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Bigpike

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  1. Alet auf Käse

    Mein liebster Sonnenbarsch Ach, wie liebte ich es doch, dich am Ufer des Zugersees zu fangen. Ich war ein kleiner Pumps und übte das Zäpfchenfischen. Du warst immer ein super Hechtköder. Lebendig an der Zapfenmontage, man bedenke, es sind 30 Jahre her, konnten mein Vater und ich doch den einen oder andern schönen Hecht überlisten. Zu sagen ist, es gab auch damals schon Miesepeter, die dich niedermachten und den Untergang des Zugersees voraussagten. Höre einfach nicht hin! Lieber Sonnenbarsch, noch heute fange ich dich ab und zu. Ich freue mich deiner schönen Gestalt und lasse dich mit einem "Tschüss" wieder zurück in dein Element. Und wenn ich so dem Schwyzer Teil des Zugersees mit dem Velo entlang fahre, dann kann ich doch wirklich nicht sagen, dass du einen Schaden angerichtet hast. Nein, nein, im Gegenteil! Fischschwärme ziehen ihre Bahnen, Alets, Schleien, Rotfedern und von den Eglis gar nicht zu schweigen. Ach ist das schön! Ebenso scheint mir, lieber Sonnenbarsch, dass du auch den prächtigen Seeforellen nicht an den Kragen willst. So werden doch jedes Jahr stattliche Exemplare jenseits der 80er Marke gefangen. Ach und übrigens, auch schöne Hechte habe ich dieses Jahr schon aus dem Zugersee verhaftet. Wie schön der Zugersee doch ist, zum Klagen fällt mir gar nichts ein! Lieber Sonnenbarsch, danke, dass es dich gibt. Ich erinnere mich gerne an dich zurück. Darum, lebe froh und heiter, die nächsten Jahre weiter! Petri Heil!
  2. Widerhaken, ja oder nein?

    Ich bin ein leidenschaftlicher Hechtfischer. Aus diesem Grunde werde ich mich hüten, über Vor- und Nachteile von Widerhaken bei anderen Fischarten zu sprechen. Grundsätzlich bin ich gegen ein Widerhakenverbot. Ich verstehe mich als einen mündigen und logisch denkenden Menschen. Wenn ich einen Fisch schonen möchte, dann drücke ich die Widerhaken einfach ab, dazu brauche ich kein Gesetz, das mich dazu veranlasst. Genau so handhabe ich es auch mit dem Freilassen von Fischen. Es gibt Situationen, da macht es Sinn, einen Fisch wieder frei zu lassen. Dann mache ich es einfach, weil mir mein gesunder Menschenverstand sagt, dass es richtig ist. Dazu brauche ich auch keine Bilder, die mich beim Freilassen zeigen. Als ob mich das zu einem besseren Menschen machen würde... Wenn ich auf Hecht schleppe, dann fische ich immer im Freiwasser. Die Chancen da einen stattlichen Esox zu erwischen, sind, zumindest bei uns im Vierwaldstättersee, viel grösser als dem Ufer entlang. Von Mai bis Oktober kann man immer mit einem schönen Hecht rechnen. Meist entnehme ich die gefangenen Hechte. Meine Erfahrung zeigt, dass beim Schleppen der Widerhaken ein Vorteil sein kann, aber überhaupt nicht die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Landung ist. Gerade zu Beginn der Saison erlebe ich praktisch nie Aussteiger. Die Köder sind oft völlig inhaliert. Die Drillinge bohren sich dann so stark ins Maul, dass ein Ausschlitzen praktisch unmöglich ist. In den Sommermonaten erlebe ich vermehrt Fehlbisse. Das hängt damit zusammen, dass die Hechte die Köder nicht mehr so aggressiv attackieren. Es kann durchaus sein, dass ein Hecht den Köder nur anstupst oder der Hecht nur leicht nach ihm schnappt. In dieser Zeit kann der Widerhaken ein Vorteil sein. Wer allerdings viele Fehlbisse hat, sollte die Schuld nicht bei den Widerhaken suchen, sondern die Anordnung der Drillinge, die Grösse der Drillinge oder allenfalls die Hakenschärfe überprüfen. Später in der Saison, also in den Monaten September und Oktober, spielt der Widerhaken meines Erachtens wieder eine untergeordnete Rolle, da die Köder oftmals erneut kompromisslos geschluckt werden. Wer regelmässig auf Hecht schleppt, muss sich damit abfinden: Fehlbisse gehören zum Spiel, ob mit oder ohne Widerhaken! Wie dem auch sei. Widerhaken können beim Schleppfischen ein Vorteil sein, sie sind aber nicht matchentscheidend. Und da ich die Entenschnäbel meist entnehme, sehe ich auch nicht ein, weshalb ich die Hechte durch das Abdrücken der Widerhaken schonen soll. Petri Heil!
