Jump to content

Rangliste


Beliebte Inhalte

Showing content with the highest reputation since 11.11.2019 in allen Bereichen

  1. 4 points
    Seeforelle im Thunersee ca. 70cm.
  2. 2 points
    Manchmal ist es mir schon fast unheimlich wenn ich sehe was für ein Gespür Sinn ich Mittlerweilen für diese Fische habe. Zudem hoffe ich, dass durch die Fotos die Fischer auch verstehen was für ein kostbares Gut Seeforellen in unseren Seen sind und was da alles dazu gehört. Es ist nicht selbstverständlich dass wir sowas in dieser Form überhaupt noch haben.
  3. 2 points
    TICT SRAM EXR-77S-Sis zum kucken
  4. 2 points
    ok, wenn sonst nicht viel läuft, machen wir halt Bildchen..... und nochmals Bildchen
  5. 2 points
  6. 2 points
    Ich habe Tibi gestern meine Steez Spinning type-II zur Wartung geschickt. Leider habe ich sonst (vielleicht noch die Tatula SV TW) keine anderen Rollen, die schon deutlich im Einsatz waren. Die meisten sind ja neu …. Jedenfalls finde ich das toll, dass sich ein Mann der Wartung von Rollen annimmt. Ich denke im Forum gibt es sicher einige Leute die, wie ich, ihre Rollen nutzen, aber nicht zwingend pflegen. Klar könnte ich das auch, ich bin ja schliesslich ausgebildeter Mechaniker. Aber dann müsste man zuerst Werkzeuge und und und… Werde jedenfalls gerne berichten, wie meine Steez zurückkommt.
  7. 2 points
    scheinst meine Antwort irgendwie nicht verstanden zu haben. Tja lieber Andy, war ja nicht anders zu erwarten
  8. 2 points
    da melde ich mich doch gerne bei deiner Gruppe an, um von DEINEN Erfahrungen zu profitieren! Du bist wirklich unglaublich....
  9. 2 points
    90+ Seeforelle, die beste bis jetzt die ich in diesem Jahr gesehen habe. Jedes Jahr gibt es in diesem Bach eine richtig gute, und sie steht immer an derselben Stelle für ein paar Tage, danach ist sie nicht mehr auffindbar, schon interessant. Vor der grossen rechts unten noch eine kleine so als Grössen Vergleich. Foto leider nicht gut, aber die Grossen mögen das nicht also lasse ich sie lieber schnell in Ruhe und gehe weiter. Dazu bin ich gerade an einem Bachdelta Laichgeschäft am Dokumentieren. Letztes Jahr wurde felsenfest behaupten das es am niedrig Wasser lag, die Ausrede kann man in diesem Jahr wohl kaum gelten lassen Mir war aber schon damals klar dass es sicher nicht am Wasser lag, es scheint ihnen dort offensichtlich zu gefallen und die über 20 kleine Forellen die ich vor kurzem (Foto oben) dort zählen konnte scheint dies auch zu bestätigen. Ich kenne in meiner Region keine einzige zweite Stelle die so ist.
  10. 2 points
    Unser Revier liegt an einer sehr beliebten Spazierstrecke. Folglich sind wir öfters am Aufräumen: inner- und ausserhalb des Gewässers. Unglaublich, was da teilweise rumliegt. Früher hatten wir wunderschöne Kiesbänke, welche mittlerweile leider unter abgestorbenen Muscheln liegen. Vorletztes Jahr haben wir begonnen mit Steinen die Strömung durch betroffene Gebiete zu leiten und konnten bereits schöne Erfolge erzielen - dauert halt ein wenig. Ausserdem haben wir Baumstämme verbaut, um ein wenig mehr Struktur zu schaffen. Mir macht das teilweise fast mehr Spass, als das eigentliche Fischen.. Was ich persönlich noch optimieren möchte: Keine Fische mehr anzufassen. Sprich, der Fisch wird direkt im Wasser gelöst (beim Fliegenfischen geht das einhändig mit einer feinen Zange) und auch dort fotografiert.
  11. 2 points
    Spannende Diskussion die ihr hier führt. Wer das Petri Heil abonniert hat, findet in der aktuellen Ausgabe ausführlich meine Sicht der Dinge. Ich muss hier Dural mehr oder weniger in allen Belangen recht geben. Ich selber bin 2-3 mal pro Woche auf dem Neuenburgersee und teile seine Beobachtungen die er gemacht hat. 1. Der See ist trotz der stetig wachsenden Population von Kormoranen randvoll mit (Weiss-)Fischen. Ich persönlich habe ein Rekordjahr gehabt. Noch nie habe ich so viele Fische gefangen. Egli von 50cm bis runter zu 10cm. Hechte von 1+ bis runter zu 15cm. Zander von gegen 90 bis runter zu 15. Seeforellen von 70+ bis runter zu 20cm. Geschleppt wie auch geworfen. Welse en masse. Etc. etc. 2. Nicht nur die Population von Kormoranen nimmt gefühlt zu, sondern auch die von Gänsesägern, Haubentauchern, Eisvögeln, Grau- und Silberreihern und nicht zuletzt auch Möwen. Alles fischfressende Tiere. Selber konnte ich vor einiger Zeit sogar den angesprochenen Adler sehen. Es wäre rein von biologischen Zusammenhängen nicht möglich, dass eine Population sich ausbreitet, hätte es nicht genug Nahrung (mal abgsehen vom Menschen) 3. Alleine von den von mir beobachteten Jagdrevieren kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Kormis im Neuenburgersee in den ertragreichen Frühlings- Sommer- und Herbstmonaten in aller Regel kleine Weissfische und Egli fressen. Jetzt ab Dezember bis zum Frühling sind auch Felchen dabei, weil diese flacher stehen beim Laichakt. ABER: Es hat Zeit deutlich weniger Kormis in dieser Jahreszeit. Die ziehen in grosser Zahl weiter und kommen erst wieder wenn der Grossteil der Fische flacher stehen. Diese paar Vögel dezimieren den Bestand sicherlich nicht in diesem Masse, wie die Erträge der Berufsfischer eingefallen sind. Unmöglich! 4. Solange aktuell 30 Berufsfischer überleben können, ohne auch irgendwelche Anstrengungen in Sachen Innovation zu tätigen, ist der Vogel keine Gefahr. In der heutigen Zeit reicht es meiner Ansicht nach nicht aus, einfach Netze zu setzen und wieder rauszuziehen, im besten Fall die Fische dann noch zu filetieren und dan zu verkaufen. Es gäbe soooo viele Möglichkeiten, den Umsatz zu steigern bei gleichbleibendem oder sinkendem Ertrag. 5. Im Neuenburgersee schädigt der Vogel nicht nachhaltig den Bestand. Anders sehe ich dies insbesondere bei den angesprochenen Fliessgewässern. Gerade die Äsche, die aufgrund von Gewässererwärmung etc. sowieso schon in Gefahr und unter Druck ist, kann durch den Kormoran nachhaltig geschädigt werden. Mein Vater ist Jäger, wir gehen oft gemeinsam an der Aare Kormorane schiessen. Sei es zu Fuss oder mit dem Boot. Aber glaubt mir eines. So einfach ist das nicht. Der Vogel ist extrem schlau und die Fluchtdistanz extrem gross. Gerade wenn er aktiv bejagd wird. 6. Ich persönlich bin fern von einer radikalen pro der kontra Sicht. Ich versuche lediglich zu differenzieren, wo der Vogel wirklich schadet und wo er seinen Platz haben darf und soll. Gruss, Sascha
  12. 1 point
    Wer weiss, vieleicht finde ich ja noch was im Schrank, laut meiner Tackle Liste müssten noch 1-2-3 Rollen drin sein Es ist erstaunlich, aber ich fische nur sehr wenige Combos regelmässig, der Rest ist halt Hobby. Irgend wie werde ich immer wie mehr zum Tackle Freak, oft ist es ja der andere Weg.
  13. 1 point
    nicht die Menge machts... ist halt Hobby. Ich käme mit drei vier Ruten auch klar
  14. 1 point
    Heute war es mir zu nass Aldebaran BFS, Aldebaran MGL, SV light, Steez SV, Steez SV, Steez CT SV @kds Was für eine Tict hast du?
