Jump to content

barsch horst

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    139
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    55

barsch horst hat zuletzt am 7. Oktober gewonnen

barsch horst hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Reputation in der Community

280 Neutral

1 Benutzer folgt diesem Benutzer

Über barsch horst

  • Rang
    Angelgeselle

Letzte Besucher des Profils

4'761 Profilaufrufe
  1. Mittellandseen 2019

    https://www.bauernzeitung.ch/artikel/erster-schweizer-fischadler-kommt-zurueck ...und wie ich informiert bin, soll auch das winterfahrverbot auf dem stau von niederried im zusammenhang mit der sichtung von adlern stehen. hoffentlich können wir fischer damit umgehen, noch einen gefiederten predator mehr als konkurrenz zu haben.
  2. Grischa-Bern-Connection 2019

    Haha, das nenn ich Motivation... A real Michel never give up! Bergseen im Grischa bis Ende Okt? Petri!
  3. Grischa-Bern-Connection 2019

    Die letzten drei Tage der Forellensaison 2019: Das Grande Finale Zum Abschluss der Forellensaison schenkte ich mir drei Tage Fischen, ohne Kind & Kegel, in drei unterschiedlichen Gebieten im Berner Oberland und mit meist angenehmer Begleitung. Mein zeitliches Biotop um die Erfahrungen und Erkenntnisse des Jahres zu reproduzieren und verifizieren. Dieser Text soll neben unterhalten festhalten, wo ich heute stehe und worauf ich mich im nächsten Jahr evtl. achten dürfte… Tag eins verbrachte ich mit F. im Diemtigtal. Wir fischten Fly vs. Gummi und ende Saison schienen die Massfische schon ziemlich abgeschöpft. Aber ich hatte da noch ein Date mit einer Schönheit, welche mich bereits mehrfach genarrt hat. Es war mein Ehrgeiz, diesen Fisch 2019 über den Feumer zu führen. An einem sonnigen Septembertag mit der Fliege kleine Bäche zu befischen hat eine Qualität für sich. Es ist wie in eine Blase eintauchen und alles was sich ausserhalb befindet verliert seine Relevanz. Was interessiert mich mein Kontostand, die dreckige Wäsche zuhause oder in der Politik, wenn ich mit der Botanik, dem Wind, den Spiegelungen auf dem Wasser, den Strömungen des Baches, den Ufergegebenheiten und meinem Material verschmelzen kann? Dies gelingt mir heute von Beginn weg und die Fliege fängt. Der Kleinfisch steigt begierig nach meiner Caddys und zweimal streife ich das heilige Schonmass von 22cm. Die Fliege zieht die Fische an die Oberfläche, schwupp, Rute krumm. Mit Gummi konnte dafür selektiv gefischt werden. Endresultat waren etwa 12 Takes für mich gegen 2 Takes am Gummi. Pfannenmässig endete das Spektakel aber 1:0 für den Gummi. Und dann war da noch mein Date. Die Stelle ist nicht unscheinbar, es ist eine Rausche, welche in eine Rechtskurve übergeht und dort einen tieferen Zug (ca. ½ m) ausfrisst und das Ufer unterspült. In der Mitte des unterspülten Ufersaums steht eine Weide und in dessen Wurzelstock wohnt Madame F. Um das Ganze zu verkomplifizieren hat die Schöpfung an den wurfseitigen Rand des Baches, auf der Kurveninnenseite mitten im Zug drin, noch eine gute Menge Schwemmholz angesammelt, welches knapp die Oberfläche zu durchbrechen mag. Somit kann Fischer nur hinten in den schnellen Zug stehen und die Fliege zu sich hin driften lassen. Die Breite des «Wurfkanals» liegt bei ca. 1 ½ m breite auf eine Distanz von vielleicht 6m. Dazu kommt der thermische Wind von rechts hinten und etwaiges Gestrüpp, welches es zu beachten gibt. Meine Taktik war, den Fisch mit dem Vorfach zu überwerfen, die Flugschnur aber stromabwärts abzulegen, um den Fisch nicht zu vergrämen. Mit klopfendem Herz steige ich in den Ausfluss des Zuges, checke die Umgebung, ziehe etwas Schnur von der Rolle und klopfe meine Fliege von der Rute. Dann ziehe ich auf, ein Leerwurf und rein ins Schwemmholz… Natürlich reisse ich ab, sitze auf einen Stein und knote neu. Der nächste Wurf sitzt, der Fisch steigt, nimmt die Fliege auf und will wieder unter das Ufer, lass ich nicht zu, dann will er ins Schwemmholz und ich stehe hinter ihm in der Strömung und habe meine grosse Mühe ihn zu dirigieren. Mit einem Run in meine Richtung und einem anschliessenden Salto verabschiedet sich Madame F. von mir. Jedenfalls weiss ich jetzt genau, dass dieser Fisch das Schonmass bereits vor einiger Zeit überschritten haben muss und ich verspreche ihm noch eine Verabredung im nächsten Jahr… Tag zwei lief ich an den Gelmersee hoch. Ich schenkte mir diesen Tag am Bergsee zur inneren Versenkung. Um 7.45Uhr war ich oben und hatte den See für mich alleine. Eigentlich wollte ich mit der Fliege wedeln, aber nirgends konnte ich Aktivitäten an der Oberfläche ausmachen. Also montierte ich den Wobbler meines Vertrauens und versenkte mich in die Meditation des Spinnfischens am Bergsee. Auswerfen, aaabsinken lassen, dann mit langsamen Zügen an der Rute den Wobbler über die Halde hochwischen. Bam! Erst als ich den Köder mitten in den See gepfeffert habe und ihn dort auf den Grund sinken liess, konnte ich Fischkontakt