Smartphones mit Wasser und Licht überfordert. Keine drei Würfe später, schaut schon wieder einer in den Kescher... Ich leg das doofe Handy weg und fische nur noch. Evtl. wäre das ja sogar ein neues Ziel für die Zukunft? Fischen ohne Kamera? On vera! usw. usf. bis der Tag endet und wir aufgrund äusserer Umstände wirklich nicht mehr Fischen können. Junkies? Jain. Wir hatten diese Gelegenheit und wir wollten sie auskosten. Bis zum Schluss die Gewässer geniessen und Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrung mit dem Regen zum Beispiel wird mir schon ein paar Tage später wieder schöne Fische in den Kescher führen. Nun, der Tag war ein unglaublich bereicherndes Erlebnis. Für zwei Handvoll Stunden sind wir mit einer von Mensch nicht unbeeinträchtigten Natur in Begegnung getreten und haben uns an ihr erfreut. Wir durften erleben, dass Mensch, Wasserkraft, gepflegte Gewässer & gute Bestände Hand in Hand gehen können. Das dies im Jahre 2021 möglich ist, und das Zusammenarbeit sowie Pflege und Reglemente in der Fischerei eben evtl. wirklich sinnvoll sind... Und nicht zuletzt macht es auch einfach Spass, gemeinsam los zu ziehen, den Alltag im Hinterkopf zu versenken und Neuland zu entdecken. Danke dem FVO, der Alpenfaltung, A. und der schlichten Tatsache unserer Existenz (O-Ton A: Schlussendlich nur eine Turbulenz infolge einer Explosion ;-).
  4. Grischa- Bern- Connection 2021

    Heute ist ein Tag zum Schreiben. Draussen schifft's und ich verwische in meiner Wohnung die letzten Spuren einer Woche in den Bergen. Zeit, die Grischa-Bern-Connection auch im 2021 zum Leben zu erwecken und ein paar Eindrücke fest zu halten...
  5. Allgemeiner Fliegen Tüdlertread

    War die Tage im Engadin. Dazu habe ich mir ein Fliegen-Set "zusammengeschnurpft". Orientiert habe ich mich an den funktionierenden Muster meiner letzten Ausflüge und stark auch an meinen bescheidenen Fähigkeiten im Tüdeln. Gesamthaft sah das Set dann so aus: Darunter waren Rehhaar-Caddis in verschiedenen Grössen & Variationen. Palmers, klassische Emmenbesen und ein paar Goldköpfe. Während der Bindesession sind dabei zwei Kreationen entstanden, welche ich mal frecherweise als "meine" benamse. Beim Versuch eine Schlaufe Yarn als Sichthilfe auf eine Rehhaar-Caddis aufzubinden ( @grischafario: Danke für deinen Input bezüglich Fliege für's Alter...) ist mir eine Fliege gelungen, welche mit ihrer orangen Tolle entfernt an eine umstrittene Persönlichkeit der neueren Geschichte erinnert. Ich habe Sie entsprechend "Tronald-Dump-Sedge" getauft. Beim Versuch dann, mir eine meiner geliebten Royal Wulffs nachzubauen habe ich aufgrund meiner Fähigkeiten und dem vorhandenen Material (und meiner Geduld) schlicht aufgegeben. So habe ich mich dafür entschieden, ein Muster zu Tüdeln, welches mindestens vom Schwimmbild her in die Nähe dieses Klassikers kommen sollte. Und hier ist sie: Die original "Woyal Rolff". Sorry, die schlechten Handy- Bilder. Zur Sicherheit habe ich doch noch zwei Royal Wulffs eingepackt (Dank nochmals an @Gumpenkoenig). Gefischt habe ich dann auschliesslich "meine" Fliegen. Und hier das Fazit zur Verwendung während dieser Woche: - Ein kleiner Emmenbesen bescherte mir den ersten schönen Fisch des Trips. Dieses Muster funktioniert in der Regel, sobald Eintagsfliegen rumschwirren. - Die "Dump-Sedge" & die "Rolff" funktionierten im schnellen Wasser einwandfrei, wobei die Dump besser schwimmt und die Sichthilfe bei Sch...wetter & Regen wirklich eine Hilfe darstellt. - Goldkopf ist immer eine Möglichkeit wenn die Fische nicht steigen. - Die Palmer wurden von den Oberengadiner Aeschen mehrfach "gewürdigt", nie aufgenommen. - Die grossen Emmenbesen habe ich mangels Schnakenflugs gar nie ausprobiert. Haben mir aber im letzten Jahr in dieser Situation Fisch gebracht.
  6. Youtubeschätze

    Fischer demontieren Fischer! Was soll das genau? Was nicht geht, geht natürlich nicht... Da bin ich auch durchaus der Meinung. Sollte dann aber für alle Protagonisten dasselbe gelten, nicht? Ich glaube, wir sollten mal wieder ans Wasser... Vielleicht gleich den Kopf reinstecken und etwas abkühlen lassen, einfach nicht zu lange bitte... Peace & Petri BH aka Rolf
  7. Was macht Ihr für die Fische?