  15. 1 point
    Stella 2500 FD Infos per PN.Gruß
  16. 1 point
    Kann ich irgendwie nachvollziehen. Grosse Salmoniden zu fangen ist aber schon eine meiner grössten Leidenschaften. Der Ueberlebenskampf unserer Seeforelle ist für mich auch ein Grund, dass ich dieses Jahr während der Seeforellensaison anfangs Februar, eine Woche nach Slowenien fahre. Ich werde da versuchen einen von mir noch nie gefangenen Fisch ans Ufer zu drillen, den Huchen.
  17. 1 point
    Hoi zäme, Ich bin 46, wohne im Grossraum Zürich und fische seit meinem 10ten Lebensjahr. Ich würde mich als klassischer Allrounder bezeichnen: von Zapfen, über Grund bis zum Spinnfischen, versuche ich den Fischen nachzustellen. Ab und zu trifft man mich an einem Bergsee, wo ich schon tolle Fische gefangen habe. Meine Zielfische sind… Zapfenfischen: Forellen Grund: Trüschen Spinnfischen: Forelle, Namaycush, Egli und Hecht Ich wünsche Euch allen eine gute Saison und Petri Heil!
  18. 1 point
    Das glaube ich dir nicht. Wer dem Seeforellenvirus verfallen ist gibt nicht auf. Dass man diesen Fischen noch mehr Respekt zukommen lassen wird verstehe ich. Dass man kaum mehr darauf fischen wird, kann ich nicht nachvollziehen.
  19. 1 point
    Love is in the air....lalalalalala @wasabi ich schreib dir ne PN.
  20. 1 point
    also für das du Lehrer bist stehst du schon auf dem Schlauch. Aber lass gut sein, ich weiss zuviel was da oben gelaufen ist, daher sag du lieber nichts mehr.
  21. 1 point
    Hoi Andreas Mein Freund Mötti hat mir deinen Link gemailt und ja, wenn ich es einrichten kann, wäre ich gerne dabei. Gruss Philippe
  22. 1 point
    Mal so einen typischen Vergleich der Laichgewässer. Seitenarm Areuse Oktober 2019. Die dürfte Mittlerweilen schon Tot sein, ob sie überhaupt abgelaicht hat weiss ich nicht, aber ich bezweifle es. Bacheinlauf Neuenburgersee November 2019. Der Fisch ist nicht mehr auffindbar, ich denke sie ist zurück im See.
  23. 1 point
    Wie du es Prophezeit hast, hat sich wirklich ein Egli an den Haken verirrt. Habe aber auch wirklich ausdauernd gefischt. Wenn raubende Egli am Platz sind fängt man meistens früher oder später, egal welcher Köder. Bin mir aber sicher das die Gummis meines Vertrauens besser abgeschnitten hätten. Ist vielleicht auch einfach Kopfsache. Ich probiere nächstes Jahr mal Dolive Shrimp in Pink. Bin mir aber grundsätzlich nicht sicher wie viel letztendlich die Farbe ausmacht. Köderführung und Vertrauen in den Köder sind für mich das a&o. Und der One up Shad gefällt mir einfach nicht . Tolles Bild, jetzt habe ich lust auf Spaghetti alle vongole.
  24. 1 point
    Geh zu Kurt, sehr kompetent in sachen Fly und eine schönere Gegend wirst du dazu kaum finden.
  25. 1 point
    Hoi Perch und fisherman-friend Ganz unabhängig davon ob ihr Euch zusammen tut oder nicht: Loup hat vollkommen recht, an zuma habe ich gar nicht gedacht. Insbesondere weil ja nicht bloss ein Lehrer für das Werfen gesucht wird wäre er ideal. Neben all dem Wissen und Ethik am Wasser vermittelt er auch etwas anderes was sehr wichtig ist. Aufrichtige Kameradschaft. Dir fisherman-friend wird er garantiert beweisen das man auch mit nicht so modernem Material gut fischen kann und wenn es passt eventuell sogar noch mehr Freude haben kann. Du machst mich neugierig. Was ist denn das für eine Rute aus den 70ern? Gruss Mötti
  26. 1 point
    Hoi Perch Als ich deine Anfrage gelesen habe, habe ich an kurt (zuma) gedacht, wusste aber nicht, ob er immer noch Anfängerkurse oder so anbietet. Nebst einem unglablichen Wissen über die Fliegenfischerei kommt bei ihm auch der nötige Respekt und die Verantwortung der heutigen Fischerei zusammen.
  27. 1 point
    Moin Perch Wenn Du möchtest, kann ich Dir gerne weiter helfen. Wohne "ännet dem Brünig"... Beste Grüsse Kurt
  28. 1 point
    Hoi Perch Meine Buchempfehlung ist Beim Grundkurs würde ich persönlich nicht sparen und jemanden suchen der didaktisch stark ist. Wenn das Budget eng ist würde ich vorher eine gute gebrauchte Combo anschaffen. Könnte Dir jemanden empfehlen, aber der ist in Basel, nicht in Luzern. Gruss Mötti
  29. 1 point
    Hoi Perch Ich würde dir empfehlen ein aktuelles Buch über das Fliegenfischen zu lesen, z.B. sowas: https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/ID87932902.html und dann, je nach Region, bei einem guten Händler einen Wurfkurs belegen. Werfen ist das A und O beim Fliegenfischen..... Gruess Kurt
  30. 1 point
    Am 4. Januar 1949 wurde im SHAB Nr. 2 auf Seite 14 folgendes publiziert: Fr. Schreck, in S c h l i e r e n , Fabrikation gespleister Spezialitäten, insbesondere Angelruten Marke "Split-Record" und "Inlet". Ob es die Split-Record wirklich gab, oder ob dies eine nicht umgesetzte Idee war, ist mir leider nicht bekannt. Zuerst meinte ich, die Marke wurde von Fritz Schreck für den Casting Sport genutzt, bei welchem er seine Eigenentwicklungen nicht nur selber mit grossem Erfolg einsetzte (siehe hier auf Seite 38 kleine Biographie und ein Foto beim Training http://www.schlieren.ch/dl.php/de/5791c38e1a124/Jahrheft_2012.pdf), sondern weit über die Landesgrenze hinaus verkaufte. Aber auch dort waren seine Ruten unter der Marke «Inlet» bekannt (siehe https://www.zobodat.at/pdf/Oesterreichs-Fischerei_7_0091-0093.pdf). Diese Inlet Ruten und besonders die gespliessten Ruten von Fritz haben es mir sehr angetan. Weshalb man sich für überhaupt für alte Bambusruten begeistern kann wird einem grossen Teil von Euch vermutlich schleierhaft sein. Bei jenen die noch nie eine Gespliesste oder irgendeine schwabbelige Bambusgerte in den Händen gehabt haben kann ich das gut verstehen. Ja, die gibt es. Und sicher gibt es auch sehr schöne und teure Bambusruten denen das gewisse Etwas dem die Engländer «steely feeling» sagen fehlt. Man fühlt bei einer guten Bamubsrute den Schweiss und das Herzblut ihres Erbauers und ab und zu scheint es mir, dass diese Ruten eine Seele haben. Ob man mit einer alten Gespliessten noch heute angeln kann ist lediglich eine Frage des Zustands. Wenn die Verbindungen beim Trennen ein lautes Plop machen, die Bindungen und Ringe ohne Schäden und vorallem der Lack überall den Blank noch gut vor Wasser schützt, dann steht dem nichts im Weg. Spass macht es auf jeden Fall und für gewisse Einsatzgebiete haben gespliesste Ruten Vorteile. Das man dabei die Rute aber mit Respekt und Vorsicht handhabt und die allgemeinen Grundsätze für das Fischen mit Gespliessten befolgt ist selbstredend (etwas sehr detailiert hier unter Coarse ==> http://www.barder-rod.co.uk/coarse rods/coarse rods care and maintenance.aspx und Fly ==> http://www.barder-rod.co.uk/fly rods/fly rods care and maintenance.aspx). Fritz Schreck hat seine Inlet Ruten für wohl fast alle Einsatzgebiete und Zielfische gebaut. Aber ein paar Dinge haben sie alle gemeinsam: Sie sind schlicht und haben keine Zwischenwicklungen oder Verzierungen. Zweifarbige Bindungen an den Ringen sind das höchste der Gefühle. Bei den Gespliessten kommt so die eigene Schönheit des Bambus besonders gut zur Geltung. Der Verwendungszweck steht immer im Vordergrund. Wo nötig wurde mehrfach gespliesst oder hohl gebaut, auch wenn es viel aufwändiger war. Wo nötig wurde ungleich geteilt, auch wenn es den Transport erschwerte und damit das Risiko für Beschädigung erhöhte. Was an Know-how in den Ruten steckt, das wurde mit try and error ertüftelt. Fritz Schreck war kein Kopist sondern ein Selbermacher der ausser mit Charles Ritz auch keinen Austausch mit anderen Rutenbauern pflegte. Er soll auch einen grossen Teil der Werkzeuge selber gemacht haben. Für die Blanks wurde nur sehr gute Ware verbaut. Dies gilt wohl nicht nur für die Gespliessten sondern auch für Glasfaser- und Carbonruten bei denen Sportex der Lieferant war. Bei den Ringen der Gepliessten bin ich mir da nicht ganz so sicher, ob man die als Top bezeichnen kann. Aber vermutlich hat Fritz damals nichts besseres bekommen. Ich hatte letztes Jahr einen kurzen Austausch mit einem Rutenbauer aus England der recht viel restauriert. Er meinte das die hart verchromten Ringe aus dieser Zeit schlicht nicht mit der Qualität der heutigen Ware zu vergleichen sind. Daher sollte man beim corse fishing mit altem Gerät mit Original-Beringung eine dehnungsfreudige (z.B. Maxima Chameleon) und keine vorgestreckte Schnur mit hoher Tragkraft und schon gar keine geflochtenen Schüre verwenden. Was nicht alle Inlet Ruten gemeinsam haben, ist das schöne Eisvogel-Logo. Irgendwann wurde es durch ein Logo mit Landzunge und Sonne ersetzt. Mir scheint es fast, als habe der beauftragte Grafiker nicht ganz verstanden was ein Inlet ist. Auch scheint mir, dass sich Fritz darüber geärgert hat. Denn auf einigen Ruten wurde die Landzunge herausgeschnitten und das Logo in zwei Teilen aufgebracht. Noch später gab es dann noch ein goldenes Logo ohne Bild und nur dem Schriftzug «Fr. Schreck». Aber es gab auch eine Zeit vor Inlet. Im Interview mit Reinhold Bruder und Dr. David Popp (Der Fliegenfischer, Heft 128, Sep/Okt 1997) erzählt Fritz Schreck wie er seine erste Rute gebaut hat und sie einem Freund ausgelehnt hat, welcher sie dann einem Händler aus Zürich zeigte. Dieser soll so begeistert gewesen sein, dass er mit Fritz einen Abnahmevertrag machte. Fritz Schreck hängte seinen Beruf als Coiffeur an den Nagel und baute gespliesste Blanks, der Handler machte dann die restlichen Arbeiten. Ich konnte es mir bis jetzt zwar nicht bestätigen lassen, aber eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich bei meiner letzten Anschaffung um eine solche Ur-Schreck Rute handelt. Der Blank sieht verdächtig ähnlich wie der meiner kurzen, leichten 1.80m Inlet Rute aus, welche ich bereits vorgestellt habe. Daher hier der Vergleich: Auf dem Blank hat es kein Logo von Schreck, sondern ein goldiges «Fischerei- u. Sportartikel AG Zürich» mit einem Fisch. Der Blank ist im Gegensatz zur Inlet Rute gleichlang geteilt und das Spitzenteil ein wenig kürzer (Gesammtlänge 1.68m anstatt 1.80m). Wie auch bei der Inlet fühlt er sich sehr knackig an. Der Führungs- und der Spitzenring ist im Gegensatz zur Inlet Rute ohne Einlage, wobei letzterer eine ovale Öffnung hat. Die Anzahl Ringe ist vier und nicht fünf. Die Bindungen sind nicht wie bei der Inlet gold/schwarz sondern rot. Eine Hakenöse ist im Gegensatz zur Inlet nicht angebracht. Es hat keine Bezeichnung «L» für light, keine Zahl welche die Länge angibt, keinen Modellnamen, keine Gewichtsangabe und auch keinen Mass für die gefangenen Fische auf dem Blank. Alles Sachen, die bei den Inlet Ruten häufig mit Tinte angebracht wurden. Die Hülsen sehen sehr ähnlich aus. Der Korkgriff hat keine Abschlusskappe, ist ein wenig länger und im Gegensatz zur leichten Inlet einen Schraubrollenhalter. So, das war es für’s mal für den Anfang. Ich werde wohl von Zeit zu Zeit in diesem Jubiläums-Jahr noch etwas vorstellen. Leider gibt es ja keinen Schreck-Katalog, in dem man sich über die Fülle seines Schaffens ein Bild machen kann. Es würde mich deshalb auch sehr freuen, wenn auch andere Sammler und Fischer Lust und Musse haben eine Rute von Fritz Schreck zu porträtieren. Oder eine Anekdote zu notieren. Oder über ihren Einsatz von Inlet Ruten berichten. Es muss keine gespliesste Rute sein, es wurden auch mit neueren Materialien von Fritz Schreck fabelhafte Ruten gebaut. Gruss Mötti
  31. 1 point
    Ich mache nichts mehr für die Fische, ausser ich entnehme weniger, denn ich bin ein älterer Mann. Früher habe ich mit unserem Verein Tannli für das Laichgeschäft der Eglis gesetzt, habe mitgeholfen in den Aufzuchtsbächen Seeforellen zu entnehmen und in den See zu bringen, habe mitgeholfen Hechte aus dem Aufzuchtsweiher in den See einzusetzen (fand ich damals noch Sinnvoll). Nun sind jüngere Fischer dran, und wenn jeder jüngere Fischer dasselbe dazu beiträgt, ist das eine mögliche Hilfe für die Fische.
  32. 1 point
    Grundsätzlich gilt die Devise: So wenig Umstände (für die Fische) wie möglich und so natürlich wie möglich. Aus Sicherheitsgründen gehen wir in erster Linie nur bei tiefem Wasserstand rein - das hat ausserdem den Vorteil, dass sich die Fische auch eher in den tiefen Gräben befinden und ihre Ruhe haben. Ich persönliche mache es in Badehosen mit alten Sportschuhen und, das wichtigste, HANDSCHUHE! Geht natürlich auch mit Watthosen oder Hüftstiefel - ist mir aber zu umständlich und zu teuer. Was wir mittlerweile sehr schätzen: Gesetzte Steinmauern und einzelne, grosse Steine kannst du mit wenig Aufwand um ein paar Grad / CM verschieben. Dadurch verändert sich teilweise der punktuelle Strömungsverlauf schon extrem. Das kannst du gut auch mal beim Fischen machen. Wichtig natürlich: Lass alles so natürlich wie möglich und gib den Fischen Zeit, die angepasste Umgebung zu akzeptieren. Wir haben Stellen, da brauchten die Fische ein paar Wochen. v.A. wenn es heiss ist, steht dir die Brut aber schon beim Schaufeln zwischen den Füssen. Meine Faustregel: Der Spaziergänger sollte nicht merken, dass sich etwas verändert hat oder Mensch im Spiel ist.