herstellen, dafür guten… Die Fliegenrute blieb den ganzen Tag über im Gepäck, weder sah ich Fische steigen noch hatte ich Nachläufer in den obersten drei Metern der Wassersäule. Da hätte ich mit meinen Skills mit der Fliege schlicht abgeschneidert. Ich entnahm vier Namays zwischen dreissig und gut vierzig cm und bekochte die Familie meines Cousins S. in Meiringen damit. Im Gegenzug bewohnte ich ihr Sofa und trank ihren Wein… Am letzten Tag dieser «Trilogie Bernoise» erfüllte man mir einen lang gehegten Traum (danke ZUMA) und ich durfte einen alpinen Bach befischen, mit welchem mich eine alte Geschichte verbindet. Meine ganze Kindheit durch mietete meine Familie im Winter eine Sennhütte und wir verbrachten die Tage dort mit Skifahren. Als ich etwa sieben war, konnte ich in diesem Bach zum ersten Mal das Schauspiel von laichenden Forellen beobachten und verbrachte anschliessend den halben Nachmittag auf dem Brücklein, um dem Spektakel beizuwohnen. Es war mir möglich, zwei Karten für die Gewässer dieser Region zu erstehen. Eine davon schenkte ich einem langjährigen Freund zum Geburtstag. Gemeinsam zogen wir los. Noch in der Gondel diskutieren wir die Reihenfolge unserer Begehungen. Als wir dann am ersten Gewässerabschnitt ankommen, können wir erstmal einem Fischer zuschauen, wie er den Bach beackert… Strategie A im A… Strategie B nicht ausgearbeitet, somit Strategie C wie Café (mit Haslikuchen). Anschliessend steigen wir in einen schluchtigen Abschnitt ein und spielen dort ein bisschen Laurel und Hardy. Wir stellen uns in dieser engen Umgebung so ungeschickt an, dass wir es zwei Stunden lang schlicht nicht zustande bringen einen Standplatz anzuwerfen ohne vorher erkannt zu werden… Leicht frustriert steigen wir schwitzend wieder aus der Schlucht, begeben uns ins Berghaus und trösten uns mit Bratwurst und Rösti (dem Original aus Kartoffeln). Nachmittags nehmen wir uns einen eher gemässigteren Teil des Baches vor. Schon von weitem sehen wir in einem Gumpen einen schönen Fisch stehen. Ich pirsch mich an, überwerfe aus der Hocke, perfekte Drift, nichts… zweiter Wurf, wieder gut, Fisch reagiert nicht… dritter Wurf, Fisch verschwindet unter einem Stein. Kurt hat mich im Vorfeld gewarnt. Die Fische sollen hier schon manches Muster und eine Vielzahl von Präsentationen studiert haben. Nach diesem Erlebnis beginne ich an meinen Zielen für den Tag zu schrauben. Wollte ich vorher noch einen möglichst grossen Fisch fangen, wollte ich jetzt nur noch überhaupt einen Fisch ans Band kriegen… Dies gelang uns dann auch, aber: Ich fischte noch nie einen Bach, in dem der Take so spät kam. Die Fliege musste wirklich lange ohne Dreggen auf der Wasseroberfläche liegen, das kleinste Furchen und der Fisch drehte ab oder stieg gar nicht erst. Wir erlebten auch keine schnellen Schwupps, die Fische stiegen relativ gemächlich und nahmen das Insekt vor dem Einschlürfen in Augenschein. Zu den scheuen Fischen im Glasklaren Wasser erhöhten noch ordentlich Wind und hohe trockene Gräser am Ufersaum den Schwierigkeitsgrad. Somit waren wir auf der ganzen Linie gefordert und entsprechend gebacken, als wir auf der Terrasse des Berghauses ein kühles Blondes genossen und dabei unsere Schnüre reinigten. Ein paar Tage später ziehe ich Fazit: 1. Ich durfte im 2019 viele spannende, denkwürdige, hinreissende und lehrreiche Momente am Wasser erleben. Das Leben ist gut 2. Die Fliege funktioniert als Köder, als Technik. Die Fliegenfischerei ist kein Hexenwerk und erlernbar. Einiges funktioniert bereits gut, anderes ist noch verbesserungswürdig 3. Es ist mir unklar, wie man mit der Fliege selektiv grosse Fische befischen kann 4. Spinnfischen ist situativ der Fliege überlegen, umgekehrt gilt dasselbe. Weise ist, wer erkennt, wann welche Fischerei angesagt ist 5. Die Wurfposition im Zusammenspiel mit den Wurfskills und der Umgebung entscheiden oft über Top oder Flop. Der optimalen Wurfposition gibt es (noch) mehr Aufmerksamkeit zu schenken 6. Drills mit der Strömung verlangen vehementes Drillen. Mehrere gute Fische habe ich in diesem Jahr so verloren. Punkto gesehen werden ist die Position zum Fisch aber äusserst günstig 7. Lange, in sich zusammengefallene Vorfächer ermöglichen es der Fliege länger ohne Dreg auf dem Wasser zu liegen. Sie sind aber schwieriger zu werfen, handeln und kontrollieren 8. Bei der Wahl der Fliege orientiere ich mich farblich an den Lichtverhältnissen und wenn möglich an der Grösse der Insekten in der Umgebung. Das Muster spielt oft eine untergeordnete Rolle. Je mehr ein Gewässer aber mit der Fliege befischt wird oder je selektiver die Fische fressen, desto entscheidender ist die Silhouette Nun ist die Forellensaison wieder mal Geschichte und das wär’s dann wohl gewesen mit Grischa-Bern-Connection 2019. Lassen wir das Erlebte setzen. Den Winter überbrücken wir jetzt mit Planung und Träumen und im Frühling tauchen wir wieder dann wieder auf, bereit für neue Taten. Ein dickes Petri euer Horst
  4. Tackle Porn

