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    Furunkulose der Fische


    Diese ekelhafte bakterielle Infektionskrankheit betrifft vor allem Salmoniden, besonders Saiblinge und Forellen. Die Krankheit tritt fast ausschliesslich in Fischzuchten auf, bei erhöhten Wassertemperaturen, Sauerstoffmangel, Überfütterung und anderen Stressfaktoren.
    Die Infektion durch Aeromonas salmonicida erfolgt durch direkten Kontakt mit Beuleninhalt, Kot und Urin infizierter Fische sowie indirekt durch mit dem Erreger behaftete Eier, Gerätschaften, Vögel und blutsaugende Parasiten.
    Es gibt 3 Formen der Furunkulose.
    Die akute Form:
    - vor allem bei Jungfischen auf.
    - ständige Weiteransteckung des erkrankten Fisches durch Bakterien, welche aus dem bereits erkrankten Feld eindringen.
    - plötzlicher Verlust von bis zur Hälfte des Fischbestandes
    - Blutergüsse an Flossen und Kiemen
    - langsame Zerstörung der inneren Organe (Breinieren, Milzschwellung) und der Muskulatur
    - Glotzaugen

    Die subakute Form:
    - weniger dramatischer Verlauf und geringere Verluste
    - bei der subakuten Form mit Beulenbildung bilden sich eitrige Beulen und bei Jungfischen oft nur dunkle Hautflecken und Rötungen der Flussen.
    - bei der subakuten Form mit blutiger Darmentzündung wird der After nach vorn gestülpt.

    Die chronische Form:
    - kann Monate dauern, mit dunkler Hautverfärbung, Schuppen- und Flossendefekten
    - ev. Blindheit und allgemeine Schwächeu
    - weissliche Aufhellungen an Kopf und Rücken

    Du kannst als Angler dazu beitragen, dass die Fische in freien Gewässern auch weiterhin frei von Furunkulose bleiben. Dazu gehört sicher, dass nur Fische ins Wasser eingesetzt werden, welche kontrolliert und garantiert gesund sind. Solltest du kranke Fische fangen, so sind diese der Fischaufsicht zur weiteren Abklärung zu übergeben. Ausserdem sind Fangwunden bei freigelassenen Fischen (Catch and Release) auch immer wieder Herde für Freisetzung von Bakterien.

    Aufgrund einer bakteriologischen Untersuchung kann ein Antibiogramm erstellt und ein wirksames Antibiotikum zugordnet werden. In Zuchtbetrieben sind seuchenprophylaktische Maßnahmen ausserordentlich wichtig. Dazu gehört die Reduktion der, kleinere Futtermengen an heissen Sommertagen, Quarantäne und Kontrolluntersuchung zugekaufter Fische, Desinfektion der Eier und Geräte sowie die unschädliche Beseitigung toter und erkrankter Fische.

    Von Viola

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