  33. 1 point
  34. 1 point
    Im Winter fängt die richtige fischerei erst an
  35. 1 point
    Langsam ein Vogel-Forum hier, die Viecher sind mir zu wenig wichtig. Ich mache hier Winterpause und melde mich im Mittellandseen 2020 wieder
  36. 1 point
    Noch einmal, obwohl ich mich gefühlt 10x widerhole, was kormorane fressen wurde zu genüge untersucht und die ergebnisse sind im europäischen binnengewässer praktisch überall gleich, eventuell unterschiede je nach region und deren fischbestand. Google wird es finden Das da ab und zu auch mal eine forelle, zander, hecht oder was auch immer mal dabei ist versteht sich von selber. Was zählt ist der durchschnitt und nichts anderes. Das was ihr sieht hat aber selten bis nie was mit dem durchschnitt zu tun, die meisten fische werden noch im tauchgang runter geschluckt! Deswegen ist es auch so schwer einen kormoran mit seiner beute zu beobachten, ich kenne kein einziges gesichertes foto vom seeland wo einen kormoran mit seiner beute zeigt. Die meisten fotos, die interessanterweise seit jahren immer wieder mal auftauchen kommen aus küstenregionen oder osteuropa, wie so wohl? Und den vertretern der massiven bejagung der freiwasserfische durch kormorane kann ich nur mal nahe legen auf youtube einige unterwasser aufnahmen anzuschauen. Das tier ist dafür regelrecht ungeeignet und tut sich sehr schwer, am liebsten drängen sie die fische in ein hinterhalt, der ist im freiwasser eher nicht vorhanden... Zum schluss mal ein kleines rechen beispiel mit reinen fantasie zahlen. Wird ein egli von 30cm gefressen, fehlt dies im gewässer, logisch. Aber die natur ist da noch lange nicht zu ende, den das 30cm egli hätte in einem jahr 100 kleine egli gefressen, 100 egli die jetzt die möglickeit haben gross zu werden oder nahrung für andere egli sind. Man weiss das sich egli in den meisten gewässer selber regulieren, mit anderen worten die brut ist deutlich grösser als es das gewässer natürlicherweise durch die vorhandene nahrung eigentlich hergibt. Wo liegt jetzt genau das problem? Ich denke mit der zeit sollte man inteligenter werden, den wir haben in der schweiz die letzten 200 jahre durch eine ziemlich beschränkte sichtweise praktisch alles ausgerotet, fischotter, adler, luchs etc. seit nicht gegen die natur, seit für die natur! Übrigens graureiher, die machen den auch nicht halt vor einer ente oder 50cm forelle: Hier sieht man wie ein kormoran von grösseren fischen abdreht.
  37. 1 point
    Aber noch mal zurück zum Kormoran. Habe in einem Jäger Forum wo es um die Frage wie und ob man Kormoran verwerten kann etwas interessantes gelesen. Da schreibt einer über die grausig verwurmten Viecher... "Und sehr wahrscheinlich ist der Kormoran halt der Zwischenwirt,der zusätzlich noch zur Verbreitung beiträgt,indem verwurmte Kormorane neue Gewässer anfliegen,dort mit dem Kot Wurmlarven ausscheiden und diese wiederrum von Fischen aufgenommen werden.... Der Kormoran frißt dann wieder die(evtl sogar geschwächten und leicht zu erbeutenden) Fische uswusf." Selber gehöre ich eigentlich nicht zu den radikalen Gegner des schwarzen Vogels und habe meine Freunde an kleinen (Eisvogel) wie grossen (Graureiher) Prädatoren am Wasser. Der Kormoran ist für mich nur das Symptom und der Mensch die Wurzel des Übels. Täusche ich mich, ist das nicht ein Küsten Tier das wegen der Überfischung der Meere in die Binnengeässer vordrang und in den begradigten und an deckungsfreien Flüssen den reich gedeckten Tisch vorfand? Den Linthkanal hat Kurt erwähnt. War ja schon lange nicht mehr ein natürliches Gewässer wie vor dem Bau des Kanals. Ich habe ja schon Verständnis, dass man die Überschwemmungen und die Malaria nicht mehr wollte, aber das hat doch alles seinen Preis. Ich war diesen Sommer am Torne älv und Kalixälven. Da bekam ich eine Vorstellung davon wie das bei uns mal ausgesehen haben könnte und wurde richtig wehmütig. Nun ja, ich bin ökologisch ja nicht ausgebildet und liege vielleicht mit einigem daneben. Auch habe ich natürlich für die Emotionen jedes Fischers Verständnis, welcher seine Strecke vor die Vögel gehen sah und fühle mit diesen mit. Auch die Schilderung von Loup ergreift mich sehr. Aber ich habe trotzdem den Eindruck, dass man diesem Tier eine Sündenbock Rolle gibt. Gruss Mötti
  38. 1 point
    Guten Morgen Mötti Vielen Dank für das Teilen dieser Bilder und Informationen! Du hast mittlerweile eine sehr schöne Schreck-Sammlung, das ist wunderschön! Ich bin übrigens noch zu einer "alten Amerikanerin" gekommen, welche Du bei Deinem nächsten Besuch abgreifen darfst. @kds: So geile Fotos, wie Du sie machen kannst, habe ich noch selten gesehen - einfach nur grandios! Falls Du nebst der Eglirute mal noch eine Fliegenrute aus heimischer Produktion spazieren führen möchtest, wäre ich einem Foto-/Rutentausch mit Dir nicht abgeneigt...... Herzliche Grüsse Kurt
  39. 1 point
    Liebes Grischa- Bern- Connection- Tagebuch Auch in diesem Jahr wird dir die Grischa- Bern- Connection wieder ihre Schandtaten (ergo: https://haken.ch/topic/2792-grischa-bern-connection-2018/?tab=comments#comment-52286) anvertrauen. Leider sind wir bereits etwas in Verzug. Da du aber nur ein blödes elektronisches Ding mit Anschluss an das grosse Daten-Nirvana bist, dürfen wir dich ruhig etwas warten lassen. Aber sei gewarnt, wir sind jetzt älter, abgebrühter, grauhaariger und durchtriebener als auch schon. Schliesslich geht die G.- B.- C. jetzt ins fünfte Jahr. Braunbären zum Beispiel sind mit fünf Jahren ausgewachsene Exemplare mit Erfahrung in Wildnis, Jagd und Paarung. Anlässlich unseres Jubiläums werden wir ein paar Fässchen aufmachen. So waren wir uns bereits einwedeln, haben den König der Gumpen aufgesucht und ganz nebenbei eine breite Palette an Beifang durchexerziert. Mehr dazu, wenn Horst mal wieder Zeit oder Grischafario mal wieder Lust hat. In enger Verbundenheit. Dein Horst
  40. 1 point
    Die letzten drei Tage der Forellensaison 2019: Das Grande Finale Zum Abschluss der Forellensaison schenkte ich mir drei Tage Fischen, ohne Kind & Kegel, in drei unterschiedlichen Gebieten im Berner Oberland und mit meist angenehmer Begleitung. Mein zeitliches Biotop um die Erfahrungen und Erkenntnisse des Jahres zu reproduzieren und verifizieren. Dieser Text soll neben unterhalten festhalten, wo ich heute stehe und worauf ich mich im nächsten Jahr evtl. achten dürfte… Tag eins verbrachte ich mit F. im Diemtigtal. Wir fischten Fly vs. Gummi und ende Saison schienen die Massfische schon ziemlich abgeschöpft. Aber ich hatte da noch ein Date mit einer Schönheit, welche mich bereits mehrfach genarrt hat. Es war mein Ehrgeiz, diesen Fisch 2019 über den Feumer zu führen. An einem sonnigen Septembertag mit der Fliege kleine Bäche zu befischen hat eine Qualität für sich. Es ist wie in eine Blase eintauchen und alles was sich ausserhalb befindet verliert seine Relevanz. Was interessiert mich mein Kontostand, die dreckige Wäsche zuhause oder in der Politik, wenn ich mit der Botanik, dem Wind, den Spiegelungen auf dem Wasser, den Strömungen des Baches, den Ufergegebenheiten und meinem Material verschmelzen kann? Dies gelingt mir heute von Beginn weg und die Fliege fängt. Der Kleinfisch steigt begierig nach meiner Caddys und zweimal streife ich das heilige Schonmass von 22cm. Die Fliege zieht die Fische an die Oberfläche, schwupp, Rute krumm. Mit Gummi konnte dafür selektiv gefischt werden. Endresultat waren etwa 12 Takes für mich gegen 2 Takes am Gummi. Pfannenmässig endete das Spektakel aber 1:0 für den Gummi. Und dann war da noch mein Date. Die