  3. Eure Lieblings-Angelmethode

    Meine liebste Angelmethode ist das Schleppfischen. Die Fischerei an unseren Seen und Flüssen erlebt einen Boom und viele Fischer wollen aktiv, mit den neusten und aktuellsten Ruten und Ködern den Fisch fangen. In der modernen Fischerei steht das Erlebnis, das Tackle und die Qualität des Drillens im Vordergrund. Ich bin da noch sehr altmodisch. Ich liebe es, mit meinem Boot, welches übrigens ausschliesslich auf die Schleppfischerei ausgelegt ist, auf den See zu fahren und den grossen Freiwasserhechten nachzustellen. Ich bin immer gespannt wie ein Pfeilbogen und warte auf das plötzlich reinschiessende grosse V, welches wie wild vor und zürück schlägt. Selbstverständlich fange ich nicht immer einen schönen Esox und das ist auch gut so. Wenn ich allerdings lange nichts fange, wird in mir der Ehrgeiz geweckt und ich investiere mehr Zeit oder probiere aus, bis es wieder heisst: Fish on! Wenn ich dann einen stattlichen Hecht landen konnte, wird der ausreichend bestaunt und waidgerecht getötet. Für mich gehört die Verarbeitung des Fisches zu einem schönen Angelausflug. Darum nehme ich mir Zeit, um den Hecht gerätefrei zu flietieren. Lecker!
  4. Hallo liebe Petrijünger Ich fische an und auf einem grossen See in der schönen Schweiz. Das Fischen habe ich als kleiner Knopf von meinem Vater gelernt und seither blieb ich diesem schönen Hobby treu. Ich fische leidenschaftlich gerne auf Hecht. Mich fasziniert diese wunderbare Kreatur, seit ich vor vielen Jahren das erste Mal einen untermassigen Hecht am Haken hatte und mein Vater mir dazu mit Handschlag gratulierte. Obwohl ich versuche, die etwas grösseren Exemplare zu fangen, freue ich mich noch heute über jeden, auch nicht ganz so grossen Hecht, den ich fange. Mit grossem vergnügen betrachte ich dann die Hechte und erfreue mich ihrer schönen Form, der schönen Farbe und ihrer räuberischen Zähne. Ich behandle alle Hecht mit Respekt und Wertschätzung. Darum ist es mir ein Anliegen, dass ich die Hecht verwerten kann und ab und an auch Gäste in den Genuss eines feinen Hechtfilets kommen. Ich habe einen Beruf gelernt, welcher es mir erlaubt, meine Arbeitszeit etwas freier zu gestalten. Das heisst, ich kann nachmittags öfters mal auf den See und verlege dann meine Arbeiten auf den Abend. Auch geniesse ich es, abends für zwei oder drei Stunden auf den See zu fahren, um den grossen Kalibern nachzustellen. Ebenso liebe ich es, bei Regen über den spiegelglatten See zu tuckern und meine Köder neben dem Boot mitzuschleppen. Mit anderen Worten: Ich verbringe sehr viel Zeit auf dem See! Ich kann mich über meine Fangzahlen wirklich nicht beklagen. Des Öfteren fange ich einen schönen Hecht. Der Schein trügt aber. Wer meint, schnell Erfolg zu haben, dem wird der See schnell klar machen, dass man für grosse Hechte Geduld braucht. Fleiss zahlt sich dann am Schluss eben doch aus. Und dies ist ja bekanntlich nicht nur beim Fischen so. Natürlich fällt meine hohe Präsenz auf dem See auch gewissen "Fischerkollegen" auf. Es ist erstaunlich, was ich da immer