    @Mötti Seide hat Stil. Bitte schildere deine Erfahrungen mit der Seidenschnur dann mal detailliert. Kann mir gut vorstellen, dass eine Gespleisste mit Seidenschnur für mich einmal das werden könnte, was andere in einer Harley oder einem Jaguar suchen... Bin gespannt, was du zu erzählen hast.
  5. Grischa-Bern-Connection 2019

    @WASABIAbartige aber gerechte Strafe... Krasses Ende eines solchen WEs, sozusagen vom Himmel in die Hölle! Also ich hätte die Nahrung verweigert.
  6. Grischa-Bern-Connection 2019

    Nun ist es schon wieder vorbei, unser traditionelles Wochenende in den Bündner Bergen. Dafür ist mein Kopf voll mit Eindrücken und diese werden genauso traditionell in diesem Thread verarbeitet. Literarisch könnte man zu Beginn der Erzählung mit folgendem Satz Stimmung schaffen: Leicht fröstelnd stehe ich am Ufer dieses klaren und wilden Bergbachs, stecke meine #4-Fliegenrute zusammen, tackle auf, wähle eine erste Fliege. Irgendwo bellt ein Hund… Aber die Geschichte beginnt eben früher und entsprechend fühle ich mich gezwungen etwas auszuholen. Denn die Planung des Unternehmens «Grischa- Bern- Weekend» beginnt jeweils mit dem Ende des vorangehenden Anlasses… Unser Mann vor Ort hat zudem sauber recherchiert und probegefischt, abgewägt und schlussendlich haben wir gemeinsam entschieden. Es ist ein Fieber, im Vorjahr wird man angesteckt, dann schlummert die Seuche um im Vorfeld auszubrechen, langsam steigt die Fieberkurve, am Event selbst gibt’s kein Halten und die Temperatur steigt auf ein tödliches Level, zumindest für den einen oder anderen Massfisch. Wir, Grischafario, Wasabi, ich (Horst) und Aita (Hund) liessen uns am ersten Tag von einem Wanderbus in ein Hochtal fahren. Der Fahrer hielt nach Verlangen im Nirgendwo und wir stiegen neben einem vielversprechenden Gumpen aus. Jetzt: Fröstelnd stehen wir am Ufer dieses klaren und wilden Bergbachs, stecken unsere leichten Fliegenruten zusammen und wählen ein erstes Muster. Irgendwo bellt ein Hund. Irgendwo? Cousin D.s junge Labrador-Hündin Aita scheint aufgeregter als wir und tollt nicht ganz geräuschlos herum, während wir auftackeln. Ich sehe sie vor meinem inneren Auge schon mit einer Fliege in der Nase, so interessiert beschnüffelt sie unser Material. Schon OK, haben keine Widerhaken. Im ersten Gumpen geht nichts, ist auch verdammt tief, da müsste eine Nymphe rein, gross und schwer und runter damit. Meine Hybrid-Montage wird der Situation nicht gerecht. Wasabi probiert’s nach mir, aber bis dahin haben die scheuen Fische die Lunte gerochen. Bachaufwärts treffe ich Cousin D. wieder. Hund mit Leine in der einen und Forelle in der anderen Hand. Breit grinst er mich an und erzählt irgendwas von Fliege, Überprüfen des Schwimmverhaltens, eigentlich vor dem ersten Wurf, kurz abgelegt und schwupp. Gratuliere. Natürlich will ich auch, dummerweise ist starkes «Wollen» beim Fliegenfischen erfahrungsgemäss kontraproduktiv. Vor lauter Wollen überhitze ich, wedle in die Büsche und dann ist da noch diese ständige Furcht vor dem Hund, dass er mir sozusagen in den Gumpen gumpt. Während Cousin D. im Fliegenfischerhimmel versinkt und mehrere Takes verzeichnen kann, schlage ich mich durch die Büsche und verschlafe souverän den einzigen Biss auf meine geliebte Royal Wulff. Nicht einmal «würdigen» (zit. ZUMA) wollten die Fische meine Fliege. Und ich schrieb den Misserfolg natürlich dem Hund zu, ist ja logisch, wenn dieser den ganzen Bach zertschalpt. Sorry Aita, es war das Muster… Später wechselte ich auf Caddy, dann bissen die Fische auch bei mir. Wasabi bot auch eine schöne Episode, bog er doch hier, im Kampf mit dem Gewächs, in den Büschen seinen Haken auf. Anschliessend servierte er die Fliege ohne Kontrolle einer Bündner Schönheit. Eingestiegen auf das Angebot wäre sie… Der Rest ist Geschichte. Nach der Mittagspause beschloss ich, alleine loszuziehen. Drei Fischer und ein Hund sind zuviel für mich, da verlier ich den Fokus. So fische ich mich in Ego den Hauptbach hoch und die drei anderen konzentrieren sich auf ein Seitental. Drei Stunden später stellt sich heraus, dass ich das glückliche Los ziehen durfte. In einem kurzen Schluchtabschnitt mit anschliessender Hochebene durfte ich eine herausfordernde, anstrengende, abwechslungs- wie erfolgreiche Gebirgsbachwedlerei erleben. Wo sich der Bach eine kleine Schlucht ausgefressen hatte, musste nach jedem Gumpen