    Hallo Jo ( @Terraformer) Was für ein "schöner", emotionaler, grundehrlicher Text! Danke für diesen! Petri Horst
  8. Grischa- Bern- Connection 2020

    Adios 2020 Dieses Jahr war wohl für alle bedenkenswert. Das C. Wort mag ich schon gar nicht mehr schreiben. Während des Lockdowns im April/Mai war meine verkraftbare Bildschirmzeit für das Jahr bereits um ein mehrfaches überschritten und somit verspürte ich bereits im Juni null Antrieb mehr, irgend etwas hier nieder zu schreiben. Aber umso grösser wuchs das Verlangen auf echte Begegnungen mit Freunden, Gewässern, Fisch und Natur. Wenn immer ich konnte, schlich ich mich mit der Gerte davon und durfte dabei viele bleibende Momente sammeln, welche mein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen vermochten. Dazwischen dann immer wieder Rückschläge, gecancelte Vorhaben, von einem Virus abgewürgte Herzensangelegenheiten. Anschliessend wieder aufstehen, Schwamm drüber und weiter… Deshalb möchte ich hier vor allem das Positive hervorheben, das gab es nämlich durchaus: Klare Höhepunkte bot dabei ein Trip ins Engadin und das Puschlav. Dabei durfte ich eine Menge neuer Gewässer kennen lernen und dabei richtig schöne Fische fangen. So konnte ich auch ohne Grischa-Bern-Treffen meine geschätzten Bündnergewässer aufsuchen. Dabei lernte ich einiges über die Fliegenwahl an Bergseen. Spannende Zeit, wenn mittags die Schnacken vom Wind über die Oberfläche getrieben werden… Ein grosser Emmenbesen war der Bringer! Danke an Heinz Kneubühler für diesen Tipp. Zudem durfte ich meine Palette erweitern und im BEO erstmals Bachsaiblinge mit der Trockenfliege befischen. Was sind das nicht für wunderschöne Tiere! Ich könnte mir gut vorstellen, diesem Fisch noch den einen oder anderen Ausflug zu widmen. Kein Weg zu weit, kein Bach zu mühsam für diese Schönheiten! Anfangs August wurde dann eines meiner beliebtesten Gewässer von einem Hochwasser richtiggehend umgebaut und ich konnte es nicht wiedererkennen… Die schönsten Gumpen wurden komplett mit Geschiebe aufgefüllt und das ganze Bachbett sah aus wie der Saloon in einem Spaghetti-Western nach einer wüsten Kneipenschlägerei. Ich machte mir ernsthafte Sorgen um den schönen Bestand. Zum Glück zu Unrecht. Wenn nur unsere Gesell- und Wirtschaft soviel Reslilienz an den Tag legen würde. Ich hoff’s. Wenn mir mal jemand erklären könnte, wie Fische einen solchen Umbau ihres Wohnzimmers ohne Schaden überstehen können. Danke schon mal für die Erklärung. Evtl. Könnten wir daraus ja etwas für uns lernen? Dann kam der Herbst und damit die Fischerei auf die Aesche an meinem geliebten Hausgewässer. Es ist für mich mit Abstand die ruhigste und somit entspannendste Fliegenfischerei des Jahres. Und ja, es gab auch Fisch. Keine Masse, aber schöne Tiere. Leider hinterlässt die Aeschensaison einen fahlen Nachgeschmack. Die Aare zwischen Thun und Wohlensee wurde in diesem Jahr von Fischern in solch einem Ausmass in Beschlag genommen, wie ich ihn es noch nie angetroffen habe. Aber klar, der böse Vogel ist schuld am abnehmenden Bestand… Auch wenn es schmerzt, ich bin für ein weiteres Moratorium oder weitere Regelungen bezüglich Fangmethoden und Entnahme. Bitte, liebes FI, tu was! Nun schliessen wir ab und begraben 2020. Danke an alle meine Buddies insbesondere Ändu für die unterhaltsamen Stunden am Wasser, Tipps zum Binden und Wathose-Flicken. Der grösste Dank gebührt aber einmal mehr der Schöpfung, dem Leben und allem was blüht, kreucht, fleucht und schwimmt. Was von einem Nichts wären wir ohne dich! Lasst uns gemeinsam vorwärts schauen in ein neues Jahr, mit grösserer Bewegungsfreiheit und etwas entspannteren Rahmenbedingungen für alle. Alles Gute für 2021. Grischa-Bern-Connection, tbc. Euer Horst aka. Rolf
  9. Wie Wathose flicken?