Stelle ist nicht unscheinbar, es ist eine Rausche, welche in eine Rechtskurve übergeht und dort einen tieferen Zug (ca. ½ m) ausfrisst und das Ufer unterspült. In der Mitte des unterspülten Ufersaums steht eine Weide und in dessen Wurzelstock wohnt Madame F. Um das Ganze zu verkomplifizieren hat die Schöpfung an den wurfseitigen Rand des Baches, auf der Kurveninnenseite mitten im Zug drin, noch eine gute Menge Schwemmholz angesammelt, welches knapp die Oberfläche zu durchbrechen mag. Somit kann Fischer nur hinten in den schnellen Zug stehen und die Fliege zu sich hin driften lassen. Die Breite des «Wurfkanals» liegt bei ca. 1 ½ m breite auf eine Distanz von vielleicht 6m. Dazu kommt der thermische Wind von rechts hinten und etwaiges Gestrüpp, welches es zu beachten gibt. Meine Taktik war, den Fisch mit dem Vorfach zu überwerfen, die Flugschnur aber stromabwärts abzulegen, um den Fisch nicht zu vergrämen. Mit klopfendem Herz steige ich in den Ausfluss des Zuges, checke die Umgebung, ziehe etwas Schnur von der Rolle und klopfe meine Fliege von der Rute. Dann ziehe ich auf, ein Leerwurf und rein ins Schwemmholz… Natürlich reisse ich ab, sitze auf einen Stein und knote neu. Der nächste Wurf sitzt, der Fisch steigt, nimmt die Fliege auf und will wieder unter das Ufer, lass ich nicht zu, dann will er ins Schwemmholz und ich stehe hinter ihm in der Strömung und habe meine grosse Mühe ihn zu dirigieren. Mit einem Run in meine Richtung und einem anschliessenden Salto verabschiedet sich Madame F. von mir. Jedenfalls weiss ich jetzt genau, dass dieser Fisch das Schonmass bereits vor einiger Zeit überschritten haben muss und ich verspreche ihm noch eine Verabredung im nächsten Jahr… Tag zwei lief ich an den Gelmersee hoch. Ich schenkte mir diesen Tag am Bergsee zur inneren Versenkung. Um 7.45Uhr war ich oben und hatte den See für mich alleine. Eigentlich wollte ich mit der Fliege wedeln, aber nirgends konnte ich Aktivitäten an der Oberfläche ausmachen. Also montierte ich den Wobbler meines Vertrauens und versenkte mich in die Meditation des Spinnfischens am Bergsee. Auswerfen, aaabsinken lassen, dann mit langsamen Zügen an der Rute den Wobbler über die Halde hochwischen. Bam! Erst als ich den Köder mitten in den See gepfeffert habe und ihn dort auf den Grund sinken liess, konnte ich Fischkontakt herstellen, dafür guten… Die Fliegenrute blieb den ganzen Tag über im Gepäck, weder sah ich Fische steigen noch hatte ich Nachläufer in den obersten drei Metern der Wassersäule. Da hätte ich mit meinen Skills mit der Fliege schlicht abgeschneidert. Ich entnahm vier Namays zwischen dreissig und gut vierzig cm und bekochte die Familie meines Cousins S. in Meiringen damit. Im Gegenzug bewohnte ich ihr Sofa und trank ihren Wein… Am letzten Tag dieser «Trilogie Bernoise» erfüllte man mir einen lang gehegten Traum (danke ZUMA) und ich durfte einen alpinen Bach befischen, mit welchem mich eine alte Geschichte verbindet. Meine ganze Kindheit durch mietete meine Familie im Winter eine Sennhütte und wir verbrachten die Tage dort mit Skifahren. Als ich etwa sieben war, konnte ich in diesem Bach zum ersten Mal das Schauspiel von laichenden Forellen beobachten und verbrachte anschliessend den halben Nachmittag auf dem Brücklein, um dem Spektakel beizuwohnen. Es war mir möglich, zwei Karten für die Gewässer dieser Region zu erstehen. Eine davon schenkte ich einem langjährigen Freund zum Geburtstag. Gemeinsam zogen wir los. Noch in der Gondel diskutieren wir die Reihenfolge unserer Begehungen. Als wir dann am ersten Gewässerabschnitt ankommen, können wir erstmal einem Fischer zuschauen, wie er den Bach beackert… Strategie A im A… Strategie B nicht ausgearbeitet, somit Strategie C wie Café (mit Haslikuchen). Anschliessend steigen wir in einen schluchtigen Abschnitt ein und spielen dort ein bisschen Laurel und Hardy. Wir stellen uns in dieser engen Umgebung so ungeschickt an, dass wir es zwei Stunden lang schlicht nicht zustande bringen einen Standplatz anzuwerfen ohne vorher erkannt zu werden… Leicht frustriert steigen wir schwitzend wieder aus der Schlucht, begeben uns ins Berghaus und trösten uns mit Bratwurst und Rösti (dem Original aus Kartoffeln). Nachmittags nehmen wir uns einen eher gemässigteren Teil des Baches vor. Schon von weitem sehen wir in einem Gumpen einen schönen Fisch stehen. Ich pirsch mich an, überwerfe aus der Hocke, perfekte Drift, nichts… zweiter Wurf, wieder gut, Fisch reagiert nicht… dritter Wurf, Fisch verschwindet unter einem Stein. Kurt hat mich im Vorfeld gewarnt. Die Fische sollen hier schon manches Muster und eine Vielzahl von Präsentationen studiert haben. Nach diesem Erlebnis beginne ich an meinen Zielen für den Tag zu schrauben. Wollte ich vorher noch einen möglichst grossen Fisch fangen, wollte ich jetzt nur noch überhaupt einen Fisch ans Band kriegen… Dies gelang uns dann auch, aber: Ich fischte noch nie einen Bach, in dem der Take so spät kam. Die Fliege musste wirklich lange ohne Dreggen auf der Wasseroberfläche liegen, das kleinste Furchen und der Fisch drehte ab oder stieg gar nicht erst. Wir erlebten auch keine schnellen Schwupps, die Fische stiegen relativ gemächlich und nahmen das Insekt vor dem Einschlürfen in Augenschein. Zu den scheuen Fischen im Glasklaren Wasser erhöhten noch ordentlich Wind und hohe trockene Gräser am Ufersaum den Schwierigkeitsgrad. Somit waren wir auf der ganzen Linie gefordert und entsprechend gebacken, als wir auf der Terrasse des Berghauses ein kühles Blondes genossen und dabei unsere Schnüre reinigten. Ein paar Tage später ziehe ich Fazit: 1. Ich durfte im 2019 viele spannende, denkwürdige, hinreissende und lehrreiche Momente am Wasser erleben. Das Leben ist gut 2. Die Fliege funktioniert als Köder, als Technik. Die Fliegenfischerei ist kein Hexenwerk und erlernbar. Einiges funktioniert bereits gut, anderes ist noch verbesserungswürdig 3. Es ist mir unklar, wie man mit der Fliege selektiv grosse Fische befischen kann 4. Spinnfischen ist situativ der Fliege überlegen, umgekehrt gilt dasselbe. Weise ist, wer erkennt, wann welche Fischerei angesagt ist 5. Die Wurfposition im Zusammenspiel mit den Wurfskills und der Umgebung entscheiden oft über Top oder Flop. Der optimalen Wurfposition gibt es (noch) mehr Aufmerksamkeit zu schenken 6. Drills mit der Strömung verlangen vehementes Drillen. Mehrere gute Fische habe ich in diesem Jahr so verloren. Punkto gesehen werden ist die Position zum Fisch aber äusserst günstig 7. Lange, in sich zusammengefallene Vorfächer ermöglichen es der Fliege länger ohne Dreg auf dem Wasser zu liegen. Sie sind aber schwieriger zu werfen, handeln und kontrollieren 8. Bei der Wahl der Fliege orientiere ich mich farblich an den Lichtverhältnissen und wenn möglich an der Grösse der Insekten in der Umgebung. Das Muster spielt oft eine untergeordnete Rolle. Je mehr ein Gewässer aber mit der Fliege befischt wird oder je selektiver die Fische fressen, desto entscheidender ist die Silhouette Nun ist die Forellensaison wieder mal Geschichte und das wär’s dann wohl gewesen mit Grischa-Bern-Connection 2019. Lassen wir das Erlebte setzen. Den Winter überbrücken wir jetzt mit Planung und Träumen und im Frühling tauchen wir wieder dann wieder auf, bereit für neue Taten. Ein dickes Petri euer Horst
  41. 1 point
    Tolle Bilder (mit einer Ausnahme), genialer Bericht, ein gelungener Ausflug. Eigentlich mag ich manchmal diese Stäbli auch. Golden gebraten, und über die ganze Länge einen Strich Thomy Mayonnaise. Ein kulinarisches Desaster mit viel Wiedererkennungswert.