oder Lauf wieder auf den Wanderweg hochgeklettert werden. Mehrmals konnte ich schöne Forellen bereits von den Felsen herunter spotten, der totale Thrill… Runterklettern, durch die Weiden kämpfen, den Fisch auf Sicht anwerfen. Mein Herz! Es raste beim Runterkämpfen, es stand fast still, wenn die Fliege auf den Fisch zu trieb, anschliessend hüpfte es verrückt bei Drills oder es fiel in die Hose, wenn die Forelle davonflitzte. An dieser Stelle sah ich von oben herab den Fisch vor dem Stein in der Strömung surfen... runterklettern, irgendwie hinwedeln (Rückraum null) und bam auf Sicht, schönes Tier! Auf der Hochebene dann ein hochalpiner Wiesenbach, Champagne! Die scheuen Forellen standen unter ausgespülten Ufern oder mitten in den Zügen und nahmen die Anflugnahrung dankend an. Zudem störte kein Baum oder Busch die Bewegungsfreiheit. Irgendwann verdunkelte sich der Himmel, mein Handy vibrierte und D. rief zum Rückzug ins Berghaus. Ich kam gleichzeitig mit den ersten Regentropfen beim Trupp an. Bei Bier, Kaffee und Kuchen wurden die Erlebnisse ausgetauscht und sie hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während ich eine erfreuliche Anzahl gut genährter Bachforellen in anständiger Grösse drillen durfte, fingen meine Begleiter im Seitental vereinzelt, zwar wunderschöne aber kleine, Bachsaiblinge auf Streamer. Anflugnahrung schien dort kein Saumonide zu interessieren. Machte schlussendlich etwa doch der Hund den Unterschied? ;-) Den Abend liessen wir am Flüelasee ausklingen, dort haben wir stumpf unsere Wobbler gewaschen und anschliessend gab es Abendessen. Es wurde nicht spät und die Biermenge blieb in vernünftigem Rahmen. Eine Alterserscheinung? Morgens ziehen wir dann wieder los, an eine Seenplatte auf 2400m. Dabei muss ein Pass mit 2725m überquert werden. Was wir auf dem Sattel zu Gesicht bekommen, ist mit Emojis nicht auszudrücken. Fast rennend nehme ich den ausgesetzten, direkten Weg durch ein Felsband in Angriff um später stockenden Atems vorsichtig in kleinen Schritten weitergehen zu müssen. Würde heute den normalen Weg nehmen. Am ersten See angekommen sehe ich schöne Kringel, setze mich hin, tackle auf. Kaum will ich loswedeln, planscht der Hund in «meine» Bucht. Genervt fordere ich D. auf, seinen Hund in Schacht zu halten. Später erfahre ich von den Locals, dass es dort nur Elritzen drin hat. An einem der Seen ist dann High-Time und dort fischen wir, bis die Wetterentwicklung uns zum Rückzug zwingt. Zeitweilig stossen auch RoliGR und P. zu uns. Angenehme Zeitgefährten mit Lokalkolorit. Jedenfalls kennen die Beiden die Bedingungen dort gut und wissen, wie man Namays befischt. Auf Distanz können wir dann zuschauen, wie sich ihre Ruten regelmässig biegen. Auch bei uns bleibt die Action nicht aus. So durfte ich meine ersten zwei Seeforellen auf trockene fangen. Wunderschöne Silberpfeile mit Dampf im Hintern. Dazwischen gab es kurzweilige Drills mit übermütigem Namay-Nachwuchs. Als die ersten Vorboten der Gewitter aufziehen, veranstalten diese an der Luv-Seite des Sees ein Steiginferno. Fast hätte man meinen können, die Fische steigen in Kringel-Konkurrenz zu den dicken Regentropfen. Hier verifizierte sich mir die «Windkanten-Theorie», welche besagt, dass die Fische dort auf Anflugnahrung steigen, wo der Wind an der windzugewandten Seite auf die Oberfläche trifft. Sichtbar am Strukturunterschied auf der Wasseroberfläche. Echt hilfreich um an einem unbekannten Bergsee Fische zu spotten. Dann mussten wir aber los. Das Gelände ist zu alpin um zu Spassen. Ein ordentliches Gewitter hätte den Aufstieg zum Sattel schwer passierbar gemacht. Diesen Umständen wollten wir zuvorkommen. Beim letzten Blick zurück zeichnen sich auf der Oberfläche der Seen deutliche Kringel ab. Das nenne ich einen Abschiedsgruss. Kaum haben wir den höchsten Punkt überschritten sehen wir im nächsten Tal einem Regenvorhang entgegen. Kurz vor dem Wagen beginnt es zu donnern. Jetzt möchte ich nicht mehr dort oben sein und ich bedanke mich bei den Göttern des ewigen Wasserkreislaufs für ihre Geduld. Aber was ich jetzt nicht will, könnte in Zukunft durchaus wieder begehrenswert sein. Denn wer weiss, welche Windungen und Wirrungen die Planung für das Grischa-Bern-Weekend 2020 durchlaufen wird. Schön war's Jungs, ich hätte da bereits eine Idee! Bonne Lecture Horst aka. Cousin R. aka. Rolf
  7. Angeldestination Empfehlungen