    @Andreas Danke für den Tipp mit "Aquasure". Wo hast du dieses Material wieder ausgegraben? Werde mir das mal genauer anschauen. Bist du aber sicher, dass das Kunststoffgewebe mit dem Alkohol keinen Schaden nimmt? Zumindest zB. Plexiglas kann gar keinen Alkohol ertragen, da dieser Weichmacher rauslöst und dann zu Spannungen im Material und somit zu Rissen führt. Auch beschichtete Rip-Stop-Gewebe welche zB. im Gleitschirmbau Verwendung finden delaminieren in Folge von Behandlung mit Alkohol. Hätte meine Bedenken. Müssen wohl wieder mal zusammen ein Stündchen ins Wasser stehen. Natürlich nur zu Analysezwecken:-) lgz R.
  10. Wie Wathose flicken?

    Hallo Zusammen In diesem Jahr musste ich in beiden meiner Wathosen undichte Stellen feststellen. Nach einer Analyse konnte ich auch den "Grund" rausfinden. Beide Hosen begannen an den Nahtstellen im Schritt Wasser rein zu ziehen. Dies wohl, weil ich oft mit dem Fahrrad unterwegs bin und die Nähte an dieser Stelle entsprechend mechanisch und zum Teil beim Auf- und Absteigen vom Rad auch auf Zug belastet werden. Nun habe ich beide Hosen einmal versucht zu dichten. Bei der leichten Orvis ist dies nur unzufriedenstellend gelungen. Das heisst, sie war etwa drei Fischgänge lang dicht. Gleich darauf begann auch die Winterhose (4mm, Neopren, Daiwa) an praktisch der selben Stelle zu lecken. Bei dieser wurde der Neopren an den Nähten überdehnt und riss von einer Naht aus leicht auf. Jetzt habe ich sie mit einem vulkanisierten Patch aus dem originalen Reparatur-Kit geklebt. Jetzt ist sie am Trocknen, das Resultat steht noch aus. Nun meine Fragen: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Abdichten von Nähten bzw. dem Flicken von Wathosen gemacht? Gibt es Produkte oder Vorgehensweisen/Tipps/Tricks, welche dauerhaft zu einem zufriedenstellenden Resultat führen? Habt ihr Wathosen kennengelernt, welche aufgrund ihrer Robustheit "unzerstörbar" sind? Danke schon mal für eure Antworten. Wünsche Petri und allzeit trockenes Waten.
  11. Grischa- Bern- Connection 2020

    Das ist genau der Punkt! Was lief an diesem Tag anders/falsch? Keinen Fisch zu fangen, das ist das eine. Aber welchem Faktor haben wir keine Beachtung geschenkt? Auffallend war ja, dass an diesem Tag kaum Insekten zu beobachten waren... Ich mag es, wenn ich beim Fischen Puzzleteile sammeln kann, welche mein Bild der Sachlage erweitern/ergänzen und mir neue Aspekte aufzeigen. Bezüglich Gewässer, Kompanie & Technik tiptop. Möchte aber schon wissen, weshalb sich die Fische nicht zum Anbeissen bewegen liessen... Wenn jemand weiss, wie bzw. weshalb sich Bise, Staubewölkung und eine um ca. 500m gesunkene Nullgradgrenze auf die Insektenaktivität bzw. das Beissverhalten von Forellen auswirkt, dann würde ich mir das schon gerne erklären lassen ;-)
  12. Youtubeschätze

    Die Videos von den Jungs sind wie guter Wein. Breit und vielschichtig, stimmungsaufhellend in der Wirkung. Am besten mit Bedacht und an ausgesuchten Daten (Regentage, Abgesang von Schneidertagen, Ferienplanung usw.) zu geniessen. Vor meiner Türe tummeln sich die Regenwürmer auf der nassen Strasse. Heute ist perfekt dazu!
  13. Grischa- Bern- Connection 2020