wieder von allen Seiten zu hören bekomme. Der hiesige Fischerverein versucht nun schon Massnahmen zu ergreifen, um mir die Freude an meinem Hobby etwas zu versalzen. Denn schliesslich leiste ich einen wesentlichen Beitrag zum Rückgang des Fisch- bzw. Hechtbestandes. Innerhalb des Fischerclubs ist man offenbar gar nicht erfreut und ich sorge scheinbar bei einigen Fischern für einen erhöhten Blutdruck. Erstaunlich ist auch, dass der gleiche Fischerverein jährlich Jungfischerkurse organisiert, um doch das schöne Hobby möglichst vielen jungen Menschen schmackhaft zu machen. Wenn dann aber jemand intensiv, respektvoll und mit grosser Leidenschaft diesem Hobby nachgeht, sorgt man für rauchende Köpfe. Ich amüsiere mich über so viel kleinkariertes Denken und wüsche allen VIEL PETRI HEIL!
  5. Schleppangeln mit Seehunden

    Hallo! Das Schleppfischen ist meine grösste Leidenschaft. Das Fischen auf Hecht ist manchmal das einfachste auf der Welt und dann aber wieder urplötzlich eine unlösbare Aufgabe. Das Unternehmen "Hechtfangen" ist nicht immer gleich einfach. Es kommt ganz auf die Jahreszeit und natürlich auch auf den See drauf an. Nicht jeder See hat den gleichen Hechtbestand. Der Esox ist relativ einfach gestrickt. Besonders im Mai und im Herbst lässt er sich relativ simpel fangen. Anfang Mai fische ich immer sehr tief. Die Köder laufen dann alle zwischen 10 und 15 Meter. Am besten fischst du dann mit einer Tiefseerolle. Die Köder sind dann nicht sehr wichtig. Praktisch alle gewählten Köder werden dann attackiert (grosse Löffel, Gummifiche, Wobbler). In den wärmeren Monaten kannst du dann etwas höher fischen. Ich persönlich fische nie ganz flach. Die grossen Hechte stehen meist tiefer. Wenn du die Köder auf 4 bis 6 Meter anbietest (ca. 50g Blei/Zügellänge 20 bis 40 Meter), dann bist du dabei. Von sehr kurzen Zügeln (10 bis 15 Meter) halte ich nichts. Wenn man einen grossen Hecht im Drill hat, ist man um jeden Meter froh. Die grösseren Krokodile stehen in den Sommermonaten im Freiwasser. Auf dem Echolot kannst du die Felchen in einer Tiefe von 10 bis 15 Meter ausmachen. Und da sind auch die Hechte. Wenn du also deine Köder etwas darüber ziehst, dann schiessen die Hechte, wenn sie denn wollen, hoch und du wirst regelmässig Hechtkontakte haben. In der kälteren Jahreszeit, also ab Oktober, ziehen sich die Hechte in tieferes Wasser zurück. Nun fange ich die Hechte regelmässig in Tiefen von 15 bis 20 Meter. Das heisst für dich, du bestückst deine Zügel mit 100 bis 200g Blei oder du fischst mit der Tiefseerolle (oder allenfalls mit der Unterwasserschleike). Ich fahre auf Hecht mit einer Geschwindigkeit von 2.5 bis 3.0 km/h. Zu den Ködern: Immer wieder ist zu lesen, dass man mit Köderfischen am System am erfolgreichsten ist. Ich bin überzeugt davon, dass das System ein top Köder ist. Aus jahrelanger Erfahrung und vielen Experimentierstunden weiss ich aber, dass die Hechte auch Kunstköder nicht ablehnen und du mit Gummifischen ebenso gut fangen wirst. Wenn man natürlich nur Köderfische am System fährt und keine anderen