    Streetfishing, Vino & Pizza vor historischer Kulisse? Die Umgebung von Padua in Norditalien weist ein verzweigtes Kanalsystem auf mit gutem Bestand von Bass, Zander und Wels. Relativ kurze Anreise (direkter Zug bis Milano/Verona, weiter mit Mietwagen), Wärme, spannende Fischerei und exzellenter italienischer Food. Für mich alle Zutaten für unterhaltsame Tage. Grss Horst
  8. Grischa-Bern-Connection 2019

    @zuma Jetzt finde ich Zeit, auf den inhaltlichen Teil deines Posts zu reagieren, welcher sich mit den schönen Seiten des Fliegenfischens auseinandersetzt. Nämlich: Der Technik und der Frage des Komplettierens eigener Fähigkeiten. Wenn ich deinen Post lese, dann sehe ich mindestens zwanzig Jahre Differenz zwischen unseren Erfahrungswerten. Ich glaub dir sofort, dass regelmässig "releasede" Fische nicht mehr auf Standardmuster reagieren. Mit dem eigenen Bindestock betritt man aber eine ganz neue Ebene und die Fliegenfischerei wird nochmals vielschichtiger. Bevor ich hier auch meine Erfahrungen mache, brauche ich erst mal mehr Zeit und Ruhe in meinem System. Bis dann werde ich auf die ganz grossen Fische verzichten. Zu deinen Vorschlägen bezüglich Verbesserung der Präsentation: Wie fischt man ein 6m(!) langes Vorfach mit einer 1.80m Rute? Das ist ausserhalb meiner Vorstellung. Bis jetzt wähle ich die Vorfachlänge grundsätzlich nach folgender Formel: Rutenlänge = +/- Vorfachlänge. Wähle ich das Vorfach inkl. Tippet wesentlich länger, kann ich das bei mir im Fluss noch kontrollieren, mit entsprechend Rückraum und gleichmässiger Strömung. Auf engem Raum und in wilder Strömung neige ich eher dazu, das Vorfach zu kürzen und/oder die Schnur mal über einen Stein abzulegen, damit die Strömung nicht gleich alles wegreisst. Hoher Stock funktioniert auch. Dabei bekunde ich aber Mühe, bei einem Biss die Leine zu strecken bzw. den Haken zu setzen. Wo ich mich für den Wurf positionieren muss, das bekomme ich langsam in den Griff. Dabei muss ich die Rahmenbedingungen Wurfraum, Wind, Strömung, Wassertrübung, Standort der Fische usw. wie auch die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen. Dazu braucht es innere Ruhe. Sonst verscheucht man die Fische oder plagt sich mit der Botanik. Mein Getänzle im Bachbett würde ich gerne mal von aussen betrachten. Wenn ich mir vorstelle, jetzt mit 6m Vorfach in ein Bachbett zu treten, da würde der eine oder andere Faktor verändert werden... Dank dir weiss ich jetzt auch, weshalb ich tendenziell linke Bögen werfe (überpowern). Einen Rechtsbogen zu werfen durch "Sekundärimpuls zu Beginn des Vorschwungs", ist für mich schon sprachlich nicht fassbar. Bleibe ich da beim Vorschwung nach dem Ersten Vorwärtsimpuls auf 2 mit der Bewegung nochmals kurz stehen und ziehe dann durch zum Ablegen? Dann ist da noch deine Story von der Passer. Die Geschichte finde ich schlicht grossartig. Klassisches Storytelling und Fischen gehören für mich zusammen wie Siamesische Zwillinge. Egal was andere Fliegenfischer sagen. Dieser Fisch ist aus meiner Betrachtung nämlich eine Metapher dafür, wie bereichernd es für eine Gruppe Menschen sein kann, wenn eine Einzelpersonen im Denken und Handeln gelegentlich die "Box" verlässt. Zudem finde ich Wetten Weltklasse. Nun hoffe ich, dass ich es bis Ende September nochmal schaffe zu dir ins Hasli, wäre mir ein Vergnügen, mit deinem Erfahrungsschatz im Rücken meine selbstgezimmerte Box mal wieder zu verlassen. Biss bald Horst aka. R.
  9. Wie begegne ich einem Angler? PETA!