    Auf die guten folgen schlechte Tage... Tage sind nunmal verschieden und so kommt es gelegentlich ganz anders, als gedacht. Hab mich aufgrund unterschiedlicher Meldungen über Beissinfernos auf einen spannenden und fischreichen Tag mit der Fliegengerte gefreut... @Andreas Man, was haben wir abgeschneidert... das war episch! Danke für Bildmaterial und dafür, Motivation und Stimmung aufrecht zu erhalten! Hatte wohl den falschen Hut auf... Und jetzt noch ein kleiner Insider. Ich zitiere mich selbst... Weise wie ein alter Esel ;-) @zuma Immerhin habe ich mich an deine Überlangen Vorfächer herangewagt (Botztonner, konnte ich von Herzen fluchen) und mir somit immerhin eine wage Vorstellung der Möglichkeiten erarbeiten, welche sich dadurch eröffnen. Im Positiven, wie auch im Negativen. Echt schwierig im Handling. Lehrreich alleweil, kommt Zeit, kommt Fisch, wir bleiben dran!
  14. Farbanpassung von Fischen

    Hierzu etwas in einem anderen Thread noch... Goldfische dank Sonnenschein und hellen beigen Steinen am Gewässergrund.
  15. Grischa- Bern- Connection 2020

    Gold-Nuggets schürfen «Fischen ist mehr als Fische fangen»: Eine Konstante, wenn ich über meine Motivation fürs Fischen nachdenke. Gestern Abend «schlutzten» sich die Forellen aber ins Zentrum des Erlebnisses und somit auch der Bildauswahl… Einerseits aufgrund ihrer puren Schönheit und andererseits aufgrund ihrer verlorenen Zurückhaltung. Die Fische standen mit zunehmender Stunde draussen in der Strömung und stiegen dankbar nach Anflugnahrung. Und wir mischten zufrieden unsere Fliegen drunter und machten so unseren Tag. Die Fische standen in der Strömung und nahmen aktiv Nahrung auf. Im zT. flachen Wasser und an der prallen Sonne, hatten Sie aufgrund ihrer Farbanpassung zT. ein goldenes Schuppenkleid in einer Farbintensität wie ich sie noch nicht kannte. Pures Gold! Einer der Höhepunkte des Tages bildete ein dramatischer Doppeldrill an einer Rieselstrecke. Der Bach fliesst dort zweigeteilt über ein Kiesbett. Ich drillte im einen Arm, Kollege I. im andern. Dramatisch deshalb, weil seine Forelle die Trockenfliege so unglücklich in die Kiemen gekriegt hat, dass wir sie töten mussten. Nach dem «Gnadentot» haben wir den kleinen Fisch vermessen und mussten konsterniert feststellen, dass er das gesetzliche Mindestmass tatsächlich überschritten hat. Entsprechend wurde er von Kollege I. seiner Frau kredenzt anstelle als Fuchsfutter zu enden. Stunden später denke ich nochmals mit grosser Freude an Kompanie, Ort & Fisch zurück und stelle mir ein paar Fragen. Was nehme ich jetzt aus dem Tag mit? Was wird mich begleiten auf meinem weiteren Weg zum «kompletten Angler»? Was habe ich gelernt oder bestätigt gekriegt? Ein Auszug aus dem inneren Dialog: «Ich werde mich in Zukunft intensiver mit schnell fliessenden Strecken auseinandersetzen» «Der Entscheid, nur die Trockene zu Fischen, muss im richtigen Moment gefällt werden» «Morgens kann getrost eingekauft werden. Fliegenfischen (mit der Trockenfliege) lässt sich gut mit Ausschlafen oder langen Wanderungen an den Spot kombinieren» «Mel Krieger soll mal gesagt haben, dass ein wilder Fisch zu wertvoll sei, um nur einmal gefangen zu werden. Er hatte recht. Grosser Mann» «Bei den derzeitigen Bestimmungen ist es richtig, sich zu weigern Schonmasse und Entnahmemengen 1:1 umzusetzen. Das Gold unserer Bäche soll nicht in halb juvenilem Alter in der Bratbutter enden» Kollege I. hat zudem wieder einmal bewiesen, dass auch der Fang von kleinen Fischen Mundwinkel breiter als das Schonmass ziehen können. Und zwar in Richtung Himmel. Petri & tbc.
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