Köder dran hängt, dann kann man auch keine Aussagen über Kunstköder machen. Der Hecht ist nicht so wählerisch, wie gewisse Hechtfischer zu glauben wissen. Wenn man gezielt auf Hecht fischen möchte, dann muss man einige Regeln beachten: 1. Je näher am Ufer, umso kleiner werden die Hechte. Nun gibt es bestimmt solche Hechtfischer, die schon grosse Hechte über einen Meter in der Uferregion gefangen haben. Das ist auch richtig. Wenn du aber gezielt auf grosse Hechte fischen möchtest, dann musst du draussen fischen. 2. Das Hechtfischen verlangt vom Material einiges ab. Gekaufte Köder im Fischerladen halten oftmals den Belastungen eines grossen Hechtes nicht stand. Die Drillinge musst du austauschen, Sprengringe usw. musst du unbedingt auswechseln. Ein richtiger Hechtfischer wählt seine Schnur nicht unter 0.60. Alles andere ist lächerlich und nicht fair dem Fisch gegenüber. Gerade in den grossen Voralpenseen kannst du immer mit einem kapitalen Hecht rechnen. Ebenso empfiehlt es sich, regelmässig die Knöpfe und die Schnur auf Schäden zu überprüfen. Zum Thema Vorfach: Ich persönlich habe kein Vorfach montiert. Ich habe noch nie einen Hecht verloren wegen einem Schnurdurchbiss. Meine Köder überschreiten alle die 25cm Marke. Wenn man natürlich mit 12cm Wobblern auf Hecht fischt, dann sieht das Ganze wieder anders aus. 3. Das Hechtfischen ist und bleibt eine Frage der Ausdauer. Nur wer Geduld und Fleiss zeigt, wird erfolgreich sein. Der See entschädigt immer. An manchen Tagen will einfach nichts klappen. Es werden wieder Tage kommen, an denen alles wie am Schnürchen läuft und der Fischkasten voll ist. 4. Beobachte die Natur. Häufig ist es so, dass am frühen Morgen und am späten Abend die kleinen Fischchen springen. Da kannst du durchaus an einem oder zwei Zügel das Blei wegnehmen. Dort, wo regelmässig Haubentaucher auszumachen sind, hat es Fisch. Und dort, wo Fische sind, lauern auch die Hechte. So einfach ist das. An manchen Tagen fahre ich während 4 Stunden immer die selbe Runde. Plötzlich schiesst der Zügel wie verrückt nach hinten. Irgendwann wird's dem einen Hecht zu blöd und er beisst zu. Ich beobachte immer wieder Schleppfischer, die kilometerweise fahren und dabei offenbar gar nicht bemerken, dass sie über Wasser fahren, in dem kein einziger Fisch auf dem Echolot auszumachen ist. Das Echolot ist ein nützliches Hilfsmittel, um zu zeigen, wo sich die Fischschwärme aufhalten. Und genau da musst du deine Runden drehen. Mit den Jahren wirst du feststellen, dass sich die Fischschwärme nach einem Muster bewegen. Führe ein Fangtagebuch. Ich schreibe seit Jahren jeden Hecht auf, den ich gefangen habe (Zügellänge, Temperatur, Ort, Blei, Wetter). So ergibt sich ein Bild und du weisst genau, wo du zu welcher Jahreszeit fahren musst. 5. Ein Schleppguiding bringt dir nichts. Du lernst nur aus eigenen Erfahrungen. So baust du dir ein Wissen auf, das sonst nur Wenige haben. Das Fischen auf Hecht ist eine Leidenschaft und mehr als nur das sinnlose Mitziehen eines Köders. Petri!
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