    Danke Dickbait. Ich finde, in diesem Falle agieren beide Seiten entwürdigend. (die .... mit ihrem Artikel, wie auch die Angler hier im Thread). Klappe zu und Ende, respektvolle Kommunikation nicht mehr möglich. Ziemlich zeitgemäss die Dynamik, diese Verurteilerei bringt aber niemanden weiter.
  10. Grischa-Bern-Connection 2019

    @zuma Danke für deine Anmerkungen bezüglich Energiepolitik. Leider wurde ich von den Mods darauf hingewiesen, keine politischen Diskussionen mehr anzuzetteln. Entsprechend werde ich das folgende Zitat unkommentiert stehen lassen (ausser danke, danke, danke ;-)
  11. Grischa-Bern-Connection 2019

    @Gumpenkoenig: Gute Frage. So ein Coaching hätte ich im Moment selbst brauchen können. Überlegt habe ich mir die Option Streamer schon, war aber zu fest im Fieber um die vorhandene Situation nüchtern dahingehend zu analysieren. Hatte ja morgens auf Nymphe zweimal Kleinfisch (einziger Erfahrungswert an diesem Gewässer) und die erste bessere nahm eine Trockene. Und hätten sich die grossen Fische nicht vom Boden gelöst, hätte ich sie nie zu Gesicht bekommen... Nein, ich wollte einen solchen Fisch auf Trockenfliege (ich will, ich will, ich will... und sie steigen ja... nur eine Frage von Vorfachlänge/ -dicke, Muster, Tageszeit, Präsentation, Geduld usw... hab mich da total verrannt). Still Rookie. Das nächste mal kommst du mit, natürlich ohne Rute, nur beraten ;-) Deal?
  12. Grischa-Bern-Connection 2019