  42. 1 point
    Nun ist es schon wieder vorbei, unser traditionelles Wochenende in den Bündner Bergen. Dafür ist mein Kopf voll mit Eindrücken und diese werden genauso traditionell in diesem Thread verarbeitet. Literarisch könnte man zu Beginn der Erzählung mit folgendem Satz Stimmung schaffen: Leicht fröstelnd stehe ich am Ufer dieses klaren und wilden Bergbachs, stecke meine #4-Fliegenrute zusammen, tackle auf, wähle eine erste Fliege. Irgendwo bellt ein Hund… Aber die Geschichte beginnt eben früher und entsprechend fühle ich mich gezwungen etwas auszuholen. Denn die Planung des Unternehmens «Grischa- Bern- Weekend» beginnt jeweils mit dem Ende des vorangehenden Anlasses… Unser Mann vor Ort hat zudem sauber recherchiert und probegefischt, abgewägt und schlussendlich haben wir gemeinsam entschieden. Es ist ein Fieber, im Vorjahr wird man angesteckt, dann schlummert die Seuche um im Vorfeld auszubrechen, langsam steigt die Fieberkurve, am Event selbst gibt’s kein Halten und die Temperatur steigt auf ein tödliches Level, zumindest für den einen oder anderen Massfisch. Wir, Grischafario, Wasabi, ich (Horst) und Aita (Hund) liessen uns am ersten Tag von einem Wanderbus in ein Hochtal fahren. Der Fahrer hielt nach Verlangen im Nirgendwo und wir stiegen neben einem vielversprechenden Gumpen aus. Jetzt: Fröstelnd stehen wir am Ufer dieses klaren und wilden Bergbachs, stecken unsere leichten Fliegenruten zusammen und wählen ein erstes Muster. Irgendwo bellt ein Hund. Irgendwo? Cousin D.s junge Labrador-Hündin Aita scheint aufgeregter als wir und tollt nicht ganz geräuschlos herum, während wir auftackeln. Ich sehe sie vor meinem inneren Auge schon mit einer Fliege in der Nase, so interessiert beschnüffelt sie unser Material. Schon OK, haben keine Widerhaken. Im ersten Gumpen geht nichts, ist auch verdammt tief, da müsste eine Nymphe rein, gross und schwer und runter damit. Meine Hybrid-Montage wird der Situation nicht gerecht. Wasabi probiert’s nach mir, aber bis dahin haben die scheuen Fische die Lunte gerochen. Bachaufwärts treffe ich Cousin D. wieder. Hund mit Leine in der einen und Forelle in der anderen Hand. Breit grinst er mich an und erzählt irgendwas von Fliege, Überprüfen des Schwimmverhaltens, eigentlich vor dem ersten Wurf, kurz abgelegt und schwupp. Gratuliere. Natürlich will ich auch, dummerweise ist starkes «Wollen» beim Fliegenfischen erfahrungsgemäss kontraproduktiv. Vor lauter Wollen überhitze ich, wedle in die Büsche und dann ist da noch diese ständige Furcht vor dem Hund, dass er mir sozusagen in den Gumpen gumpt. Während Cousin D. im Fliegenfischerhimmel versinkt und mehrere Takes verzeichnen kann, schlage ich mich durch die Büsche und verschlafe souverän den einzigen Biss auf meine geliebte Royal Wulff. Nicht einmal «würdigen» (zit. ZUMA) wollten die Fische meine Fliege. Und ich schrieb den Misserfolg natürlich dem Hund zu, ist ja logisch, wenn dieser den ganzen Bach zertschalpt. Sorry Aita, es war das Muster… Später wechselte ich auf Caddy, dann bissen die Fische auch bei mir. Wasabi bot auch eine schöne Episode, bog er doch hier, im Kampf mit dem Gewächs, in den Büschen seinen Haken auf. Anschliessend servierte er die Fliege ohne Kontrolle einer Bündner Schönheit. Eingestiegen auf das Angebot wäre sie… Der Rest ist Geschichte. Nach der Mittagspause beschloss ich, alleine loszuziehen. Drei Fischer und ein Hund sind zuviel für mich, da verlier ich den Fokus. So fische ich mich in Ego den Hauptbach hoch und die drei anderen konzentrieren sich auf ein Seitental. Drei Stunden später stellt sich heraus, dass ich das glückliche Los ziehen durfte. In einem kurzen Schluchtabschnitt mit anschliessender Hochebene durfte ich eine herausfordernde, anstrengende, abwechslungs- wie erfolgreiche Gebirgsbachwedlerei erleben. Wo sich der Bach eine kleine Schlucht ausgefressen hatte, musste nach jedem Gumpen oder Lauf wieder auf den Wanderweg hochgeklettert werden. Mehrmals konnte ich schöne Forellen bereits von den Felsen herunter spotten, der totale Thrill… Runterklettern, durch die Weiden kämpfen, den Fisch auf Sicht anwerfen. Mein Herz! Es raste beim Runterkämpfen, es stand fast still, wenn die Fliege auf den Fisch zu trieb, anschliessend hüpfte es verrückt bei Drills oder es fiel in die Hose, wenn die Forelle davonflitzte. An dieser Stelle sah ich von oben herab den Fisch vor dem Stein in der Strömung surfen... runterklettern, irgendwie hinwedeln (Rückraum null) und bam auf Sicht, schönes Tier! Auf der Hochebene dann ein hochalpiner Wiesenbach, Champagne! Die scheuen Forellen standen unter ausgespülten Ufern oder mitten in den Zügen und nahmen die Anflugnahrung dankend an. Zudem störte kein Baum oder Busch die Bewegungsfreiheit. Irgendwann verdunkelte sich der Himmel, mein Handy vibrierte und D. rief zum Rückzug ins Berghaus. Ich kam gleichzeitig mit den ersten Regentropfen beim Trupp an. Bei Bier, Kaffee und Kuchen wurden die Erlebnisse ausgetauscht und sie hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während ich eine erfreuliche Anzahl gut genährter Bachforellen in anständiger Grösse drillen durfte, fingen meine Begleiter im Seitental vereinzelt, zwar wunderschöne aber kleine, Bachsaiblinge auf Streamer. Anflugnahrung schien dort kein Saumonide zu interessieren. Machte schlussendlich etwa doch der Hund den Unterschied? ;-) Den Abend liessen wir am Flüelasee ausklingen, dort haben wir stumpf unsere Wobbler gewaschen und anschliessend gab es Abendessen. Es wurde nicht spät und die Biermenge blieb in vernünftigem Rahmen. Eine Alterserscheinung? Morgens ziehen wir dann wieder los, an eine Seenplatte auf 2400m. Dabei muss ein Pass mit 2725m überquert werden. Was wir auf dem Sattel zu Gesicht bekommen, ist mit Emojis nicht auszudrücken. Fast rennend nehme ich den ausgesetzten, direkten Weg durch ein Felsband in Angriff um später stockenden Atems vorsichtig in kleinen Schritten weitergehen zu müssen. Würde heute den normalen Weg nehmen. Am ersten See angekommen sehe ich schöne Kringel, setze mich hin, tackle auf. Kaum will ich loswedeln, planscht der Hund in «meine» Bucht. Genervt fordere ich D. auf, seinen Hund in Schacht zu halten. Später erfahre ich von den Locals, dass es dort nur Elritzen drin hat. An einem der Seen ist dann High-Time und dort fischen wir, bis die Wetterentwicklung uns zum Rückzug zwingt. Zeitweilig stossen auch RoliGR und P. zu uns. Angenehme Zeitgefährten mit Lokalkolorit. Jedenfalls kennen die Beiden die Bedingungen dort gut und wissen, wie man Namays befischt. Auf Distanz können wir dann zuschauen, wie sich ihre Ruten regelmässig biegen. Auch bei uns bleibt die Action nicht aus. So durfte ich meine ersten zwei Seeforellen auf trockene fangen. Wunderschöne Silberpfeile mit Dampf im Hintern. Dazwischen gab es kurzweilige Drills mit übermütigem Namay-Nachwuchs. Als die ersten Vorboten der Gewitter aufziehen, veranstalten diese an der Luv-Seite des Sees ein Steiginferno. Fast hätte man meinen können, die Fische steigen in Kringel-Konkurrenz zu den dicken Regentropfen. Hier