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    Fische


    Fische gibt es schon seit Urzeiten, nachweisbar seit 320 bis 400 Millionen Jahren. Der Fisch ist ein wechselwarmes, im Wasser lebendes Wirbeltier, das durch Kiemen atmet. Diese Definition trifft auf mehr als 30.000 Fischarten (darunter ungefähr 11.000 Süsswasserfische) zu. Daneben gibt es noch einige Sonderarten, wie die Fliegenden Fische, Lungenfische oder den Thunfisch, der über sein Blutgefässsystem eine permanent höhere Körpertemperatur als diejenige des Wassers produzieren kann und dadurch Höchstleistungen im Schnellschwimmen erreicht. Die Fischarten werden wiederum in im Körperbau und in der Verhaltensweise ähnliche Fischfamilien eingeteilt.
    Die Einteilung in Salz- oder Süsswasserfische erfolgt nach dem Laichplatz. Deshalb gilt z.B. der Lachs als Süsswasserfisch, obwohl er den grössten Teil seines Lebens im Meer verbringt. Die meisten essbaren Fische stammen aus dem Meer. Über 80% leben in relativer Küstennähe in den bis zu 200m tiefen nährstoffreichen flacheren Regionen und in den Schelfmeeren (dreiseitig durch Land begrenzte Meere wie etwa die Nordsee). Auch in den Hochseeregionen gibt es einen guten Fischbestand bis auf etwa 800m Tiefe, einige Arten leben aber auch noch in über 5000m Meerestiefe.
    Die Süsswasserfische leben in Seen oder in fliessenden Gewässern. Die Lebensräume werden nach den Leitfischen eingeteilt.
    Seen: Saibling, Coregonen (Fettflossen), Zander, Plötzen, Brachsen, Hecht-Schleien
    Flüsse: Forellenregion, Aeschenregion, Barbenregion, Brachsenregion. Hinzu kommt noch die Brackwasserregion in den Mündungsgebieten von Flüssen ins Meer.
    Etwas mehr als 30 Süsswasser-Fischfamilien leben in unseren Regionen.

    Die meisten Fische werden mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif. Die Weibchen legen Eier (Rogen) und die Männchen legen ihre Milch darüber. Einige Fischarten laichen im offenen Wasser, andere kleben den Laich an Steinen oder Pflanzen fest. Oft schützen und pflegen die Fische ihre Brut (z.B. die Buntbarsche). Der Stichling z.B. errichtet ein richtiges Nest. Andere wiederum tragen ihre But im Maul (Maulbrüter). Es gibt auch Fische, die vor oder während der Geburt die Eier aufbrechen. Bei diesen lebend gebärenden Arten befruchten die Männchen die Weibchen über ein Gonopodium (besondere Extremität zur Begattung).

    Über das Alter von Fischen gibt es eine Unmenge Geschichten, Fischerlatein und Vermutungen. Ein mit Muscheln und Pflanzen behangener Fisch wirkt alt auch wenn er jung ist. Fische hören nicht auf zu wachsen. Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt von der Wassertemperatur (im kalten Wasser wachsen Fische langsamer), vom Futter und der Wasserqualität ab. Wenn du sie nicht voher angelst, erreichen Fische ungefähr folgendes Alter (in Jahren): Forellen (8), Karpfen (30), Barsche (15), Salmler (10), Rochen (15 bis 30), Wels (25). Am ältesten werden Störe mit bis zu 60 Lebensjahren.

    Wahrscheinlich haben schon die Urmenschen Fische gegessen, bevor die ersten Angelhaken vor ungefähr 10.000 Jahren eingesetzt wurden. Auch heute noch werden in einigen Regionen Afrikas und Asiens die Fische durch Hochwassersperren aus Steinwällen am Fliehen gehindert und dann bei Abflauen der Wassermassen einfach aus den Tümpeln entnommen. Interessanterweise werden gewisse Fanggeräte wie Reusen, Netze und Speere bereits seit mehr als 6000 Jahren zum Fischfang benutzt.

    Für viele Menschen, vor allem wenn sie in See-, Fluss- oder Meeresnähe leben, sind Fische ein wichtiger Teil des Speiseplanes. Ob du den Fisch kochst, grillst, brätst, dünstest, pochiertst, räucherst oder roh isst, es gibt einige Grundsätze zu beachten:
    - Der Fisch wird nach dem Fang sofort betäubt und getötet.
    - Der Fisch wird sofort ausgenommen und ev. nicht verwendete Teile so entsorgt, dass sie nicht in den Kreislauf zurückkommen.
    - Den Fisch sofort verarbeiten oder tieffrieren. Frischer Fisch riecht angenehm und stinkt nicht.

    Fische sind auch als "Haustiere" sehr beliebt, sei es in Aquarien oder Teichen. Zierfische zu halten war schon zu Pharaos Zeiten Kult und teure Kois im Panoramateich gelten vielerorts gerade heute wieder als Statussymbol.

    Die enorme Faszination und Bedeutung der Fische für den Menschen wird in vielen Märchen, Sagen, Mythen und in den Religionen deutlich. Dabei ist der Fisch oft Symbol für Weisheit, Respekt und Würde.

    Von Viola

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