    @grischafario: Ja, freue mich grossartig auf unseren nächsten Ausflug im Grischaland. Und ja, du hast recht, ich ziehe in der Regel mit der Gerte los, um auch den einen oder anderen Fisch zu entnehmen. Ausser in Andorra, da habe ich erstmals vorsätzlich C&R betrieben. Dort habe ich mir eine Tagesberechtigung für die Befischung einer "No Kill" Strecke an der "Valira del Nord" besorgt. übrigens ein interessantes System, welches die Andorraner da für ihre Gewässer ausgedacht haben. Man löst eine Berechtigung für 6.90Euro, dann zusätzlich für die Art der Nutzung. Sprich, ich will No Kill-Strecken befischen und keinen Fisch entnehmen, macht 3,85Euro zusätzlich für die Strecke. Wer Fisch entnehmen will, bezahlt zusätzlich für die Entnahme. Dann gibt's noch Seen mit Besatz, wo mehr entnommen werden darf, entsprechend höher ist dann der Obolus für den Staat. Aber eigentlich will ich mich nicht über das Patentsystem der Andorraner ausschreiben... Bereits als ich am Vorabend den Bach um den Camping herum etwas stalkte, wurde mir klar, dass dieser Bach Überraschungen für mich bereithalten wird. Das Wissen darüber, dass die Bäche eine autochthone Fario-Familie beherbergen soll, steigerte den Thrill zusätzlich. Entsprechend stieg ich morgens leicht fröstelnd und mit grossen Erwartungen in das Gewässer, welches gleich neben unserem Zelt durchrauschte. Hier die Einstiegsstelle gleich oberhalb des Campings. Etwas viel Botanik, aber sollte gehen. Morgens fischte ich noch mit der Nymphe und konnte relativ schnell entschneidern. Das kleine Fischlein lag vor mir im Kescher und ich konnte mich kaum satt sehen an dieser schönen Zeichnung. Die jungen Fische wirkten irgendwie gedrungener/bulliger als unsere BaFos. Als bräuchte ich den Vergleich zwischen der uns bekannten Fario und der schönen Andorranerin, konnte ich keine paar Würfe später eine "normale" Fario in ähnlicher Grösse keschern. Vergleicht selbst: Wusste gar nicht, dass diese beiden Ausprägungen derselben Art nebeneinander im selben Gewässer vorkommen. Nach dieser Action wechselte ich auf die Trockenfliege. Schliesslich wollte ich den Fisch des Tages dann doch klassisch aus dem Gewässer kitzeln. Und hier zeigte mir dann das Gewässer erstmals sein Potenzial. Ich schlich mich von unten an diese tiefe Stelle an und platzierte meine geliebte Royal Wolff etwa in der Mitte des tiefsten Bereichs am Rande der Hauptströmung. Noch während ich mir überlegte, wie optimal dieser Wurf jetzt gewesen sei, löst sich vom Grund ein Schatten und steigt langsam zu meiner Fliege auf, bleibt knapp darunter stehen, treibt kurz mit und verschwindet dann wieder zwischen den Steinen am Grund. Ich stehe mit offenem Mund und alten Trekkingschuhen im kalten Wasser, bin schlicht paralysiert. Das wäre meine grösste Forelle auf Trockenfliege gewesen. Dass sich solche Szenen im Laufe des Tages aneinanderreihen werden, ahne ich in diesem Moment noch nicht. Also setze ich mich erstmal zitternd auf einen Stein am Ufer und wechsle mit klammen Fingern das Muster. Anschliessend werfe ich den Zug noch mehrmals an, zum Teil mit für mich echt präzisen Würfen, aber nichts tut sich mehr. Merda, wie die Andorraner mit ihrer Mischung aus Französisch, Katalanisch und Spanisch zu sagen pflegen. Etwas weiter flussaufwärts, zieht meine Rehhaar-Sedge, immerhin war die Wahl der Fliege nicht total abwegig. Dieser Fisch, Nr. 3 von 8 im Kescher, soll an diesem Tag dann auch mein grösster Fang sein. Abermals versetzt mich die Zeichnung dieser Fische in einen Zustand der Demut. Die Punkte auf der Flanke eng aneinander geschmiegt wie in einem Mosaik, dazu hinterlegt mit einer Schattierung wie wir sie von Jungfischen kennen. Dazu ein Perlmutt-schillernder Fleck hinter dem Auge. Wie schön ist dieses Geschöpf, was sind wir Menschen für Wichte mit unseren banalen Erfindungen und primitiven Zeitvertrieben im Angesicht solcher Schöpfungen der Natur... Da ich Fische in aufsteigender Grösse fotografiere, gibt es von den restlichen Fischen keine Bilder mehr. Schonend wurden diese im Wasser abgehakt und ziehen gelassen. Es bereitet mir Freude zu sehen, dass meine bescheidenen Erfahrungen und Fähigkeiten mich auch im kleinen Pyrenäenstaat zu Fisch bringen. Den Kapitalen schien mein Spiel aber zu durchschaubar. Sie drehten den Spiess um, indem sie mich narrten. Zuerst versuchte ich es mit einem längeren Vorfach, dann mit einem dünneren, dann mit allen möglichen Fliegenmustern, grossen, kleinen, Käfern, Ameisen was immer mein Dose hergab. Das Resultat war dasselbe, die Grossen interessierten sich bestenfalls für die Fliege, durchbrachen dabei zT. sogar die Oberfläche, durchschauten den Fake und verschwanden wieder. Die Campingplatzforelle zum Beispiel, gleich hinter dem Klohäuschen, konnte ich in der Folge des Tages vier (!) mal zum Steigen animieren, genommen wurde nichts. In meinem Flyfi-Portfeuille wird dies als "No Kill"-Effekt abgespeichert werden. Ich nehme an, dass diese Fische schon mehrmals negative Erfahrungen mit Anflugnahrung machten und deshalb nicht mehr jedem Dorftrampel auf den Leim kriechen. Wer behauptet, Fische seien nicht lernfähig, der muss mich mit Beweisen überzeugen und Studien über das Erinnerungsvermögen von Goldfischen werden dazu nicht zugelassen. Horst
  13. Grischa-Bern-Connection 2019

    Da bin ich nicht ganz bei dir, bezüglich Fischereisystem schon. Bei der Wasserkraft sehe ich es so, dass Wasserkraft in keiner Weise als "ökologisch" durchgehen darf, da Ökosysteme dadurch richtiggehend zerschnitten werden. Zudem ist die Stromproduktion per Wasserkraft zZt. defizitär. Somit ist Strom aus Wasserkraft weder ökonomisch noch ökologisch nachhaltig. Sozial halte ich es auch für fragwürdig, wenn Kleinkraftwerke über die KEV vom Steuersubstrat unseres Staates profitieren. Und dass sich die Energiekonzerne nicht an die Restwassermengen (Recht) halten und damit durchkommen, sagt einiges über das Gebaren und die Motive der Stromlobby. Das ist schlicht illegales Verhalten und gehört sanktioniert. Wetten, der Club hat für diese Sanktionen bereits die entsprechenden Rücklagen gemacht?
  14. Grischa-Bern-Connection 2019