verifizierte sich mir die «Windkanten-Theorie», welche besagt, dass die Fische dort auf Anflugnahrung steigen, wo der Wind an der windzugewandten Seite auf die Oberfläche trifft. Sichtbar am Strukturunterschied auf der Wasseroberfläche. Echt hilfreich um an einem unbekannten Bergsee Fische zu spotten. Dann mussten wir aber los. Das Gelände ist zu alpin um zu Spassen. Ein ordentliches Gewitter hätte den Aufstieg zum Sattel schwer passierbar gemacht. Diesen Umständen wollten wir zuvorkommen. Beim letzten Blick zurück zeichnen sich auf der Oberfläche der Seen deutliche Kringel ab. Das nenne ich einen Abschiedsgruss. Kaum haben wir den höchsten Punkt überschritten sehen wir im nächsten Tal einem Regenvorhang entgegen. Kurz vor dem Wagen beginnt es zu donnern. Jetzt möchte ich nicht mehr dort oben sein und ich bedanke mich bei den Göttern des ewigen Wasserkreislaufs für ihre Geduld. Aber was ich jetzt nicht will, könnte in Zukunft durchaus wieder begehrenswert sein. Denn wer weiss, welche Windungen und Wirrungen die Planung für das Grischa-Bern-Weekend 2020 durchlaufen wird. Schön war's Jungs, ich hätte da bereits eine Idee! Bonne Lecture Horst aka. Cousin R. aka. Rolf
  43. 1 point
    Hey Barschhorst Auf einigen diesen Touren durfte ich dich begleiten, und weiss daher, wovon du sprichst. Auch bei uns im Grischaland sieht es ähnlich aus. Zwar liegt doch in den Bächen die eine oder andere mässige drin, die meisten jedoch haben bis knapp Schonmass-Grösse. Aber auch wenn man sich dessen bewusst ist, beachte ich doch die Fischerei an diesen Gewässern NICHT als vorsätzliches C&R (auch wenn man das - rein theoretisch und aus einem sehr restriktiven Standpunkt aus als solches bezeichnen könnte). Du gehst ja mit der Absicht, deiner Familie einen Fisch kredenzen zu können, ans Wasser. Und wenn man halt nicht zu einem noblen Kreis der Auserwählten gehört, der an einem der gut unterhaltenen und wenig befischten Bächen im BEO fischen darf, dann bleiben dir halt "nur" die Patentgewässer... Jedenfalls freue ich mich auf unser baldiges gemeinsames Troutstalking im Grischaland - da kannst du dir vor Ort ein Bild machen, wie es bei uns aussehen kann. Und - ja - viele Fischer entnehmen sehr viele Fische. Aber ich bin der Überzeugung, dass dies lediglich noch eine Sache von ein bis zwei Generationen ist, bis sich das ändert (falls es bis dann noch Fische hat). Schau dich um, die nachhaltig fischenden Jugendlichen werden immer zahlreicher, wachsen mit dieser Einstellung auf, und setzen das auch an den Gewässern um. Und für alle nicht Einsichtigen werden halt dann die Vorschriften angepasst. Bei uns im Grischaland werden nächstes Jahr eine ganze Menge von neuen Vorschriften in Kraft treten - was man so hört, sollen sie stark auf Nachhatigkeit abzielen. Bin mal gespannt - wir werden Vorreiter sein. Bis dann - Bütscha la Ritscha
  44. 1 point
    Hier wäre ich wieder, liebes Tagebuch Dass dem oben geschilderten Ausflug ein Schneidertag an demselben Gewässer folgte, will ich nicht verschweigen. Wie oft treffen wir doch in diesem Medium auf Bilder von schönen Fischen, breit grinsenden Gesichtern, erfolgreiche Menschen (warum meist Männern?), welche Fische in die Kamera halten. Wie oft stehen diese Personen aber ohne Fangerfolg am Wasser? Davon wird wenig geschrieben. Warum wohl? Also bei mir kam's in diesem Jahr schon mehrfach vor, am Bach wie am See, dass ich das Gewässer ohne Drill verlassen durfte. Der eingangs erwähnte Schneidertag wurde nicht nur durch fehlende Bisse gekrönt. Ich durfte an auch an jeder Stelle feststellen, dass bereits mindestens jemand diese Stelle bereits gefischt haben musste. Diese Feststellung derangierte mich dann wiederum in solchem Ausmasse, dass die nötige Ruhe nicht einkehren wollte um präzise zu wedeln. Entsprechend verbrachte ich dann mehr Zeit in der Botanik als gewohnt und im Endeffekt konnte nur der Detailhandel profitieren... Zum Glück habe ich Familie. Frau und Kind wirken meist ausgleichend auf belastende emotionale Ereignisse. Ein Familienausflug nach Deutschland sollte mich auf neue Gedanken bringen. Etwas Legoland und Freunde besuchen. Wir hatten eine grossartige Zeit im grossen Kanton. Und tatsächlich ist es dem Gumpenkönig und mir dabei gelungen, uns ein paar Stunden rauszuspielen um die Forellen zu ärgern... Was braucht es mehr als ein schönes Gewässer... sympathische, ortskundige Begleitung, ein paar gute Gespräche... den richtigen Streamer und eine Hand voll beissfreudiger Forellen. Dagegen kommen Nieselregen und kühle Temperaturen nicht an, die werden ignoriert. Ein Highlight der bisherigen (bissherigen;-) Trutensaison ( @Gumpenkoenig Auch wenn die grössten Fische maximal mittelgross waren). Anschliessend zurück zu den Familien, entspannte Frauen, zufriedene Kids, ein knisterndes Feuer im Kamin. Einfach, effektiv, das gute Leben. tbc Horst aka. R.
  45. 1 point
    Liebes Tagebuch Das Ereignis, von welchem ich dir hier berichte, liegt bereits ein paar Tage zurück. Genau genommen datiert es auf den zweiten Tag nach der heiligen Forelleneröffnung. Unser Organisationstalent, die Götter des Wassers, des Himmels und unsere Holden erlaubten uns für einen Tag ans Wasser zu treten. Noch steif waren unsere Finger beim zusammenstecken der neuen Ruten. Die Knoten wollten auch nicht alle auf Anhieb gelingen und zum Nichtgelingen vom Anhieb schreiben wir dann später noch... Unseren Gelenken waren die Bewegungen beim Werfen der Fliege etwas fremd geworden. Wir brauchten erst mal beide einen Gumpen zum einwedeln. Jeweils einer warf und der andere kommentierte. So holten wir uns die Wärme in den Körper zurück. Bescherte uns doch der Morgen noch vor dem ersten Wurf zuerst Sonnenschein, dann Schneesturm um sich dann im Anschluss in einem regen Mix dazwischen einzupendeln. Geht doch: Langsam wurden wir warm und es kam Flow auf. Dann der erste "Biss". In einem tiefen Zug bleibt die Schnur einfach stehen. Ich denke an einen Hänger, hebe die Rute und ziehe dabei einen Fisch wie einen Mehlsack an die Oberfläche. Beide wurden wir wohl von dieser unerwarteten Begegnung überrumpelt. Die Forelle explodiert an der Oberfläche und weg ist sie. Schade und tschüss. Cousin D. aka Grischafario geht es nicht anders. Das einzig gemeine ist, dass ich seinen ungelenken Drillversuchen aus erhöhter Warte zuschauen kann. Evtl. eben doch mal ins Forellenpuff etwas drillen üben gehen. Aber die Götter strafen sofort. Für meine Kommentare ernte ich eine Stunde Botanikprobleme. Kurz vor Einnachten stehen wir dann vor grossen Pools und lassen darin unsere Nymphen verschwinden. Und hier kommt er, der langersehnte Ruck in der Sehne. Innerhalb von zehn Minuten darf ich aus dem selben Pool zwei hübsche Forellen drillen. Die erste begleitet mich mit nach hause, die zweite ist unterhalb meines Augenmasses und schwimmt wieder. Und wenn mein Cousin einen Fisch essen will, dann soll er ihn gefälligst selber fangen! Horst
  46. 1 point

    Vom Album Fliegenfischen

    Maifliege am Thunersee begutachtet ihre Nachahmung...