    Nun liebes Tagebuch, hier ein paar Gedanken über den Umgang von uns Menschen mit unseren Gewässern… Die letzten Monate habe ich mehrere fliessende Patentgewässer meines Kantons mit der Fliege befischt. Dabei bin ich ins Grübeln gekommen, bezüglich Gewässerstruktur/-Zustand, Bestand und dem Einfluss von uns Fischern. Da gab es super natürlich anmutende Gewässerabschnitte fernab von Strassen, schluchtig und wild, in welchen ich kaum Insektenlarven geschweige denn Fischaktivität ausmachen konnte. Evtl. liegt es ja an der Ebene oberhalb, welche landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet wird. Das Gewässer gleich «um die Ecke» ist arg verbaut, wird von der Landwirtschaft kaum tangiert und der Zugang ist eher schwierig und mühsam. Siehe da, hier hat es Köcherfliegen am Laufmeter und es hat Fische. Und an praktisch allen Gewässern trifft man früher oder später auf eine Fassung, welche der Energiegewinnung dient… Andere Strecken, gleich neben der Strasse, weisen eine natürliche Struktur auf, sind kaum verbaut und darin wimmelt es von Kleinforellen. Exemplare oberhalb des Schonmasses fehlen aber weitgehend. Hier durfte ich auch vereinzelt verhakte Fische finden, welche angespült wurden… Den Wurm schön tief im Rachen, das Vorfach vorschriftsgemäss abgeschnitten. Eine Eigenschaft hatten die Bestände aller Gewässer gemeinsam: Irgendwann begann ich zu messen und musste feststellen, dass die grössten Fische fast alle knapp unterhalb des Schonmasses lagen. Ich konnte auch vereinzelt massige Exemplare fangen. Meine persönliche Statistik zeigte aber Verhältnisse von 7:1 bis 13:1. Wobei ich mich selbst an der Nase nehmen muss, da die Fliege nicht die selektivste aller Angelmethoden darstellt. Mit zB. Gummis am Chebu ist die selektive Befischung der grösseren Exemplare sicher einfacher. Dafür halte ich die Fliege für am schonendsten. Zurück zu den Massen… Es war signifikant: liegt das Schonmass bei 28cm, konnte ich Fische bis 27.5cm fangen, lag das Schonmass bei 24cm, stoppte das Massband bei 23,8cm und bei einem Schonmass von 22cm stoppte das Massband meist bei… Genau. Die wenigen Fische mit Fangmass waren eher Ausnahmeerscheinungen. Natürlich kann man mit der natürlichen Altersstruktur argumentieren, ersichtlich ist, dass die Pyramide beim Schonmass stoppt, darüber ist weitgehend Leere. Wobei das eine oder andere Gewässer eine Überraschung bereithielt. So war ich zB. nach mehrmaligem Drill von untermassigen Forellen nicht bereit, einen Fisch um die 40cm aus der Hauptströmung zu dirigieren. Der Fisch konnte sich mit Kapriolen sauber aushängen. Dabei handelt es sich, in meinem Erfahrungsschatz, um Ausnahmen und hoffentlich halten sich seine erlittenen Verletzungen in Grenzen. Das Ganze lässt mich grübeln, weil… 1. Wenn ich an solchen Gewässern fische, bewege ich mich am Rande der Illegalität. Meine Angelei ist nämlich vorsätzlich und mit dem Wissen, dass ich mit grosser Wahrscheinlichkeit kaum Massfische fangen werde, betreibe ich doch aus juristischer Sicht vorsätzlich Catch & Release 2. Die letzten ca. 150 Jahre Ingenieurswissenschaften, Agrartechnologie/ -Chemie, Demographie inkl. Energieverbrauch haben uns Menschen mehr Futter auf den Teller und Sicherheit vor Hochwassern beschert. Sie hinterliessen aber Spuren in und an unseren Gewässern, welche man getrost als Sünden bezeichnen darf. Dieser Entwicklung gibt es Widerstand zu leisten. Nun, ich möchte hier nicht abermals eine C&R-Debatte lostreten. Es war mir wichtig, meine Gedanken zu den Erlebnissen in Worte zu fassen. Meinen persönlichen Umgang mit der Situation werde ich finden müssen. Jedenfalls erachte ich es als unumgänglich, dass wir Fischer uns für unsere Gewässer einsetzen, sie nachhaltig bewirtschaften/-fischen und uns in der Öffentlichkeit für unsere Gewässer stark machen. Sonst macht es nur der Rösti und sein Club aus der Energiebranche. Deren Einsatz zur Bewirtschaftung unserer Gewässer wird mit Sicherheit nachhaltig sein, für ihren Geldbeutel. Stand up! Und Petri. Euer Horst
  15. Mit Dropshot, Pose und Wurm auf Egli

    Hallo Magnus Die Barsche sind zur Zeit noch am Laichgeschäft (Deshalb lässt der Gentleman sie bis anfangs Mai in Ruhe). Sobald sie fertig sind mit Laichen kommen sie ins Flache (1-6m) und fressen über steinigem Grund Krebstier vom Boden. Suche also eine entsprechende Stelle und lege einen Wurm auf Grund, schleife ihn langsam über den Grund ("schlüdere") oder biete ihn am Zapfen knapp darüber an. Und falls es klappt stellst du Bildli von deinen Fängen hier rein. Petri Horst
×