  47. 1 point
    Es ist der 6.8.2015. Der Wecker geht um 3 Uhr in der Früh. Ich zieh mich an, pack mein Tackle und nehm den halb aufetauten Egli aus dem Kühlschrank. Den, welchen ich am Vortag aus dem Tiefkühler genommen habe. Den, welcher ich vor einer Woche mit einem Keitech Gummi gekriegt habe. Keine Ahnung wie, habe noch nicht begriffen wie man da die Köder richtig führen muss. Aber irgendwann hatte ich wohl etwas richtig gemacht und ein handgrosser Egli hing am Haken. Eben dieser. Ich schleich mich raus ohne die Familie zu wecken und mach mich auf zu meinem Spot am Walensee. Jener der mir am Vortag ein Fischerkollege veraten hat. Jener Spot an welchem es von Hechten wimmeln soll. Na, wer's glaubt, aber versuchen will ich es trotzdem. Am Spot angekommen bau ich mit der TaPfu zwischen den Zähnen den Brandungsrutenständer auf, steck meine Grauvell Teknos Heavy Feeder zusammen, häng die Rolle dran, zieh die Hauptschnur durch und fluche die ganze Zeit im Stillen über mich selbst. Der Speichel läuft mir neben der Tachenlampe raus. Weshalb habe ich Depp die Kopfleuchte nicht mitgenommen? Wie auch immer. Zapfen aufziehen, Knicklicht drauf, Stopper und etwas Bleischrott auf die Schnur und nun das englische System. Als das wurde es mir zumindest verkauft. Im Grunde nur etwas Stahlvorfach mit einem Einfachhaken und einem Drilling. Ersteren zieh ich dem Egli durch die obere Mundpartie und den Driling mach am Rückengrat fest. So das der Egli schon ausgewogen hängt. Nun die QD Bremse voll zu drehen und raus damit. Bremse wieder auf und Rute ablegen. Jetzt passiert exakt das, was beim Ansitzangeln die längste Zeit passiert - nichts. Ok, nicht gar nichts. Ab und zu wird die Pose abgetrieben und ich werfe neu aus. Die ganze Zeit bin ich wie auf Nadeln. Es ist mein dritter Versuch mit KöFi auf Hecht. Der erste mit Egli, der erste an diesem Spot. Irgendwann setzt die Dämmerung ein. Ich mach meine Spinnrute klar und schmeiss einen Spinnerbait raus. Nein, mir ist nicht langweilig, Aber ich will mein Fangchancen etwas erhöhen. Es geht ja schliesslich um mein Jahresziel - mein erster Hecht. Nach jedem Wurf ein Blick auf die Pose und während dem Einkurbeln mehrere weitere Kontrollchecks. Nichts. Oder doch, der Zapfen treibt wieder ab. Ok, Spinnrute ablegen, KöFi einziehen und auswerfen. Wieder ein Wurf mit der Spinnrute, ein Blick auf die Pose... wo ist sie? Weshalb seh ich sie nicht? Ein Biss? Ich höre die Bremse meiner Cast'izm auf der Heavy Feeder gehen. Ganz leise. Ich mach einen Satz zum Rutenständer, lege ab, nehm auf, halbe Drehung an der QD Bremse und setze einen harten Anhieb. Bremse wieder auf und nun geht die Post ab. Ein Hecht! Sch.... was mach ich jetzt? Ok, ganz ruhig. Bremse noch was zu. Ist es zuwenig ? Oder zuviel ? Kein Ahnung, gewisse Sachen findest Du nicht im Internet heraus. Die Flucht endet. Die erste Flucht, weitere folgen. Die Bremse mehrmals nachkorrigiert. Den Fisch wieder näher reingeholt. Dann wieder eine Flucht. Die Rute wird langsam schwer. Ist auch recht kopflastig das Teil. Aber in dem Moment bin ich mehr als zufrieden mit ihr. Es macht micht zwar müde, aber sie verrichtet ihre Dienste gut. Auch bei Kopfstössen. Irgendwann ist der Fisch ganz nah. Kescher bereit und - ja ist drin. Er hat 83cm - mein Hecht. Ich nehm in mit. Auf dem Heimweg treff ich eine Bekannte die mit ihrem Hund raus geht. Und, was gefangen? Ja, ein Hecht von 83cm. Ich muss über's ganze Gesicht gestrahlt haben - zumindest hat sie es später meiner Frau so erzählt. Eine Woche später habe ich es gleichen Spot nochmals versucht. Auf die gleiche Tour. Nichts, gar nichts. Dann habe ich ein paar Würfe mit der Spinnrute gemacht. Siehe da, ein Hecht. Diesmal ein kleinerer. Knapp 45cm. Er ist so knapp, dass er wieder schwimmen darf. Er soll grösser werden - oder einem wirklich grossen Hecht den Hunger stillen. Und ich muss sagen es ist ein schönes Gefühl einen Fisch dieser Grösse zurück zu setzen und ihn davon schwimmen zu sehen. Noch zum Schluss: Deadbaiting gefällt mir. Aber eine Erfolgsgarantie ist es nicht - so wenig wie jede andere Technik. Die Erfahrung macht es aus - die fehlt mir noch auf weiter Strecke. Daher bin ich dem Kollegen den Tipp für den Spot sehr dankbar. Sollte er das hier lesen nochmals schriftlich: Ich danke Dir für meinen Pike Number one. Gruss Mötti
  48. 1 point
    Trotz hohem Wasserstand, trübem Wasser und kalten Temperaturen beißt es bei uns grade nicht schlecht. Interessanterweise werden momentan kaum kleine Forellen gefangen, d.h. es beißen wenige, aber dafür die Großen. Am Ostersonntag konnte ich dann auch meine bislang größte Rotgetupfte landen, meine Fresse war das ein Drill... 60cm und gute 2kg! Genug der Worte:
  49. 1 point
    Hi, hier mal eine Zusammenfassung meiner Bafofischerei: Auf Farios fischen mit dem Spinner am Bach Nach zwanzigjähriger Seefischerkariere, habe ich mich vor ca. vier Jahren entschlossen wieder in die Bachfischer, welche ich als Jugendlicher schon betrieben habe einzusteigen. Zuerst fing ich mit der Tippfischer und Naturköder an. Dies langweilte mich allerdings sehr rasch. Also suchte ich nach Alternativen. Ich sah mich um, informierte mich über Material und Techniken. Mittlerweile habe ich meine Fischerei gefunden. Ich fische am Bach fast ausschliesslich mit dem Spinner, dies weil mir Wobbler zu teuer sind und man beim Erkunden eines Gewässers und als "Anfänger" doch recht viele Köderverluste zu beklagen hat. Mittlerweile konnte ich auch die Köderverluste reduzieren. Was braucht es zum Spinnerfischen am Bach: Hüftstiefel, noch besser sind Wathosen, eine Tasche, oder ein Gilet um das nötige Material zu verstauen, im Minimum reicht eine Köderbox, ein Mass, ein Messer und eine Zange. Dazu eine Flasche Wasser und ein Schokoriegel, falls beim Wander der kleine Hunger kommt. Als Rute empfehle ich eine parabolische Spinnrute, die weder zu weich, noch zu hart ist. Ich fische eine Shimano Beastmaster 190 Jig and Jerk, mit einem Wurfgewicht von 7 - 28 Gramm. Dazu eine gut gelagerte Rolle im Bereich 2000er bis 3000er. Darauf habe ich 22er Mono von Vexter, zum Spinnern ist eine weiche Schnur besser geeignet, da diese weniger verdrallt( im Moment teste ich auch die Nanofil von Berkley). Eine Hand voll Spinner, in verschiedenen Grössen und Farben, meine Favoriten sind die Blue Fox Vibraxx, es gehen aber auch die Brauen von Stucki, oder die Mepps Comet. Spinnfischen auf Farios, ist wandern, klettern, waten, werfen, kurbeln, anschleichen, präzise werfen, also eine ziemlich ganzheitliche Sportart. Am Liebsten befische ich kleine Bäche mit relativ wenig Wasser. Sehr wichtig ist, dass man konsequent unten steht, den Spinner präzise nach oben wirft und dann mit der Strömung zu sich hin fischt. Bei klarem Wasser ist es angebracht, auf grösser Distanzen zu werfen, da die Farios sehr scheu sind. Die Forellen dieser Bäche werden meistens nicht sehr gross, dafür sind sie wunderschön gezeichnet. Manchmal gibts auch Überraschungen :P
  50. 0 points
    Hattet ihr auch schon Egli die beim Ausnehmen davon Schwimmen wollten? https://www.youtube.com/watch?v=328i7e7EH-U
×